Anscheinend bin ich jahrelang an diesem eindrucksvollen Geschäft in Dortmund vorbeigelaufen. (foto: zoom)
Seit 2006 schon soll es laut Internet das „Maggi Kochstudio“ im Dortmunder Westhellenweg geben, und dabei hatte ich erst heute das Gefühl, die gelbe Reklame zum ersten Mal zu sehen.
Siebeneinhalb Jahre selektive Wahrnehmung kann ich mir nur mit dem Tunnelblick Richtung Conrad Elektronik, ein paar Schritte weiter gelegen, erklären.
Als ich heute das Bild knippste, musste ich glucksend lachen und ein paar Passanten schauten mich verwundert an. Ich dachte in eben jenem Moment: „Braucht man wirklich ein „Maggi Kochstudio“? Irre!“
Zeit: 04.01.2014, ab 06:00 Uhr, lageabhängig bis auf Weiteres Ort: Teile von Hamburg Altona, St. Pauli und Sternschanze
In den vergangenen Wochen wurden wiederholt Polizeibeamte und polizeiliche Einrichtungen angegriffen. Hierzu zählen insbesondere der Angriff am 12.12.2013 auf das Polizeikommissariat 16 und die beiden Angriffe vom 20.12.2013 und 28.12.2013 auf die Davidwache. Dabei sind Polizeibeamte zum Teil erheblich verletzt worden. Aber auch in den Tagen vor, während und nach der Demonstration zum Thema: „Selbstorganisierung statt Repression! Refugee-Bleiberecht, Esso-Häuser und Rote Flora durchsetzen!“ sind Polizeibeamte und polizeiliche Einrichtungen massiv angegriffen worden.
Vor diesem Hintergrund richtet die Hamburger Polizei zur vorbeugenden Bekämpfung von Straftaten ab dem 04.01.2014, 06:00 Uhr, ein Gefahrengebiet ein. Dadurch können relevante Personengruppen einschließlich ihrer mitgeführten Sachen überprüft und aus der Anonymität geholt werden. Die Kontrollen werden wie gewohnt mit Augenmaß durchgeführt und es ist nicht beabsichtigt, Anwohner oder Besucher des Vergnügungsviertels übermäßig zu belasten. Gleichwohl wollen wir durch diese Maßnahme sehr deutlich machen, dass die Polizei Hamburg alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen wird, um Leib und Leben ihrer Beamten zu schützen.
Mich beunruhigt diese Entwicklung in meiner alten Heimat, denn es gibt durchaus ernstzunehmende Hinweise, dass die Polizeiführung eine Eskalation der Konflikte in Kauf genommen haben könnte und deeskalierende Vorgehensweisen nicht ernsthaft genug erwogen wurden.
Die sogenannten Esso-Häuser am Abend des 28. Dezember. (foto: zoom)
Der Streit um die richtige Darstellung der Ereignisse in Hamburg ist voll entbrannt. Dabei ist das Ergebnis der Debatten einigermaßen vorhersehbar: Eine “objektive Wahrheit” gibt es nicht. Journalismus ist nicht “Realität abbilden” – wie leider viele Kolleg/innen noch immer glauben – sondern “Storytelling”: positiv wie negativ, durchkomponierte Erzählung, Versionen von Ereignissen. Dennoch lohnt sich der Streit um zeitliche Abläufe und belegbare Behauptungen. Und auch das Nachdenken über die Gewalt selbst ist keinesfalls sinnlos.
Hunderte Verletzte, Angriffe auf Polizeiwachen, eine verhinderte Demonstration – die Bilanz der vergangenen zwei Wochen in Hamburg sind für Politiker und Medien offenbar kein Anlass, verbal abzurüsten. Im Gegenteil: Mittlerweile wird über den Einsatz von Schusswaffen diskutiert – und halb Hamburg wird zum Gefahrengebiet.
Die Hamburger Morgenpost hingegen drehte Ende des Jahres an der medialen Gewaltschraube und schrieb Waffengewalt herbei:
Diese Morgenpost habe ich am 30. Dezember im Lidl gekauft.
Wer eine weitere Eskalation verhindern will, sollte selbst abrüsten, versuchen zu vermitteln – in einen Dialog zu treten. Hier ist der Hamburger Senat gefordert. Er muss jetzt dringend versuchen, den Konflikt zu entschärfen. Denn man darf eines nicht vergessen: Hinter der Eskalation der Gewalt verbergen sich mehrere politische Streitpunkte. Es geht um die Zukunft der Roten Flora, es geht um das Bleiberecht für Flüchtlinge und es geht um die Frage, wie günstiger Wohnraum geschaffen werden kann. Bei all diesen Punkten hat die Stadt bislang keine zufriedenstellende Antwort geliefert.
Aus dem Statistik-Bericht über dieses Blog für das Jahr 2013 – finde den Fehler:
„Etwa 8.500.000 Menschen besuchen jedes Jahr das Louvre Museum in Paris. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 210.000 mal besucht. Wenn dieses Blog eine Ausstellung im Louvre wäre, würde es etwa 9 Jahre brauchen um auf die gleiche Anzahl von Besuchern zu kommen.
In 2013 gab es 551 neue Beiträge, damit vergrößerte sich das Archiv dieses Blogs auf 2.940 Beiträge.“
Unsere Gäste haben den Wintermarkt besucht und waren nicht begeistert. (fotos: eva-maria rose)
„Das war kein Weihnachtsmarkt. Ballermann-Musik. Schlechter Punsch und von echtem Kunsthandwerk keine Spur.“ Unsere Gäste* haben ein vernichtendes Urteil über den Winterberger Wintermarkt gefällt.
Als Aprés Ski könne man die Veranstaltung an der Unteren Pforte noch durchgegen lassen, aber Schlachtgesänge aus den Lautsprecherboxen á la „das ganze Jahr trage ich meine Unterhose“** hätten sie wirklich nicht erwartet.
Nun bin ich selbst ein Weihnachtsmarkt-Muffel und würde mir niemals ein Urteil über den Winterberger „märchenhafte(n) Winterwald mit stimmungsvoller Musik und liebevoll geschmückten Hütten“ (Westfalenpost) anmaßen, aber unsere Gäste sind Wintermarktprofis, die von Flensburg bis München jeden Weihnachtsmarkt am Bukett des Glühweins erkennen, und so nehme ich ihre Meinung schon sehr ernst.
Auch in den heimischen und weltweiten (Facebook) Medien wird die Veranstaltung durchaus kontrovers diskutiert.
Bitte nicht auf den Hund kommen lassen. Winterberg braucht einen stimmungsvollen Wintermarkt.
Die einen wollen keine Nestbeschmutzung und werfen den Kritikern vor, nur alles schlecht zu reden, die anderen empfinden neun von 14 Buden „Suff und Fraß“ als Jammer.
Was können die Verantwortlichen tun?
Die Kritik als Meckerei ignorieren oder sie ernst nehmen?
Ich empfehle Letzteres, damit unsere Gästen im nächsten Winter ein „Zauberhaftes Winterwunderland“ entdecken können.
* es handelt sich um unsere eigenen Gäste; andere Gäste haben gewiss weitere, unterschiedliche Meinungen, an denen wir sehr interessiert sind.
** der Text ist sinngemäß wiedergegeben. Auf Youtube haben wir das Liedgut nicht gefunden.
Die Stuttgarter Zeitung berichtete in einem sehr lesenswerten Artikel von Johanna Eberhardt am 09.12.2013 über das Public-Private-Partnership Projekt in Leimen.
Hier einige Auszüge aus dem informativen Text:
Das „Landgericht Heidelberg (hat) jetzt Schadenersatzforderung der Stadt gegen die Nachfolgerin des früheren Generalunternehmers des Projekts, die s.a.b. Friedrichshafen, bestätigt. Konkret ging es in der ersten Prozessrunde um einen Streitwert von 145 000 Euro.“
„Ein Ende der Probleme dort ist auch noch nicht abzusehen. ,Ich rechne damit, dass wir noch fünf bis sechs Jahre lang mit der Beseitigung von Mängeln beschäftigt sein werden‘, erklärte der Leiter der Leimener Stadtwerke, Rudi Kuhn. Dabei werde die Auseinandersetzung um Haftungsfragen erheblich dadurch erschwert, dass die frühere Partnerfirma ,immer neue Gesellschaften gegründet hat – denen rennen wir jetzt hinterher‘, erläutert er.“
„Die Firma hat dagegen bereits Berufung angekündigt. In [sic!] Leimener Rathaus prüft man indessen, ob man nicht auch strafrechtlich gegen die frühere Partnerin vorgehen kann.“
„Statt Geld nachzuschießen, entschied der Rat allerdings im April 2009, den bestehenden PPP-Vertrag aufzuheben und die Bäder wieder in eigener Regie zu betreiben. ,Schon kurz danach ist der Streit losgegangen‘, erklärt Stadtwerkeleiter Kuhn heute. ,Wir hatten Mängel durch alle Gewerke hindurch: in der Lüftungsanlage, an den Gebäuden, an den Außenanlagen. Das reichte vom undichten Dach über schadhaftes Mauerwerk bis zu falschen Türen und Kleiderhaken.’“
Der vollständige Artikel mit weiteren Informationen über ein gescheitertes PPP-Projekt ist hier zu finden:
Zu Neujahr möchte ich das Schreiben nicht übertreiben und mich langsam mit einem der Themen, die mich seit Beginn dieses Blogs bewegen in das Jahr 2014 hineinschrauben.
Als ich im folgenden Tweet des Tages den Begriff „affirmativer Journalismus“ las, hatte ich sofort das Gefühl, ich hätte genau das, was Erbloggtes ausdrückt, immer schon genau so gedacht, vielleicht ein Kurzschluss.
Hier also der Tweet des ersten Tages im neuen Jahr.
Schlage vor, anstelle der Unterscheidung Journalismus/Aktivismus fortan zwischen affirmativem und kritischem Journalismus zu differenzieren.
Benehmt euch heute Abend anständig (foto***: zoom)
Leider hat es seit gestern Abend einen sogenannten Brute-Force-Angriff auf die Server unseres Providers gegeben. Zitat aus einem Schreiben von „1und1“:
Aufgrund einer Attacke auf WordPress Installationen bei allen Providern mussten wir Gegenmaßnahmen ergreifen, um die Sicherheit der Webseiten unserer Kunden zu gewährleisten. Diese Maßnahme ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht von temporärer Natur, da die Angriffe seit dem 30.12.2013 in gleicher Menge auftreten.Die Gemeinsamkeit dieser Angriffe ist, dass die WordPress Installationen auf den Localhost 127.0.0.1 geroutet werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis, dass die Sicherheit unserer Kunden Vorrang hat und wir Ihnen in der Zeit keinen Zugang zu Ihrem WordPress Login stellen können. Unsere Techniker arbeiten bereits an einer Lösung für Sie. Bitte haben Sie etwas Geduld.
Daher fällt ein Jahresrückblick samt guten Vorsätzen leider glücklicherweise aus.
Kommen Sie / kommt gut rüber. CU in 2014, in alter Frische und mit angemessenem Ernst.
Allen LeserInnen, KommentatorInnen, AutorInnen, KritikerInnen, anständig gebliebenen PolitikerInnen, befreundeten BogerInnen und sonstigen MenschInnen wünsche ich eine Guten Rutsch!
Die Neue Chorwerkstatt: „Der Messias“ aufgeführt unter Leitung von Susanne Lamotte (fotos: loos)
Einen musikalischen Höhepunkt gab es zum Abschluss des Jahres in der Reihe der Kerzenkonzerte in der Nikolaikirche in Brilon. In einer gemeinsamen Veranstaltung von Neuer Chorwerkstatt und dem städtischen Kulturbüro BWT wurde unter Leitung von Susanne Lamotte „Der Messias“ aufgeführt.
Ermöglicht wurde diese Veranstaltung durch die großzügige Unterstützung der Sparkasse Hochsauerland und der Firma Oventrop.
Das Oratorium von G.F. Händel entstand im Jahre 1741 und entwickelte sich schnell zu einem sehr erfolgreichen Werk, das aber sehr hohe Ansprüche an die Ausführenden stellt. Der erste Teil behandelt die Geburt Jesu mit Blick auf das Heilsgeschehen, z.B. durch das Stück „Oh du, die Wonne verkündet in Zion“ für Alt und Chor und durch die Sopran-Arie „Er weidet seine Herde“. Die Sopranistin Marlies Buchmann konnte mit der Arie „Erwach, Frohlocke“ ihr ganzes Können zeigen. Mit dem Chor „Sein Joch ist sanft“ schloss dieser Teil.
Das Werk Händels verlangt vom Orchester hohe Konzentration und vor allem Kondition
Im Mittelteil geht es um das Leiden und Sterben und um die Auferstehung. Im Vordergrund steht dabei nicht die Nacherzählung der Passionsgeschichte, sondern eher die emotionale Betrachtung des Geschehenen. Die markantesten Ereignisse sind hierbei die Alt-Arie „Er ward verschmähet“ und das Tenor-Rezitativ „Diese Schmach brach ihm sein Herz“, beides wunderbar vorgetragen durch die Altistin Beate Koepp und den kanadischen Tenor Jean-Pierre Ouellet. Der zweite Teil endet mit dem herausragenden und strahlenden „Halleluja“.
Inhalt des dritten Teils sind die Offenbarung und die Wiederkunft Christi. Herausragend sind die Bass-Arie „Sie schallt, die Posaune“, vorgetragen von Heiko Schulz, der mit seiner tragenden sonoren Stimme glänzte und die Zuhörer fesselte. und der majestätische Schlusschor „Würdig ist das Lamm“ mit der großen Amen-Fuge.
Das Werk Händels verlangt vom Orchester hohe Konzentration und vor allem Kondition, da das Werk sehr filigran und empfindlich ist. Das Neusser Kammerorchester hat dies hervorragend umgesetzt. Es hat sehr homogen, mit Leichtigkeit und Transparenz diese Aufgabe verwirklicht und spielte sehr einfühlsam.
Auch der Kammerchor der Neuen Chorwerkstatt war sehr gefordert, denn das Werk verlangt vom Chor höchste Konzentration in jeder Phase. Die herausragenden Höhepunkte des Chores waren das „Halleluja“ und der Schlusschor.
Susanne Lamotte und der Kammerchor hatten sich in intensiver Probenarbeit seit Anfang des Jahres auf diese Aufführung vorbereitet
Susanne Lamotte und der Kammerchor hatten sich in intensiver Probenarbeit seit Anfang des Jahres auf diese Aufführung vorbereitet. Es gelang ihnen, die anspruchsvollen Aufgaben sehr gut zu erfüllen. Die große Leistung aller Mitwirkenden würdigten die Besucher in der ausverkauften Nikolaikirche: Minutenlanger Beifall belohnte Dirigentin, Chor, Solisten und Orchester.
Meschede. (piraten_pm) Die Piratenpartei im Hochsauerlandkreis wird vom 01.01.2014 bis zum 12.02.2014 eine weitere Online-Kreismitgliederversammlung zur Komplettierung des Kommunalwahlprogramms für die anstehenden Wahlen 2014 durchführen.
Die Online-Kreismitgliederversammlung (kurz: OKMV) ist ein bindendes Organ innerhalb der Piratenpartei HSK, welches Programmanträge und Positionspapiere beraten und beschließen kann. Bereits mit der ersten OKMV Ende 2013 wurde das Kommunalwahlprogramm massiv erweitert.
Unter dem Titel „Das Sauerland ist mehr als nur schwarz, woll.“ [1] erarbeiten die PIRATEN aus dem HSK das Wahlprogramm für die anstehenden Kommunalwahlen 2014. Bereits jetzt haben die PIRATEN eine Vielzahl von Visionen, mit denen Sie 2014 Stadträte und Kreistag entern wollen. [2]
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