Ab morgen ist der NRW-Appell zum AfD-Verbot online

Auftaktveranstaltung am Sonntag in der KoFabrik Bochum

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Die Petition „NRW-Appell AfD-Verbot“ wird ab morgen, Freitag, dem 6. Februar, 12 Uhr online gehen. Die Initiator*innen bitten darum, schnell zu unterschreiben und die Petition zu unterstützen, um Druck auf die NRW-Landesregierung auszuüben.

(AfD Verbot NRW)

Deren Entscheidung, für den Antrag auf ein Verbotsverfahren im Bundesrat zu stimmen, kann der Debatte um das Verbot die entscheidenden Wende geben.

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Künstler Gunter Demnig verlegt weitere Stolpersteine in Arnsberg

Diese beiden Stolpersteine findet man in Meschede. Mit Hilfe der WDR-Website https://stolpersteine.wdr.de/web/de/ oder der zugehörigen App lässt sich ganz NRW und damit auch Arnsberg erkunden. (archivfoto: zoom)

An zahlreichen Orten in der Stadt Arnsberg wird an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Eine besondere Form der Erinnerung ist die Verlegung von so genannten Stolpersteinen durch den Künstler Gunter Demnig.

(Pressemitteilung Stadt Arnsberg)

Am Montag, 26. Januar, ist der in Berlin geborene Künstler jetzt erneut in Arnsberg zu Gast, um weitere Stolpersteine zur Erinnerung an getötete Jüdinnen und Juden aus der Stadt Arnsberg persönlich zu verlegen. In den Stadtteilen Oeventrop, Arnsberg, Hüsten und Neheim sollen dabei zunächst insgesamt 19 Stolpersteine gesetzt werden.

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Deutschlandwetter im Jahr 2025

Ein Sonnenjahr mit ungewöhnlicher Wärme und deutlichem Niederschlagsdefizit

Goldener November: Die Sonne geht in warmen Farben hinter den Bergen des Thüringer Waldes unter. (Bild: Rüdiger Manig/DWD)

Auf seiner zwölfmonatigen Reise durch das Wetterjahr 2025 präsentierte sich Deutschland sehr warm, sonnenreich und niederschlagsarm, mit einer historischen Frühjahrstrockenheit im Osten. Anfang Juli geriet das Land unter extremer Hitze ins Schwitzen, während der September vor allem im Westen mit intensiven Regenfällen aufwartete. Im Oktober wurde der sonnige Jahresverlauf gebietsweise durch ungewöhnlich trübe Verhältnisse unterbrochen, ehe sich auf der Zielgeraden die Sonne erneut großzügig zeigte, so der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen seiner rund 2.000 Messstationen.

(Pressemitteilung DWD)

Im Gesamtbild ein ungewöhnlich warmes Jahr mit extremer Hitze Anfang Juli
Das Temperaturmittel lag im Jahr 2025 mit 10,1 °C um 1,9 Grad über der international gültigen Referenzperiode 1961-1990 (8,2 °C) sowie 0,8 Grad über der Vergleichsperiode 1991-2020 (9,3 °C). Damit zählte 2025 zu den zehn wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. Die thermische Talsohle wurde am 18.2. an der Station Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge mit -19,7 °C registriert. Frühjahr und Juni fielen anschließend deutlich zu mild bis warm aus; im Süden zählte der erste meteorologische Sommermonat zur Spitzengruppe der wärmsten Junimonate. Dieser frühe Wärmeschub gipfelte Anfang Juli in extremer Hitze: Der bundesweite Höchstwert wurde am 2.7. in Andernach, 15 km nordwestlich von Koblenz, mit 39,3 °C gemessen. Eine ausführliche Einordnung des Hitzeereignisses Anfang Juli liefert eine Attributionsstudie des DWD.

Ein sonniger Novemberabend in Kassel (archivfoto: zoom)
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Arnsberger Wald: Vergangenheit, Gegenwart, Nationalpark

Wandel der Vogelwelt sowie Spuren historischer Landnutzung – Vorträge und Diskussionen

Veranstaltungsplakat, bitte teilen!

Der Arnsberger Wald hat wohl noch nie in so kurzer Zeit eine derart radikale Umgestaltung erfahren wie in den letzten Jahren. Stürme, Dürre und die darauffolgenden Schädlingskalamitäten haben das Landschaftsbild umgekrempelt. Aber wider Erwarten profitieren Flora und Fauna von dieser Entwicklung.

(Pressemitteilung BUND / VCD)

Die großflächigen Fichten-Kalamitäten haben zu einer enormen Bestandszunahme von Offenlandarten wie Neuntöter, Schwarzkehlchen und Wendehals geführt. Aber auch in den Buchenwäldern gibt es Veränderungen. Beispielsweise hat sich der auffällige Schwarzspecht erst Anfang des 20. Jahrhunderts in Westfalen angesiedelt. Als Großhöhlenbauer ermöglicht er die Ansiedlung weiterer Arten, wie z. B. Hohltaube und Raufußkauz.

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Geschäftemachen mit NS-Verfolgung und Holocaust

Pressemitteilung des Fritz Bauer Instituts zur geplanten Auktion »Das System des Terrors, Volume II, 1933–1945« des Auktionshauses Felzmann am 17. November 2025 in Neuss

Der Brief eines polnischen Auschwitz-Häftlings aus dem Jahr 1940 für 180 Euro? Die Gestapokarteikarte mit Informationen zur Hinrichtung eines jüdischen Bewohners des Ghettos Mackheim in Ostpreußen im Juli 1942 für 350 Euro? Oder doch lieber die Mitteilung über den Tod einer 1944 im Rahmen der sogenannten Euthanasie ermordeten Patientin der Landesheilanstalt Hadamar ebenfalls für 350 Euro? Vor eine solche Wahl ist die Kundschaft des Auktionshauses Felzmann am 17. November 2025 gestellt. Denn dann versteigern die in erster Linie auf Briefmarken spezialisierten Auktionatoren des renommierten Unternehmens aus Neuss die Sammlung eines privaten NS-Forschers.

Die 623 Lose der geplanten Auktion unter dem Titel »Das System des Terrors, Volume II, 1933–1945« (Volume I datiert von 2019) umfassen die Korrespondenz von Häftlingen deutscher Konzentrationslager mit ihren Angehörigen, insgesamt mehrere hundert Briefe. Allesamt Schriftstücke aus verschiedensten NS-Verfolgungskontexten sowie Täterdokumente, darunter die Notizen Arthur Liebehenschels, des Kommandanten des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, in Vorbereitung auf seine Verteidigung im Krakauer Auschwitz-Prozess 1947.

Das Fritz Bauer Institut protestiert gegen die geplante Versteigerung des Auktionshauses Felzmann und spricht sich grundsätzlich gegen einen kommerziellen Handel mit Dokumenten der NS-Verfolgung und des Holocaust aus. Mit solchen Unterlagen dürfen keine Geschäfte gemacht werden.

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NRW-Schüler*innen schneiden unterdurchschnittlich ab

IQB-Bildungstrend 2024 zeigt: Das Bildungssystem ist Limit – es besteht massiver Handlungsbedarf

Newtons Pendel (Quelle: wikimedia)

Naturwissenschaftliche Kompetenzen sinken bei Schüler*innen bundesweit. NRW schneidet besonders schlecht ab. Das zeigt der jetzt veröffentlichte IQB-Bildungstrend 2024. Die GEW NRW fordert ein Umsteuern in der Bildungspolitik.

(Pressemitteilung GEW NRW)

Essen – Der aktuelle Bericht des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) löst bei der Bildungsgewerkschaft GEW NRW große Besorgnis aus: Immer weniger Schüler*innen erreichen die Mindeststandards in den naturwissenschaftlichen Fächern. „Der IQB-Bildungstrend ist kein Weckruf – er ist ein Notruf. Die sinkenden Kompetenzen in den Naturwissenschaften und Mathematik betreffen alle sozialen Gruppen. Das zeigt, dass unser Bildungssystem an vielen Stellen überfordert ist“, betont die Vorsitzende der GEW NRW Ayla Çelik und fordert: „Die Bildungspolitik muss aufhören, neue Anforderungen zu stellen, ohne entsprechende Unterstützungsstrukturen zu schaffen. Das Land NRW ist in der Pflicht, Lehrende und Lernende zu entlasten, Ressourcen angemessen zur Verfügung zu stellen und die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass gute, pädagogische Arbeit vor Ort möglich ist.“

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NRW: Rückgang der Einwohnerzahl auf 17,5 Mio. bis 2050 erwartet

  • Bis zum Jahr 2070 sinkt die Einwohnerzahl knapp unter 17 Mio.
  • Das Durchschnittsalter steigt bis 2050 von 44,4 auf 46,0 Jahre
  • Für 10 der 53 Kreise und kreisfreien Städte wird bis 2050 ein Einwohnerzuwachs angenommen
Grafik: IT.NRW

Düsseldorf (IT.NRW). Die Einwohnerzahl in NRW wird von aktuell gut 18 Mio. auf 17,54 Mio. im Jahr 2050 sinken, dies ist ein Rückgang von -2,6 % gegenüber 2023. Bis 2070 wird ein weiteres Absinken auf 16,95 Mio. erwartet (-6,0 % gegenüber 2023).

(Pressemitteilung IT.NRW)

Das sind zentrale Ergebnisse der neuen Bevölkerungsvorausberechnung, die Information und Technik als Statistisches Landesamt im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen erstellt hat.

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Bauportal.NRW startet beim Hochsauerlandkreis ab 1. Oktober

Digitale Bauanträge werden umgestellt

Ab Mittwoch, 1. Oktober, können Bauanträge beim Hochsauerlandkreis digital nur noch über das Bauportal des Landes NRW eingereicht werden. Die bisher genutzte Software ITeBAU der Unternehmensgruppe ITEBO (conject Plattform) wird zum Jahresende abgeschaltet. Der Kreis setzt damit die Vorgaben des neuen bundesweiten Standards „XBau2“ für digitale Baugenehmigungsverfahren um und stellt die Weichen für ein modernes, einheitliches Verfahren.

(Pressemitteilung HSK)

Für die Nutzung von Bauportal.NRW ist eine Registrierung erforderlich. Antragstellende benötigen dafür entweder eine BundID oder ein Unternehmenskonto. Informationen zur Registrierung sowie weitere Hinweise rund um das Bauportal sind auf der Internetseite unter www.hochsauerlandkreis.de (Suchbegriff: Bauportal) abrufbar. Der Hochsauerlandkreis ist als Untere Bauaufsichtsbehörde zuständig für die Gemeinden Bestwig und Eslohe sowie die Städte Hallenberg, Marsberg, Medebach, Olsberg und Winterberg.

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„GEHT GANZ SO?“ – GEW-Umfrage zum Offenen Ganztag

Essen – Wie kann ein guter Ganztag erfogreich sein und wo liegen aktuell die größten Herausforderungen? Unter dem Motto „GEHT GANZ SO?“ hat die GEW NRW Beschäftigte in Grundschule und Offenem Ganztag befragt, was sich ändern muss, damit der Ganztag für alle Beteiligten gut funktionieren kann. Rund 2900 Personen haben sich an der Umfrage beteiligt. Vor allem bei den Arbeitsbedingungen, der Verzahnung zwischen Schule und OGS und der räumlichen Ausstattung sehen die Befragten großen Handlungsbedarf.

(Pressemitteilung GEW NRW)

„Die gute Nachricht zuerst“, erklärte GEW-Landesvorsitzende Ayla Çelik heute im Rahmen einer Pressekonferenz in Essen. „95 % der befragten OGS-Kräfte arbeiten gerne im Offenen Ganztag – sie sind mit hoher Motivation dabei und leisten Tag für Tag einen wertvollen Beitrag zur Bildung und persönlichen Entwicklung von Grundschulkindern.“

Umso alarmierender die Erkenntnis, dass 60 % der Befragten nicht von ihrer Tätigkeit leben können und oft auf einen Zweitjob angewiesen sind.

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Die AfD in NRW vor den Kommunalwahlen

Vortrag, Analyse und Diskussion im Bürgerzentrum Alte Synagoge Meschede

Sachlich und nüchtern trug der Journalist und AfD-Experte Rainer Roeser seine Analyse der AfD zu den Kommunalwahlen 2025 in NRW vor. (foto: zoom)

Am vergangenen Freitag referierte der Journalist und AfD-Experte Rainer Roeser über die AfD in Nordrhein-Westfalen vor den bevorstehenden Kommunalwahlen am 14. September 2025. Eine Stunde lang legte er sachlich und nüchtern vor etwas mehr als 30 Besucher*innen Politik und Strukturen der AfD NRW und ihrer Untergliederungen dar.

Im Anschluss diskutierten die Anwesenden eine weitere Stunde lebhaft die aufgeworfenen Fragen.

Wegen der großen Fülle an Zahlen und Zusammenhängen nehme ich das Fazit des Referenten vorweg.

Das Fazit des Vortrags in fünf Punkten zusammengefasst. (foto: zoom)

Die AfD, so Roeser, ist seit den letzten Kommunalwahlen kräftig gewachsen und kandidiere jetzt in deutlich mehr Kommmunen.

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