Hochsauerland: Vermehrter Nachweis von Legionellen in Trinkwasser-Erwärmungsanlagen

Legionella pneumophila, microscopie électronique (Foto: CDC (PHIL #1187) – CDC Public Health Image Library.

Derzeit gehen im Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises vermehrt Meldungen mit Nachweisen von Legionellen in Trinkwasser-Erwärmungsanlagen ein.

(Pressemitteilung HSK)

Legionellen sind Krankheitserreger, die über feinste zerstäubte Wassertröpfchen, die zum Beispiel beim Duschen entstehen, bis in tiefe Lungenabschnitte eingeatmet werden. Sie können zu schweren Lungenentzündungen führen, die aufgrund der Schwere in den meisten Fällen zu einem Krankenhausaufenthalt führen und in ca. zehn Prozent der Fälle tödlich verlaufen. Bei der Infektion mit Legionellen handelt es sich um eine vermeidbare Gesundheitsgefährdung.

Zu einer Vermehrung von Legionellen in Trinkwasser-Erwärmungsanlagen kann es kommen, wenn die Temperaturen im Warmwasser zu niedrig gehalten werden und das Wasser über längere Zeit in den Leitungen steht. Ab 60 Grad Celsius im Warmwasser werden Legionellen abgetötet. Daher ist es aus den Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes erforderlich, an jeder Stelle einer Trinkwasser-Erwärmungsanlage eine Mindesttemperatur von 55 Grad Celsius einzuhalten.

Dass die Warmwassertemperatur in Trinkwassererwärmungsanlagen aktuell aufgrund der Energiekrise gedrosselt wird, fördert das Wachstum von Legionellen. Statt die Temperatur zu verringern, bieten sich andere Maßnahmen zur Energieeinsparung in der Trinkwasser-Erwärmungsanlage an: Eine regelmäßige Wartung der Anlage spart Energie ebenso wie eine Überprüfung und Verkleinerung des Warmwasservorratsspeichers. Mittels eines hydraulischen Abgleichs kann sichergestellt werden, dass bei den einzelnen Zirkulationsrückläufen Temperaturen oberhalb von 55 Grad Celsius eingehalten werden.


Weitere Infos:

Wikipedia (mittelschwer):

https://de.wikipedia.org/wiki/Legionellen

RKI (schwer):

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Legionellose.html

Apotheken Umschau (leicht):

https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/infektionskrankheiten/legionellen-so-beugen-sie-vor-719329.html

Impfungen in der 47. Kalenderwoche – Sonder-Impfaktion in der Abtei Königsmünster

Die öffentlichen Impfangebote des Landes NRW werden zum Jahresende eingestellt.

Ensemble mit Benediktiner-Abtei Königsmünster im Hintergrund. (archivfoto: zoom)

Während des Adventsmarktes der Abtei Königsmünster in Meschede bietet die Koordinierende COVID-Impfeinheit des Hochsauerlandkreises in der Pausenhalle des Gymnasiums der Benediktiner, Klosterberg 7, am Samstag, 26. November, von 10 bis 18 Uhr, und am Sonntag, 27. November, von 11 bis 18 Uhr, Impfungen an.

Weitere Impfangebote gibt es in den Impfstellen in der Woche vom 21. bis 25. November:

  • Schmallenberg, Oststraße 3a, von 9 bis 15 Uhr am Montag, Mittwoch und Donnerstag
  • Brilon, Steinweg 5, von 9 bis 15 Uhr von Dienstag bis Freitag

Das Impfen ist mit und ohne Termin möglich. Termine sind online über das Buchungsportal www.hochsauerlandkreis.de buchbar.

Das Angebot richtet sich an alle Impfwilligen ab 5 Jahre gemäß STIKO-Empfehlung. Als Impfstoffe sind BionTech, Moderna, Novavax und Valneva vorrätig. Auch die auf die Omikron-Variante BA1 und BA4/BA5 angepassten Impfstoffe stehen gemäß STIKO-Empfehlung zur Verfügung. Mitzubringen sind Personalausweis, Impfausweis und Gesundheitskarte bzw. die Impfmappe mit den Unterlagen der bisherigen Impfungen.

Weitere Informationen und Impftermine sind zu finden unter www.hochsauerlandkreis.de. Außerdem steht die Hotline unter 0291/94-6500 für Fragen zur Verfügung.

Die öffentlichen Impfangebote des Landes NRW werden zum Jahresende eingestellt.

Gelungene Mitgliederversammlung des Werkkreis Kultur Meschede, erstmals im CAMPUS

Der aktuelle Vorstand von links oben: Kai Kroggel, Christiane Arens, Jürgen Alliger, Josef Lödige; von links unten: Josef Grawe, Alexander Schneider, Rolf Schlinkert, Gregor Lange; es fehlen: Thomas Gierse, Claudia Kotthoff, Carl Lötters-Viehof (Foto: Christoph Gmyrek)

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des WERKKREIS KULTUR MESCHEDE (WKM) am 13.11.22 konnte der 1. Vorsitzende Josef Lödige 16 Mitglieder*innen im Bürgertreff CAMPUS begrüßen. Wahlen standen nicht an, allerdings wechselte der Schriftführer Jürgen Alliger aus beruflichen Gründen seinen Vorstandsposten mit dem Beisitzer Alexander Schneider.

(Pressemitteilung WKM)

Der WKM ist bisher ganz gut durch die Pandemie gekommen. Den Blick konsequent nach vorne zu richten hat sich ausgezahlt. Insgesamt neun Kulturveranstaltungen konnte der Verein im letzten und laufenden Jahr durchführen. Darunter endlich den oft verschobenen Auftritt von Konstantin Wecker, oder das gemeinsame Interkulturelle Stadtfest mit dem Stadtmarketing. Alle Veranstaltungen wurden gut besucht.

Fünfzehn neue Mitglieder*innen sind gewonnen worden, so viel wie lange nicht mehr. Somit kann der WKM jetzt auf 150 Kulturinteressierte setzen. Weiterhin wirbt der Verein um Neuaufnahmen und tatkräftige Unterstützung.

Fünf Events sind fest gebucht, sowie vier weitere in Planung. Hinzu kommen noch einige Veranstaltungen des „Newcomer Forum Kultur“ in der TRÖTE im Wechsel mit Live-Session, Improtheater und Lesung. Somit kann der WERKKREIS KULTUR endlich wieder Fahrt aufnehmen und zu großen Entdeckungen in der Kulturszene starten.

Fahrerlaubnis-Umtausch im HSK: Sonderöffnungszeiten der Führerscheinstellen am 3. Dezember

Der Umtausch von alten Papier-Führerscheinen (grau oder rosa) in neue EU-Kartenführerscheine für Fahrerlaubnisinhaberinnen und Fahrerlaubnisinhaber der Geburtsjahrgänge von 1953 bis 1964 ist nochmals am Samstag, 3. Dezember, in der Zeit von 8 bis 12 Uhr in den Führerscheinstellen Arnsberg, Brilon und Meschede ohne Termin möglich.

(Pressemitteilung Hochsauerlandkreis)

Bereits beim ersten Samstagstermin am 22. Oktober haben 550 Personen das Angebot wahrgenommen. Die Frist läuft noch bis zum 19. Januar 2023, weitere Sondertermine sind nicht mehr geplant.

Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, sollten Kunden mit Umtauschwunsch ihren Personalausweis, den alten Führerschein sowie ein aktuelles biometrisches Passfoto (35×45 mm) mitbringen. Der Umtausch kostet mindestens 30,40 Euro.

Sollte der bisherige Führerschein von einer anderen Behörde ausgestellt worden sein, so ist vorab eine Karteikartenabschrift bei der ausstellenden Behörde zu beantragen. Diese Karteikartenabschrift muss bei der Führerscheinstelle vorliegen.

Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter:

fcld.ly/umtausch_fuehrerschein

Die Kreisverwaltung weist darauf hin, dass während der Sonderöffnungszeiten ausschließlich Führerschein-Umtauschanträge möglich sind. Für alle anderen Anliegen stehen die Führerscheinstellen nach vorheriger Online-Terminvereinbarung zu den gewohnten Öffnungszeiten zur Verfügung.

Hochsauerlandkreis: Kinder-Impfungen in der nächsten Woche

Die Koordinierende COVID-Impfeinheit des Hochsauerlandkreises (KoCI) bietet neben den regelmäßigen Impfterminen in Brilon, Steinweg 5, und Schmallenberg, Oststraße 3a, zusätzliche Termine mit oder ohne Terminbuchung für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren an:

  • Donnerstag, 17.November, von 17 bis 18.30 Uhr in Brilon
  • Freitag, 18. November, von 17 bis 18.30 Uhr in Schmallenberg

Termine sind online über das Buchungsportal www.hochsauerlandkreis.de buchbar.

Mitzubringen sind Personalausweis, Impfausweis und die Einwilligung der Eltern für die Kinder.

Die STIKO empfiehlt Kindern von fünf bis elf Jahren ohne Vorerkrankungen zur Basisimmunisierung nur eine Impfstoffdosis. Bei individuellem Wunsch können auch zwei Impfstoffdosen verabreicht werden.

Weitere Informationen und Impftermine sind zu finden unter www.hochsauerlandkreis.de. Außerdem steht die Hotline unter 0291/94-6500 für Fragen zur Verfügung.

Hochsauerland: Kreisjugendamt sucht Unterbringung für unbegleitete minderjährige Ausländer

Das Jugendamt des Hochsauerlandkreises benötigt für die Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Ausländer (UMA) dringend Unterstützung, da die vorhandenen Jugendhilfemaßnahmen aktuell nicht ausreichend sind, um dem Bedarf des Verteilungsverfahrens des Landes NRW gerecht zu werden.

(Pressemitteilung HSK)

Es handelt sich überwiegend um männliche Jugendliche im Alter von etwa 15 bis 18 Jahren mit unterschiedlicher Nationalität, die dem Hochsauerlandkreis zugewiesen bzw. hier angetroffen werden. Vier UMA wurden schon zugewiesen, 13 weitere sind bereits angekündigt.

Unterstützung wird in Form von vorübergehend freien Betten oder freiem Wohnraum gesucht oder auch durch Familien, die sich nach einem Prüfverfahren eine Aufnahme eines UMA in ihrem Haushalt vorstellen können. Bei Belegung freien Wohnraums wird eine ambulante Betreuung durch freie Jugendhilfeträger gewährleistet.

Für Angebote und Rückfragen steht Sven Pohlmann von der Jugendhilfeplanung des Kreisjugendamtes telefonisch unter 0291/94-1202 oder per Mail an sven.pohlmann(at)hochsauerlandkreis.de zur Verfügung.

Der WERKKREIS KULTUR MESCHEDE stellt sich allen Kulturinteressierten vor

Für die Springmaus mit dem Programm „TOTAL KOLLEGIAL“ am 14.01.2023 in der Stadthalle Meschede ist der Vorverkauf bereits angelaufen

Der WERKKREIS KULTUR MESCHEDE e.V. lädt alle seine Mitglieder zur Jahreshauptversammlung an diesem Sonntag, 13.11.2022 um 15 Uhr in den Bürgertreff CAMPUS, Kolpingstr. Meschede ein.

(Pressemitteilung des WKM)

Im Anschluss an die Sitzung (ca. 16:30 Uhr) möchte der Verein alle Kulturinteressierten, insbesondere die zahlreichen neu eingetretenen WKMler*innen, zu einem gemütlichen Zusammentreffen und Kennenlernen einladen.

Das Meeting ist selbstverständlich auch ohne vorherige Teilnahme an der Mitgliederversammlung möglich.

Das Campus-Team übernimmt in bewährter Form die Gastronomie mit Getränken und Schnittchen. Für ein Kennenlernen und einen kommunikativen Austausch gibt es sicherlich genug Themen. Der Vorstand steht für alle Fragen zur Verfügung. Zusätzliche Anregungen werden gerne entgegengenommen. Der Kulturverein hofft auf rege Teilnahme.    

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Der WKM weist jetzt schon darauf hin, dass für die Springmaus mit dem Programm „TOTAL KOLLEGIAL“ am 14.01.2023 in der Stadthalle Meschede der Vorverkauf bereits sehr erfolgreich angelaufen ist. Tickets gibt es in der Touristik Brilon, Meschede und Olsberg oder online unter www.reservix.de

Heavysaurus in Brilon: Mega-Dino-Rock für die ganze Familie

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=DMN-mBlwCL8
So könnt ihr euch die Musik vorstellen.

Vier Dinosaurier und ein Drache, die Rockmusik spielen für die ganze Familie, mit kindgerechten Texten und einer tollen Show für die kleinen größten Fans. Das sind HEAVYSAURUS!

(Pressemitteilung Konzertagentur Kemmerling)

Am Sonntagnachmittag, 04.06.2023 kommt auf Einladung des heimischen Konzertveranstalters Gisbert Kemmerling die heißeste Band für Kinder auf große „Kaugummi ist mega!“-Tour nach Brilon ins Bürgerzentrum Kolpinghaus.

HEAVYSAURUS (und die fünf Profimusiker, die in den coolen Dino-Kostümen stecken und eine echte Live-Performance abliefern) machen sich so um die musikalische Früherziehung der Kinder verdient und gelten längst als eines der wichtigsten Projekte für den Rock- & Metal-Nachwuchs und darüber hinaus.

Rockmusik und Kids, das passt perfekt, wie dieser Tage die überaus erfolgreiche laufende „Retter der Welt“-Tour zeigt. „Rock ist sehr ausdrucksstark“, erklärt Riffi Raffi, der gitarrespielende Drache. „Da wird es laut, man kann hüpfen, tanzen und wild sein. Alles Dinge, die Kinder beim Spielen sowieso gerne machen. Bei uns zeigen sie zusätzlich die Pommesgabel wie die Großen, und alle haben Spaß. Die Erwachsenen auch.“

Aber auch hier gilt bereits, rechtzeitig die Tickets sichern, da nur eine begrenzte Anzahl an Sitz- und Stehplätzen angeboten werden kann. Karten gibt’s jetzt schon bei CTS Eventim, oder direkt bei der BWT Brilon an der Derkere Str. in der Touristik (T. 02961-96990). Einlass ist am 04.06.23 ab 14 Uhr, Showtime 15 Uhr.

Für die Eltern: Das Konzert findet am Nachmittag und mit angepasster Lautstärke statt. Es gilt das Jugendschutzgesetz des Landes NRW.

„Ein ideales Weihnachtsgeschenk für alle Kids“, meint Konzertveranstalter Gisbert Kemmerling.

Gewerbesteueroasen: Großunternehmer Falke unterhält offenbar Briefkastenfirmensitz

Die nordrhein-westfälische Falke-Gruppe unterhält offenbar Briefkastenfirmen in der deutschen Gewerbesteueroase Schönefeld in Brandenburg. Das legen Recherchen vom ARD-Wirtschaftsmagazin „Plusminus“ und der „Süddeutschen Zeitung“ nahe.

(Pressemitteilung NDR)

Demnach sind zwei Firmen der Falke-Edelmarke „Burlington“ mit Geschäftssitz in Schönefeld gemeldet, doch die mutmaßliche Betriebstätte wirkt bis heute wie eine Büroattrappe: ohne Personal vor Ort und ohne eindeutige Geschäftstätigkeit. Der Gewerbesteuerhebesatz in Schönefeld ist signifikant niedriger als der Bundesdurchschnitt.

Am angeblichen Geschäftssitz der Burlington-Firmen in der Gemeinde Schönefeld findet sich nur ein Briefkasten. Reporterinnen von „Plusminus“ und „Süddeutscher Zeitung“ waren über Monate hinweg immer wieder zu normalen Geschäftszeiten vor Ort: Angestellte haben sie dort nie angetroffen, jedoch rund ein Dutzend weitere Firmen neben Burlington am Briefkasten entdeckt. Für Christoph Trautvetter vom Netzwerk für Steuergerechtigkeit eine typische Strategie von Großunternehmen in Gewerbesteueroasen: „Gewinne werden von dort, wo sie eigentlich erwirtschaftet werden und wo sie eigentlich besteuert gehören, verschoben in diese Steueroasen, wo die Steuersätze niedrig sind.“ Eigentlich müssten solche Briefkastensitze von den Steuerbehörden Brandenburgs untersucht und unterbunden werden, fordert er. Laut Steuerrechtsexperte Prof. Henning Tappe müssten Firmen, die in Schönefeld ihren Sitz anmelden, eine so genannte „Betriebsstätte“ haben, um auch wirklich vom günstigen Steuersatz profitieren zu dürfen. Um diese zu rechtfertigen, so Prof. Tappe, müsste sich die Geschäftsführung regelmäßig vor Ort treffen und dort die wesentlichen Geschäftsentscheidungen treffen. Ein Scheinfirmensitz wäre nicht legal. Die Falke-Unternehmensgruppe teilt „Plusminus“ und SZ zum Geschäftssitz der Burlington-Firmen in Schönefeld mit, die „seltenen geschäftlichen Entscheidungen und Gesellschafterversammlungen“ würden in Schönefeld abgehalten.

Falke ist nicht das einzige Unternehmen, das den niedrigen Gewerbesteuerhebesatz von Schönefeld nutzt: An die hundert Firmen der Familie von Milliardär Ludwig Merckle sollen in Schönefeld ebenfalls ihren Sitz haben. Recherchen von „Plusminus“ und SZ zeigen, dass Merckle offenbar sogar Steueroasen-Hopping betreibt: Das heute in Schönefeld gemeldete Firmengeflecht hatte seinen Sitz zuvor in Zossen, Brandenburg. Als die Gemeinde Zossen den Gewerbesteuersatz nur leicht erhöhte, zogen die Merckle-Firmen offenbar weiter nach Schönefeld, wo die Gewerbesteuer noch niedriger ist. Ludwig Merckle will sich dazu nicht äußern. Brandenburgs Finanzministerin Katrin Lange sieht keinen Handlungsbedarf. „Die Kommunen haben ein Recht darauf, ihre Hebesätze selbst festzulegen“, sagt sie. Es sei allerdings wichtig, gegen Steuerhinterziehung vorzugehen – auch wenn das sehr aufwändig sei. 

Weil die beiden Unternehmer keine Einzelfälle sind, fordern immer mehr Kommunen sowie Berlins Finanzsenator Daniel Wesener Maßnahmen der Bundesregierung. „Es muss Schluss sein mit dem ruinösen Wettbewerb“, sagt er. „Die Vorschläge liegen alle auf dem Tisch – jetzt wird es Zeit, dass das auch umgesetzt wird.“

Das zuständige Bundesfinanzministerium teilt auf Anfrage von „Plusminus“ und SZ mit, eine Reform sei nicht geplant. Allerdings stehe das Ministerium im engen Austausch mit den obersten Finanzbehörden der Länder. Man wolle noch in diesem Jahr nötigen und möglichen Handlungsbedarf ausloten.
 
Mehr zur Recherche in „Plusminus“ heute Abend, am 2. November um 21.45 Uhr im Ersten.

WDR-Dokumentation: „Wie wohnt NRW?“ – Umfrage zeigt stark gestiegene Wohnkosten in NRW

Anna Planken und Daniel Aßmann helfen beim Hausbau.
© WDR/Sagamedia

Die Wirtschaftskrise wird auf dem Wohnungsmarkt in Nordrhein-Westfalen (NRW) immer stärker spürbar. Nach einer aktuellen, repräsentativen Umfrage von infratest- dimap im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks sind die Wohnkosten in den vergangen drei Jahren für jeden zweiten Haushalt in NRW stark bzw. sehr stark gestiegen.

(Pressemitteilung WDR)

Bei 55 % der Befragten fressen die Kosten für das Wohnen mehr als die empfohlenen 30 % des Haushaltseinkommens auf, bei jedem fünften sogar mehr als 40 %. Fast jeder Dritte (29 %) gab an, dass man sich wegen der höheren Wohnungskosten stark bzw. sehr stark einschränken müsse. Angesichts der wirtschaftlichen Gesamtlage hat mehr als ein Drittel aller Mieter:innen (35 %) ihren Traum vom eigenen Haus oder der eigenen Wohnung aufgegeben.

Die WDR-Dokumentation „Wie wohnt NRW?“ ( 2.11., 20.15 Uhr, WDR Fernsehen) zeigt, wo die Mieten am teuersten und günstigsten sind, und wirft auch einen Blick in die Zukunft unseres Wohnens.

Steigende Mieten und Kaufpreise, explodierende Energiekosten, dazu Wohnungsmangel in den Ballungsräumen – können wir uns Wohnen überhaupt noch leisten, und welche Ideen und Alternativen für bezahlbares und nachhaltiges Wohnen gibt es? Anna Planken und Daniel Aßmann reisen durch Nordrhein-Westfalen, suchen nach Lösungen und zeigen wie die Menschen hier wohnen.

Sie besuchen Nordrhein-Westfalens erste Tiny-House-Siedlung im Kreis Gütersloh und testen, ob es sich auch mit weniger Quadratmetern gut leben lässt. In Herne entsteht in einem alten Bunker ein modernes und nachhaltiges Wohnprojekt, bei dem die Bewohner:innen gemeinsam gärtnern, Lebensmittel teilen und sich gegenseitig helfen.

Außerdem begleitet die Sendung zwei Familien: die eine ist auf der verzweifelten Suche nach einer größeren Wohnung für den Nachwuchs, die andere erfüllt sich mit dem Hausbau ihren Wohntraum, wird aber von steigenden Preisen bei Baumaterial und Handwerkern überrascht. Eine Wohnungsbaugenossenschaft kämpft in Rheine mit den gleichen Problemen und kann ihr Großprojekt mit 160 neuen Wohnungen wegen Lieferproblemen bei Fenstern, Heizungen und Co. nur mit viel Verzögerung und enormen Mehrkosten fertigstellen. Die gestiegenen Baukosten werden am Ende auch die neuen Mieter:innen treffen.

„Wie wohnt NRW?“
2.11.2022, 20.15 -21.45 Uhr / WDR Fernsehen
Wiederholung: Sa. 11.40 Uhr