Schulstandort Madfeld vor dem Aus?

In unserem BriefkastenBrilon. (bbl) Eine kurzfristige Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Brilon haben die Ratsfraktion der Briloner Bürgerliste (BBL) und der Madfelder Ortsvorsteher Heinz Bickmann beantragt. Es geht dabei um den Grundschulstandort Madfeld.

Der Rat der Stadt Brilon hatte es in zwei Sitzungen abgelehnt, die von der Schulaufsicht in Meschede gewünschte Schließung des Grundschulstandortes Madfeld zu beschließen. Trotzdem haben die Schulaufsicht und die Schulleiterin des Grundschulverbundes den Eltern der in Madfeld unterrichteteten Schüler ganz kurz vor Beginn der Sommerferien mitgeteilt, dass im kommenden Schuljahr in Madfeld keine Schüler unterrichtet werden sollen.

Eine Änderung einer Schule, und dazu gehört auch die Schließung eines Standortes, ist jedoch nur durch Beschluss der Stadt Brilon als Schulträger möglich. In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses sollen ein Sachstandsbericht zum Teilstandort Madfeld des Grundschulverbundes Alme-Madfeld-Thülen gegeben und eine Beschlussfassung über eine Stellungnahme der Stadt Brilon als Schulträger zu etwaigen Veränderungen dieses Grundschulverbundes ermöglicht werden.

Im Rat hatten BBL und der Madfelder Ortsvorsteher bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass der Grundschulstandort Madfeld zwar nicht auf Dauer zu halten ist, aber die Schülerzahlen für die nächsten Jahre noch ausreichen. Der Ort besitzt mit Sporthalle und Schwimmbad eine hervorragende Infrastruktur für die Schule. Ohne zwingenden Grund dürfe diese Schule jetzt nicht geschlossen und den Schülerinnen und Schülern unnötige Wege zugemutet werden.

Hier der Antrag als PDF-Datei.

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Gehört: Dozentenkonzert im „Haus der Musik“ Brilon

Samuel Minnich spielt "Stella by Starlight" (foto: zoom)
Samuel Minnich spielt "Stella by Starlight" (foto: zoom)

Tage der Kontraste im Hochsauerland. Am Freitag die Generalversammlung des SGV Siedlinghausen bewältigt, am Samstag eine „gewonnene Partie“ Schach durch einen groben Patzer verloren, anschließend bis spät, sehr spät in der Grube in Siedlinghausen recherchiert und heute beim Dozenten-Konzert der Musikschule Hochsauerland in Brilon die Seele baumeln gelassen.

Über Letzteres ein kurzer Bericht:

Als wir erst einmal das „Haus der Musik“ in Brilon gefunden hatten, waren wir erstaunt über die geringe Größe des Konzert-Raumes.  „Maximal 80 Zuhörer“, sagte uns Georg Scheuerlein, Leiter der Musikschule HSK, das richtige Ambiente für Kammermusik, denn die, so der Name, sei schließlich nicht für große Säle geschrieben worden.

Die MusikerInnen Heike Schwentker (Viola), Andreas Beckmann (Klavier), Samuel Minnich (Horn, Trompete, Mundhamonika), Luisa Kimmel (Klavier) und Monika Wittmann (Gesang) traten um 17 Uhr in der Aula des „Haus der Musik“ in Brilon auf.

Die Organisation der Musikschule orientiere sich, so Georg Scheuerlein, an der Struktur der sogenannten Altkreise Arnsberg, Meschede und Brilon vor der Gebietsreform: Arnsberg = West, Meschede=Mitte und Brilon=Ost.

Das Programm:

Robert Schumann, Märchenbilder für Viola und Klavier;

Henry Purcell, „I attempt from loves sichness to fly“, Horn und Klavier;

Harold Arlen, Over the Rainbow, Gesang und Klavier;

Max Reger, Suite D-Dur op. 131 Nr. 2 für Viola Solo;

Anton Profes, Kauf‘ Dir einen bunten Luftballon, Gesang und Klavier;

Victor Young, „Stella by Starlight““, Trompete und Klavier;

Little Walter, „Easy“ (Blues), Mundharmonika und Klavier.

Mein Urteil:

Es hat sich gelohnt. Wir saßen im Abstand von  höchstens einer Körperlänge von den Musikern entfernt, jede Fingerbewegung, jede mimische Regung konnten wir verfolgen. Die Dozentinnen und Dozenten verstanden ihr Musikwerk und die Stücke waren von Schumann bis zum Blues wohlausgesucht.

Little Walter hatte ich zwar bis heute noch nicht durch einen Interpreten (Samuel Minnich) im Anzug mit Krawatte aufgeführt gesehen und gehört. Doch beim Kammermusik-Nachmittag der Musikschule Hochsauerlandkreis klangen die Melodien des Blues-Harpisten überzeugend.

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Schulkonkurrenz im Hochsauerland? Brilon legt vor. Mein Diskussionsvorschlag: „Gesamtschule Olsberg“.

Nach dem Beschluss des Schul- und Sportausschusses des Rates der Stadt Brilon scheint klar zu sein, dass die Eduard-Pape Hauptschule geschlossen wird, während an die Heinrich-Lübke-Hauptschule ein Realschulzweig angegliedert wird. Siehe auch hier den Bericht von Paul Rötz in der Westfalenpost.

Neben der katholischen Marienschule wird es dann für die Briloner die Option auf eine staatliche, nicht weltanschaulich geprägte Realschule geben.  Der Beschluss erscheint aus Briloner Sicht konsequent und folgerichtig. Ein breit gefächertes Bildungsangebot macht die Stadt für hoch qualifizierte Arbeitnehmer attraktiver und ist somit auch im Interesse derjenigen Betriebe und Einrichtungen, die einen Bedarf an Fachhochschul- und Universitätsabsolventen haben.

Gleichzeitig ist das erweiterte Bildungsangebot eine Herausforderung für die umliegenden Städte und Gemeinden, die bislang in ihren Schulen den „Schülerüberschuss“ aus Brilon aufgenommen haben.

Es wird, auch angesichts sinkender Schülerzahlen, eng in der zerstückelten Bildungslandschaft des Hochsauerlandes. „Schulkonkurrenz im Hochsauerland? Brilon legt vor. Mein Diskussionsvorschlag: „Gesamtschule Olsberg“.“ weiterlesen

Umleitung: Neues aus der Anstalt, Iran, Wolfgang Lieb in Paderborn und eine Hauptschule weniger in Brilon

Neues aus der Anstalt: „Köhler, Köhler, oller Nöler“ … bieseveih

Iran: Die Revolution der Kinder – eine Buchbesprechung … hpd

Wolfgang Lieb: Dienstag in Paderborn … nachdenkseiten

Brilon: Eduard-Pape Hauptschule schließt, Realschulzweig kommt … wpbrilon