Moin! Nach dem Frühstück ist vor dem Café

Kaffee? Latte Macchiato? Hauptsache Nussecke!

Professionelles Wandbild am Garagentor neben einem Cafe. (foto: zoom)

Mit einem Latte Macchiato kann man mich leicht in ein Café locken. Wenn dazu noch eine Nussecke angeboten wird, sitze ich in Nullkommanix auf meinem Allerwertesten, lese ein Buch, knabbere am Gebäck und schlürfe den Kaffee.

Die Amsel singen immer noch leidenschaftlich, aber insgesamt scheint es in der Vogelwelt ruhiger zuzugehen. Die Revierkämpfe sind gewonnen oder verloren, die Partner*innen haben sich gefunden. Nest bauen, Eier legen, Nachwuchs aufziehen.

Das Jahr hat seine Runde von Frühling zu Frühling gedreht.

Das muss für die nächste Stunde reichen: Nussecke, Latte Macchiato und moralische Ambitionen (foto: zoom)

Beunruhigend ist die lange Trockenheit. In den Wetteraussichten des DWD ist auch in den nächsten Tagen kein Tropfen Regen zu sehen.

Irgendwie scheinen der Politik andere Dinge wichtiger zu sein als die heraufziehende Klimakatastrophe.

Was habt ihr damals gemacht, als wir die Klimakrise noch hätten eindämmen können? Wir haben uns Sündenböcke für ALLES gesucht und an den Grenzen auf Migrant*innen eingeprügelt.

Hat das irgendein Problem gelöst? Nein, warum auch?

Leute, trinkt bei sonnigem Wetter keinen Latte Macchiato in einem netten Café. Ihr kommt auf dumme Gedanken, denn Müßiggang ist aller Laster Anfang.

Pausenbild zum Abend

Auf dem Kahlen Asten

Abend auf dem Kahlen Asten (foto: zoom)

Auf dem Kahlen Asten kann man schnell eine kleine Runde drehen ohne vom Winterberger Tourismus genervt zu werden.

Selbst an schönen Abenden ist der auch wegen der Wetterstation bekannteste Gipfel (841 m) des Hochsauerlandes alles andere als überlaufen. Gestern hielten sich nicht mehr als zehn Personen zeitgleich mit uns auf dem Kahlen Asten auf. Gegen Ende des Spaziergangs nervte allerdings ein knatternder Mopedfahrer*in, verfolgt von einem Pedelec auf den asphaltierten(!) Spazierwegen. Laute, stinkende Zweitakter – da rebelliert mein innerer Spießer.

Schon lange gibt es oben auf dem Astenturm keine Wetterfrauen und Wettermänner mehr, die die Messdaten aufnehmen und an den DWD weitergeben.

Deren Arbeit wird heute vollautomatisch und digitalisiert vom sogenannten Klimagarten erledigt.

Hier wurde im letzten Jahr der Klimagarten modernisiert. (archivfoto: zoom)

Einen kleinen Blogbeitrag zum Klimagarten hatte ich am 2. August 2024 geschrieben:

https://www.schiebener.net/wordpress/arbeiten-im-klima-garten/

Ich wünsche euch einen geruhsamen/kämpferischen oder wie auch immer 1. Mai!

Fundstück: Heimatliebe geht durch den Magen

In Winterberg gesehen:Heimatliebe = Schnitzel-Schmiede? (foto: zoom)

In Winterberg gibt es nicht nur das Print-Magazin „Heimatliebe“, sondern auch ein Restaurant gleichen Namens. Hier auf dem Schild wird es als „Schnitzel-Schmiede“ beworben.

Ich sage euch aus Erfahrung: Nichts lieben die Winterberger mehr als ein ordentliches Stück Fleisch. Ich der sauertöpfige Veganer habe schon häufig in Runden fröhlicher Carnivoren gesessen und wurde bemitleidet, Tipps zum Ausgleich meiner veganen Mangelernährung (Vitamin-Tabletten oder gleich Spritzen – Oh, der Vitamin B-Mangel!) inklusive.

Winterberg ist die gelebte Metapher, dass Heimatliebe durch den Magen geht, vorzugsweise als Schnitzel.

Ich schmeisse dann heute wieder lustlos und voller Selbsthass Räuchertofu in den Wok. Können Falafeln Sünde sein? Niemals!

Guten Morgen! Sonne, 21 °C

Der Tag beginnt sonnig (foto: zoom)

Meine DWD-Wetter-App sagt für heute sonniges Wetter mit einer Höchstemperatur von 21 °C voraus. Für Winterberg ist das eine hohe Hausnummer, zumal es am Kaiserstuhl kaum wärmer werden soll.

Am Donnerstag erreichen die Temperaturen 25 °C. Die 1. Mai Veranstaltung des DGB Hochsauerland wird somit nicht ins Wasser fallen. Ein sonniger Protest-Morgen erwartet die Gewerkschafter*innen.

Aber jetzt: Noch einmal aus dem Fenster schauen, den blauen Himmel bestaunen und – husch, husch – ans Tagewerk!

Löwenzahnzeit im Hochsauerland

… und der Zilpzalp müht sich unablässig

Wiese mit Löwenzahn (foto: zoom)

Ich weiß nicht, wie es im Ruhrgebiet oder anderen tiefer gelegenen Gebieten aussieht, aber bei uns im Hochsauerland steht der Löwenzahn in voller Blüte. Es gilbt entlang der Landstraßen, auf den Fett-Wiesen und entlang der Wanderwege. Von den Früchten („Pusteblumen“) ist noch nichts zu sehen.

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Anmeldung für die „Offene Gartenpforte Ruhrgebiet“ startet

Die IGA 2027 öffnet die schönsten Revier-Gärten

Bei der Offenen Gartenpforte Ruhrgebiet am 6. Juli 2025 können Groß und Klein ihre Freude am Werkeln im Garten entdecken. (Pressefoto: sanjeri)

Ruhrgebiet. Ein einziger Tag – unzählige Gärten entdecken und erleben: Am „Tag der Offenen Gartenpforte“ zeigen seit langem vielerorts private Gartenbesitzer und -besitzerinnen ihre grün-bunten Refugien. Eine Premiere ist es, dass dieser am 6. Juli 2025 erstmals gleichzeitig im gesamten Ruhrgebiet stattfindet. Von kleinen, intensiv gestalteten Stadtoasen über verwunschene Innenhöfe bis zu weitläufigen, naturbelassenen Anlagen, Gärten am Hang, Stauden-, Rosen- und Romantikgärten oder naturnahen Gärten kann alles dabei sein. 

(Pressemitteilung IGA 2027)

„Es ist das erste ruhrgebietsweite Veranstaltungsformat, das im Rahmen der IGA 2027 stattfindet”, freut sich Geschäftsführer Horst Fischer. „Neben den vielen anregenden und erholsamen Besuchen in den Gärten wird der Tag auch zur Vorfreude auf die IGA 2027 beitragen und noch mehr Menschen inspirieren, an einem grüneren und nachhaltigeren Ruhrgebiet mitzuwirken.“

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Besuch vom liebestollen Spiegelkämpfer

Friedliche Bachstelze (motacilla alba) auf Singwarte – Spiekeroog, Nationalpark niedersächsisches Wattenmeer (Foto: Wikimedia)

Seit ein paar Tagen, gefühlt Wochen, knallt täglich ein Vogel im schrägen Anflug gegen unsere Fensterscheiben. Pock! Wir schrecken hoch. Weg ist er wieder. Ein wenig später erneut: Peng! Es hört sich furchbar an. Das sei eine Bachstelze, meint die Nachbarin. Normalerweise seien sie hier nicht zu finden.

Die Bachstelze sitzt nun auf dem Balkongeländer, fliegt los, knallt gegen die Scheibe, sitzt wieder, fliegt…

Da ist er wieder, leider unscharf, weil der Fokus auf die Landschaft eingestellt ist. (foto: zoom)

Anfangs haben wir gedacht, der Vogel hätte einfach nur einen Dachschaden. Was war zuerst? Die Gehirnerschütterung oder der Zusammenprall mit der Fensterscheibe?

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Frohe Ostern 2025!

Freies Assoziieren

Holzhasen im Zoo (foto: zoom)

Noch einen weiteren Tag ausharren, dann ist Ostern geschafft. Nie habe ich so darauf gewartet wie in diesem Jahr. Am Dienstag geht es dann wieder hinaus in die weite Welt. Nun ja, ins Ruhrgebiet.

Dortmund, Recklinghausen, Essen, Oberhausen, Duisburg, Mühlheim, Bottrop, Herne, Gelsenkirchen, Bochum … das sind die Traumziele meiner Radtouren.

Ich schweife ab. Ostern 2025 – das Jahr als unser Urlaub ins Wasser fiel.

Kirche (kath.) St. Laurentius in Küstelberg (foto: zoom)

Ostern 2025 – der Nahraum kann weit oder eng sein – oder umgekehrt. Ihr seid mitgemeint, liebe Kreuzfahrer*innen und Mallorca-Urlauber*innen.

Zu Hause entdecke ich jeden Tag Musik auf Platte oder CD, die ich bisher nicht gehört habe. Immer nur Frank Zappa – wer hält das auf Dauer aus?! Ich puste den Staub vom Dreierpack Monk’s Casino. Alexander von Schlippenbach, Axel Dörner, Rudi Mahall, Jan Röder und Uli Jennessen spielen 2003/2004 im A-Trane (Berlin) Kompositionen von Thelonious Monk.

Die Intellektuellen
Die hören gerne Blues
Bei denen tanzen die Forellen
Im selbstgemachten Apfelmus

Die Liedzeilen von Stephan Sulke fühlten sich für mich schon immer falsch an. Wer den Rockzipfel der Intellektualität erhaschen will, sollte JAZZ hören oder selbst spielen.

Auf der anderen Seite des Maschendrahtzauns (foto: zoom)

Der Junge muss mal an die frische Luft. Recklinghausen wartet – anders und interessanter als es die Landschaftsszene im Film mit Hape Kerkeling vermuten lässt.

Genießt den Tag!

Ostersamstag: #Caturday

Ausnahmsweise ein Hase: Ostersamstag und der Hashtag „Caturday“ (foto: zoom)

Den Hasen habe ich Ende März im Zoo am Rammelsberg in Kassel fotografiert und geduldig auf den heutigen #Caturday gewartet.

Mit Hashtags wie #FensterFreitag #SilentSunday und eben #Caturday werden Nutzer*innen der sozialen Medien aufgefordert, thematisch passende Bilder zu posten.

Nicht immer geht es also politisch ernst zu.

Seitdem ich die Zuckerberg- und Muskmedien (WhatsApp, Facebook, Instagram, exTwitter) verlassen habe, ist mein Engagement auf mein Blog und das Fediverse beschränkt (Mastodon, Pixelfed).

Warum poste ich zu Ostersamstag, also am #Caturday, einen Hasen und keine süße Katze?

So bin ich eben. Genießt den Tag.