
Die Wintersonnenwende findet gefühlt mehrere Wochen von Dezember bis Januar statt; offiziell morgen, am 22. Dezember um 05:19 MEZ.
Am 9. Dezember war die Tageslänge in Winterberg unter 8 Stunden gerutscht, am 4. Januar wird sie erstmals wieder die 9 Stunden erreichen. Am Donnerstag zeigte das Thermometer in der Ruhraue 14°C, unter dem Wintermantel lief mir der Schweiß den Rücken hinunter.

Ich erinnere mich an viele grüne Weihnachten. Das Sauerländer Hitze-Wetter allein ist also noch kein Zeichen für die Klimakrise.
Doch.
Die Polkappen schmelzen, Inseln versinken im Meer, Australien wird von einer Hitzewelle gebeutelt, Dürre- und Starkregenereignisse nehmen zu.
In Winterberg wird das Skigebiet weiter ausgebaut. Das Grundwasser wird weniger, die Schadstoffbelastung steigt. Dürre, Borkenkäfer. Die Fichten sterben.
Während sich am Horizont die Katastrophe abzeichnet, wird der Ski-Zirkus weitergehen. Schneekanonen garantieren bei Minusgraden den Kunstschnee. Skitouristen werden ihre Pisten- und Après-Ski-Partys auf Pistenraupen-gepressten Schneedecken feiern.
Zur Dramatik der Klimakrise siehe u.a. hier:
Aus welchem Grund sollten die Winterberger Skibarone irgendetwas ändern wollen, solange die Profite aus dem Skitourismus stimmen?
„Immer lustig und vergnügt
bis der Arsch im Sarge liegt“,
singt Udo Lindenberg im Grande Finale.
Warum sollten die Gewinner von heute an morgen denken?
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=fGsGOFGBlgE
Wenn dereinst die rostigen Bügel an den verlassenen Skiliften baumeln, werden sich die Winterberger „Vernunftwende“-Enthusiasten freuen, dass sie im hohen Hochsauerland jedes einzelne Windrad verhindert haben.
Disclaimer: keine Angst, es wird dieses Jahr noch schneien!


















