Atomdeal Saudi-Arabien USA

Proliferation – Atomwaffengefahr im ziemlich Nahen Osten

Nicht autorisiertes, sinngemäßes Vorwort des französischen Staatspräsidenten Macron aus dem Februar 2020:
„Ohne zivile Atomenergie gibt es keine militärische Nutzung der Technologie – und ohne militärische Nutzung gibt es auch keine Atomenergie“.

Grafik: mitwelt.org

Gegen den Iran wird gerade ein Krieg um Rohstoffe und ein Atomkraftwaffenkrieg geführt. In der westlichen Welt wird befürchtet, dass die autoritär geführte Theokratie mithilfe der zivilen Nutzung der Atomkraft in den Besitz von Atomwaffen kommen könnte. Jetzt will die Trump-Regierung der „guten, nützlichen“ Autokratie Saudi-Arabien beim Aufbau eines zivilen Atomprogramms helfen. Auch die Lieferung einer Urananreicherungsanlage in die Kriegsregion ist möglich.

(Gastbeitrag Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein)

Obwohl weltweit seit Jahren mehr Atomkraftwerke stillgelegt als neu gebaut werden, will jetzt auch Saudi-Arabien eigene AKW und eine Urananreicherungsanlage.

Tschernobyl, Fukushima, radioaktive Emissionen im Normalbetrieb und Atommüll, der eine Million Jahre strahlt, haben die Gefahren der Atomkraftnutzung aufgezeigt.

Die größte Gefahr der Nutzung der Atomkraft ist allerdings die Proliferation, die Entwicklung von Atomwaffen mithilfe der zivilen Atomkraft. Schon heute wäre ein in die Ecke gedrängter Iran in der Lage, Raketen und Drohnen mit „schmutzigen, radioaktiven Bomben“ auszustatten. Der Nahe Osten ist jetzt schon ein Pulverfass.

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Ausgedruckt. Hängt jetzt an unserem Kühlschrank (foto: zoom)
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Zehn Aphorismen zum Panzergeschäft mit Saudi-Arabien

Deutscher Panzer, aufgenommen in Lorch am Rhein, 1989 (foto: chris)
Deutscher Panzer, aufgenommen in Lorch am Rhein, 1989 (foto: chris)

Panzer in Krisengebiete zu verkaufen,
war schon im Mittelalter ein gutes Geschäft.

***

Waffengeschäfte sind vom Panzer der Moral geschützt.

***

Wir liefern zwar Panzer an die Saudis,
aber sollten diese sie benutzen,
werden wir das aufs Schärfste kritisieren.

***

Mit der Gefühllosigkeit einer Menschenleiber überrollenden Panzerkette
betreibt Deutschland seine Waffengeschäfte.

***

Wer den Saudis Panzer liefert,
hat sie bereits gegen die eigene Menschlichkeit in Stellung gebracht.

***

Mit den Erfahrungen des 17. Juni 1953
Panzer an ein Unterdrückungsregime zu verkaufen,
ist Wiederholungszwang – Deutschland gehört auf die Couch!

***

Das Panzergeschäft mit den Saudis ist ein Schlag
gegen die Demokratiebewegung – in Deutschland.

***

Waffengeschäfte bringen Devisen,
doch die Panzer für Saudi-Arabien kosten eine:
Keine Waffen für Menschenrechtsverletzer!

***

Wenn Deutschland 200 Panzer an die Saudis liefert,
verrichtet es kein kleines Geschäft.

***

Der Nahe Osten braucht keine gepanzerte Stabilisierung,
sondern eine friedliche Bewegung.

© 10. Juli 2011 by Detlef Träbert, Pädagoge und Aphoristiker

Umleitung: zu Vieles, um alle Themen in die Überschrift zu packen.

Mittwochs in Meschede (foto: zoom)
Livemusik: mittwochs in Meschede (foto: zoom)

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