WAZ-Gruppe I: Lokalzeitungen sollen besser werden … faz.net
WAZ-Gruppe II: Kritische Fragen zur „lokalen Offensive“ … djv und medienmoral
Alterung der Bevölkerung und Arbeitslosigkeit: Wie Papageien-Journalismus funktioniert und wie das IAB seine eigenen Studien zu politischen Propagandazwecken missbraucht … nachdenkseiten
Die Geburt des europäischen Souveräns: „Das Erstaunlichste und mich am meisten Abstoßende an der bisherigen Politik der Kanzlerin liegt in einem politischen Paradox: Ihrer Legende nach waren die Gründungsverträge unzulänglich“ … wiesaussieht
Biologisch-dynamische Landwirtschaft ist antivegan: „wo Bio ist, kann der spirituelle Guru Rudolf Steiner auch nicht weit sein und damit fangen die Probleme an, die mit einer tierleidfreien Weltanschauung kaum in Einklang zu bringen sind“ … wissenslogs
Die Waldorfschule und Andreas Molau: „Offen bleibt die Frage, ob die „Freie Waldorfschule Braunschweig“, an der Molau von 1996 – 2004 Deutsch, Geschichte und Politik (sic !) unterrichtete, nichts von Molaus damaliger politischer Orientierung wissen konnte“ … ruhrbarone
Schulentwicklungsplanung im Bottroper Süden: Schreiben von Ulrich Schnirch (Die GRÜNEN) an den Bezirksbürgermeister der Bezirksvertretung Bottrop-Süd … bottblog
Was ist daran politisch? Die dOCUMENTA (13) und die “politische Kunst†… revierpassagen
Badeverbot in Winterberg-Niedersfeld: Algenblüte im Hillebachsee … derwesten
Wie schwer sind Liebesschlösser? Damit verbunden ist nämlich die existenzielle Frage, ob die Schlösser so schwer werden können, dass die Brücke deren Gewicht nicht mehr aushält … dunkelmunkel
Najem Wali: „Ein Ort namens Kumait – die Geschichte einer Beschneidung“ … hpd
InstaHip und Co: Zukunft des Bildjournalismus? … heikerost
Andreas Molau – Ausstieg und/oder geschmeidige Anpassung? „… zeigen sich doch einige Konstanten. Dazu zählt vor allem der geradezu anbiedernde Umgang mit Interviewpartnern, besonders, wenn sie für sein Vorankommen von Bedeutung sein könnten“ … nrwrechtsaussen
Eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung: Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2008 mit einem Vergleich von 2002 bis 2008 … fes(PDF)
Europäische Krise: “Wir befinden uns in einer vorrevolutionären Situation†… wiesaussieht
Sozialstaat ist mehr als Sozialtransfer: Das Versprechen des Grundgesetzes zur Sozialstaatlichkeit meint neben der erwähnten Hilfe für Menschen in Not und für solche, die nicht selbst für sich sorgen können, vieles und vieles vernünftiges mehr … nachdenkseiten
Hagener Friedenszeichen: Deutsche Banken finanzieren Atomwaffen … doppelwacholder
Samstags in Duisburg: Olympia – schneller, höher, weiter … jurga
Rum Diary mit Johnny Depp: Puerto Rico versoffen … pottblog
Vundo pasas, vorto restas: „Wer Esperanto sprechen will, soll es tun ohne Angst zu haben, dass ich mich über ihn oder sie lustig mache. Aber wenn das Esperanto morgen verschwände, wäre weder die Menschheit, noch die Sprachwissenschaft auch nur ein Stück ärmer“ …wissenslogs
Hereinspaziert! Meschede im November 2011. (archiv: zoom)
Meschede. Einmal mehr jubelte die Westfalenpost als „Zeitung für Meschede“ diesmal am 24.07.2012 über das „Mescheder Modell“ mit dem die Nutzungsrechte am Kanalnetz an den Ruhrverband übertragen wurden.
Rund 33 Millionen Euro kassierte die Stadt als Ausgleichszahlung vom Ruhrverband. Obwohl Meschede diese Summe überwiegend zur Schuldentilgung verwenden wollte, hat sich der jährliche Schuldenanstieg der Stadt nur verstetigt.
Fazit: Es bringt halt nichts einen löchrigen Eimer immer wieder auf zu füllen.
Demografischer Wandel führt zu höheren Kosten für den einzelnen Bürger
Wie bekannt ist, wird die Stadt Meschede in den nächsten Jahren 15% der Einwohner durch den demografischen Wandel einbüßen. Die Kosten des Kanalnetzes werden also auf weniger Menschen zu verteilen sein. Deutliche Kostensteigerungen für alle Bürger sind somit vorprogrammiert. Auch dadurch wird Altersarmut weiter vorangetrieben.
Hohe Miet-Nebenkosten
Zu den Lebenskosten schrieb am 26.07.2012 die WP einen Artikel mit der Überschrift „Wohnen wird für viele zum Luxus“. In dem Artikel wurden die hohen Nebenkosten wie zum Beispiel die Abwassergebühren angeprangert.
Diese betragen für 200 Kubikmeter Abwasser gemäß Recherche der Westfalenpost
in Siegen 544 €,
in Olpe 588 €,
in Hagen 621 €,
in Meschede 694 € und
in Menden 701 €.
Wenn das „Mescheder Abwassermodell“ für die hohen Kosten mitverantwortlich ist, ist es ein schlechtes Modell.
Der Konstruktionsfehler dieses „Abwassermodells“ wird in der Zukunft offenbart:
Die Stadt hat in einem alle Bürger betreffenden Lebensbereich ihre Steuerungs- und Einflussmöglichkeiten aus der Hand gegeben.
Zwei Unternehmer aus Osnabrück, haben die Namensrechte des 2008 in die Insolvenz gegangenen Unternehmen gekauft. Mit dem Slogan „Hertie – Viel Spaß beim Einkaufen“ soll der Neustart soll zwischen Ende 2012 und Mitte 2013 erfolgen.
Insofern muss die Stadt Meschede weiter auf Herrn Bövingloh und seine Versprechungen hoffen. Während in Meschede noch nicht klar ist ob, wann und zu welchem Preis die Immobilie veräußert wird, hat Herr Bövingloh mit seinem Projekt in Warstein ganz andere Probleme.
Die dort vielfach geäußerten Gedanken – wie hier von Hanne Hucht: „Es ist doch schnuppe, wer investiert. Hauptsache, die Stadt Warstein hat etwas davon. Es geht doch darum, dass man gut in Warstein einkaufen kann, möglichst unbelästigt vom Verkehr, aber nicht in so einem ollen Einkaufscenter!“ – sind bei Politikern angekommen.
Daher ließ die Stadt Warstein in einem neutralen Gutachten durch das Büro für Stadtforschung und Stadtplanung Junker und Kruse aus Dortmund klären, welche Projektbestandteile gut sind für die zukünftige Stadtentwicklung.
Mit dem Gutachten geht die Empfehlung an den Rat, das Warsteiner Zentrum schonend umzuwandeln, und in mehreren Wortbeiträgen wurde verdeutlicht: „Wir treffen eine Entscheidung für die nächsten 30 Jahre!“
Zwar liegt das Bövingloh-Konzept mit 8 000 m² noch in dem vom Büro Junker und Partner bezifferten Spielraum einer maximal verträglichen neuen Verkaufsfläche (5 600 bis 9 800 m²), aber der Rathausabriss und die Überbauung der Dieplohstraße wurde von den Gutachtern kritisch bewertet. Ein Investor müsse kleingliedriger planen. Die Gutachter verwiesen auf mehrere Alternativen im Herzen Warsteins. Herrn Bövingloh wurde nun Zeit gegeben sein Projekt umzuplanen, bevor man sich nach anderen Investoren umsieht.
Ob Herr Bövingloh ein solches qualitatives und unabhängiges Gutachten auch in Meschede fürchten muss?
Ich denke nein.
Die wenigsten wissen doch etwas über die fachliche Bewertung solcher Investorenplanungen. Und solange ein Berg zwischen Meschede und Warstein liegt, wird man wohl auch nichts über eine verantwortungsvolle Stadtplanung erfahren. Hier werden Entscheidung für die nächsten 30 Jahre auch ohne Fachgutachter aus dem Bereich Stadtforschung und Stadtplanung gefällt.
Sie lauern hinter jedem Busch ... hier in der Ruhraue (foto: zoom)
Brauner Sumpf I: Molau aus rechter Bewegung ausgestiegen … publikative
Brauner Sumpf II: wie jeder Aussteiger sollte auch der ehemalige NPD-, DVU- und Pro-Funktionär eine faire Chance bekommen … ruhrbarone
Adieu Euro? Die Dinge eilen. Merkel wird es nicht hinbekommen. Realistisch betrachtet ist es an der Zeit, sich auf die Katastrophe einzustellen … jurga
Die Überlebensfrage der Demokratie: „Mein Urerlebnis mit Top-Managern der Finanzindustrie hatte ich 2002. Damals war ich Wahlkampfmanager von Edmund Stoiber“ … sprengsatz
Stille Post verschlechtert die Grammatik: „Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die SMS-Sprache von Jugendlichen deren Grammatik verschlechtert“ … scilogs
Journalismus II***: Is it ethical to pay bloggers to tweet? … guardian
Tom Strohschneider wird Chefredakteur***: „Der ehemalige „Freitag“-Redakteur soll das „ND“ für jüngere Leserschichten öffnen“ … spon
Die Liberalen und die Linken: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders!“ Im Namen Martin Luthers, der zwar weder ein Liberaler noch ein Linker war, dafür aber ein glühender Antisemit … jurga
FDP: Rösler ist jetzt reif – und nicht nur der … ruhrbarone
Private Altersvorsorge: schon immer eine von politischer Korruption bewirkte Fehlentscheidung. Jetzt auf gesetzliche Rente konzentrieren, meint Albrecht Müller … nachdenkseiten
Die Stützen der Gesellschaft bröckeln I: In Verbrechen und Vergehen verstrickt … postvonhorn
Die Stützen der Gesellschaft bröckeln II: „Die Geschichte ist unglaublich: Die niedersächsische Landesregierung fasst den Kabinettsbeschluss, im Bundesrat gegen eine Steuerbefreiung für Versicherungen zu stimmen“ … wiesaussieht
Olympia: Das System Plansport – Millionen für Medaillen … wazrechercheblog
Dortmund: “Die Deutschen und die Zwangsarbeiter†in der Zeche Zollern … revierpassagen
Bildungs- und Teilhabepaket: Renner oder Ladenhüter? … sbl
Blei in Bönkhauser Fischen: Antwort des Hochsauerlandkreises … gruenesundern
Ein Sommernachtstraum: Entweder schläfert einen der beständige Regen ein oder aber die jetzt endlich wieder sommerliche “Hitzewelle†… sauerlandblog
Das Auswanderer-Museum auf der Hamburger Veddel. Die sogenannte BallinStadt (fotos: zoom)
Man kann sich das Auswanderer-Museum auf der Veddel bei einem Hamburg Besuch ruhig einmal anschauen. Für drei Erwachsene plus Kind muss man mindestens, mit Vergünstigung, 34 Euro bezahlen, im Zweifel mehr.
Das Museum ist informativ, aber den Preis habe ich als zu hoch empfunden.
Drei Kleinigkeiten sind mir aufgefallen.
Mit Ausnahme der jüdischen Auswanderer, waren die meisten europäischen Emmigranten Menschen, die wir heute gemeinhin „Wirtschaftsflüchtlinge“ nennen würden.
Als Begriff für Menschen, die heute aus wirtschaftlichen Gründen beispielsweise nach Deutschland immigrieren wollen, benutzen wir abwertend den Begriff „Wirtschaftsasylanten“, Menschen, deren Asylantrag als nicht politisch angesehen wird. Wir implizieren, dass sie eigentlich kein Recht auf Asyl haben.
Eine üble Rabulistik, wenn man bedenkt, dass Wanderungsbewegungen und Emmigration überwiegend direkte oder indirekte (Krieg) wirtschaftliche Gründe haben und wir Deutschen aus keinen anderen Gründen uns das Recht und die Moral der „guten“ Auswanderung in die USA zugestehen.
An der Kasse berieten uns zwei aufgeschlossene junge Mitarbeiter des Museums, die offensichtlich (Namensschild) einen Migrationshintergrund hatten. Die Veddel, der Standort des Museums, ist im übrigen sehr stark von Immigration geprägt. Einer der Mitarbeiter, Deutscher, erzählte mir, wie sein Vater aus der Türkei nach Mannheim und dann nach Hamburg gekommen wäre und er selbst jetzt als Deutscher mit einer interessanten Familiengeschichte im Museum für Auswanderung arbeite.
Ich fragte ihn, ob es denn für die vielen interessanten Einwanderergeschichten nach Hamburg ebenfalls ein Museum gäbe.
Die Antwort: Gäbe es nicht, noch nicht mal ein Projekt in diese Richtung.
Bitte baut also auch ein Einwanderer-Museum, vielleicht als Erweiterung der BallinStadt. Dann würden die vielen Menschen, die aus aller Herren Länder nach Hamburg gekommen sind, Gesichter, Geschichten, Geschichte sowie Respekt bekommen.
Als letztes fiel mir eine kleine Kritzelei, ein Ausrufezeichen, auf einer Info-Tafel auf. Ich fragte und frage mich, was uns der Kritzler damit sagen will.
Nur eine kleine Kritzelei? Das Ausrufezeichen markiert den Antisemiten, der einen antisemitischen Satz markiert.
Eine vorläufige Antwort habe ich mir gegeben: der Kritzler ist ein übler Antisemit. Er berauscht sich an dem Bild der in Massen ankommenden osteuropäischen Juden. Und was tat diese jüdische Masse? Sie übernahm die Wohnungen der Deutschen, die wegen eines tragischen Schicksals aus der deutschen Stadt wegzogen.
Die Vorlage liefert aber leider der nicht minder üble Satz auf der Info-Tafel. Wer eine Vielzahl von Menschen als Masse bezeichnet, entmenschlicht sie und bereitet Angriffe auf die so geschaffenen „Nichtmenschen“ vor.
Der Angriff besteht in diesem Fall aus einem daneben gekritzelten Ausrufezeichen.
Am Ende eines langen Weges funktioniert es immer noch nicht - Kohlekraftwerk Walsum (fotos: zoom)
3000 undichte Schweißnähte. Mit dem Bau des Blocks 10 des Dusburg-Walsumer Kraftswerks wurde 2007 begonnen. Der Betrieb wird für Ende 2013 angestrebt.
Radtouren durch das Ruhrgebiet – hier der westliche Teil – sind spannend und mindestens so erholsam wie eine Mosel-, Donau- oder Maintour.
Dabei hat das Ruhrgebiet mit Ausnahme seines namensgebenden südlichen Teils einen unschätzbaren Vorteil: man kann ohne mühsame Aufstiege links und rechts der Tour beliebig abweichen.
Das Walsumer Kraftwerk vom Rheinradweg im Norden gesehen.
Mal gucken wie lange wir die selbst verordnete Blogpause durchhalten. (foto: zoom)
Die Rolladen sind runter, die Kunden sind weg. Der Verkaufshalle fehlt das soziale Umfeld der alten Zeche Walsum.
Links nebenan ist der industrielle Wandel des Ruhrgebiets zu besichtigen.
Muss man diese Veränderung „Niedergang“ nennen? Oder ist es einfach nur das Ende einer Industriekultur, die keinen Neuanfang kennt?
Was wird hier in 10, 20, 30 oder 40 Jahren stehen? Ein Industrie-Wohlfühlpark? Brachland? Ein Neubaugebiet? Hightech-Buden?
Die alte Zeche Walsum im OFF-Modus. Reset nicht möglich.
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