Digitalisierung der Schulen: Zweimal Jubel – einmal Bedenken. Geld. Pflichtfach Informatik. Profit.

Schleifen gehören zum Leben und zur Informatik, oder? (screenshot: zoom)

In den folgenden drei Absätzen zur Digitalisierung der Schulen geht es um erstens Geld, zweitens das Pflichtfach Informatik und drittens um den Einfluss der Privatwirtschaft auf unser Bildungssystem.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese (SPD, Hochsauerlandkreis) weist in einer Pressemitteilung (18.9.2019) darauf hin, dass nun auch Gelder aus dem sogenannten Digitalpakt an die Schulen im Hochsauerlandkreis fließen.

Nun könnten, so Wiese, die vom Bund für NRW bereit gestellten 1,054 Milliarden Euro „endlich an die Schulen gelangen“. Warum die Zustimmung des Landeskabinetts nun allerdings erst nach den Sommerferien erfolgt ist, könne er nicht nachvollziehen. Damit wäre die Möglichkeit vergeben, noch in diesem Schuljahr mit ersten Investitionsmaßnahmen zu beginnen.

Insgesamt stelle der Bund in den nächsten fünf Jahren 5 Mrd. Euro für die Digitalisierung unserer Schulen zur Verfügung. Die Länder tragen weitere 500 Millionen Euro bei. Der DigitalPakt Schule soll den Aufbau digitaler Lerninfrastrukturen fördern, also eine Ausstattung mit leistungsfähigen Netzen in den Schulen und moderner Präsentationstechnik.

Förderfähig seien dabei die Einrichtung von Lernplattformen, Cloud-Angeboten und WLAN-Netzen, die Anschaffung von Interaktiven Tafeln und anderen digitalen Arbeitsgeräten, wie beispielsweise Laptops und Tablets, sowie die Kosten für die Administration und Wartung der Systeme. Für landesweite ebenso wie für länderübergreifende Vorhaben seien jeweils fünf Prozent der Fördermittel vorgesehen.

Im Gegenzug haben die Länder sich verpflichtet, die Aus- und Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern, sowie ihre Lehrpläne weiterzuentwickeln. Besonders im Vordergrund stehen soll dabei auch das Verstehen der digitalen Welt. Auf Grundlage der Lehrpläne soll dann die entsprechende digitale Infrastruktur eingerichtet werden.

In den Hochsauerlandkreis fließen dabei insgesamt über 12,5 Millionen Euro, die sich wie folgt auf die Kommunen aufteilen:

  • Arnsberg: 2.386.461 Euro,
  • Bestwig: 146.782 Euro,
  • Brilon: 600.532 Euro,
  • Eslohe: 341.896 Euro,
  • Marsberg: 540.495 Euro,
  • Medebach: 111.436 Euro,
  • Meschede: 760.505 Euro,
  • Olsberg: 348.905 Euro,
  • Schmallenberg: 782.189 Euro,
  • Sundern: 722.734 Euro,
  • Winterberg: 199.304 Euro.

Weitere 3.561.426 Euro fließen an die Kreisverwaltung des Hochsauerlandkreises, 835.945 Euro an das Berufskolleg-Bergkloster Bestwig und 256.782 Euro an das Gymnasium der Benediktiner in Meschede. Die Schulzweckverbände Winterberg-Medebach und Medebach-Hallenberg erhalten jeweils 270.652 Euro, das Josefsheim in Bigge 110.960 Euro.

Kommt das Pflichtfach Informatik?

Die Informatiker in Nordrhein-Westfalen freuen sich derweil über die Ankündigung, dass das Pflichtfach Informatik zumindest in den Klassenstufen 5 und 6 Realität zu werden scheint:

Ob der Jubel berechtigt ist, werden wir in den nächsten Wochen und Monaten sehen. Soweit ich es beurteilen kann, liegt ein genauer Zeitplan noch nicht vor.

Ein kritischer Blick von Christian Füller

Im Berliner Tagesspiegel hat sich der Bildungsjournalist Christian Füller kritisch mit dem Projekt Digitalisierung auseinandergesetzt. Unter der Überschrift „Bildungsstiftungen Ihr Geschäft ist die Digitalisierung – Schul-Digital-Pakt: Bildungs-Stiftungen planen den „Systemwechsel“. Die Konzerne, die hinter ihnen stehen, leben von Bildungsmedien und Internetanschlüssen.“, schaut Füller genauer auf den DigitalPakt und die Akteure.

Christian Füller zitiert die Ergebnisse einer Umfrage: „70 Prozent der Deutschen sind dagegen, dass Lernfortschritte von Kindern „digital erfasst und von Algorithmen ausgewertet werden“. Acht von zehn Befragten finden es falsch, „wenn Lehrer durch Roboter unterstützt werden“. Sogar 90 Prozent der Bundesbürger lehnen es ab, dass Schüler weniger in die Schule gehen, „sondern in Fernunterstützung der Lehrer online lernen“. Mehr Ablehnung geht kaum. Zustimmung erntete allein der Frontalunterricht: Die Hälfte der Deutschen ist dafür, dass Lehrer ihre Schüler weiter vom Pult aus unterrichten – analog.“

Folgt man Füller, steht nicht die schulische Bildung im Mittelpunkt des DigitalPakts, sondern der Profit der beteiligten außerschulischen Unternehmen. Sein Fazit:

„Der weltweit agierende Bertelsmann-Konzern hat eine eigene Sparte Bildung (Bertelsmann Education Group) gegründet, die mit der Digitalisierung eine Milliarde Euro Umsatz erzielen soll. Die Konzerne Telekom und Vodafone dürften wohl die direktesten Nutznießer einer Digitalisierung der Schulen sein. Der Großteil der fünf Milliarden Euro, die mit dem Digitalpakt investiert werden, ist dafür vorgesehen, deutsche Schulen ans schnelle Internet anzuschließen – das ist das Geschäftsfeld von Telekom und Vodafone.“

Kleines Fazit

Klar scheint zu sein, dass Geld allein keine gute Schule macht. Wohin werden nach welchen Kriterien die Gelder fließen? Wer wird vor Ort über die Verwendung entscheiden? Werden pädagogische Konzepte eine Rolle spielen oder wir es einfach um materielle Ausrüstung gehen?

Ich selbst bin skeptisch, denn auch ohne DigitalPakt hätte schon vor Jahren/Jahrzehnten das Pflichtfach Informatik eingeführt werden können. Grundsätze und Standards, hatte die Gesellschaft für Informatik schon vor über zehn Jahren vorgelegt. Aus der Didaktik und Methodik des Fachs hätten sich die Anforderungen an die personelle (Informatiklehrer) und gegenständliche Ausrüstung (Lehrmittel) ergeben.

Den Hebel für mehr Kompetenzen für die „digitale Schule“ sehe ich nicht primär in der Bereitstellung von Tablets, Smartboards, WLAN und Glasfaserkabeln, sondern in der schnellen Etablierung des Pflichtfachs Informatik über alle Klassenstufen.

Weiterhin Mängel und Unzulänglichkeiten an den Pesa-Fahrzeugen im Sauerland-Netz

Ein Pesa-Zug im Bahnhof Neheim-Hüsten. (archivfoto: vcd)

Vorbemerkung: Wer billig kauft, kauft zweimal.

(Die heutige Pressemitteilung des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) im Wortlaut)

DB Regio NRW arbeitet gemeinsam mit dem Hersteller Pesa an diversen Lösungen auf mehreren Ebenen.

Mit der Aufstellung eines neuen Nahverkehrsplans Westfalen-Lippe verfolgt der NWL das Leitbild der Verkehrswende. Ziel ist ein zuverlässiges Nahverkehrssystem in Westfalen-Lippe sowie über die Region hinaus zu erhalten und auszubauen, eine Energieeinsparung durch Verlagerung und Vermeidung von Verkehr sowie eine Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien zu erreichen.

Technische Probleme an den neuen Zügen
Seit dem Einsatz der neuen Pesa-Link-Fahrzeuge im Sauerlandnetz kommt es aus verschiedenen technischen Gründen zu regelmäßigen Problemen. Der Betreiber DB Regio NRW arbeitet gemeinsam und intensiv mit dem Fahrzeughersteller Pesa an den erforderlichen Abhilfemaßnahmen.

Wie angekündigt, durchlaufen alle Pesa Link-Neufahrzeuge aktuell eine „Rollkur“, in der jedes Fahrzeug im Werk von Pesa optimiert und nachgebessert wird, um anschließend wieder in einen vertragskonformen, stabilen Betrieb überführt zu werden.

Die komplexe Fahrzeugtechnik ist dabei ein wesentlicher Faktor. Erkannt wurden hier Probleme in der Software und an der Fahrzeugelektrik.

Lärmbelästigungen von Fahrgästen und Anwohnern
Ein weiterer Kritikpunkt sind die verschiedenen Lärmemissionen der Fahrzeuge. Sowohl von Fahrgästen als auch von Anwohnern entlang des SauerlandNetzes wird über laute Klimaanlagen, Bremsen, Warnsignale und Lüfter geklagt. Auch diese Punkte wurden und werden intensiv einer Untersuchung unterzogen und durch unterschiedliche Maßnahmen abgestellt. Bedingt durch die hohe Komplexität der Komponenten, sowie unterschiedlicher Emissionsursachen kann jedoch ein abschließender Zeitpunkt dazu noch nicht genannt werden.

Allerdings kommen Hersteller und Betreiber hier an Grenzen der technischen und vertraglichen Machbarkeit, denn die heute eingesetzten Pesa-Fahrzeuge verfügen vollumfänglich über eine den üblichen Normen entsprechende Zulassung des Eisenbahnbundesamtes (EBA). Sollte also der Nachrüstungsbedarf bestimmte Größenordnungen überschreiten oder sich als nicht ausreichend erweisen, könnten vertragliche bzw. finanzielle Hürden entstehen. Dennoch geht der NWL derzeit davon aus, dass nach den bisherigen Informationen und Berichten von DB Regio eine spürbare Verbesserung der Kritik- und Mängelpunkte zu erwarten ist.

Der NWL erwartet losgelöst von den angestoßenen und umzusetzenden Maßnahmen zur Stabilisierung und Verbesserung der Neufahrzeugflotte jedoch zu jeder Zeit einen SPNV-Betrieb, der die Fahrgäste zufriedenstellt und den Anforderungen des Verkehrsvertrages gerecht wird.

Auch personalbedingte Probleme
Die aktuellen Ausfälle am letzten Wochenende sind jedoch nicht auf Fahrzeugprobleme zurückzuführen, sondern haben fast ausschließlich personalbedingte Ursachen. Als Auftraggeber erfährt der NWL selbstverständlich von diesen Abläufen, was u. a. zu entsprechenden Kürzungen der Zahlungen an die DB Regio führt. Für einen ausgefallenen Zug wird keine Zahlung geleistet, für einen Zug mit nur mit einem Teil der bestellten Kapazitäten wird eine gekürzte Zahlung geleistet.

Auch für diese Situation sehen wir die DB Regio in der Pflicht, sowohl den Auftraggeber als insbesondere auch gegenüber den Fahrgäste Klarheit zu schaffen, ob und wann die Probleme endlich beseitigt werden.

A46: Freigabe der höchsten Autobahnbrücke von NRW am 18. November

Die Talbrücke der A46 bei Nuttlar wird samt Zubringer demnächst für den Verkehr freigegeben. (archivfoto: zoom)

Bestwig-Nuttlar/Meschede (straßen.nrw). Die künftige höchste Autobahnbrücke von Nordrhein-Westfalen im Verlauf der A46 im sauerländischen Bestwig-Nuttlar wird am 18. November feierlich für den Verkehr freigegeben.

Dazu werden weitere rund fünf Kilometer neue Autobahn und drei Kilometer Bundesstraße (B480) erstmalig befahrbar sein, kündigte der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen an.

Zur Fertigstellung des Projektes erwartet die Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, sowie Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Hendrik Wüst.

Weitere Einzelheiten zur Freigabe sollen noch rechtzeitig mitgeteilt werden, versprach die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift in Meschede.

Deutschlandwetter im Sommer 2019: Sonnenscheinreich und niederschlagsarm – neue Temperaturrekorde

Sonnenblumen im Juli 2019. (fotoarchiv: zoom)

Offenbach, 30. August 2019 – Im Sommer 2019 befand sich Deutschland oft im Einflussbereich von Hochdruckgebieten. Teils herrschte dabei angenehme Witterung, teils erfolgten jedoch auch markante Vorstöße sehr heißer Luft mit neuen, eindrucksvollen Temperaturrekorden. Tiefdruckgebiete und ihre Ausläufer brachten gebietsweise kräftige Gewitter mit Sturm und Hagel, meist fielen aber nur spärliche Niederschläge. Jeder Sommermonat endete mit einem deutlichen Überschuss an Wärme und Sonnenschein sowie einem erheblichen Regendefizit. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

(Pressemitteilung des Deutschen Weterrdienstes (DWD))

Extreme Hitzewellen mit Temperaturrekorden – drittwärmster Sommer seit 1881
Mit 19,2 Grad Celsius (°C) lag im Sommer der Temperaturdurchschnitt um 2,9 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung nach oben 2,1 Grad. Damit gilt der Sommer 2019 nach 2003 mit 19,7 °C und 2018 mit 19,3 °C als drittheißester seit dem Beginn regelmäßiger Messungen 1881. Großen Anteil daran hatte die extreme Hitzewelle vom 24. bis zum 26. Juli, bei der in Deutschland jeden Tag 40 °C überschritten wurden. Der alte Spitzenwert, aufgestellt in Kitzingen bei Würzburg am 5. Juli und 7. August 2015 mit jeweils 40,3 °C, wurde gleich an 14 Stationen übertroffen. Dabei ragte besonders Lingen (Ems) mit dem neuen deutschen Rekord von 42,6 °C heraus. Zuvor hatte bereits der Juni den bisherigen Spitzenreiter aus dem Jahr 2003 verdrängt und gilt nun als wärmster Juni seit Beginn von Messungen 1881. Frische Nächte traten vor allem Anfang Juli auf: Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge meldete am 4. Juli ein Minimum von +1,5 °C und sogar leichten Bodenfrost.

In den meisten Gebieten weitere erhebliche Verschärfung der Dürre
Der Sommer verfehlte mit rund 175 l/m² sein Soll von 239 Litern pro Quadratmeter (l/m²) um 27 Prozent. Heftige Gewitter sorgten in einigen Gebieten an manchen Tagen für reichlich Niederschlag. Die größte 24-stündige Niederschlagssumme meldete Kreuth-Glashütte südlich vom Tegernsee am 28. Juli mit 138,9 l/m². Die meisten Regionen blieben dagegen deutlich zu trocken. Besonders in einem breiten Streifen von Nordrhein-Westfalen bis ins südliche Brandenburg fiel weniger als die Hälfte, örtlich nur ein Drittel des Solls. Zusätzlich führte die große Hitze zu sehr hohen Verdunstungsraten. Vor allem in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen waren die Bodenfeuchten seit dem Beginn von Messungen 1961 noch nie so niedrig wie im Sommer 2019. Dies wirkte sich insbesondere auf die Getreideernte und die Wälder in Deutschland aus.

Sommer 2019 unter den vier sonnenscheinreichsten seit Messbeginn
Mit rund 755 Sonnenstunden übertraf der Sommer 2019 sein Soll um 25 Prozent und kletterte damit auf den vierten Platz seit Beginn von Messungen 1951. Den meisten Sonnenschein erhielt die Insel Rügen und Umgebung mit bis zu 900 Stunden, den wenigsten einige Gebiete Schleswig-Holsteins mit örtlich nur 600 Stunden.

Das Wetter in den Bundesländern im Sommer 2019
(In Klammern stehen jeweils die vieljährigen Mittelwerte der intern. Referenzperiode)

Schleswig-Holstein und Hamburg: Im Sommer 2019 war Schleswig-Holstein mit 17,9 °C (15,8 °C) das kühlste, mit knapp 195 l/m² (222 l/m²) ein vergleichsweise nasses und mit abgerundet 665 Stunden (645 Stunden) ein sonnenscheinarmes Bundesland. Hamburg kam auf 19,0 °C (16,5 °C), rund 165 l/m² (218 l/m²) und war mit etwa 660 Stunden (618 Stunden) das sonnenscheinärmste Bundesland.

Niedersachsen und Bremen: Niedersachsen war im Sommer mit 18,9 °C (16,2 °C) ein vergleichsweise kühles Bundesland. Der Niederschlag betrug etwa 150 l/m² (219 l/m²) und der Sonnenschein rund 700 Stunden (583 Stunden). Für Bremen registrierte der DWD 19,1 °C (16,4 °C), weniger als 160 l/m² (219 l/m²) und gut 675 Sonnenstunden (589 Stunden). Eine extreme Hitzewelle führte am 25. Juli zu einem neuen deutschen Temperaturrekord: In Lingen im Emsland kletterte das Quecksilber bis auf 42,6 °C. Am 2. August trat in Lüdingworth bei Cuxhaven ein kleiner Tornado auf.

Mecklenburg-Vorpommern: Mecklenburg-Vorpommern erreichte im Sommer 2019 19,1 °C (16,3 °C), gut 160 l/m² (187 l/m²) und nahezu 775 Sonnenstunden (676 Stunden). Die Ostseeküste rund um Rügen war mit bis zu 900 Stunden das sonnenscheinreichste Gebiet Deutschlands.

Brandenburg und Berlin: Brandenburg war mit 20,6 °C (17,3 °C) das zweitwärmste, mit knapp 135 l/m² (177 l/m²) ein trockenes und mit beinahe 810 Stunden (662 Stunden) ein sonnenscheinreiches Bundesland. Durch den Großstadteffekt war Berlin mit 21,3 °C (17,7 °C) wieder das wärmste Bundesland. Der Niederschlag summierte sich auf fast 170 l/m² (182 l/m²) und der Sonnenschein auf rund 805 Stunden (664 Stunden). Heftige Gewitter brachten einem Streifen von Berlin-Staaken über Potsdam bis nach Langenlipsdorf im Südwesten Brandenburgs in der Nacht zum 12. Juni gewaltige Niederschläge. Langerwisch mit 91,3 l/m² und Jüterbog mit 95,9 l/m² meldeten dabei die größten Regenmengen.

Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalt war im Sommer 2019 mit 20,2 °C (16,9 °C) ein warmes und mit kaum 115 l/m² (174 l/m²) das trockenste Bundesland. Die Sonne schien fast 785 Stunden (610 Stunden). Bei schweren Gewittern fielen in der Nacht zum 12. Juni in Annaburg, östlich von Lutherstadt Wittenberg 92,4 l/m². Im ganzen August kamen dort dagegen lediglich 15,1 l/m² zustande.

Sachsen: Sachsen gehörte im Sommer 2019 mit 20,1 °C (16,5 °C) zu den warmen, mit gut 130 l/m² (222 l/m²) zu den regenarmen und mit beinahe 810 Stunden (609 Stunden) zu den sonnenscheinreichen Bundesländern. Kältester Ort des Sommers war Deutschneudorf-Brüderwiese, das am 4. Juli +1,5 °C und sogar leichten Bodenfrost meldete.

Thüringen: Für dieses Bundesland notierten die Meteorologen im Sommer durchschnittlich 19,2 °C (15,8 °C), rund 140 l/m² (210 l/m²) und fast 740 Sonnenstunden (592 Stunden). Am 2. August schlug der Blitz in eine Personengruppe ein, die sich auf einem Feldweg bei Leinefelde-Worbis befand und verletzte vier Menschen.

Nordrhein-Westfalen: Nordrhein-Westfalen kam auf 19,1 °C (16,3 °C), rund 740 Sonnenstunden (554 Stunden) und gut 140 l/m² (240 l/m²). Ein Tornado der Stärke F2 (184-255 km/h) richtete am 4. Juni in Bocholt große Schäden an. 14 Stationen meldeten während der Hitzewelle Ende Juli 40,0 °C und mehr. In Duisburg-Baerl und Tönisvorst, westlich von Krefeld, kletterte die Temperatur dabei am 25. Juli jeweils auf 41,2 °C.

Hessen: In Hessen erreichte die Durchschnittstemperatur 19,1 °C (16,2 °C), die Niederschlagsmenge knapp 160 l/m² (222 l/m²) und die Sonnenscheindauer über 770 Stunden (586 Stunden). Ein Tornado der Stärke F1 (118-180 km/h), verursachte am 12. Juli bei Wetzlar-Naunheim erhebliche Schäden. Noch größere Schäden entstanden am 18. August, als ein Gewitter mit großem Hagel und Orkanböen südlich von Offenbach wütete. Es schlug riesige Schneisen umgestürzter Bäume in den Wald und verletzte sogar mehr als 20 Menschen.

Rheinland-Pfalz: Laut DWD-Experten erreichte Rheinland-Pfalz im Sommer 19,4 °C (16,3 °C), knapp 145 l/m² (218 l/m²) und war mit nahezu 815 Stunden (595 Stunden) das zweitsonnigste Bundesland. Ein Tornado der Stärke F1 (118 bis 180 km/h), beschädigte am 12. Juli in Bobenheim in der Pfalz elf Häuser, wovon zwei anschließend nicht mehr bewohnbar waren.

Saarland: Hier betrug die Temperatur 19,5°C (16,7 °C). Im Sommer 2019 war das Saarland mit etwa 130 l/m² (226 l/m²) das zweittrockenste und mit annähernd 820 Stunden (631 Stunden) das sonnenscheinreichste Bundesland.

Baden-Württemberg: Baden-Württemberg war im Sommer mit 18,9 °C (16,2 °C) ein vergleichsweise kühles und mit mehr als 250 l/m² (292 l/m²) das niederschlagsreichste Bundesland. Die Sonne zeigte sich beinahe 800 Stunden (636 Stunden).

Bayern: Bayern kam im Sommer 2019 auf 19,0 °C (15,9 °C) und war mit etwa 235 l/m² (314 l/m²) das zweitniederschlagsreichste Bundesland. Die Sonne schien rund 780 Stunden (623 Stunden). Die größte Niederschlags-Tagesmenge des Sommers meldete Kreuth-Glashütte südlich vom Tegernsee mit 138,9 l/m² am 28. Juli. Bei einem schweren Gewitter am Nachmittag des 10. Juni prasselten zwischen Ammersee und München Hagelkörner bis zu 8 cm Durchmesser herab und sorgten für große Schäden. Am Abend des 18. August zog ein heftiges Gewitter mit Hagel und Orkanböen von Kahl bis nach Alzenau, nördlich von Aschaffenburg, eine Spur der Verwüstung.

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Alle in dieser Pressemitteilung genannten Jahreszeitenwerte sind vorläufige Werte. Die für die letzten zwei Tage der Jahreszeit verwendeten Daten basieren auf Prognosen. Bis Redaktionsschluss standen nicht alle Messungen des Stationsnetzes des DWD zur Verfügung.
Hinweis: Die bundesweiten Spitzenreiter bei Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer finden Sie jeweils am zweiten Tag des Folgemonats als „Thema des Tages“ unter www.dwd.de.

Mit 60plus ist es eigentlich schon zu spät!

Von links: Gerhard Wolf, Vorsitzender der AWO Meschede; Petra Braun, Mitarbeiterin der AWO; Isabell Hiob, Leiterin der AWO Kurklinik Winterberg; Ferdinand Ross, Vorsitzender der SPD AG 60+ im HSK (foto: spd)

Mit 60plus ist es eigentlich schon zu spät! Das war die wichtigste Erkenntnis der Veranstaltung von SPD AG 60plus und AWO am 26.08.19 in Meschede.

(Pressemitteilung der AG 60plus der SPD HSK)

„Rund um die Pflege“ von der Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung über die Leistungen der Pflegekasse bis zur stationären Pflege waren die Kernthemen der gut besuchten Veranstaltung in den Räumen der AWO Meschede.

Isabell Hiob, die Leiterin der AWO-Kurklinik „Haus Fernblick“ in Winterberg erklärte im ersten Teil der Veranstaltung warum es so wichtig ist frühzeitig eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung zu verfassen. Im Alter von 60 Jahren ist es eigentlich schon zu spät für dieses Thema, wenn man sichergehen will, dass für den Fall, dass man seinen eigen Willen nicht mehr artikulieren kann, durch seine Vertrauensperson die notwendigen Entscheidungen auch so getroffen werden, wie man sich das selber vorgestellt hat.

Frau Hiob erläuterte ausführlich was in der Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung unbedingt geregelt sein muss und welche verschiedenen Möglichkeiten es dazu gibt. Das Wichtigste ist allerdings, dass am Anfang eine genaue Information sowie /oder die Möglichkeit einer umfassenden Beratung genutzt wird.

Informationen und Formulare zur Patientenverfügung sind z.B. erhältlich bei Hospiz- und Palliativvereinen, oder zur Vorsorgevollmacht beim Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Beraten lassen kann man sich z.B. in den Pflegestützpunkten, beim Hausarzt oder bei Rechtsanwälten und Notaren.

Anzuraten ist auch die Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung im Zentralen Vorsorgeregister – www.vorsorgeregister.de – gegen eine geringe Gebühr eintragen zu lassen.

In der anschließenden Diskussion konnten viele weitere Fragen umfassend geklärt werden.

Der Schwerpunkt im zweiten Teil der Veranstaltung lag auf den Leistungen die im Bedarfsfall von der Pflegekasse oder der Krankenkasse im Pflegefall geleistet werden. Vom Pflegegeld über Kurzzeitpflege bis zur vollstationären Pflege wurde dabei ausführlich besprochen. Besonders die finanziellen Leistungen bei den unterschiedlichen Pflegegraden 1-5 kamen intensiv zur Sprache.

Frau Hiob händigte den Anwesenden hierzu Unterlagen mit den wichtigsten Informationen aus, damit man sich nach der Veranstaltung noch einmal in Ruhe mit den umfassenden Themen beschäftigen kann.

Im Laufe der Veranstaltung stellte Frau Braun von der AWO kurz das neue Leistungsspektrum der AWO vor. In Vorbereitung ist ein ambulanter Pflegedienst für den gesamten Bereich Hochsauerland und Soest. Der ambulante Pflegedienst soll nach und nach in allen Städten und Gemeinden in den beiden Kreisen aufgebaut werden.

Start ist im Herbst bei der AWO in Meschede.

Bad Fredeburg, den 27.08.2019

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in NRW: Neues Schuljahr – alte Probleme.

Essen. (GEW_Pressemitteilung) Zahlreiche ungelöste Probleme belasten die Arbeit der Schulen zu Beginn des neuen Schuljahres. Die GEW NRW erwartet von der Landesregierung statt erneuter Ankündigungen und Versprechungen endlich Lösungen. Auf dem Papier regierungsamtlicher Verlautbarungen und Statistiken ist die Lage gut. In den Schulen jedoch ist der Alltag viel zu oft gekennzeichnet durch Mängelverwaltung und die säumige Umsetzung von Versprechungen.

„Die Kolleg*innen warten nun bereits seit zwei Jahren darauf, dass der Ankündigung, die in Teilen verfassungswidrige Besoldung der Lehrer*innen in Grund-, Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen korrigieren zu wollen, endlich entsprochen wird. Fehlanzeige“, kommentierte Maike Finnern, Landesvorsitzende der GEW in Nordrhein-Westfalen. Sie fuhr fort: „Wie lange sollen die Kolleg*innen noch hingehalten werden, bis es in der Landesregierung einen abgestimmten und solide finanzierten Lösungsvorschlag gibt?“

Im dritten Jahr der Regierungszeit von CDU und FDP seien Lehrkräftemangel und Unterrichtsausfall endgültig „schwarz-gelber Lehrkräftemangel und Unterrichtsausfall“ ergänzte Finnern und fragte: „Wann folgen dem digitalen Wiegen und Messen endlich wirksame Maßnahmen?“ Lehrer*innen hätten darauf vertraut, es werde besser, wenn verlässliche Daten vorlägen. Fehlanzeige. Langfristig werde der Mangel nur durch eine Attraktivitätssteigerung des Berufs zu bekämpfen sein.

Auf die Agenda der Landesregierung für das Schuljahr 2019/20 gehörten aus Sicht der Bildungsgewerkschaft zudem folgende Themen:

  • Nachsteuerung bei der Neuausrichtung der schulischen Inklusion durch rechtlich verbindliche Umsetzung der neuen Berechnungsformel 25 – 3 – 1,5.
  • Vorlage des lange überfälligen „Masterplans Grundschule“. Überflüssige Methodenkritik und die problematische Einführung eines Grundwortschatzes kosten nichts, bedienen die Stammtische und verbessern die Lage der Grundschulen kaum.
  • Ausstattung der Lehrer*innen mit dienstlichen digitalen Endgeräten auf Grundlage einer Verständigung mit den kommunalen Schulträgern.
  • Vorlage eines Konzeptes zur Einführung eines „schulscharfen“ Sozialindex. Ungleiches muss endlich verlässlich und ausreichend ungleich behandelt werden.
  • Senkung der Arbeitszeit und der Arbeitsbelastung der Lehrer*innen in Nordrhein-Westfalen.

Klimaschutz: Wirtschaftsfaktor oder Überlebensprinzip?
Eine Pressemitteilung der HSK-SPD

Timon Gremmels wird einleitend darüber sprechen, welche aktuellen Vorhaben im Bereich Klimaschutz die SPD-Bundestagsfraktion plant. (foto: spd)

Der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese lädt zusammen mit seinem Fraktionskollegen Timon Gremmels zur Diskussionsveranstaltung „Klimaschutz: Wirtschaftsfaktor oder Überlebensprinzip“ ein. Sie findet am Mittwoch, den 28.08.2019 um 18 Uhr im Hotel Haus am Kurpark, Hellehohlweg 40, 59929 Brilon statt und ist Teil der Veranstaltungsreihe Fraktion vor Ort der SPD-Bundestagsfraktion.

Timon Gremmels wird einleitend darüber sprechen, welche aktuellen Vorhaben im Bereich Klimaschutz die SPD-Bundestagsfraktion plant. Anschließend folgt eine Podiumsdiskussion, an der Anna-Lena Reuter als Vorstandsmitglied von Sport-Supports Sauerland e.V., Dr. Ing. Bernhard Thies, stellvertretender Präsident des Europäischen Komitees für elektro-technische Normung (CENELEC), sowie Friedhelm Schumacher, Umweltpädagoge a.D. und Mitglied des Netzwerks „Schule der Zukunft“, teilnehmen werden. Der Abend wird mit einer Publikumsdiskussion, der Möglichkeit zur Fragerunde und einem Fazit ausklingen.

Der Klimawandel, so Dirk Wiese, sei eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Dafür setze sich die SPD-Bundestagsfraktion federführend für ein leistungsstarkes Klimaschutzgesetz ein. Es solle noch in diesem Jahr verabschiedet werden und beinhaltete Ziele und Vorgaben für die Bereiche Industrie, Bauwesen, Verkehr und Landwirtschaft. Jeder Bereich müsse einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und zukünftig nachhaltiger und möglichst CO2-frei werden. Dazu brauche es eine industriepolitische Strategie, die mit klaren Positionen und mutigen Entscheidungen auf klima- und umweltpolitische Fragen reagiere und dabei den Fokus auf Arbeitsplätze und das Wohl der Bürgerinnen und Bürger lege.

„Die Umsetzung einer dezentralen Energiewende ist längst keine Utopie mehr, aber sie braucht weiterhin eine starke sozialdemokratische Stimme. Wer Klimaschutz will, muss für sozial gerechte Veränderungen sorgen. Denn letztendlich ist jede und jeder selbst gefordert, bewusster und nachhaltiger zu leben“, erklärt Dirk Wiese und lädt alle interessierten Gäste herzlich dazu ein, über Klimaschutz zu diskutieren.

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Bei Interesse wird um Anmeldung bis zum 23.08.2019 gebeten. Dies ist entweder telefonisch unter 0291-99 67 13 oder per E-Mail an dirk.wiese.wk@bundestag.de möglich. Einlass ist ab 17:30 Uhr und der Eintritt ist frei.

Frank Zander – Die Ausstellung im Hallenberger Kump Einladung zur Vernissage am Freitag, 26. Juli 2019 um 19 Uhr

Frank Zander ist studierter Maler und Grafiker und verdiente sein Geld vor seiner Musikerkarriere als Gebrauchsgrafiker. (foto: kump/zander)

Hallenberg. (kump_pm) Frank Zander kennen die meisten nur als Sänger, Musiker oder als Moderator mit der Reibeisenstimme. Was die meisten nicht wissen, Frank Zander ist studierter Maler und Grafiker und verdiente sein Geld vor seiner Musikerkarriere als Gebrauchsgrafiker.

Vor einigen Jahren entdeckte der sympathische Ur-Berliner seine Leidenschaft für Pinsel und Farbe wieder. Der Galerist Heinrich Walentowski gab ihm den Tipp: „Mensch Frankie, zeichne doch mal was echt „Zander-typisches!“ Nichts leichter als das, der gute alte ZanderFisch musste als Motiv herhalten und so entstehen seit Jahren lustige, skurrile, seltsame oder auch philosophische Zander-Zeichnungen. Da gibt es die überaus beliebten Piccolöchen-Fische, die Fußball-Kiek-Fische, die Vampir-Fische oder auch die Nachtschwester-Ingeborg-Fische – laut Frank Zander ein echter „Zander Fischmarkt“.

Aber auch Werke zu seinen Musikidolen wie David Bowie oder John Lennon sind entstanden. Dazu kommen die „Hier kommt Kurt-Bilder“, Berlin-Bilder und vieles mehr. Für jeden Geschmack ist was dabei.

Das Plakat zur Ausstellung: der Zander-Fischmarkt (quelle: kump)

Nach den Ausstellungen von Otto Waalkes und Udo Lindenberg ist dies die 3. Ausstellung im Kump in Zusammenarbeit mit den Walentowski Galerien aus Werl.

Wir freuen uns, dass Frank Zander persönlich nach Hallenberg kommt, um die Ausstellung zu eröffnen. Zur Vernissage bringt er nicht nur eine Vielzahl seiner einzigartigen FischGemälde mit – jedes für sich ein Unikat – sondern er hat natürlich auch seine Gitarre im Gepäck. So wird die Ausstellung sicher ein einzigartiger und unvergesslicher Abend – auf Tuchfühlung mit dem Maler und Entertainer Frank Zander.

Lassen Sie sich von der Vielfalt seiner bunten und verrückten Zander-Fische überraschen und feiern Sie mit uns einen schönen Ausstellungsbeginn.

Frank Zander – Die Ausstellung

26. Juli bis 23. August 2019

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag, Dienstag, Mittwoch, Samstag 10 bis 13 Uhr Donnerstag und Freitag 10 bis 16 Uhr und Sonntag 14 bis 16 Uhr

AUSSTELLUNGSORT

Infozentrum Kump, 59969 Hallenberg, Petrusstr. 2 Weitere Informationen: www.kump-hallenberg.de

SPD Winterberg zieht positives Fazit nach Werkstattgespräch „Wohnen“: Genossenschaftsmodelle sollen Teil der Lösung sein

Auf dem Bild von links: Norbert Clement, Christoph Harney, Johanna Mund, Jörg Burmann, Martina Mohnke-Brinkhoff, Lars Hiob, Anja Licher-Stahlschmidt (foto: spd)

Am 12.06.2019 hatte die SPD Winterberg zum vierten Werkstattgespräch mit dem Thema „Wohnen“ interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Winterberg ins Dorfgemeinschaftshaus nach Niedersfeld eingeladen.

(Pressemitteilung der SPD Winterberg)

Norbert Clement von der Volksbank Bigge-Lenne e.G. gab als Immobilienmakler einen Überblick über den Winterberger Immobilien- und Wohnungsmarkt. Bedingt durch die hohe Nachfrage, so Clement, sind in den letzten Jahren die Preise um ca. 10 Prozent gestiegen. Die Nachfrage nach Immobilien ist in der Kernstadt auf Grund der vorhandenen Infrastruktur verständlicherweise höher als in den umliegenden Ortschaften, aber auch hier ist es nicht immer leicht, die passende Wohnung oder das richtige Haus zu finden.

Zudem stand Christoph Harney Architekt aus Kassel zu den Themen Gründung von Wohnungsbaugenossenschaften, altersgerechtes Wohnen und Mehrgenerationenwohnen als soziale Chance im demografischen Wandel als Impulsgeber zur Verfügung. Hier wurden völlig neue Ideen zum gemeinschaftlichen Wohnen und der Finanzierung des Wohnraumes durch viele Schultern diskutiert.

Die Gäste waren fasziniert, von einem Fachmann zu hören, welche Kleinigkeiten manchmal für ein attraktives Wohnumfeld ausschlaggebend sein können. Wohneinheiten zum Beispiel werden in modernen Mehrgenerationenhäusern nicht nur horizontal, sondern auch vertikal gedacht. Aus den Kinderzimmern im Obergeschoss kann nach deren Auszug zum Beispiel eine kleine Wohnung für ein junges oder älteres Paar werden.

Mit Martina Mohnke-Brinkhoff vom Pflegedienst Manuela Hörsken aus Winterberg sprachen die Gäste über das Wohnen im Alter in den eigenen vier Wänden. So ist heute der klassische Pflegedienst nicht nur für medizinische Pflege zuständig, sondern vielmehr Helfer bei vielen Belangen im Alltag. Ob mal geputzt, eingekauft oder Wäsche gemacht werden muss, heute ist das kein Problem mehr. Seit dem Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes ist die Abrechnung von haushaltsnahen Dienstleistungen möglich und gehört somit ebenfalls zu den Leistungen des Pflegedienstes.

Eine weitere Impulsgeberin, Johanna Mund von der „Bürgerhilfe Olsberg“, deren Fokus auf der Helfervermittlung für Wohnung, Haushalt aber auch Behördengängen liegt, stellte das derzeit für drei Jahre angelegte Projekt aus Winterbergs Nachbarstadt Olsberg vor. Obwohl sich hier einige Angebote mit den haushaltsnahen Dienstleistungen des Pflegedienstes überschneiden, geht es bei der Bürgerhilfe eher um die Vermittlung ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer, die kurzfristig und zeitlich begrenzt hilfebedürftige Menschen in ihrer Stadt unterstützen. Sowohl Martina Mohnke-Brinkhoff, als auch Johanna Mund betonten, dass man sich weniger als Konkurrenz sieht, sondern vielmehr als Ergänzung.

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Die Werkstattgespräche gehen weiter. Themen für die Zukunft unserer Stadt, wie Jugend, Vereine oder Umwelt, werden zum Inhalt der nächsten runden Tische der SPD Winterberg. Wenn Sie Fragen an uns haben oder Ihnen ein Thema für die nächsten Gespräche am Herzen liegt, schreiben Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Werkstattgespräche – neues Thema“ an kontakt@spd-winterberg.de.

Dirk Wiese lädt zur digitalen Sprechstunde

Lädt zur digitalen Sprechstunde: Dirk Wiese (Bild: SPD)

Der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese lädt am 02. Juli 2019 in der Zeit von 9:30 Uhr bis 11:30 Uhr zu einer digitalen Bürgersprechstunde ein.

(Pressemitteilung der SPD)

In diesem Zeitraum können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger mit Fragen, Kritik und Anregungen über www.dirkwiese.de in die Sprechstunde einloggen.

„Es ist mein Angebot, um neben den regulären Bürgersprechstunden mit noch mehr Bürgerinnen und Bürgern im Sauerland ins Gespräch zu kommen. Dabei haben Sie die Möglichkeit mit mir in einem öffentlichen Chat ganz bequem von zu Hause aus oder mit dem Smartphone zu diskutieren.“, so Dirk Wiese.

Weitere Informationen zur Arbeit von Dirk Wiese unter www.dirkwiese.de oder bei Facebook unter www.facebook.de/dirkwiesespd.