Na, Wetter - da geht doch wieder was ... (foto: zoom)
Kriegspropaganda oder Tatsache: Iranisches Komplott gegen saudischen Diplomaten? … hpd
Ökonomen als Staatsbesetzer: Mich interessieren die meisten Ökonomen nicht mehr. Es ist völlig egal, was sich diese Leute in ihrem Sandkasten ausdenken und ob sie dafür auch noch in Schweden einen Preis bekommen … wiesaussieht
Klima-Paranoiker im Bundestag: Szene-Kenner Peter Hartmann über vernunftfeindliche Klima-»Skeptiker«, deren gelbe, schwarze und braune Freunde sowie andere Verschwörungstheoretiker … nd
Entsetzen über Sat.1, NRW und YouGov: Unkenntnis über das Wahlrecht in Deutschland … pottblog I und dann noch der Tatort aus Dortmund mit Kommissar Jörg Hartmann: ARD bzw. WDR ermitteln bald wieder im Ruhrgebiet … pottblog II
Polemik: Kein rot-grünes Projekt, nirgends … ruhrbarone
Konservative in linkem Gewand: Wie das bürgerliche Feuilleton um Deutungshoheit kämpft … trueten
Hilfe! Internetsucht: „Es ist so schlimm, viele Jugendliche vergessen vor lauter Internetsucht schon das Saufen“ … jurga
Ich habe viele Anläufe gemacht, mit Tex zu arbeiten, bin dann aber immer wieder bei OpenOffice Writer hängen geblieben.
An den langen Herbst- und Winterabenden lasse ich mir von Jörn Loviscach in seiner Anfängervorlesung den Einstieg in das Satzprogramm von Donald E. Knuth erläutern.
TeX wollte ich immer schon mal bedienen können, weil die Textausgabe und die Möglichkeiten mathematische und naturwissenschaftliche Formeln zu setzen einfach sehr schön sind.
Wer noch nie von TeX, LaTeX, TeXnicCenter, Sumatra und so weiter gehört hat, sollte die Augen tunlichst von diesem Artikel lassen.
Die über 60 Minuten auf Youtube kann man sich dann auch sparen und alternativ ein Bier trinken, Fernsehen gucken oder Musik hören.
Formeln bespricht der Autor ab der Mitte von Teil II. Da wird gewurzelt und integriert, dass es eine wahre Freude ist. Dort wird auch der Vorteil von TeX gegenüber Word oder Writer klar.
Dieser Artikel ist für die eine(?) Leserin, den einen(?) Leser, der sich für das Zeug interessiert und eventuell Jörn Loviscach mit seiner Art der Vorlesung mag.
Am Rande eines Buchenwaldes Richtung Ennert (foto: zoom)
Siedlinghausen. Auf dem Bild ist eine Galle der Buchengallmücke zu sehen. Noch in diesem Monat wird sich die Galle entweder vom Blatt lösen oder mit dem Blatt zu Boden segeln und in der Blattstreu liegen bleiben.
Die Unterseite der Galle, die spätere Ausflugsöffnung des Imago hat sich zuvor durch einen weißen Deckel geschlossen.
Die geflügelten Insekten sind 4 bis 5 mm groß. Sie sind braunschwarz. Der Hinterleib der Männchen ist gelbbraun, der Hinterleib der Weibchen ist rötlich.
Eine Besonderheit in der Genetik der Gallmücken besteht darin, dass die Männchen nur diejenigen Erbanlagen an ihre Nachkommen weitergeben, welche sie selbst von ihrer Mutter erhalten hatten.
Der Mückenflug wird folglich im April 2012 stattfinden.
Heute: ein gewöhnlicher Samstag in der Dortmunder Innenstadt. (foto: zoom)
Städte sind die große Umschlagsplätze für Waren und Dienstleistungen. Seit der Erfindung des Geldes brauche ich keine zwei Schafe mehr mit mir zu führen, um sie bei Conrad in ein Notebook umzutauschen.
Die Arbeitsteilung und Spezialisierung ermöglicht das Leben von sieben Milliarden Menschen auf dieser Welt. In der Bundesrepublik Deutschland sitzen wir am reich gedeckten Tisch der Globalisierung, während unter dem Tisch Millionen an Hunger und Krankheiten verrecken.
Auch die hochkomplizierten Finanzmärkte sind Teil der immer höheren Spezialisierung und Arbeitsteilung. Sollte das System zusammenbrechen -und sei es auch nur kurz- werden wir bitter erleben, wie eine primitive Tauschwirtschaft die bösesten Eigenschaften von uns Menschen wieder zum Vorschein bringt.
Was haben wir Deutschen eigentlich auf dem globalen Markt anzubieten, das nicht schon andere können?
Unsere Waren sind technisches Wissen, Ingenieurswissen, Verfahrenswissen, Leitungswissen, Bildung …
Die meisten Waren, die in der Dortmunder Einkaufsstraße feil geboten werden, sind nicht in Deutschland produziert. Wir kaufen das Zeug mit dem, was unsere Gesellschaft kann.
Das ist der nüchterne Grund, warum wir erstens in eine effektive Bildung investieren müssen und zweitens so viele junge Menschen wie möglich, so hoch wie möglich qualifizieren müssen – ungeachtet ihrer Herkunft.
Eine exklusive Bildung wird uns vom Fortschritt und der Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum, der leider ungleich verteilt auf dieser Welt vorhanden ist, abkoppeln.
Genau diese Gedanken habe ich gehabt als ich mich heute durch die „shoppenden“ Menschenmassen in Dortmund schob.
Meine persönliche Einkaufsbilanz:
1,95€ Kurbel für Gitarrenwirbel
4,50€ Döner
1,50€ Cola light
10 Bücher ausgeliehen in der Landesbibliothek (Jahresbeitrag 20 €)
Volkswirtschaftlich gesehen bin ich eine „Einkaufsschlampe“, aber vielleicht schaffe ich es bis zum Ende meiner Tage, mich mit meinem bisschen Wissen durch die globale Ökonomie zu schleppen.
Wehe aber, das System bräche zusammen. In der lokalen Tauschwirtschaft hätte ich lediglich zwei linke Hände anzubieten.
In diesem Sinne hoffe ich ganz egoistisch, dass der europäische Wirtschaftsraum sich weiterentwickelt und eine holde Fee das gegenwärtige Finanzdesaster löst.
Der Sommer ist gegangen, auch wenn er kalendarisch und meteorologisch schon ein Herbst war. (foto: zoom)
Der Sommer ist erst vor zwei Tagen gegangen, auch wenn er kalendarisch und meteorologisch schon ein Herbst war. Die Tage werden verdammt kurz, die Abende früh dunkel.
Fiese kalte, nasse und windige Radfahrten an dunklen Morgen.
Ich bin gerade über diesen kleinen Film gestolpert, ein sympathisches Porträt des Christian Spannagel, Professor für Mathematik und Didaktik an der PH Heidelberg.
Spannagel spricht über sich selbst, seine Arbeit und ein wenig über die „Öffentliche Wissenschaft„. Auch wenn die Sätze munter dahinzuplätschern scheinen, bin ich an einigen Stellen sofort „hängengeblieben“. Seine Aussagen über Kompetenz vs Bildung und die scheinfortschrittliche Bildungspolitik unterschreibe ich sofort auf der Stelle.
Gleiches gilt für die Ermutigungen zum Schreiben, Veröffentlichen und Experimentieren.
Guckt selbst – ich denke es ist für jeden etwas dabei …
Unfallflucht bleibt Unfallflucht: Unanständiges Wort mit Blume
Winterberg (ots) – Ein auswärtiger Pkw-Fahrer musste aus einer engen Parklücke heraus rangieren. Dazu benötigte er mehrere Versuche und beschädigte dabei einen hinter ihm geparkten Pkw. Bevor sich der Rangierer unerlaubt vom Unfallort entfernte, schrieb er noch den vulgären Ausdruck für die Stelle, wo der Rücken seinen anständigen Namen verliert, auf die staubige Heckscheibe und klemmte eine Blume unter den Heckscheibenwischer des von ihm beschädigten Fahrzeugs.
Ich wollte heute nicht so recht folgen. Es hätte mir auch gereicht, aus dem Wohnzimmerfenster Richtung Brunskappel den Kahlenberg zu betrachten und dabei über das Leben zu sinnieren.
Bin dann aber doch mitgefahren und habe den Sonnenuntergang vom Kahlen Asten aus mit meiner kleinen Casio Exilim geknippst – es „fotografiert“ zu nennen, wäre allzu euphemistisch, „geknippst“ trifft es besser.
Der Kahle Asten, dieser zweithöchste Buckel Nordrhein-Westfalens, ist auch an spektakulären Abenden wie heute nicht gerade überlaufen.
Die Winterberger und ihre Touristen haben Besseres zu tun – was eigentlich? – als sich abends auf ihren Hausberg zu begeben.
Aus diesem unerklärten Grund trafen wir lediglich a) einen Fotografen, der seine digitale Spiegelreflex auf ein Stativ geschraubt hatte und die Sonne mit Fernauslöser unerbittlich in Pixel verwandelte b) einen alten Sportsfreund, der noch eine Runde mit dem Mountainbike über Altastenberg zurück ins Örtchen drehte.
Im Nachhinein muss ich gestehen: kein schlechter Platz, um die Sonne am 30. September des Jahres 2011 untergehen zu sehen.
Die hessische Stadt Bad Arolsen gibt uns mit diesem Mosaik in der Mitte des Ortes ein kleines Rätsel auf.
Sind die Arolser nicht zufrieden mit der der jetzigen Größe unseres schönen Staates Deutschland? Hatte der Künstler einfach zu viele Steinchchen gekloppt und und ist dann mental nach Osten abgedriftet? Müssen wir in Zukunft mit weiteren Wiedervereinigungen rechnen? Reicht die Größe und Qualität unserer Bundeswehr für diese Aufgabe aus, wo sie doch schon überall auf der Welt damit beschäftigt ist, in humanitären Einsätzen Frieden zu stiften? Existieren eventuell noch irgendwo auf der Welt weitere Mosaike, die nicht von unserem schönen unteilbaren Deutschland abgetrennt werden dürfen?
Alles nicht so gemeint, meinen die Arolser, denn statt das Mosaik auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen, haben sie 1990 eine Tafel angebracht, auf welcher zu lesen steht:
„Das vereinte Deutschland erhebt keinerlei Gebietsansprüche gegen andere Staaten und wird solche auch in Zukunft nicht geltend machen.“