Lesung in der Interkulturellen Woche: Heimatlos mit drei Heimaten

Dr. Aref Hajjaj zu Gast bei der Volkshochschule Hochsauerlandkreis

Dr. Aref Hajjaj arbeitete nach der Promotion im Auswärtigen Amt als Übersetzer und Dozent für Arabistik und interkulturelle Kommunikation.

Das Buch „Heimatlos mit drei Heimaten. Prosatexte über das Anderssein“ kreist um die Themen Mentalität und Identität, Rassismus und Vorurteile. Es bewegt sich zwischen Essay und Erzählung und ist eine einfühlsame und anschauliche Auseinandersetzung mit den Problemen der persönlichen Identität unter Berücksichtigung der kulturellen, ethnischen und nationalen Identität.

(Pressemitteilung Hochsauerlandkreis)

Aref Hajjaj, gebürtiger Palästinenser, besitzt die deutsche und schweizerische Staatsbürgerschaft und trägt diese drei Heimaten in sich. Er geht der Frage nach, was die Identität eines Menschen ausmacht und welche Rolle kulturelle, ethnische und nationale Faktoren, aber auch geografische Gegebenheiten und politische Entscheidungen spielen. Dadurch gewährt er einen einzigartigen Einblick in die Welt der Menschen seiner drei Heimaten. Es ist beeindruckend, mit welcher Subtilität und Sensibilität der Autor die Komplexität dieser Themen beschreibt. Dr. Aref Hajjaj arbeitete nach der Promotion im Auswärtigen Amt als Übersetzer und Dozent für Arabistik und interkulturelle Kommunikation. Die Volkshochschule Hochsauerlandkreis konnte ihn für eine Lesung aus seinem neuen Buch gewinnen.

Die Veranstaltung in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum HSK ist entgeltfrei, die Veranstalter bitten jedoch dringend um eine Anmeldung aufgrund der begrenzten Sitzplätze.

Zeit: Samstag, 01. Oktober 2022, um 16:00 Uhr
Ort: Bürgerzentrum / Alte Synagoge Meschede

Anmeldung entweder online über die Homepage der VHS HSK (https://vhs.link/3K8J2Q) oder telefonisch unter: 0291 94-1147 oder 0291 94-5130.

Ost-West oder zwei Mal Viertel vor acht

Der Blick nach Osten (Foto: zoom)

Das Schöne am Strand ist, dass man nichts als das Rauschen des Meeres hört.

Keine Motorräder, Autos, Ketten-, Kreissägen, Rasenmäher. Am Abend schweigen selbst die Möwen.

Die beiden Bilder sind nahezu zeitgleich kurz vor dem Sonnenuntergang entstanden. Klick und einmal um die Achse gedreht klack.

Die Himmelsrichtung dürfte klar sein (foto: zoom)

Wo sind die Menschen auf den Bildern? Sie waren nicht da, nur die Wellen, zwei leere Stühle und was man sonst vom Strand erwarten darf.

Gute Nacht!

Unfall im Bikepark Gellinghausen

Schmallenberg. Am Samstag, 10.09.2022, 13.40 Uhr befuhr ein 31-jähriger Sportler aus Niedersachsen einen Trail im Bikepark Gellinghausen. Bei einem Sprung verlor er die Kontrolle über sein Fahrrad und stürzte. Hierbei wurde der Mann schwer verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden.

Quelle: Polizei HSK

Piazzolla´s „4 Jahreszeiten“ mit dem Tango Ensemble Contrabajando im Celloherbst

Felicitas Stephan – Violoncello; Heidi Luosujärvi – Akkordeon, Andreas Heuser – Gitarre; Uli Bär – Kontrabass; Anna Polomoshnykh – Klavier (Bild: Volker Beushausen)

Meschede. Das Jahr 2021 war Piazzolla-Jahr, denn 2021 wäre der König des Tango Nuevo 100 Jahre alt geworden. Grund genug, dass der WERKKREIS KULTUR MESCHEDE dieses Jubiläum Corona bedingt nachfeiert.

(Pressemitteilung Werkkreis Kultur)

Am Sonntag, 30.10.22 tritt das international besetzte Tango Ensemble Contrabajando ab 18 Uhr im Bürgerzentrum Alte Synagoge Meschede in der Kampstr. 8 auf. Das Quintett lässt die Zuhörer eintauchen in den musikalischen Kosmos des bekennenden Jazz- und Bach-Liebhabers Astor Piazzolla: in die Sehnsucht, die Fröhlichkeit, die Eleganz, den Witz und in die Virtuosität des Tango Nuevo.

Contrabajando begeistert mit seiner Spielfreude, Leidenschaft, Emotionalität und Kreativität unabhängig von stilistischem Schubladendenken und bezaubert sein Publikum mit einem hinreißenden Programm, das nach Argentinien und in die Hafenkneipen von Buenos Aires entführt, von wo der Tango seinen Siegeszug um die Welt antrat.

Seine Heimatstadt Buenos Aires inspirierte Astor Piazzolla zeit seines Lebens und so fasst Piazzolla auch in seinen „Vier Jahreszeiten von Buenos Aires“ das Leben in dieser atemberaubenden Millionenstadt Buenos Aires, deren Bewohner sich „Porteños“ nennen, in Töne. Was den Stil jener argentinischen Jahreszeiten betrifft, so ist er geprägt von den Klängen des Tangos und des Jazz, von durchaus neutönenden aggressiven Klängen und einer fast bedrohlichen Dramatik, wie sie für Piazzolla typisch sind.

Im Tango Ensemble Contrabajando haben sich fünf hervorragende Musiker*innen zusammengefunden, die auf die Musik Piazzollas eingeschworen sind und die unterschiedlichen rhythmischen, harmonischen und klanglichen Facetten seiner Werke differenziert zum Schwingen bringen.

Die Cellistin Felicitas Stephanist die künstlerische Leiterin des weltweit größten Cellofestivals „Celloherbst am Hellweg“, zu der auch Meschede gehört.

Die aus Finnland stammende Akkordeonistin Heidi Luosujärvivermag es, die dem Tango innewohnende Ambivalenz der Gefühle eindrucksvoll zu vermitteln. Ihr Akkordeon kann frohlocken und jubeln, aber auch wehmütig klagen.

Der Gitarrist Andreas Heusergilt als einer der wichtigsten deutschen „Weltmusiker“, er ist bekannt als ein musikalischer Brückenbauer zwischen unterschiedlichen Musikkulturen und Stilen. Seit 2003 leitet er das multikulturelle Transorient Orchester, mit dem er 2017 WDR-Jazzpreisträger wurde.

Der einem breiten Publikum durch das Festival „Take5 Jazz am Hellweg“ bekannte Kontrabassist Uli Bärsorgt für ein rhythmusgebendes solides Fundament, zeigt aber auch, dass er seinen Kontrabass überzeugend solistisch spielen kann.

Die in Deutschland beheimatete russische Pianistin Anna Polomoshnykh studierte ihre klassische Ausbildung mit einem Studium der Jazz-Improvisation.

Mit Uli Bär und Andreas Heuser begrüßt der WKM zwei hervorragende Kollegen, mit denen der Verein schon längere Zeit im Kultursekretariat NRW zusammenarbeitet.

Karten zum Vorverkaufspreis über 18 € gibt es bei der Touristik in Brilon, Meschede und Olsberg, oder online unter www.reservix.de . Der Abendkassenpreis beträgt 23 €.

Folgt dem WKM unter https://www.facebook.com/WerkkreisKulturMeschede

Han/He/Er – feminine Männlichkeit

Han/He/Er – Spitzname „Little Merman“ (foto: zoom)

„Han“, dänisch „Er“ wurde im Jahr 2012 am Hafen in Helsingör enthüllt. Wegen der offensichtlichen Reinterpretation der Kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen bekam er schnell den Spitznamen „Kleiner Meerjungmann“.

Die metallisch glänzende Oberfläche der Skulptur spiegelt die Umgebung wider: die großen Fähren zwischen Helsingborg und Helsingör, „Hamlets“ Schloss Kronborg, die Boote im Hafen und vor allen Dingen die betrachtende Person selbst. Man kann „Han“ nicht anschauen ohne sich selbst zu spiegeln.

Die weibliche Austrahlung des nackten sitzenden Jünglings habe, so Berichte in den lokalen Medien, eine hitzige Debatte entfacht. Der schlanke Knabe vor der früheren Schiffswerft sei eine Beleidigung der historischen Hafenarbeiter.

Doch genau diese Interpretation von Männlichkeit sei gewollt, als Anspielung auf eine zeitgemäße Darstellung des Männlichkeitsbilds. „Han“ sei nicht nur der erobernde Held, sondern auch das sensible, denkende Individuum.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=J0-d6caPLMs

Quellen:

http://www.kulturarv.dk/1001fortaellinger/en_GB/the-little-mermaid-s-brother-in-helsingoer/stories/the-little-merman

https://www.visitcopenhagen.dk/koebenhavn/planlaeg-din-tur/skulpturen-han-gdk675190



Toulu Hassani erhält den August-Macke-Preis des Hochsauerlandkreises 2022

Bekanntgabe Preisträgerin August-Macke-Preis 2022: Toulu Hassani (mit Blumen) in der Mitte der Jurymitglieder und Unterstützer. (Foto: Pressestelle HSK)

Toulu Hassani erhält den August-Macke-Preis des Hochsauerlandkreises 2022. Den Namen der Preisträgerin gab Herbert Sollich, Marketing-Direktor der Brauerei C. & A. Veltins, während eines Pressegespräches am Freitag, 9. September, bekannt.

(Pressemitteilung Hochsauerlandkreis)

Der Macke-Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird alle drei Jahre verliehen. Erste Preisträgerin 2008 war Leiko Ikemura. 2011 erhielt Corinne Wasmuht die Auszeichnung. Kerstin Brätsch wurde 2014 der Preis zuerkannt und letzter Preisträger war Michael Sailstorfer 2017. Wegen der Corona-Pandemie musste von der Verleihung im Dreijahresrhythmus abgewichen werden.

Portrait Toulu Hassani (Foto: Volker Crone)

Toulu Hassani wurde 1984 in Ahwaz im Iran geboren und lebt und arbeitet heute in Hannover. Von 2005 bis 2011 studierte sie Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Hartmut Neumann, Thomas Rentmeister und Walter Dahn. In den Jahren 2008 und 2009 ging Hassani zu Auslandssemestern an die Facultad de Bellas Artes in Valencia/Spanien. 2011 und 2012 war sie Meisterschülerin von Professor Walter Dahn. 2013 erhielt Hassani den Preis des Kunstvereins Hannover, Atelierstipendium Villa Minimo, und 2016 den Sprengel-Preis für Bildende Kunst der Niedersächsischen Sparkassenstiftung. Für den Kunstpreis Böttcherstraße 2020 Bremen war sie nominiert und hat in diesem Kontext in der Kunsthalle Bremen ihre Werke ausgestellt.

Die Künstlerin absolvierte bereits viele Stipendien, so beispielsweise das New York-Stipendium der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und des Landes Niedersachsen in der Künstlerresidenz am International Studio & Curatorial Program New York. Zuletzt erhielt sie das Marianne-Defet-Malerei-Stipendium in Kombination mit einer Ausstellung in der Kunsthalle Nürnberg.

Ohne Titel, Epoxidharz und Pigment, 65,7 x 53 cm Sammlung Ültzen, Ausstellungsansicht “Geordnete Verhältnisse” (2022), Kunsthalle Nürnberg

In der Begründung für die Verleihung des August-Macke Preises 2022 schreibt die Jury auszugsweise: „Die Bilder von Toulu Hassani sind minutiös ausgearbeitete abstrakte Werke. Die Konzentration und Ruhe, die sie beim Zeichnen und Malen dieser Werke aufbringt, vermitteln sich dem Betrachter, der angeregt wird, sich meditativ in die Oberflächen und Strukturen der Werke hineinzusehen. Toulu Hassani bereitet oft zunächst ein Raster vor, welches sie dann zeichnend und malend ausarbeitet. Dabei variiert sie die Formen und Bewegungen im Laufe der Arbeit, so dass das Ergebnis sich erst im Prozess herausbildet. Sie experimentiert auch mit Materialien, so z.B. Gips, Holz oder Stoff, so dass nicht nur die Oberfläche von Papier oder Leinwand gestaltet wird, sondern mitunter ein Bildobjekt entsteht, das von allen Seiten bearbeitet ist. Toulu Hassanis intensive Arbeiten demonstrieren die Kraft des individuellen Kunstwerks, mithin das, worum es auch August Macke wesentlich in seiner Kunst ging.“

——— Bier, Infos und Sponsoring ——-

Der August-Macke-Preis wird unterstützt von der Brauerei C. & A. Veltins, den Sparkassen im Hochsauerlandkreis, von der Annegret und Hans-Richard Meininghaus-Stiftung, dem Hochsauerlandkreis sowie vom August-Macke-Kuratorium.

August Macke wurde am 3. Januar 1887 in Meschede/Hochsauerlandkreis geboren. Er gehörte zu den bekanntesten deutschen Malern des Expressionismus und nahm an beiden Ausstellungen des Blauen Reiters 1911 und 1912 teil.

Es gibt nur einen einzigen Grund

Wenn ich sie sehe, mache ich einen großen Bogen um die See. (foto: zoom)

Es gibt nur einen einzigen Grund, aus dem ich nicht im Meer schwimmen gehe, und das sind Quallen, insbesondere Feuerquallen.

Es reicht, wenn ich nur ein einziges Exemplar erspähe und der Badegang ist verdorben. Die letzten Male kamen sie gleich zu Hunderten, ach was schreibe ich, Tausenden auf mich zu getrieben.

Allein der Gedanke, dass mich beim Schwimmen die Tentakeln berühren oder ich gegen den gallertartigen Quallenkörper stoße, macht mich verückt.

Da ich ansonsten kaum unter Phobien leide, pflege ich unverzagt meinen Abscheu vor den Medusen aller Arten.

Ein Spaziergang am Strand ist auch ganz schön.


Internationales Literaturfestival lit.RUHR präsentiert facettenreiches Programm der sechsten Edition und eröffnet den Kartenvorverkauf

Das Podium der Pressekonferenz (Bild: (c) Ast_Juergens)

Die sechste Ausgabe der im Ruhrgebiet erfolgreich etablierten lit.RUHR und der dazugehörigen lit.kid.RUHR vom 19. bis 23. Oktober 2022 findet in äußerst unsteten Zeiten statt.

(Pressemitteilung der lit.Ruhr)

Umso bedeutender, dass das Programm des internationalen Literaturfestivals mit insgesamt 61 Veranstaltungen in Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Oberhausen dem Publikum erneut ebenso Grundlagen für tiefgreifende Debatten und horizonterweiternde Gedanken bietet wie niveauvolle Unterhaltung, neue Perspektiven und gemeinschaftlich erlebte Kultur.

Diese Versprechen erfüllt gleich zur Eröffnung der ebenso profilierte Schauspieler wie begnadete Schriftsteller Joachim Meyerhoff. Seine autofiktionalen Romane (zuletzt: „Hamster im hinteren Stromgebiet“) sind große Literatur und allesamt Bestseller. Die lit.RUHR beehrt er mit einer Lesung ganz neuer, noch unveröffentlichter Texte. (19.10., 19.30 Uhr, Lichtburg Essen)

Der Schauspieler und Schriftsteller Joachim Meyerhoff liest neue, noch unveröffentlichte Texte.
(Bild: ©Ingo Pertramer)

Einige weitere, herausragende Lesungstermine:

Tupoka Ogette ist Bestseller-Autorin („exit RACISM“), Trainerin und Beraterin für Antirassismus im deutschsprachigen Raum. Ihre Bücher (zuletzt: „Und jetzt du“) unterstützen alltagsnah und konkret bei einem rassismuskritischen Leben. (20.10., 19.30 Uhr, Theater Oberhausen)

Eine hochkarätige Buch-Premiere feiert die profilierte Klimaaktivistin Luisa Neubauer auf der lit.RUHR: Sie und ihre Großmutter, Dagmar Reemtsma, verhandeln in ihrem Buch „Gegen die Ohnmacht“ generationenübergreifend hundert Jahre deutscher und europäischer Geschichte zwischen NS-Diktatur und Klimakrise. (20.10., 20 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 5)

Ihre Buch-Premiere feiert Klimaaktivistin Luisa Neubauer (Bild: Oguz Yilmaz)

Der ehemalige Profifußballer Neven Suboticist einst als Flüchtling nach Deutschland gekommen und hat mit seinem Talent Millionen verdient. Heute ermöglicht Subotic mit seiner Stiftung Trinkwasser-projekte in Äthiopien. Sein Buch „Alles geben“ ist ein Appell für mehr Gerechtigkeit sowohl im Profifußball als auch in der globalisierten Welt. (21.10., 20 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Salzlager)

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Immer mehr Meer…

Blick über den Isefjord. Nicht nur das Sauerland ist schön. Der Sommer geht in die Verlängerung. (foto: zoom)

Am Meer rückt das Sauerland in weite Ferne. Die Probleme reduzieren sich auf den Reifendruck und die Frage, ob die Fahrradkette geölt oder verstaubt ist.

Der Sommer ist in seine letzte Verlängerung gegangen. Wir befinden uns am Ende der zweiten Hälfte der Nachspielzeit.

Nebensaison – diese wunderbar entspannte Zeit habe ich, wenn die Erinnerung nicht trügt, zuletzt im Studium genossen. Kein Gedrängel nirgends, weder am Strand noch in den Geschäften.

Ein kleines Privileg.

Das Rad wartet. Tschüss.