Bremen: Grüngürtel, Weserburg und Lauschorte

13 Tage unterwegs – was ist geblieben?

Hashtag im Bremer Grüngürtel (foto: zoom)

Ich springe an den Beginn unserer kleinen Reise durch das nördliche Deutschland. Bremen hatte ich schon mehrmals mit dem Fahrrad besucht und hatte dann in der Jugendherberge an der Weser übernachtet. Diesmal aus Gründen mit dem Auto, nicht optimal, aber es ging nicht anders.

Man kann sich auf dem Markt bei den Bremer Stadtmusikanten in einem schlechten Café mit teurem Kaffee und schlechtem Kuchen aufhalten, während Staßenmusiker*innnen von morgens bis abend unentwegt Bella Ciao fideln, flöten, schrammeln und aus dem Akkordeon quetschen. Allein der Dudelsackspieler bleibt beim Wild Rover.

Bessser gefallen hat mir ein Spaziergang durch den Grüngürtel der Stadt. Entspannend, wenn man auf die vielen Radfahrer*innen, die sich oft unbemerkt von hinten nähern, achtet.

Skulptur im Grüngürtel (foto: zoom)

Vor über acht Jahren hatte ich eine Austellung im Museum Weserburg gesehen:
https://www.schiebener.net/wordpress/bevor-ihr-denkt-dass-ich-mich-aus-dem-bloggen-verabschiedete/

Jetzt waren wir erneut in der Weserburg. Damals hatte ich geschrieben: „Mir hat sie sehr viel Spaß(!) bereitet. Kunst muss unterhalten und zum Denken anregen.“ Auch für den aktuellen Besuch kann der Satz so stehen bleiben.

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Die Siedlinghäuser Vielfaltsfahne ist verschwunden…

… und niemand ist’s gewesen, aber Kassel hilft aus

Im Juni wehte sie noch: die Fahne der Vielfalt vor dem Freibad (foto: zoom)

Es sind die kleinen Dinge, die mich manchmal nachhaltig verwundern. Am 21. Juni hatte ich die Vielfaltsfahne vor dem Freibad Siedlinghausen fotografiert und gedacht, dass es mit der Engstirnigkeit der Menschen doch nicht so weit her sei. Toleranz und Offenheit – welch ein schönes Zeichen.

Nun könnte man denken, dass es ein Leichtes sei, in einem kleinen Ort herauszufinden, zu welchem Anlass die Flagge gehisst wurde.

Nichts da! Um ein paar Ecken erfuhr ich immerhin, dass es die „Vielfaltsfahne“ sei. Sie bedeute, dass alle, dick oder dünn, alt oder jung, im Schwimmbad willkommen seien.

Hier die Geschichte meines Dorfspaziergangs im Juni:
https://www.schiebener.net/wordpress/bank-und-bratort-das-knattern-der-kraeder/

„Immerhin!“ – dachte ich, aber nach ein paar Wochen folgte die Enttäuschung. Die Fahne war weg.

Im Juli war die Flagge plötzlich weg. (foto: zoom)

Nun sollte man meinen, dass es in einem kleinen Ort ein Leichtes sei, herauszufinden, aus welchem Grund es mit der Vielfalt vor dem Freibad zu Ende ist.

Weit gefehlt! Ein paar pampige Antworten und keine Informationen.

Damit der Vielfalt weiterhin Genüge getan wird, habe ich gestern für euch eine Fahne und den Vielfaltslöwen zum Angucken aus Kassel mitgebracht.

Wenn die Fahne der Vielfalt nicht in den Bergen bleibt, muss sie halt ins Blog gebracht werden. (fotos: zoom)

Die Flagge weht vor dem ASTA-Gebäude der Universität, den Löwen findet man noch bis zum 3. September in der Austellung „Hey, Kassel! Entdecke Deine Stadt“ im Stadtmuseum, sehr interessant – nicht nur für Kasseler, Kasselaner oder Kasseläner (*):
https://www.kassel.de/einrichtungen/stadtmuseum/ausstellungen/sonderausstellung.php

(*) Wenn ich darüber nachdenke, sollte es besser Kasseler*innen, Kasselaner*innen oder Kasseläner*innen heißen – wegen der Vielfalt.

Zufrieden und dankbar nach der „Vielfalts“-Demo in Brilon

Mehr als 100 Menschen demonstrieren und diskutieren auf dem Briloner Marktplatz für eine bunte und vielfältige Gesellschaft

Kein Mensch ist illegal – Menschenrechte statt rechte Menschen (foto: zoom)

Sehr zufrieden sind die Veranstalter nach ihrer Kundgebung „Vielfalt statt Weißwurst“, die am Sonntagvormittag auf dem Briloner Marktplatz stattfand. Kurzfristig hatten sich etwa 20 politisch interessierte Menschen zusammengefunden, teils mit und teils ohne Bindung an Parteien. Sie organisierten ein buntes zweieinhalbstündiges Programm, das zeitlich parallel zum Weißwurstessen von Merz und Söder angeboten wurde.

(Pressemitteilung, siehe Anmerkung)

„Wir sind überrascht und sehr dankbar dafür, dass trotz der sehr kurzen Vorbereitungszeit unsere Veranstaltung so viel positive Resonanz erfuhr und statt der angemeldeten 50 Personen sich mehr als doppelt so viele Menschen an unserer Versammlung beteiligten“, so eine Sprecherin.

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Es schwimmt ein Biber-Butzemann…

Am letzten Abend kam ein Biber (oder ist es eine Nutria? kA) . (foto: zoom)

Am letzten Abend unseres Aufenthalts hat das urbane Ökosystem noch einmal alles gegeben, was Mitte April drin ist. Biber, Sonnenuntergang, Vogelgezwitscher und eine Spiegelung in der Leine.

Wenn man die richtige Stadt erwischt, ist die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen bei weitem höher als beispielsweise bei uns im Hochsauerland.

Als ich heute ein letztes Mal durch die wunderbaren Stadtbuchenwälder Hannovers geradelt bin, ist mir der elende Zustand der Sauerländer Monokulturen noch einmal schmerzlich bewusst geworden.

Ok, die Kirschen in Nachbars Garten schmecken immer am besten, aber ich kann es drehen wie ich’s will: Schöner ist das Sauerland in den 25 Jahren, die ich nun schon dort oben lebe, nicht geworden.

Abend an der Leine (foto: zoom)

Schluss mit der Nestbeschmutzung. Vielleicht entwickelt sich das Hochsauerland in den nächsten 25 Jahren zu einem wunderbaren, lebenswerten Fleckchen Erde mit richtigen Radwegen und einem schönen Wald. Ich bin skeptisch, aber das darf man ja sein, woll?

Aus dem Maschinenraum: Aufräumen in der Blogroll

Sieht es so im Inneren des Blogs aus? Nein! 🙂 (symbolfoto: zoom)

Ich werde die Blogroll aufräumen. Einige Blogs sind inzwischen verschwunden oder werden nicht mehr gepflegt. Ich versuche, lediglich die Karteileichen zu löschen.

Falls jemand feststellen sollte, dass ich einen Fehler gemacht habe, bitte melden. Sollten interessante Lokalblogs fehlen, so werde ich sie gerne in die Liste aufnehmen.

Gerade heute habe ich eine neue Kategorie „Vielfalt“ eingerichtet. Ich hatte am Rande einer Veranstaltung die Herausgeberin des Blogs „Rolling in the Deep“ getroffen. Sie hat mir auch den Tipp gegeben, die Überschrift „Vielfalt“ zu verwenden. Lasst euch überraschen und lest selbst.

Die Website „Leidmedien – Über Menschen mit Behinderungen berichten“ habe ich als Arbeitsanweisung an mich dazu gepackt.