Screenshot von gestern, auch heute sieht es nicht anders aus: Termin und Ort der Ratssitzung sind eingetragen, aber die Unterlagen fehlen.
Gestern habe ich im Ratsinformationssystem der Stadt Winterberg nachgeschaut, was am kommenden Donnerstag, dem 28. August auf der Tagesordnung des Rates steht. Die Sitzung ist zwar im Terminplan verzeichnet, aber weiter sind keinerlei Unterlagen eingestellt.
Es gibt gewiss eine rationale Begründung, die sich mir als Bürger*in allerdings entzieht. Bei einer spannenden Tagesordnung hätte ich gerade jetzt in der Vorwahlzeit eventuell vorbeigeschaut.
Vielleicht gibt es keine Tagesordung? Es ist ja die letzte Sitzung vor den Kommunalwahlen. Umtrunk? Großes Abschlussbuffet?
Muss die Öffentlichkeit nicht wissen. Oder machen alle blau?
Die nächste Sitzung findet übrigens am 6. November statt – nach den Kommunalwahlen.
P.S. Auch heute, am Mittwoch um 19.27 Uhr ist die Tagesordnung noch nicht auf der Website zu finden.
Ein Ruderboot am Kellersee bei Malente (foto: zoom)
Ganze 13 Tage sind wir im nördlichen Deutschland gereist. Bremen, Bremerhaven, Hamburg, Lübeck und Malente. Es war eine gute Entscheidung, denn so wurden wir von der großen Hitzewelle, die im Rest der Republik herrschte, weitgehend verschont.
Hier muss man hinein, um klüger wieder hinauszugehen (foto: zoom)
Eine knappe Woche sind nun keine Zeit, um eine Sprache „von Null auf Hundert“ zu lernen. Selbst in vier Wochen oder vier Monaten, so jedenfalls mein erster Eindruck, hätte ich mir das Dänische nur rudimentär aneignen können.
Die Grammatik? Geschenkt! Aber die Aussprache!!! Die Aussprache ist imho nicht vom Blatt zu erlernen. Dazu müsste man in die dänischen Kultur und Arbeitswelt für geschätzt ein Jahr abtauchen. Es reicht nicht, sich eine heiße Kartoffel in den Mund zu schieben.
Wir stoßen mit unseren Freunden und Bekannten an, auch mit denen, die wir nicht kennen, stoßen wir an! Prost!
Morgens wurde mit Hilfe eines dänischen Mutterspachlers Dansk gepaukt, nachmittags gab es Infos über die Kultur des nördlichen Nachbarlandes.
Wer abends noch Kraft und Durst hatte, konnte mit oder ohne Alkohol anstoßen und dänische Trinklieder schallern.
Die GHB hat einen direkten Zugang zum Kellersee. Wasser- und Lufttemperatur waren ideal zum Schwimmen. Morgens, mittags, abends – wann immer man sich erfrischen wollte.
Nach Abschluss des Kurses stellt sich die Frage, wie wir weiter lernen wollen. Ein Lehrbuch ist bestellt. Bei der Volkshochschule Hochsauerland gibt es leider keinen Dänisch-Kurs, bei der VHS Brilon-Marsberg-Olsberg nur Online auf zu hohem Niveau.
Sonnenuntergang, drückende Wärme und deshalb ein Bier an der Fischbude mit Blick auf See und Ausflugsboot (foto: zoom)
Die Gustav Heinemann Bildungsstätte eignet sich sehr gut für einen entspannten und lehrreichen Bildungsurlaub. Die Kurse sind schnell ausgebucht. Falls ihr interessiert seid, sputet euch. Das Programm 2026 müsste im November diesen Jahres herauskommen.
… und niemand ist’s gewesen, aber Kassel hilft aus
Im Juni wehte sie noch: die Fahne der Vielfalt vor dem Freibad (foto: zoom)
Es sind die kleinen Dinge, die mich manchmal nachhaltig verwundern. Am 21. Juni hatte ich die Vielfaltsfahne vor dem Freibad Siedlinghausen fotografiert und gedacht, dass es mit der Engstirnigkeit der Menschen doch nicht so weit her sei. Toleranz und Offenheit – welch ein schönes Zeichen.
Nun könnte man denken, dass es ein Leichtes sei, in einem kleinen Ort herauszufinden, zu welchem Anlass die Flagge gehisst wurde.
Nichts da! Um ein paar Ecken erfuhr ich immerhin, dass es die „Vielfaltsfahne“ sei. Sie bedeute, dass alle, dick oder dünn, alt oder jung, im Schwimmbad willkommen seien.
„Immerhin!“ – dachte ich, aber nach ein paar Wochen folgte die Enttäuschung. Die Fahne war weg.
Im Juli war die Flagge plötzlich weg. (foto: zoom)
Nun sollte man meinen, dass es in einem kleinen Ort ein Leichtes sei, herauszufinden, aus welchem Grund es mit der Vielfalt vor dem Freibad zu Ende ist.
Weit gefehlt! Ein paar pampige Antworten und keine Informationen.
Damit der Vielfalt weiterhin Genüge getan wird, habe ich gestern für euch eine Fahne und den Vielfaltslöwen zum Angucken aus Kassel mitgebracht.
Wenn die Fahne der Vielfalt nicht in den Bergen bleibt, muss sie halt ins Blog gebracht werden. (fotos: zoom)
Wandbild („Der König“) von Jackules in der Nähe des Rondells an der Fulda (foto: zoom)
Der Ausflug nach Kassel stand unter keinem Motto, allerhöchstens „raus von zu Haus‘!“. Die hessische Stadt an der Fulda hat vieles, was ich brauche: Bibiothek, Freibad, Grünanlagen und veganes/vergetarisches Essen.
Die beiden Bilder haben indirekt und direkt etwas mit Essen (Speis‘ und Trank) zu tun.
Der Löwe ist Teil eines Wandbildes des Graffiti-Künstlers Jackules. Man findet den zerfließenden König der Tiere in der Nähe des Rondells, wo ich bei Pommes & Ketchup den Blick auf die Fulda genossen habe.
BTW: Ein Bild von Jackules ziert das Starthaus der Wakeboard-Anlage am Hillebachsee in Winterberg/Niedersfeld. Vor fast genau fünf Jahren hatte ich hier im Blog darüber geschrieben.
In der Mensa des AVZ nahe der Dönche gab es leckere vegetarische Lasagne. Die Atmosphäre war sehr entspannt. Der lange leere Tisch erzeugt eine interessante Perspektive und sprachliche Doppelbödigkeit. Mensa ist das lateinische Wort für Tisch/Tafel. Gleichzeitig leitet sich Mensa von „Mensa Academica“ = Universitätsmittagstisch ab. Ein leerer Tisch in einer fast leeren Mensa. Mir hat es geschmeckt.
Die Mensa (lat. Tisch) im AVZ (Naturwissenschaften) nahe der Dönche (foto: zoom)
Fruges Straße/Ruhrufer in Olsberg. Violette Linie: Ich (Fußgänger), rote Linie: so fahren sie, grüne Linie: so sollten sie fahren (Foto & Kritzelei: zoom)
Nicht jede/r Autofahrer*in im Hochsauerland biegt so merkwürdig ab, wie ich es mit der roten Linie auf dem Bild andeute, aber doch einige von ihnen.
Sie fahren, wie im Beispiel oben, auf der gedachten Hypothenuse (rot), statt einen ungefähren 90°-Bogen um die gedachten Katheten eines Dreiecks zu fahren.
Eigentlich habe ich schon auf einer dreistufigen Trittleiter Höhenangst. Trotzdem haben wir todesmutig unseren Freund*innen aus dem Flachland am Rhein einen gemeinsamen Spaziergang über den sogenannten Skywalk bei Willingen spendiert.
Das vordergründige Motiv war ein Geburtstag. Meine Angst habe ich durch Neugier überlistet. In ca. vier Kilometer Entfernung (Luftlinie) von der Hängebrücke liegt einer meiner Lieblingsorte zum Wandern oder Spazieren gehen, die Hohe bzw. Kahle Pön (siehe Karte).
Hintergründig wollte ich einen kostenpflichtigen Ausblick (Viewpoint) mit der Umsonst-Landschaft (einige Viewpoints) vergleichen. Bietet mir die Brücke über dem Strycktal irgendeinen Mehrwert, den ich mir am Kassenautomaten erkaufen muss?
Hängebrücke (rechts) und Skischanze (links) (foto: zoom)
Die besten Fotoperspektiven hat man imho von außerhalb des Kassenautomaten, aber ich will ja sehen, was an der Werbesprache der Betreiber-Website dran ist.
Info-Tafel gegenüber der Tourist-Inormation in Winterberg (foto: zoom)
„Entschuldigung, kennen Sie sich hier aus?“ Während ihr Mann mit dem E-Bike kreuz und quer radelnd vor der Tourist-Information nach einer E-Bike-Ladestation suchte, studierte seine Frau die Informationstafel gegenüber.
Kopfschüttelnd versuchte sie im Umfeld den auf der Karte eingezeichneten E-Bike-Ladepunkt zu finden.