Ab morgen ist der NRW-Appell zum AfD-Verbot online

Auftaktveranstaltung am Sonntag in der KoFabrik Bochum

Logo der Kampagne

Die Petition „NRW-Appell AfD-Verbot“ wird ab morgen, Freitag, dem 6. Februar, 12 Uhr online gehen. Die Initiator*innen bitten darum, schnell zu unterschreiben und die Petition zu unterstützen, um Druck auf die NRW-Landesregierung auszuüben.

(AfD Verbot NRW)

Deren Entscheidung, für den Antrag auf ein Verbotsverfahren im Bundesrat zu stimmen, kann der Debatte um das Verbot die entscheidenden Wende geben.

„Ab morgen ist der NRW-Appell zum AfD-Verbot online“ weiterlesen

Die achte Hilfsreise in die Region Lviv, Ukraine

Tag 3:   Interessante und lebendige Begegnungen

„Das Wichtigste wäre allerdings das Gefühl, nicht vergessen zu werden“

Ein Tisch mit zwei großen weißen Tellern. Darauf jeweils drei Spiegeleier, drei Fleischscheiben, Tomaten, Gurken, Salat. Ein Korb mit geschnittenem Baguette, Kaffee, Wasser, Messer, Gabel
Ein ereignisreicher Tag beginnt mit einem kräftigen Frühstück in der Villa Zenko. (Sämtliche Fotos in diesem Beitrag: Jan van Egmond, Andrew Joy & Friends)

Jan van Egmond und Andrew Joy sind für Kipepeo fair und sozial e.V. zu einer neuen Hilfsreise vom 1. bis 8. Februar in die Ukraine aufgebrochen. Sie berichten hier täglich über ihre Erlebnisse.

In unserer Pension, Villa Zenko, ist es angenehm ruhig. Täglich wird uns hier ein gutes Frühstück zubereitet. Denis und Tanya holen uns schon früh ab.  Sie haben vorher im Lager Gora Dobra den Caddy mit Sachen, welche wir heute verteilen möchten, vollgeladen.

(Jan van Egmond & Andrew Joy)

Im Zentrum von Lviv finden wir unseren Weg zum University Hospital Danylo Halytskyl of Lviv .  Das Krankenhaus ist nach einem bedeutendem Freiheitskämpfer in der Geschichte von Lviv benannt. Der Stadt hat schon viele Kriege erlebt und überlebt. Das allein ist schon eine eigene Geschichte wert.

Das Gebäude, in dem sich das Krankenhaus heute befindet, wurde ca. 1880 gebaut, in der Zeit, in der Lviv zur Habsburgermonarchie gehörte. Von 1941 bis 1944 unter deutscher Besatzung war es Hauptquartier der Gestapo. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde es zum Krankenhaus umgewandelt.

Das Gebäude mitten im Zentrum von Lviv hat Flair, aber ist es ist alt und in viele Teilen renovierungsbedürftig.

Es hat aber auch modernere Bereiche, mit medizinischen Geräten, die teilweise durch Europäische Länder oder Stiftungen gespendet wurden.

Gruppenfoto im Büroraum einer Klinik: m, m, f, f, m, f, m

Gelöste Atmosphäre. Einige tragen Plastiküberzüge an den Straßenschuhen
Andrew Joy (2. v. l.) und Jan van Egmond (3. v. r.) werden herzlich willkommen geheißen.
„Die achte Hilfsreise in die Region Lviv, Ukraine“ weiterlesen

Ab ins Museum: The China Moment

Innenraum des Cafés Lange. Der Name steht auf einem großen ovalen Schild, welches sich in einem Spiegel über den Sitzbänken rechts spiegelt.

Weiße Decke mit "Kronleuchtern" und geziegelte Wände.
Vor dem Museumsbesuch ist Kaffee Pflicht (foto: zoom)

Ich möchte euch auf eine kleine Ausstellung im Herzen Kassels Appetit machen. Nein, es ist nicht irgendeine Documenta, sondern The China Moment in den Räumen des Kasseler Kunstvereins, direkt links neben dem Eingang zum Fridericianum, am Friedrichsplatz 18.

Dorthin lädt das documenta Institut zu seiner ersten Forschungsausstellung ein. Auf deren Website heißt es:


Mit The China Moment widmet sich das documenta Institut einer entscheidenden Phase der zeitgenössischen chinesischen Kunst. In den 1980ern begann eine Zeit tiefgreifender politischer und wirtschaftlicher Veränderungen. Geprägt von den Reformen Deng Xiaopings entstand eine neue künstlerische Sprache, die Individualität, gesellschaftliche Teilhabe und humanistische Perspektiven miteinander verband. Gleichzeitig boten Chinas Öffnung und die zunehmende internationale Vernetzung neue Räume für künstlerische Experimente und den Austausch mit globalen Diskursen über Individualismus und soziale Transformation. Die Ausstellung zeigt, wie Kunst gesellschaftliche Entwicklungen nicht nur reflektierte, sondern oft antizipierte. Sie macht sichtbar, wie sich die Beziehungen zwischen Individuum, Staat und Gesellschaft verschoben und welche sozialen Energien, kollektiven Experimente und individuellen Selbstentwürfe in dieser Zeit entstanden

https://www.documenta-institut.de/de/veranstaltungen/the-china-moment-contextualizing-individualism-in-chinese-contemporary-art-

Wir sind eher zufällig in die China-Ausstellung geraten. Eigentlich wollten wir uns die ebenfalls sehenswerten großformatigen Bilder der 1985 in Harare, Simbabwe, geborenen Künstlerin Portia Zvavahera im Friedericianum ansehen, doch dann hat uns China „getriggert“. Portia Zvavahera bleibt aber unbedingt in unserem Kulturkalender.


Lifaßsäule vor einem großen Gebäude mit Wandmalerei links. 

An der Litfaßsäule ist das Plakat The China Moment fast über die ganze Höhe angebracht.
Eine Litfaßsäule mit der Ankündigung von „The China Moment“ am Friedrichsplatz, Kasssel (foto: zoom)

The China Moment ist eine sehr vielfältige, vielschichtige Ausstellung, bestehend aus Fotografien, Bildern, Filmen, Installationen und Performances. Meine subjektive Brille, die Idee, mit der ich durch die Ausstellung streifte, war das Verhältnis von Mensch und Masse in einer sich rasant beschleunigenden Gesellschaft, deren politische Verfasstheit unserer westlichen Demokratie sehr fremd zu sein scheint.

Willkürlich habe ich ein paar Exponate herausgegriffen. Diese habe ich mit dem Smartphone fotografiert. Die Texte sind den beschreibenden Tafeln der Ausstellung entnommen.

Los geht’s!

„Ab ins Museum: The China Moment“ weiterlesen

Kipepeo e.V.: EINLADUNG zur Informationsveranstaltung UKRAINE

Mittwoch, den 11. Februar 2026 15.00 – 16.30 Uhr
Rathaus Stadt Winterberg, Fichtenweg 10, 59955 Winterberg

Wie ist das Leben momentan in der Ukraine? Wie geht es den Menschen? Was ist aus den vielen Sach- und Geldspenden der letzten Jahre geworden, die in Winterberg und Umgebung gesammelt wurden? Ist die Hilfe dort angekommen, wo sie benötigt wurde?

(Pressemitteilung Kipepeo)

Um diese und weitere Fragen zu beantworten, organisieren wir diese Veranstaltung.

Zur Gast ist Tanya Emelyanenko von Charity Fund Gora Dobra U.A. aus Lviv, Ukraine.

Kipepeo-fair-und-sozial e.V. arbeitet seit 3 ½ Jahre gemeinsam mit Gora Dobra bei der Ukraine Hilfe.

Schon 15 LKW Transporte und acht Hilfsreisen sind auf diese Weise zustande gekommen.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Infos : www.kipepeo-fair-sozial.de und hier im Blog


Die Pressemitteilung als PDF:

Achtstundentag verteidigen: gegen CDU, CSU, AFD, Großkonzerne und eine Zeitenwende Rückwärts / Mit Macht für die Acht!

Eine Frau (links) mit roter phrygischer Kappe und Olivenzweigen ums Haar zeigt mit der rechten Hand auf eine Tafel (rechts), auf der steht:

Gleiches & Wahl
Wahlrecht
8
Stundentag

Die Frau schaut mit leicht gesenktem Blick nach unten links aus dem Bild heraus.

Die linke Hand stützt die Tafel am unteren Rand.
Grafik: www.mitwelt.org

CDU, CSU, FDP, AfD, Großkonzerne & marktlibertäre Lobbygruppen wollen mithilfe der Springerpresse den Achtstundentag abschaffen. Die geplante Gesetzesänderung der Regierung unter Kanzler Friedrich Merz würde nicht nur für die Tourismusbranche gelten, sondern betrifft das gesamte Arbeitszeitgesetz. Laut Verdi wären mit dem Plan der Bundesregierung Arbeitstage von bis zu 13 Stunden möglich, ein Rückfall in die arbeitszeitpolitische Steinzeit.

(Übernahme eines Artikels von Axel Mayer: 
https://www.mitwelt.org/achtstundentag-verteidigen-cdu-csu-afd-1.mai-zeitenwende-rueckwaerts)

Beeindruckend sind das zuckersüße Neusprech (Flexibilisierung) und die perfekten Durchsetzungsstrategien, mit dem dieser politische und soziale Rückschritt durchgesetzt werden soll.

Gefordert wurde der Achtstundentag erstmals 1810. In Deutschland wurde er im Jahr 1918 erkämpft und durchgesetzt. Der Achtstundentag ist ein, in vielen frühen Kämpfen der Arbeiterbewegung durchgesetztes arbeitsrechtliches Prinzip, das die tägliche Arbeitszeit auf maximal acht Stunden begrenzt, um Gesundheit und Erholung zu sichern.

„Achtstundentag verteidigen: gegen CDU, CSU, AFD, Großkonzerne und eine Zeitenwende Rückwärts / Mit Macht für die Acht!“ weiterlesen

Die achte Hilfsreise in die Region Lviv, Ukraine

Tag 2:   Grenz-Erlebnisse und Lviv, Stadt mit Flair und Leid

„Das Wichtigste wäre allerdings das Gefühl, nicht vergessen zu werden“

Ein Friedhof für Gefallene. Viele Grabstätten mit ukrainischen Fahnen. Im Vordergrund das Bild einer jungen Frau. Auf den mit Nadelhölzern und Grablichtern geschmückten Gräbern liegt Schnee.
Gräber der Gefallenen auf dem Ehrenfeld („Mars Field“) (Foto: Jan van Egmond)

Jan van Egmond und Andrew Joy sind für Kipepeo fair und sozial e.V. zu einer neuen Hilfsreise vom 1. bis 8. Februar in die Ukraine aufgebrochen. Sie berichten hier täglich über ihre Erlebnisse.

Die letzten Kilometer sind wir von Rzeszów über eine fast leere Autobahn gefahren. Was wir noch nie erlebt haben: keine Warteschlangen an der Grenze. Man konnte bemerken, dass der Zollbeamte wegen der Kälte draußen alles schnell abwickeln wollte.

(Jan van Egmond & Andrew Joy)

Aber ja, ein bisschen dauerte es doch, weil für die polnischen Zollbeamten ein Australier, der in die Ukraine einreisen wollte, sehr ungewöhnlich war. Mit einem extra Foto und Fingerabdrücken waren sie dann doch zufrieden.

Profilansicht eines Mannes am Steuer eines Autos. Auf dem Lenkrad ist das VW-Emblem zu sehen. Der Blick des Betrachters geht durch den linken Teil der Frontscheibe und den vorderen Teil der linken Seitenscheibe: leere gelbe Landschaft und grauer Himmel, ebenfalls leere Autobahn.
Unterwegs auf der leeren Autobahn (Foto: Andrew Joy)

Aber dann:  Tja,  wir hatten den Motor ausgemacht, aber die Heizung laufen lassen und leider war die Batterie schon etwas älter …

„Die achte Hilfsreise in die Region Lviv, Ukraine“ weiterlesen

Die achte Hilfsreise in die Region Lviv, Ukraine

Tag 1:   Frühe Abreise, letzter Stopp in Polen

„Das Wichtigste wäre allerdings, das Gefühl nicht vergessen zu werden“

Tag 1: Die ungefähre Reiseroute als Screenshot von Openstreetmap (Grafik: zoom)

Jan van Egmond und Andrew Joy sind für Kipepeo fair und sozial e.V. zu einer neuen Hilfsreise vom 1. bis 8. Februar in die Ukraine aufgebrochen. Sie berichten hier täglich über ihre Erlebnisse.

Wir haben uns entschieden, am ersten Tag, kurz vor der Ukrainischen Grenze einen Zwischenstopp zu machen, weil das eigentliche Programm erst ab Montag beginnt.

(Jan van Egmond)

In Winterberg sind wir bei bei plus 1 °C früh gestartet, denn vor uns lagen 1.126 Kilometer. Alle 100 Kilometer Richtung Osten wurde es ungefähr 1 Grad kälter. In Rzeszów, im Osten von Polen, bei unserem ersten Stopp herrschten minus 10 °C.

Ein Mann steht auf einem städtischen Platz. Eine rote Kapuze über dem Kopf, ein Handy in der Hand. Er lacht. Hinter ihm links ein riesiges  Reiterdenkmal, grauer Sockel, Schwarzes Pferd und Reiter mit Marschallstab in der linken Hand.
Jan vor einem Reitermonument (Josef Pilsudski) in Rzeszów. (Foto: Andrew Joy)

Der eisige Wind sorgte dafür, dass wir nur einen sehr kurzen Rundgang durch das Zentrum diese schönen Kleinstadt unternommen haben und dann wieder schnell die Wärme in unserem Hotel aufsuchten.

Wie kalt wird es dann erst in Ukraine sein? Für dort zeigt uns unsere Wetter App eine Temperatur von minus 17 bis 22 °C an. Wir werden es morgen erfahren, wenn wir die letzten 200 Kilometer bis zu unserem Ziel in Lviv zurückgelegt haben.

„Die achte Hilfsreise in die Region Lviv, Ukraine“ weiterlesen

Pausenbild: Goethe im Stadthallengarten

Ein Dichter-Büste von halb-rechts-hinten fotografiert. Der Blick ist in den unscharfen Hintergrund, eine Mischung aus Schnee und Sträuchern, gerichtet.
Goethe schaut in den verschneiten Stadthallengarten (foto: zoom)

Der Sonntag neigt sich dem Ende zu. Ich sichte die Fotos des Kassel-Ausflugs. Für thematische Ausflüge reicht die Zeit heute nicht mehr. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

In meinem alten Faust I/II plus Urfaust schlage ich zufällig die Seite 92 auf. Die Zeilen passen noch nicht, aber wartet nur ein paar Wochen. Ich freue mich schon.

Faust: Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zug sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;

Quelle: Johann Wolfgang Goethe, Faust, Berlin und Weimar, 4. Auflage 1977

Gute Nacht miteinander!

Jan van Egmond: Letzte Vorbereitungen für die Hilfsreise in die Ukraine, Region Lviv

„Das Wichtigste wäre allerdings, das Gefühl nicht vergessen zu werden“

Ein Mann mit rotem Kapuzenpullover ist über einen Pappkarton gebeugt, in welchem sich verschiedene medizinische (?) Hilfsmittel befinden. Die rechte Hand greift in den Karton. die linke hält einen Schlauch und eine Blutdruckmessgerät (?) Der Kofferraum des Caddys ist voller Kisten. Es ist kaum noch Platz. Die Heckklappe ist nach oben geöffnet. Der beschriebene Karton steht auf dem Ende des Kofferraumbodens. Das linke Knie des Mannes klemmt ihn zur Stabilisierung ein.
Es kann losgehen. Der Caddy ist vollgepackt mit Spendenkisten. (Foto: Jan van Egmond)

Ab heute wird Jan van Egmond vom Winterberger Verein Kippepeo regelmäßig über seine Reise gemeinsam mit Andrew Joy in die Ukraine berichten. Ich bin schon sehr gespannt. Heute erscheint dieser Artikel Nr. 0, morgen soll es los gehen.

Ist die Ukraine weit weg oder liegt sie nahebei? Morgen fahre ich nach Lviv, der westlichsten Stadt in der Ukraine. Die Luftlinie von Winterberg sind 1.104,23 Kilometer. So jedenfalls zeigt es mir das Internet an. Die Fahrstrecke beträgt 1.280 km, also weit weg, aber doch auch so nahebei.

(Jan van Egmond)

Mit meiner Frau und mit weiteren Mitreisenden habe ich seit dem russischen Angriff schon sieben Mal die Ukraine besucht.

Warum wir da immer hin fahren? Weil es uns nicht loslässt, wenn wir häufig daran denken, wie es wäre, wenn unsere eigenes Land so angegriffen werden sollte und weil der Krieg in der Ukraine gar nicht weit weg ist von unserem Wohnort und weil wir da so viel Leid gesehen haben und liebe Menschen kennengelernt haben.

Heute packen wir der letzte Sachen in unseren Caddy. Es wird sehr kalt werden, nächste Woche in der Ukraine.

„Jan van Egmond: Letzte Vorbereitungen für die Hilfsreise in die Ukraine, Region Lviv“ weiterlesen

Evangelische Kirche über Krieg und Frieden

Kritische Wortmeldungen aus der EKD-Kontroverse als Sammlung erschienen

Zwei Tauben sitzen auf einer Treppenstufe. Dazwischen ein Kakadu. Die Treppe ist alt und grau, weiß verkotet.

Darunter in weißer Schrift
Umdenkschrift zum Evangelischen Diskurs über Krieg und Frieden

Kritische Wortmeldungen aus der EKD-Kontroverse - Eine Sammlung

Herausgegeben von Peter Bürger im Auftrag der Solidarischen Kirche im Rheinland und des Öumenischen Instituts für Friedensforschung

Die Evangelische Kirche in Deutschland hat Anfang November 2025 der Öffentlichkeit eine Denkschrift über Krieg und Frieden präsentiert. Seitdem will die Kritik einfach nicht mehr verstummen. Die hier angezeigte Sammlung erschließt 35 Stellungnahmen und Originalbeiträge zum neuen militärnahen EKD-Kurs aus kirchlichen Initiativen, Publizistik, Friedensbewegung, Wissenschaft und christlicher Basis.

(Solidarische Kirche im Rheinland / Ökumenisches Institut für Friedenstheologie)

Die Journalistin und Schriftstellerin Bascha Mika schreibt in der Frankfurter Rundschau zum jüngsten Dokument der protestantischen Kirchenleitung: „… die gefährliche Anbiederung an die Macht scheint kein Tabu mehr. Deutlich zeigt sich das in der Haltung zu Atomwaffen. Hier eiert die Denkschrift atemberaubend herum, um irgendwie christlich und dennoch staatsloyal daherzukommen … Statt Bewahrung der Schöpfung die mögliche Vernichtung der Welt als christliche Risikooption? … Wo bleibt die Verantwortung der Kirche als Gegenkraft, die es angesichts der fortschreitenden Militarisierung der Gesellschaft bräuchte? Wo ist der christlich-ideelle Überschuss für eine gewaltfreie Welt? Stattdessen legt der Rat ein Grundsatzpapier mit realpolitischem Visionsverlust vor. Und ein protestantisches Manifest, das die Kirche weiter in den selbstverschuldeten Bedeutungsschwund treibt“ (FR, 12.11.2025).

„Evangelische Kirche über Krieg und Frieden“ weiterlesen