Stadtradeln startet kreisweit in allen Kommunen. Anmeldungen ab sofort möglich
Auch in diesem Jahr wird beim STADTRADELN drei Wochen lang bewusster und intensiver pedaliert. (Pressefoto 2025)
Hochsauerlandkreis. Ab sofort können sich Bürgerinnen und Bürger wieder in Teams für ihre jeweilige Kommune beim STADTRADELN registrieren. Im Aktionszeitraum vom 01.06. bis 21.06 sind alle aufgerufen, möglichst viele Wege klimafreundlich mit dem Rad zu erledigen und dabei Kilometer für ihr Team, ihre Kommune und mehr Radförderung zu sammeln. Die einzelnen Gemeinden bieten in dieser Zeit verschiedene Fahrradaktionen an.
(Pressemitteilung HSK)
Auch in diesem Jahr beteiligen sich sämtliche zwölf Kommunen des Hochsauerlandkreises am STADTRADELN. Elf Städte und Gemeinden nehmen im gemeinsamen Aktionszeitraum teil.
Blick von der Lahnbrücke auf das Grüner Wehr und die Marburger Innenstadt (foto: zoom)
Am Dienstag war der Himmel über Marburg noch grau. Zum x-ten Mal bin ich auf dem Hirsefeldstieg über der Lahn stehen geblieben und habe zum n-ten Mal ein Foto aus der immergleichen Perspektive geknipst – diesmal ohne Wolkenformationen.
K2 hatte uns geraten, wir sollten doch mal ins Café Die Pause gehen und nicht immer nur zu Vetter oder zum Café Roter Stern.
Das Café hatte am Dienstag leider geschlossen. (foto: zoom)
Dienstags geschlossen – also doch wieder Quiche und Kaffee bei Vetter. Gewohnheiten wollen gepflegt werden.
Die Märzsonne beleuchtet die Hochheide-Hütte. (foto: zoom)
Mit dem Klimawandel beginnt das Aprilwetter im März. Gestern Nachmittag konnten wir eine Sonnenscheinphase ausnutzen, um auf der Niedersfelder Hochheide spazieren zu gehen.
Schon seit Jahren hört man lediglich das Scheppern der defekten und losen Saiten, vulgo Drähte, der ansonsten lieblich klingenden Installation. Die Windharfe ist kaputt!
Die Windharfe auf dem Clemensberg im Gegenlicht. Im Hintergrund das Gipfelkreuz (foto: zoom)
Es wundert mich, dass ein stark beworbenes und wahrscheinlich sehr teures Projekt derart schlecht gewartet wird.
Nun ja, die Niedersfelder Hochheide gefällt mir auch ohne Meditationsplatz (Website Winterberg: Meditaltionsplatz) und Orte der Besinnung. 😉
Spaziergang auf der Hochheide. Oben auf dem Wanderwegweiser ist die Markierung für den Rothaarsteig zu erkennen. (foto: zoom)
Das Wetter ist seit vielen Tagen ungewöhnlich warm und trocken. Heute Morgen hat mich zum ersten Mal die Amsel mit ihrem Gesang geweckt. Sie beginnt ca. eine Stunde vor Sonnenaufgang zu trällern. Singdrossel und Rotkehlchen stimmten ebenfalls mit ein.
Apropos Temperaturen: der Niedergang des Skitourismus hat an der Peripherie Winterbergs begonnen: Züschen, Küstelberg, Gellinghausen …
Noch nie habe ich es geschafft, rechtzeitig im Jahr mit der sogenannten Gartenarbeit zu beginnen. Meist war mir die Natur voraus, mit dem Ergebnis, dass ich den Pflanzen stets hinterherhechelte.
Heute habe ich zumindest das Laub des letzten Jahres vom Rasen entfernt sowie den ein oder anderen Strauch gestutzt – hoffentlich diesmal nicht zu früh.
Unter dem Lavendel vor dem Haus hielten sich die sehr geselligen Feuerwanzen auf. Laut Kosmos Tierführer dauert ihre Saison von April bis Oktober. Aber es ist doch erst Februar! Nun ja, die frühe Wanze findet ein Weibchen. Diese sondern Sexuallockstoffe ab, die von den Männchen erkannt werden. Eine Feuerwanzenpaarung kann einen ganzen Tag dauern. Die ausgewachsenen Tiere überwintern.
Baumschwämme (leider etwas unscharf) im Buchenwald (foto: zoom)
Heute Morgen ist es eisglatt in Siedlinghausen. Bei Temperaturen um 0°C gefriert der Regen augenblicklich auf den Gehwegplatten. Kein guter Tag um spazieren zu gehen.
In den letzten Tagen war ich rund um Winterberg und Olsberg im Wald unterwegs.
Goethe schaut in den verschneiten Stadthallengarten (foto: zoom)
Der Sonntag neigt sich dem Ende zu. Ich sichte die Fotos des Kassel-Ausflugs. Für thematische Ausflüge reicht die Zeit heute nicht mehr. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
In meinem alten Faust I/II plus Urfaust schlage ich zufällig die Seite 92 auf. Die Zeilen passen noch nicht, aber wartet nur ein paar Wochen. Ich freue mich schon.
Faust: Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden, belebenden Blick; Im Tale grünet Hoffnungsglück; Der alte Winter, in seiner Schwäche, Zug sich in rauhe Berge zurück. Von dorther sendet er, fliehend, nur Ohnmächtige Schauer körnigen Eises In Streifen über die grünende Flur;
Quelle: Johann Wolfgang Goethe, Faust, Berlin und Weimar, 4. Auflage 1977
Diese Pflanzen wuchsen drinnen und blühten nicht: Kakteen im Schauhaus (Foto: zoom)
Als ich jüngst im Bekannt*innenkreis erzählte, dass ich Mitte Januar blühende Pflanze im Rombergpark gesehen hätte, erntete ich müdes Erstaunen: „Kenn‘ ich nicht! Wo ist denn der Rombergpark?“
Die Pflanze war anscheinend noch uninteressanter. Also der Reihe nach. Zuerst der Park, dann die Pflanze.
Der Rombergpark ist nicht weit entfernt vom Westfalenpark und liegt neben dem Zoo (siehe auch https://www.schiebener.net/wordpress/dortmund-2-x-2/). Der Eintritt ist frei. Das Gelände ist hügelig und darauf sind zu finden: Bäume & Arboretum, Blütenpflanzen & Botanischer Garten, kleine Bäche, Teiche, Cafés, Ausstellungspavillions, ein Pflanzenschauhaus …
Ich habe bestimmt noch etwas vergessen, aber ihr werdet eure eigenen Entdeckungen machen. Hier findet ihr den Rombergpark:
Der Park lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Im Winter ist es dort naturgemäß etwas übersichtlicher als in den anderen Jahreszeiten.
Zumindest eine blühende Pflanzenart habe ich draußen in einem Beet vor dem Café Orchidee entdeckt. Wenn ich mich nicht täusche, handelt es sich um eine orientalische Nieswurz.
Sollte ich mich nicht täuschen, habe ich eine Lenzrose fotografiert (Foto: zoom)
Die Orientalische Nieswurz (Helleborus orientalis), Lenzrose oder Frühlings-Christrose ist eine Art der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie ist in der Türkei und dem Kaukasus beheimatet.
Die restlichen Informationen findet ihr bei Wikipedia oder auch mit Hilfe eurer Suchmaschine auf den zahlreichen Websites von Gärtnereien und Baumschulen.
Sollte ich mich bei der Pflanzenbestimmung vertan haben, schreibt es mir in die Kommentare.
Vier Bilder aus dem Rombergpark und dem Dortmunder „U“
Eisenocker (Rost) im Zufluss zum See im Rombergpark (foto: zoom)
Was machen an einem grauen Januartag? Für Köln oder den Niederrhein sind die Tage zu kurz. Kassel kann warten. In Dortmund sind wir schon lange nicht mehr gewesen.
Zu den Orten, die ich in Dortmund gerne aufsuche, gehören der Rombergpark in der Nachbarschaft zum Zoo und das sogenannte „U“ am Innenstadtring, in der Nähe des Bahnhofs.
Die Natur im Rombergpark ist im Winter sehr übersichtlich. Grün und Braun sind die Farben der Saison. Eine Ausnahme macht der Eisenocker führende Bach.
Nackte Zweige und Äste überdachen die menschenleere Stoffregenallee.
Die Stoffregenallee (foto: zoom)
Im Dortmunder U sind auf den verschiedenen Ebenen die unterschiedlichsten Ausstellungen zu erleben.
Noch dieses Wochenende könnt ihr „Genossin Sonne“ und „Solarpunk“ besuchen.
Genossin Sonne – eine Ausstellung im Dortmunder U. Das Bild zeigt einen Still aus der Videoarbeit „The New Sun“ von Agnieszka Polska auf Ebene 3. (foto: zoom)
„Genossin Sonne“ ist eine komplexe Ausstellung auf den Ebenen 3 (kostenlos) und 6 (Eintritt), die vereinfacht gesagt den hypothetischen Zusammenhang von Sonnenenergie und den Bewegungszyklen der menschlichen Gesellschaft aufgreift. Schematisch: große Sonnenaktivität = gesellschaftliche Energie/Revolutionen; geringe Sonnenaktivität = ruhige gesellschaftliche Phase.
Gibt es etwa, wie die sowjetischen Kosmisten – insbesondere Alexander L. Chizhevsky 1924 – behaupteten, einen Zusammenhang zwischen Sonnenstürmen und irdischen Revolutionen? Und welche spekulativen, lustvollen Überlegungen finden sich dazu in der zeitgenössischen Kunst und Poesie?
Solarpunk: eine weitere Ausstellung im U (foto: zoom)
Auch die Ausstellung Solarpunk wird an diesem Wochenende beendet. Solarpunk als Bewegung und Lebensphilosophie ist das Gegenteil einer dystopischen Betrachtung von Gegenwart und Zukunft. Dazu heißt es auf der Ausstellungswebsite:
In Zeiten, in denen sich die Nachrichten zu Kriegen, Hunger und Naturkatastrophen überschlagen, lädt die Ausstellung „Solarpunk“ dazu ein, gemeinsam die Vision einer Zukunft zu entwerfen, in der Inklusion, Klimagerechtigkeit, Diversität und Gleichberechtigung möglich und die von Nachhaltigkeit, Klimaschutz und einer Überwindung von Konflikten geprägt ist.
Außer diesen beiden Ausstellungen sind in den Räumen und Ecken des U viele weitere Themen zu entdecken. Von alten barocken Tischsitten bis zum Mittagstisch der Kommune 2 ist vieles dabei.
Ob Dilettant*innen oder professionelle Künstler*innen – in den Ebenen des U hat Vielfalt ein Zuhause.
Das Elektro-Schiff EMS Hennesee heute Nachmittag bei der Fahrt auf dem gleichnamigen See (foto: zoom)
Alle paar Monate schauen wir am Hennesee vorbei und jedes Mal merke ich, dass mir die Landschaft nicht zusagt. Selbst im Sommer ist mir dort eher düster zumute. Woran es liegt? Keine Ahnung. Normalerweise sind Seen doch ein Selbstgänger.
Vielen unserer Bekannten gefällt der Hennesee hingegen sehr. Man kann spazieren gehen, Rad fahren, schwimmen oder mit dem elektrischen Motorschiff über den See tuckern. Dazu gibt es eine beliebte Restauration an der Berghäuser Bucht, einen Spielplatz und nicht zu vergessen, den mächtige Staudamm mit der eisernen Himmelstreppe.
Die Himmelstreppe am Staudamm des Hennesees in Meschede (archivfoto: zoom)
Also kein Grund, am Hennesee miesepetrig umherzuschleichen. Ab dem Frühjahr werde ich häufiger mit dem Rad den asphaltierten Weg am Ostufer des Stausees nutzen, um von Reiste nach Meschede zu gelangen.
Vielleicht wird mir dann, wenn die Sonne scheint und die Vögel zwitschern, auch an der Hennetalsperre heiter zumute.
Ich werde schon noch herausfinden, warum der Hennesee und ich noch(?) keine dicken Freunde geworden sind.
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