
Sonnig warm, fast wie im Frühjahr. Aber auch nur fast, denn die Tage werden sehr, sehr kurz. Heute bleibt Zeit für eine kleine Verschnaufpause am Stausee hinter Brunskappel, kurz vor den beiden Schlussanstiegen nach Siedlinghausen.
das Sauerland und mehr

Sonnig warm, fast wie im Frühjahr. Aber auch nur fast, denn die Tage werden sehr, sehr kurz. Heute bleibt Zeit für eine kleine Verschnaufpause am Stausee hinter Brunskappel, kurz vor den beiden Schlussanstiegen nach Siedlinghausen.

Plötzlich ist es wieder soweit: In den Gärten oder an den Balkonen hängen Lichterketten, in den Fenstern leuchten Sterne, Kerzen und Kombinationen aus Lampen und Kunststoff-Tannenzweig-Attrappen.
In manchen Vorgärten stehen Rehe, Weihnachtsmänner, Schlitten und übergroße Kerzen, und natürlich klettert an zahlreichen Fassaden wieder der Weihnachtsmann hinauf, selbst in Gegenden, in denen das Christkind die Geschenke bringt.
Vor rund zwanzig Jahren schmückte die Familie im Haus zunächst adventlich, dann weihnachtlich. Aber eben im Haus. Der Garten und der Balkon blieben von weihnachtlichem Treiben meist unbehelligt. Selbst in den Fenstern stand allenfalls – fast verschämt – eine kleine elektrische Kerzenreihe.
Vor rund zwanzig Jahren dekorierten die wohlhabenden Bewohner von Dallas ihre Häuser, Gärten und sogar Bäume. Meist ließen sie zahllose Lichter anbringen, die in den Wochen vor dem großen Fest abends den Stadtteil erleuchteten. Andere wohlhabende Bürger mieteten sich eine Stretch-Limo, eine langgezogene Limousine. Darin kurvten sie vorbei an der farbenfrohen, hellen Pracht. Wieder andere nutzten die Gelegenheit zu einem Spaziergang in der sonst so autophilen Region.
Nun, rund zwanzig Jahre später, ist auch der deutsche Garten nicht mehr sicher vor dem weihnachtlichen Treiben. „Es ist doch nett, das Licht in dieser dunklen Jahreszeit“, so hört man landauf, landab, von West nach Ost. Und überall verkaufen Tchibo, Lidl, Aldi und wie sie alle heißen ihre Dekohirsche, -rehe, -zwerge und Lichterketten. Und überall leuchtet es in den Gärten, auf den Balkonen, an den Häusern und in den Fenstern.
Aber vor rund zwanzig Jahren in Dallas, da war alles noch bigger, better and brighter.

Deutschland erwache!
Daß sie ein Grab dir graben,
daß sie mit Fürstengeld
das Land verwildert haben,
daß Stadt um Stadt verfällt …
Sie wollen den Bürgerkrieg entfachen –
(das sollten die Kommunisten mal machen!)
daß der Nazi dir einen Totenkranz flicht -:
Deutschland, siehst du das nicht -?
Daß sie im Dunkel nagen,
daß sie im Hellen schrein;
daß sie an allen Tagen
Faschismus prophezein …
Für die Richter haben sie nichts als Lachen –
(das sollten die Kommunisten mal machen!)
daß der Nazi für die Ausbeuter ficht -:
Deutschland, hörst du das nicht -?
Daß sie in Waffen starren,
daß sie landauf, landab
ihre Agenten karren
im nimmermüden Trab …
Die Übungsgranaten krachen …
(das sollten die Kommunisten mal machen!)
daß der Nazi dein Todesurteil spricht -:
Deutschland, fühlst du das nicht -?
Und es braust aus den Betrieben ein Chor
von Millionen Arbeiterstimmen hervor:
Wir wissen alles. Uns sperren sie ein.
Wir wissen alles. Uns läßt man bespein.
Wir werden aufgelöst. Und verboten.
Wir zählen die Opfer; wir zählen die Toten.
Kein Minister rührt sich, wenn Hitler spricht.
Für jene die Straße. Gegen uns das Reichsgericht.
Wir sehen. Wir hören. Wir fühlen den kommenden Krach.
Und wenn Deutschland schläft -:
Wir sind wach!
Kurt Tucholsky, Gesammelte Werke Band 8, 1930, Hamburg 1975, S. 107
Aus welchem Grund hat es eigentlich keine Gedenkminute für die Opfer der feigen, braunen Mörder gegeben? Diese Blutspur, die sich durch unsere Gesellschaft zieht, wird sich nicht heute, nicht morgen, nicht übermorgen wegwischen lassen.
Wir haben noch gar nicht in Ansätzen begriffen, was geschehen ist.
Das ungeheure Ausmaß der Verkommenheit aus der Mitte unserer Gesellschaft ist noch nicht in unser Bewußtsein eingesickert.
Der Rassismus, der die Morde möglich gemacht hat, verhindert die Erkenntnis der Mitschuld.
Innenminister Friedrich will laut ZDF Nachrichten den braunen Terror genau so verfolgen wie den islamistischen Terror.
Wenn dieser Mann nicht zurücktritt, glaube ich an gar nichts mehr und alles.
Wann ehren wir unsere ermordeten Mitbürger mit einem Moment der Stille und Nachdenklichkeit?
Hat die herrschende Klasse Angst vor einer Gedenkminute?
Oder wissen sie nicht mehr, was sie reden und tun?
Eine Gedenkminute, ein einziger kleiner Moment des Innehaltens – wir sollten nicht zu lange warten.
Viele von uns haben Tränen in den Augen und Zorn im Herzen.
Eine Gedenkminute. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Im hohen Hochsauerland deckt die katholische Kirche das gesamte Bildungsspektrum für unsere Kinder und Jugendlichen ab: katholische Kindergärten, katholische Grundschulen, katholische Realschulen, katholische Gymnasien, katholische Berufskollegs.
Der gläubige Katholik kann also recht einfach unter sich bleiben. Gottlose Lehrer haben an diesen Instituten selbstverständlich nichts zu suchen.
Das musste auch der Vater eines Schülers erfahren, der im Mangelfach Chemie mit vier Stunden an der Walburga Realschule in Meschede aushelfen wollte.
Wie ich am Samstag bei der Lektüre meiner Heimatzeitung Westfalenpost in einem netten Mescheder Café erfuhr, durfte der engagierte Mann seinen Aushilfsjob nicht antreten, weil er kein Mitglied einer Kirche ist.
Da Chemielehrer an sich, katholisch hin oder her, unter einem faustischen Generalverdacht stehen, alldieweil sie mit den Elementen allerlei undurchsichtige Dinge treiben, dürfen die Schüler nicht hoffen, dass demnächst ihr Aushilfspauker wie weiland Faust in Erfurt Wein aus der Tischplatte zapft.
Nüchtern ausgedrückt:
„Die katholische Schule in Trägerschaft des Erzbistums gehört zu den Tendenzbetrieben und muss deshalb bei Einstellungen die Voraussetzungen erfüllen, die ihr Träger vorgibt. Dazu gehört unter anderem die Vorgabe, dass man Mitglied einer der christlichen Kirchen sein muss. Auch eine erneute Heirat nach einer Scheidung würde eine Einstellung ausschließen.“ (WP Meschede, 12. 11. 2011)
Den Bären im Hinterhof der Walburga Schule ficht das alles nicht an. Er ist anscheinend katholisch und rollt seit über 12 Jahren seinen Joint genüsslich zwischen den Lippen.

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In loser Folge veröffentlichen wir Fotos aus städtischen Wohnquartieren in Metropolen rund um die Welt.

Der Stadtteil Las Brisas liegt am Managuasee. Er besteht überwiegend aus kleinen Einzelhäusern mit zwei bis drei Zimmern. Für die meisten Bewohner Managuas sind diese Häuser zu teuer. Die reiche Bevölkerung der Hauptstadt wohnt jedoch nicht hier, sondern oberhalb der Stadt an der Carretera Del Sur. Dort ist es einige Grade kühler und somit angenehmer als in der heißen, hektischen Stadt.

1991: In der Trockenzeit kommen die Kühe auf Futtersuche schon mal in den Vorgarten, ein Leben in und mit der Natur. Klimaanlagen sind Luxus, in den Tropen ist es heiß. Die Fenster bleiben Tag und Nacht geöffnet. Zu einigen Häusern gehört eine Katze. Große Spinnen und Käfer krabbeln über Decke, Boden und Wände. Motten fliegen ein und aus. In der Regenzeit quaken und hüpfen handtellergroße Frösche und Kröten.
Im „Patio“ wächst eine Bananenstaude, ein Mango- und ein Orangenbaum oder ein Papayabaum. Wenn die Mangos reif sind, knallen sie auf das Wellblechdach und rollen in den Garten. Und dann sind da noch die Mücken. Wegen der Nähe zum See sind es sehr viele und sie können Malaria übertragen. Über dem Bett hängt zum Schutz ein Moskitonetz und regelmäßig fährt ein Wagen durch die Straßen und sprüht Moskito-Gift. Ist es für die Menschen unschädlich? Keine Ahnung.

Verschläge und Verhaue wie diese stehen überall in der Stadt. Sie sind aus Stein, Holzbrettern und Wellblech gezimmert. Häufig müssen jedoch auch Pappe und Plastikplanen als Baumaterial herhalten. Die provisorischen Wohnungen stehen an großen Straßen, an steilen Abbrüchen, sie werden dort errichtet, wo noch Platz ist. Sie bieten Unterschlupf für ganze Familien.
1972 hat ein schweres Erdbeben die meisten Gebäude der Stadt zerstört. Managua muss einmal eine wunderschöne Stadt gewesen sein. Nach dem Erdbeben bleiben einzig das von Japanern gebaute Teatro Nacional Rubén Darío, die Post und das Hotel Intercontinental stehen. Einige wagemutige oder verzweifelte Menschen nutzen noch heute, 1991, die Ruinen der zerstörten Häuser als Wohnraum.

In loser Folge veröffentlichen wir Fotos aus städtischen Wohnquartieren in Metropolen rund um die Welt.



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