Signifikante Beschleunigung der globalen Erwärmung seit 2015

Globale Erwärmungsrate (in °C pro Jahrzehnt) laut den globalen Temperaturdaten von Berkeley Earth: Die blaue Linie zeigt die linearen Trends für die Zeit vor und nach 2015 (hellblau der Unsicherheitsbereich). Die rote Linie zeigt den linearen Trend für 10-Jahres-Fenster der Daten, in jährlichen Abständen. (Abbildung: PIK)

Die globale Erwärmung hat sich seit 2015 deutlich beschleunigt, zeigt eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Das Forschungsteam berücksichtigt in der Untersuchung bekannte natürliche Einflüsse auf die globale Temperatur und weist die Beschleunigung des Erwärmungstrends erstmals statistisch signifikant nach.

(Pressemitteilung PIK)

Die ermittelte Erwärmungsrate lag in den vergangenen 10 Jahren je nach Datensatz um rund 0,35 Grad Celsius pro Jahrzehnt, verglichen mit knapp 0,2 Grad Celsius pro Jahrzehnt im Durchschnitt der Jahre 1970 bis 2015. Damit ist das jüngste Erwärmungstempo höher als in jedem vorherigen Jahrzehnt seit Beginn der Messungen im Jahr 1880.

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BODIUM4Farmers als Entscheidungshilfe für die Landwirtschaft

Bodenmodell ermöglicht Vorhersage von Erträgen und Bodengesundheit in Abhängigkeit von Klimaszenario und Bewirtschaftung

Schematische Darstellung des BODIUM-Modells mit Komponenten (farbige Kästchen), Prozessen und Wechselwirkungen (Pfeile) sowie externen Faktoren (graue Kreise) innerhalb jedes Bodens. (Grafik: UFZ)

Die Landwirtschaft steht vor vielen Herausforderungen: Klimawandel, neue Anforderungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und steigende Erwartungen an Umwelt- und Ressourcenschutz treffen auf den Anspruch, wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben und die Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Vor diesem Hintergrund haben Wissenschaftler:innen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) aus dem am UFZ entwickelten Bodenmodell BODIUM die Webanwendung BODIUM4Farmers erstellt und jetzt zur Nutzung freigeschaltet. Das Praxistool will Landwirtinnen und Landwirte dabei unterstützen, langfristige Bodennutzung, gesunde Böden und stabile Erträge miteinander in Einklang zu bringen.

(Pressemitteilung UFZ)

Der Boden ist ein wichtiger Teil des Ökosystems und erfüllt viele Funktionen. Er produziert beispielsweise Biomasse, speichert und filtert Wasser, bindet Kohlenstoff und bildet den Lebensraum für Bodenorganismen. „Die Böden sind komplexe Systeme, in denen eine Vielzahl physikalischer, chemischer und biologischer Prozesse auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen ablaufen“, sagt die UFZ-Bodenforscherin Dr. Ute Wollschläger. Wie sich Böden bei veränderter Bewirtschaftung oder unter dem Einfluss des Klimawandels entwickeln, lässt sich mit wissenschaftlichen Experimenten jedoch nur eingeschränkt untersuchen, da Böden nur langsam auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren.

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IT.NRW: Frauen in den kommunalen Vertretungen und in der Verwaltungsspitze weiter in der Minderheit

  • Jedes dritte Mitglied in den Kreistagen und den Räten der kreisfreien Städte ist eine Frau (33,3 %).
  • Frauenanteil in den Vertretungen der kreisangehörigen Gemeinden fällt mit 28,4 % noch geringer aus.
  • In den kreisangehörigen Gemeinden gibt es derzeit 43 Bürgermeisterinnen, dies entspricht einem Frauenanteil von 11,5 %.
  • In Hallenberg gibt nur ein weibliches Ratsmitglied und der Frauenanteil liegt hier bei 5% (Winterberg 15,6%, Olsberg 31,3%, Brilon 28,9%, Marsberg 8,8%, Schmallenberg 15,8%, Arnsberg 30,4%, Bestwig 32,1%, Meschede 34,2%, Medebach 21,4%, Eslohe 25%, Sundern 27,3%) .
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Störung bei der Regio-IT: Verschiedene Fachverfahren laufen nicht

Kfz-Zulassungsstellen und Führerscheinstellen ebenfalls betroffen

Hochsauerlandkreis. Wegen einer Störung bei der Regio IT laufen auch beim Hochsauerlandkreis verschiedene Fachverfahren nicht. Betroffen sind auch die Kfz-Zulassungsstellen und Führerscheinstellen.

(Pressemitteilung HSK)

Alle Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, nicht zu ihren gebuchten Terminen zu kommen. Das Straßenverkehrsamt ist bemüht, zeitnah Ersatztermine zur Verfügung stellen.

Allerdings ist zum jetzigen Zeitpunkt (Dienstag, 3. März, 8 Uhr) nicht absehbar, wie lange die Störung anhalten wird. Auch das Serviceportal HSK funktioniert nicht. Es soll sich nach Angabe der Regio IT nicht um einen Cyberangriff handeln.

Klimaschutz zahlt sich aus: Jede eingesparte Tonne Treibhausgase reduziert reale Schäden – an Gesundheit, Wohlstand, Infrastruktur und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit

Neues UBA-Handbuch Umweltkosten beziffert globale Schäden durch jährliche deutsche Treibhausgasemissionen auf über 640 Milliarden Euro, die durch ambitionierten Klimaschutz vermieden werden können

Rauchende Schornsteine in einer Industrielandschaft
Treibhausgasemissionen führen weltweit zu Schäden in Milliardenhöhe. (Quelle: ClaudiaOtte / Fotolia)

Treibhausgas– und Schadstoffemissionen schaden nicht nur der Umwelt und dem Klima, sie verursachen auch hohe ökonomische und gesundheitliche Schäden. Durch entsprechende Maßnahmen können diese Schäden vermieden werden. Um diese Effekte sicht- und vergleichbar zu machen, veröffentlicht das Umweltbundesamt seit 2007 wissenschaftlich fundierte Umweltkostensätze, die sie in Geldwerte umrechnen. Das neue „Handbuch Umweltkosten – Methodenkonvention 4.0“ aktualisiert und erweitert die bisherigen Kostensätze und bietet damit eine Entscheidungshilfe für Politik und Wirtschaft.

(Pressemitteilung Umweltbundesamt)

Ob Ernteausfälle infolge von Dürren, zerstörte Gebäude nach Überschwemmungen oder Atemwegserkrankungen durch Feinstaub: Umweltbelastungen wie Treibhausgas– oder Luftschadstoffemissionen erzeugen eine Vielzahl von Schäden für die Gesellschaft – mit immensen Kosten.

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„Sauerland-Vielfalt“ – Migrant*innen bringen Menschen im HSK zusammen

Freitag, 13. März 2026, 15:00–18:00 Uhr, Stadthalle Meschede

Eine junge Frau in einem Leopardenanzug hält in der erhobenen linken Hand lässig ein Mikrophon, mit der rechten hält sie das Kabel.
Sie hat am linken Ohr einen großen goldenen Ohrring und trägt ein beiges modisches Kopftuch. Sie steht vor einer violetten Wand.
Comedienne Anissa Loucif greift mit Humor und Tiefgang gesellschaftliche Themen auf (Foto: LAS Live Artist Studio GmbH)

Das Sauerland lebt von seinem Miteinander – von Engagement, Offenheit und Vielfalt. Genau das steht im Mittelpunkt der Veranstaltung „Sauerland-Vielfalt“, zu der der Landrat des Hochsauerlandkreises alle Bürgerinnen und Bürger herzlich einlädt.

Seit vielen Jahren leisten Migranten- und Migrantinnen-Selbstorganisationen (MSO) einen unverzichtbaren Beitrag für ein gelingendes Zusammenleben im Hochsauerlandkreis. Sie begleiten Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte beim Ankommen, schaffen Begegnungen und gestalten unsere Gesellschaft aktiv mit. Dieses Engagement soll sichtbar gemacht, gewürdigt und weiter gestärkt werden.

Im Rahmen der „Sauerland-Vielfalt“-Veranstaltung präsentieren sich die unterschiedlichsten MSO und geben Einblick in ihre Arbeit und ihre Geschichte. Weiter bietet die Veranstaltung Raum für Austausch, neue Impulse und persönliche Gespräche. Anregungen für die Integrationsarbeit sind ausdrücklich willkommen.

„Integration gelingt dort am besten, wo Menschen sich begegnen, miteinander lachen, diskutieren und voneinander lernen. So entsteht eine Sauerland-Vielfalt, von der wir alle profitieren“, betont Landrat Grosche. „Ich lade alle Sauerländerinnen und Sauerländer ein, dabei zu sein und ein Zeichen für Offenheit und Zusammenhalt zu setzen.“

Ein besonderes Highlight an diesem Tag ist der Auftritt der bekannten Comedienne Anissa Loucif, die mit Humor und Tiefgang gesellschaftliche Themen aufgreift und für Leichtigkeit im Dialog sorgt.

Ablauf der Veranstaltung:
15:00 Uhr – Begrüßung und Grußwort des Landrates
15:15 Uhr – Comedy mit Anissa Loucif
15:45 Uhr – Impuls: „Integration im HSK – alles Zufall?“
16:00 Uhr – Marktplatz der MSO
17:00 Uhr – Comedy mit Anissa Loucif
17:30 Uhr – Gemeinsamer Ausklang
18:00 Uhr – Ende

Termin: Freitag, 13. März 2026, 15:00–18:00 Uhr
Ort: Stadthalle Meschede, Winziger Platz 10, 59872 Meschede
Der Eintritt ist frei, außerdem wird es eine Kinderbetreuung geben.

Hausärzte kritisieren „Geschäftsmodell Dringliche Facharzt-Termine“

Recherche des WDR-Verbrauchermagazins „Markt“ für die ARD heute, am 18. Februar um 20:15 Uhr, im WDR Fernsehen

Strichzeichnung: Ein Arzt sitzt links am Tisch und zeigt einer Patient*in rechts am Tisch ein Formular
Zeichnung: Arzt zeigt Patient*in ein Formular (Quelle: Wikimedia)

Wer einen Facharzttermin bekommen will, muss oft sehr lange auf einen Termin warten. In medizinisch dringenden Fällen stehen dem Hausarzt jedoch zwei Instrumente zur Verfügung, die Kassenpatienten einen schnelleren Termin beim Facharzt verschaffen sollen: Dringlichkeitscodes und Hausarztvermittlungsfälle. Für diese Behandlungen dürfen Fachärzte teils deutliche Zuschläge extra-budgetär abrechnen. Aber: Nutzen manche Fachärzte das Abrechnungssystem aus, um mit Hilfe dieser Instrumente ihr Honorar für die Behandlung gesetzlich Versicherter zu erhöhen?

(Pressemitteilung WDR)

Zumindest bejahen das über alle Bundesländer hinweg mehr als 750 Hausärzte in einer nicht repräsentativen Umfrage, die der WDR für das ARD-Kompetenzcenter „Verbraucher“ durchgeführt hat. Gut 820 Hausarztpraxen hatten bei der Umfrage mitgemacht.

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Staffelstabübergabe beim Naturpark

Verdiente Vorstandsmitglieder verabschiedet und Projekte weiter entwickelt

Zukünftiger und bisheriger Vorsitzender Björn Jarosz und Bernd Fuhrmann (Mitte) mit stellv. Vorsitzender Barbara Dienstel-Kümper (r.), Landrat Thomas Grosche und Geschäftsführer Detlef Lins (hintere Reihe) sowie dem neu gewählten Vorstand: v.l.n.r.: Uwe Schmalenbach, Bürgermeister Herscheid, Jutta Capito, Vertreterin Westfälisch- Lippischer Landwirtschaftsverband, Dr. Jürgen Fischbach, Sauerland-Tourismus e.V., Theo-Josef Nagel, Waldbauernverband NRW, Arno Wied, Kreis Siegen-Wittgenstein, Andrea Kramer-Pabst, Kreis Olpe sowie Franz-Josef Mönxelhaus, Hochsauerlandkreis | Nicht im Bild: Volker Sonneborn, Bürgermeister Stadt Bad Berleburg, Frank Linnekugel, Bürgermeister Hansestadt Medebach, Prof. Dr. Klaudia Witte, Ehrenamtlicher Naturschutz (Bild: Naturpark Sauerland Rothaargebirge e.V.)

Am 11. Februar 2026 fand die Mitgliederversammlung des Naturparks Sauerland Rothaargebirge e.V. im sehr gut besuchten großen Tagungssaal des Kreishauses Meschede statt. Zahlreiche Mitglieder aus den vier Mitgliedskreisen sowie den 43 Mitgliedskommunen waren der Einladung gefolgt und nahmen an der Versammlung vor Ort oder per Videokonferenz teil.

Nach der offiziellen Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Bernd Fuhrmann erfolgte das Grußwort durch den Landrat des Hochsauerlandkreises Thomas Grosche.

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Hochsauerlandkreis startet neues Demenz-Projekt

Früh informieren – frühzeitig handeln – selbstbestimmt leben

Der Hochsauerlandkreis (HSK) startet mit einem neuen Demenz-Projekt im Rahmen der Gesundheitsregion, das sich gezielt an Menschen mit ersten Gedächtnisproblemen, leichten demenziellen Veränderungen sowie an deren Angehörige richtet.

(Pressemitteilung HSK)

Ziel des Projekts ist es, frühzeitig zu informieren, Orientierung zu geben und passende Unterstützungs- und Präventionsangebote zu vermitteln – bevor Versorgungslücken entstehen.

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Women in Jazz – FEMALE von Nina Simon bis Kate Bush beim WKM

Eine Frau mit schwarzem ärmellosen Shirt und schwarzer Fransenhose sowie Stöckelschuhen springt in die Luft und streckt dabei die Beine nach vorn und hinten. Der Mund ist aufgerissen, die dunklen Haare wehen nach oben. Der rechte nackte Arm geht nach vorn unten, der linke gebeugt nach hinten. Die Frau sieht die Betrachtenden an. Das Bild strahlt Dynamik aus.
Jazz-Sängerin Stefanie Boltz kommt nach Meschede (Pressefoto: Wolkenstein)

Meschede. Am Samstag, 14.03.26 tritt ab 20 Uhr die aus München stammende Jazz-Sängerin Stefanie Boltz mit ihrem Pianisten Christian Wegscheider und dem aktuellen Programm FEMALE: Music made by women – a journey through centuries im Bürgerzentrum Alte Synagoge Meschede in der Kampstr. 8 auf. 

(Pressemitteilung Werkkreis Kultur Meschede))

Als Musen waren sie stets gefragt Kunst und Musik selber zu kreieren. Für Frauen war dies über Jahrhunderte jedoch nicht minder abwegig, wie Politik zu machen, Fußball zu spielen oder Flugzeuge zu fliegen. „Zur Welt bringen“ ist ja unumstritten ihre Domäne: Trotz aller Widrigkeiten haben starke Musikerinnen, ihrer Berufung folgend, über Jahrhunderte Musik von individueller Schönheit geschaffen. Dabei waren und sind sie – auch in Zeiten von Quote und Gender-Akrobatik – jedoch nicht so sichtbar wie vorhanden.

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