Kalter Asten

Der Kahle Asten war war heute windig, kühl und feucht. (foto: zoom)

Am Kahlen Asten war es heute sehr ungemütlich.

Bei Temperaturen von 5°C stürmte es zeitweise heftig, dazu regnete es und sehen konnte ich auch nichts. Für das Bild blieben mir nur wenige Sekunden, bis die Objektivlinse voller Wassertropfen war.

Statt zu wandern, habe ich 4 Euro 50 Cent aus der Tasche gekramt und bin im Winterberger Hallenbad schwimmen gegangen.

Ein Tag, den man sich hätte schön trinken müssen.

Über allen Gipfeln ist Ruh‘ – während der Wahlen in MeckVop

Kurz vor der ersten Hochrechnung zu den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Kahlen Asten. (foto: zoom)
Auf dem Kahlen Asten kurz vor der ersten Hochrechnung zu den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern. (foto: zoom)
Gestern Abend auf dem Kahlen Asten. Gerade sind die ersten Hochrechnungen aus MV herein gekommen. Freie Assoziation.

Kahler Asten: Neue Pächter auf dem „König der Berge“

Gästebetrieb am Astenturm (Foto: WLV)
Gästebetrieb am Astenturm (Foto: WLV)
Winterberg (lwl). „842 – Restaurants & Hotel“, so heißt – nach gerundeten Höhenmetern im Eingangsbereich – ab dem 1. Juli der Berg- und Wandergasthof auf dem Kahlen Asten.

(Pressemitteilung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL))

Zusammen mit einer Brauerei wollen die Winterberger André Stielicke und Jörg Honekamp dem „Astenturm“ neues Gästeleben einhauchen und sich als moderne „Türmer“ mit Qualität und Zuverlässigkeit neben ihrem Betrieb in Winterberg auch auf dem Kahlen Asten als Gastgeber betätigen. Sie sind die neuen Pächter der Westfälisch-Lippischen Vermögensverwaltungsgesellschaft (WLV, Münster), einem Tochterunternehmen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

Die facettenreiche Geschichte rund um den Astenturm währt mittlerweile zwar schon mehr als 170 Jahre. Aber vor gerade mal zehn Jahren gab’s buchstäblich ein Highlight: Damals baute die LWL-Tochter WLV den Astenturm zu einem Berggasthof mit 17 Doppelzimmern und zwei Gastronomien mit Tagungsbereich um. Nach den Ideen der neuen Pächter soll der Kahle Asten nun wieder als „das Ausflugsziel Nordrhein-Westfalens“ erwachen. Bereits der neue Name mit Hinweis auf die Höhe der prominenten Bergkuppe deutet an, dass hier zukünftig auf vier Stockwerken neben einer ‚herausragenden‘ Gastronomie auch die höchst gelegenen Betten in Nordrhein-Westfalen auf die Besucher warten

Seit Beendigung des vorherigen Pachtverhältnisses mit dem Ehepaar Mienert nach der vergangenen Wintersaison hatten sich im Zuge einer Ausschreibung zahlreiche Interessenten für die Gastronomie auf dem „König der Berge“ gemeldet. Nach einer kurzen Schließung versorgt nun zur Wandersaison ab Anfang Juli ein Wanderlokal im Erdgeschoss hungrige Spaziergänger; das typische Bergrestaurant eine Etage höher bietet neben Regionalem ein Spezialitätenrestaurant. Im zweiten Stock und im Dachgeschoss werden derzeit noch die familienfreundlichen Hotelzimmer des Drei-Sterne-Wanderhotels frisch renoviert.

In das neue WLV-Nutzungskonzept integriert sind eine Dauerausstellung des münsterischen LWL-Naturkundemuseums mit vielfältigen Informationen über den „Wetterberg“ sowie die einzigartige Hochheidelandschaft „Kahler Asten“ und der historische Kern des von 1884 bis 1895 errichteten Astenturms.

Apropos Wetter: Der Astenturm beherbergt weiterhin den Deutschen Wetterdienst (DWD), dessen Mitarbeiter schon seit 1918 das Wetter von dort aus beobachten. Und apropos Höhe: Die Spitze des Turms markiert den höchsten Punkt in Nordrhein-Westfalen (863 Meter über NN), während der Kahle Asten abzüglich Turm mit 841,9 Metern rd. 1,5 Höhenmeter unter dem Langenberg (843,2 Meter) liegt.

Heute auf dem Kahlen Asten: kalt und tote Hose

Wann gibt es wieder einen "Türmer"? Nix los auf dem Kahlen Asten. (fotos: zoom)
Wann gibt es wieder einen „Türmer“? Nix los auf dem Kahlen Asten. (fotos: zoom)

Der Kahle Asten wird immer kahler. Die Astenturmpächter haben aufgehört und ein neuer Betreiber für Hotel und Restauration scheint noch nicht in Sicht.

Bei frostigen Pfingsttemperaturen wirkte heute das Ambiente rund um den Turm auf dem zweithöchsten Berg Nordrhein-Westfalens eher traurig.

Dekoblumentöpfe auf den verwaisten Tischen vor dem Selbstbedienungsrestaurant.
Deko-Blumentöpfe auf den verwaisten Tischen vor dem Selbstbedienungsrestaurant. (foto: zoom)

Ich will den scheidenden Pächtern nichts Böses nachrufen, aber der Charme des Kahlen Asten hatte für mich vor über 10 Jahren seine Kraft verloren.

Der alte „Türmer“ war gegangen, aus welchen Gründen auch immer, und mit dem neuen Konzept konnte ich nicht mehr viel anfangen.

Der Kinderspielplatz wurde geschleift, die kleine Eisbude verschwand und die Restauration verwandelte sich in eine unpersönliche Selbstbedienungsmaschine.

Der Geist der Zeit hatte mich nicht mitnehmen können, und ich wollte auch nicht mehr.

Die Wege wurden asphaltiert, das kleine Wäldchen als Ausgleichsfläche für die Ortsumgehung in Olsberg platt gemacht.

Der Kahle Asten wurde kahl.

Zum Fotografieren sind wir noch das ein oder andere Mal hinauf gefahren. Mal der Mond, mal die Wolken, mal die einsamen Bäume, oder ein Blick hinunter auf die Skipiste des Sahnehangs.

Die einst versteckt unter Bäumen liegende Lennequelle – nackt und ungeschützt freigeschlagen.

Nicht mehr mein Berg der Kahle Asten, nur noch ab und zu.

Zum Fotografieren komme ich doch manchmal wieder. (foto: zoom)
Zum Fotografieren komme ich manchmal zurück auf den Kahlen Asten. (foto: zoom)

Ein Spaziergang auf dem Kahlen Asten

Winter auf dem Kahlen Asten heutige Nachmittag (foto: johanna huebner)
Winter auf dem Kahlen Asten am heutigen Nachmittag (foto: johanna huebner)

Auf dem Kahlen Asten bei Winterberg sah es heute gar nicht nach Klimawandel aus.

Es herrschte Wetter. Winterwetter. Seit auf dem Kahlen Asten das kleine Wäldchen als Flächen-Ausgleich für die Ortsumgehung Olsberg gefällt wurde – Logik: minus Wald gleich plus Heide- ist er noch kahler geworden.

Geheimarchiv mit Plänen der Windkraft-Mafia gefunden: WKA auf dem Kahlen Asten nach dem Klimawandel

Die Pläne für ein WKA auf dem Kahlen Asten liegen schon lange in den Schubladen der Wind-Mafia. (gefunden von: zoom)
Die Pläne für ein WKA auf dem Kahlen Asten liegen schon lange in den Schubladen der Wind-Mafia. (gefunden von: zoom)

Heute sind uns Unterlagen aus den Geheimarchiven der Wind-Mafia zugespielt worden. Es ist 5 vor 12! So stellen sich die Projektierer und Profiteure des Klimawandels die Ausbeutung unseres Heimatberges vor. Windmühlen statt Wildheide. Wir sagen: So nicht! Erst kamen sie als harmlose Touristen, jetzt verschandeln die Holländer mit ihren Wind-Mühlen die Hügel unserer urdeutschen Landschaft.

Winterberger Winterlandschaft

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Winterberger St. Georg Sprungschanze am Herrloh. (fotos: j.h.)
Heute lichtete sich in Winterberg nach über einer Woche endlich der Nebel und die Sonne schien. Sofort begann der Raureif von den Bäumen zu tropfen.
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Gesperrter Fussweg bei Winterberg.
Allerdings sind noch immer zahlreiche Wege und Straßen gesperrt. Das Betreten des Waldes ist lebensgefährlich.
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Kahler Asten.
Auf dem Kahlen Asten reichte die Sonne nicht, um der dicken Eisschicht auf den Bäumen zu Leibe zu rücken. Hier tummelten sich Touristen und Einheimische, um die bizarre Landschaft zu genießen.
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Winterlandschaft auf dem Kahlen Asten.

Besser als im Sommer: kleine Radtour zum Kahlen Asten mit Nachgedanken.

Vom Jagdschloss bis zur Rinderweide ist die L 742 gesperrt ... (fotos: zoom)
Vom Jagdschloss bis zur Rinderweide ist die L 742 gesperrt. Nebel und Kaminbrandrauchschwaden im Tal … (fotos: zoom)

Eine solche Gelegenheit kommt vielleicht nicht wieder. Vom Jagdschloss bis zur Rinderweide -kurz vor der großen Kurve Richtung Bildchen- ist die L 742 gesperrt.

Am heutigen Sonntag bedeutet dies „verkehrsberuhigt“. Seit ich im Sauerland wohne, also seit über 17 Jahren, war die Landstraße, die sich über sieben Kilometer von Siedlinghausen Richtung Altastenberg und Rehsiepen zum Großen Bildchen schlängelt, mehr und mehr zerfallen. Manche Teilstücke bestanden nur noch aus Schlaglöchern. In diesem Jahr wurde, womit ich nicht mehr gerechnet hatte, mit der Neuasphaltierung begonnen.

Trotz der Vollsperrung nahmen heute viele Motorradfahrer, Autofahrer und Radfahrer (Reihenfolge in abnehmender Anzahl) die Gelegenheit war, bei bestem Ausflugswetter, den neuen Straßenbelag zu testen.

An der Rinderweide beginnt die Sperrung vom Großen Bildchen aus gesehen.
Sonnenschein in der Höhe. An der Rinderweide beginnt die Sperrung (vom Großen Bildchen aus gesehen).

Auf dem Kahlen Asten haben wir einen schwachen Kaffee getrunken. Dort oben bewunderte ich eine Versammlung verschiedenster Freizeitwelten, die monadengleich in ihren eigenen Blasen*** das Wetter genossen.

Über den Kahlen Asten als Ausflugsort, seine zunehmende Sterilität und Verflachung, wird noch an anderer Stelle zu berichten sein. Ich mag den Kahlen Asten nicht mehr. Der alte Spielplatz ist weg. Der Schnellimbiss ist billig aber nicht preiswert. Die Bäume sind gefällt, die Wege asphaltiert. Ich werde alt: früher war alles netter.

Nach der vielen Allein-Fahrerei hat mein Fahrrad (links) endlich eine Freundin (rechts) gefunden - weibliches Rad "gegendert" mit Stange.
Nach der vielen Allein-Fahrerei hat mein Fahrrad (links) endlich eine Freundin (rechts) gefunden – weibliches Rad „gegendert“ mit Stange.

Vorgestern, auf dem Ruhrtalradweg, habe ich zwischen Assinghausen uznd Wiemeringhausen festgestellt, dass Ruhrtalradwegsfahrer Spaziergänger als Verkehrshindernisse verachten.

Nein, nein – ich war nicht der Spaziergänger, will mich nicht in eigener Sache beklagen. Ein älterer bärtiger Radtourist unterwegs mit einer Gruppe älterer durchaus verschieden rasierter weiterer Radtouristen, schrie von der Wiemeringhauser Höhe sich Richtung Assinghausen ins Tal stürzend über seine Schulter zurück: „Ich kann auch noch mal zurückkommen!“

Was für ein Heini habe ich gedacht. Wusste aber noch nicht, worum es ging. Ich kletterte gerade in Gegenrichtung die Anhöhe hinauf. Kleiner Gang. Immer locker bleiben.

Dort oben spazierte des Rätsels Lösung am Stock: eine ältere Dame, die sich von den rücksichtslosen Radhorden bedrängt und bedroht fühlte: „Warum meinen die immer Recht zu haben? Wie die fahren! Zu zweit nebeneinander. Dabei sind das Landwirtschaftswege. Hier können auch Autos fahren.“

Ich würde ja gerne die Radfahrer verteidigen, aber leider muss ich sagen, dass da eine Menge A….löcher unterwegs waren/sind, alle in ihrer eigenen Blase, blind für die Mitmenschen. Irgendwann fährt jemand von ihnen in einen Trecker. Mitleid? Empathie?

Werde ich mir dann mühselig herausquetschen …

*** Rennradfahrer grüßen keinesfalls Tourenradfahrer mit Satteltaschen, aber auch keine Mountainbikefahrer. Mountainbikefahrer grüßen eigentlich auch keine Tourenradfahrer, obwohl sie selbst von den Rennradfahrern nicht gegrüßt werden. Die verschiedenen Radfahrer-Typen scheinen in irgendeiner nur ihnen selbst bekannten Mission unterwegs zu sein.

Ein fantastisches Winterwochenende rund um den Kahlen Asten

Der perfekte Wintertag für die Wetterbeobachter im Astenturm. (fotos: beuermann)
Der perfekte Wintertag für die Wetterbeobachter im Astenturm. (fotos: beuermann)

Ein fantastisches Winterwochenende entschädigte Sportler und Wanderer rund um den Kahlen Asten für bisher entgangene Winterfreuden.

Herrlicher Sonnenschein lockte am Freitag und Sonntag Tausende in die tief verschneite Landschaft rund um den Kahlen Asten. Vollbesetzte Lifte und bestens genutzte Skihänge gaben eine Vorstellung vom „Winter, wie er früher einmal war“.

Die Sessellifte surrten die Hänge hinauf.
Die Sessellifte surrten die Hänge hinauf.

Schnee, Kälte und Bäume formten denkwürdige und fantastische Gestalten. Es lohnte sich stehenzubleiben und die Einbildungskraft spielen zu lassen. Was sehen Sie auf dem unteren Bild?

Was sehen Sie? Die Natur formte fantastische Gestalten.
Was sehen Sie hier? Die Natur formte fantastische Gestalten.

Wer wollte, konnte auch für sich ganz alleine sein, wie dieser Spaziergänger (siehe Bild) auf einem präparierten Wanderweg neben der Loipe bei Altastenberg.

Einmal ganz alleine sein, wie dieser Spaziergänger auf einem präparierten Wanderweg neben der Loipe (foto: beuermann)
Einmal ganz alleine sein, wie dieser Spaziergänger auf einem präparierten Wanderweg neben der Loipe

Für viele der angereisten Winterfans endete das Wintervergnügen mit einem Staufrust entlang der Rückreisestrecke – spätestens an den Ampeln entlang der B 7 in Bestwig, bis sie dort endlich die Autobahn erreichten.

Auf Wiedersehen! Wie wird das Wetter am nächten Wochenende?
Auf Wiedersehen! Wie wird das Wetter am nächsten Wochenende?

Heute besucht: Die höchstgelegene Baustelle Nordrhein-Westfalens – der Kahle Asten

Kahler Asten Oktober 2013
Die höchstgelegene Baustelle Nordrhein-Westfalens befindet sich zur Zeit auf dem Kahlen Asten. (foto: zoom)

Winterberg hat neben vielen anderen Superlativen jetzt auch die höchstgelegene Baustelle Nordrhein-Westfalens zu bieten. Was passiert dort oben? Schreibfaul poste ich das Schild am Bauzaun:

Was passiert auf dem Kahlen Asten? Hier steht es geschrieben.
Was passiert auf dem Kahlen Asten? Hier steht es geschrieben.

Im November wird das Naturschutzgebiet als „Refugiallebensraum für die Tier- und Pflanzenarten der Offenlandlebensräume“ wieder gerade gerückt sein:

Kahler Asten
Der ewige Kampf zwischen Natur und Mensch …