Der Tag beginnt sonnig. In der Ferne kreischen die Kettensägen. Gestern habe ich eine DVD geschenkt bekommen: Belphégor oder Das Geheimnis des Louvre.
Den Ausgang der Geschichte habe ich vergessen und unser DVD-Player hat sich gestern ins Reich des Elektronikschrotts verabschiedet.
Das Phantom muss warten. Ich könnte mir den Film auch mit Hilfe des externen DVD-Laufwerks auf dem Bildschirm des Klappcomputers anschauen, aber das hätte keinen Stil. Der Fernsehmonitor sollte es mindestens sein. Am liebsten wäre mir ein Retro-Kino: Grusel auf einer riesigen Filmleinwand im abgedunkelten Kinosaal.
Wenn die Technik wieder steht, werde ich berichten, ob mich Belphégor noch genau so gruselt, wie damals in den alten Zeiten, als ich mich nach den ersten Teilen der Vorabendserie nicht mehr in den Kartoffelkeller traute.
Fliegenpilz unterhalb des Olsberg-Gipfels (foto: hannah)
Die Zeit der Fliegenpilze geht in diesem Jahr zu Ende. Die meisten Pilze haben ihre Hüte hochgeklappt oder sind zerfressen.
Unterhalb des Olsberg-Gipfelkreuzes schien am Samstag die Sonne für einen kurzen Moment auf das fast unversehrte Exemplar gleich neben dem schmalen Schlussanstieg. Dann frischte der Wind auf und ein kühler Schatten legte sich über die Höhen. Das leuchtende Rot der Pilze verblasste.
Der Lamellenpilz ist zwar mit den Knollenblätterpilzen verwandt, aber kein tödlicher Giftpilz. Typisch nach Verzehr sind z. B. geweitete Pupillen, rasender Puls, bis hin zu Krämpfen und zentralnervösen Störungen.
Gezuckerte und eingeweichte Stücke des „Mückenschwammes“ dienten einst als Fliegenfänger: Die Insekten fielen nach dem Genuss berauscht in die Flüssigkeit und ertranken.
In einigen Kulturen, besonders bei den Schamanenkulten in Sibirien, wurde und wird der Fliegenpilz als Rauschmittel verwendet. Hierfür ist Muscimol verantwortlich, das beim Trocknen der Fruchtkörper aus der Ibotensäure entsteht. Es trübt das Bewusstsein durch Sinnestäuschungen, verzerrt stark die Realität und führt seltener zu Tobsuchtsanfällen. Zugleich verursachen das Muscarin und die Ibotensäure Erbrechen und einen heftigen Kater.
Da wir keine Schamanen, sondern einfache Wandersleute waren, haben wir Amanita muscaria, so der wissenschaftliche Name, nicht angefasst, geschweige denn angeknabbert.
Der Olsberg ist ein lohnenswertes Ausflugsziel, nicht nur zu Fuß, sondern auch mit dem Mountainbike. Man kann den Anstieg von steil und kurz bis flacher und dafür länger gut variieren.
Ortskenntnis, eine gute Karte oder eine App wie Komoot sind von Vorteil. Ich selbst habe mich immer mal wieder verlaufen.
Vor zehn Jahren hat eine unserer Besucher*innen/Freund*innen/Verwandten darüber im Blog geschrieben. Ich habe den Artikel erst heute Morgen wiederentdeckt:
Im Oktober laden die fünf Beruflichen Gymnasien des HSK an drei Abenden jeweils um 18 Uhr zu einem Infoabend in die Berufskollegs ein.
Keine schwarze Zukunft, sondern Abitur an den Berufskollegs im Hochsauerlandkreis
Hochsauerlandkreis. Für viele Jugendliche mit einem Mittlerem Schulabschluss mit Qualifikationsvermerk stellt sich die Frage, ob sie eine Ausbildung beginnen oder doch weiter zur Schule gehen. Sollte der Wunsch bestehen, das Abitur zu erwerben, kommt das Berufliche Gymnasium ins Spiel. Auch die Berufskollegs bieten Deutschlands höchsten Bildungsabschluss erfolgreich an. Im Jahr 2020 haben in NRW Prozent des Abiturjahrgangs den Abschluss am Berufskolleg erworben.
Circa 500 Schülerinnen und Schüler haben diesen Neuanfang gewagt und besuchen derzeit das Berufliche Gymnasium an einem der fünf Berufskollegs des Hochsauerlandkreises. Das Interesse am Abitur mit beruflichen Kenntnissen steigt stetig.
Fakt ist: An einem Beruflichen Gymnasium starten alle neu und die Lehrkräfte sind darauf eingestellt, den Lernenden den Einstieg in die Oberstufe mit ihren gymnasialen Anforderungen zu erleichtern. Dass die Lehrkräfte völlig unvoreingenommen ihren neuen Schülerinnen und Schülern begegnen können, wird oftmals als ein großer Vorteil empfunden. So auch von Josi: „Alle kommen von verschiedenen Schulen hierhin und man wird zusammen eine neue Gemeinschaft.“ Olivia gefallen die Rahmenbedingungen des Lernens am Berufskolleg: „Wir werden hier von den Lehrerinnen und Lehrern auf Augenhöhe behandelt und lernen freier.“ Der Schulwechsel und die damit verbundene „andere“ Lernatmosphäre, der Unterricht im Klassenverband und ein stärkerer Bezug zur Arbeitswelt werden zumeist als positiv empfunden.
Jedes der fünf Berufskollegs hat ein bis drei berufliche Schwerpunkte im Angebot. Diese liegen in den Bereichen Erziehungswissenschaften, Sport, Ernährung, Gesundheit, Ingenieurwissenschaften oder Wirtschaft und Verwaltung. In dieser Auswahl steckt ein großer Vorteil für die künftigen Abiturientinnen und Abiturienten: Sie können sich ganz nach ihrem persönlichen Interesse für einen der Schwerpunkte entscheiden. Daraus resultiert eine höhere Lernbereitschaft und die Lernenden treffen in ihrer neuen Klasse auf Mitschülerinnen und Mitschüler mit gleichen Interessen. Das verbindet.
Leichter ist das Abitur am Berufskolleg aber nicht. Auch hier warten am Ende die Abschlussprüfungen des Zentralabiturs auf die Absolventinnen und Absolventen. Im Beruflichen Gymnasium werden fachwissenschaftliche Kenntnisse vermittelt und die verschiedenen Kompetenzen gefördert, die für das Erlangen der Allgemeinen Hochschulreife Voraussetzung sind. Darüber hinaus ist es für das Berufliche Gymnasium ein typisches Anliegen, immer auch echte Bezüge zur Arbeitswelt herzustellen und sehr realitätsbezogen zu unterrichten. Denn neben der Allgemeinen Hochschulreife erwerben die Lernenden bereits elementare berufliche Kenntnisse im gewählten Schwerpunkt.
Die Schülerinnen und Schüler können in den drei Jahren bis zum Erwerb ihres Abiturs ausführlich prüfen, ob sie die schulisch eingeschlagene Richtung beruflich – in einer Ausbildung, einem dualen Studium oder in einem Vollzeitstudium – weiterverfolgen wollen oder nicht. Wenn die Jugendlichen in der Fachrichtung bleiben möchten, weil sich der Berufswunsch in der Zeit bis zum Abitur weiter konkretisiert hat, kann schon begründeter die genaue Studienausrichtung gewählt werden. Auch Ausbildungsbetriebe wissen, die mit dem Abitur gleichzeitig erworbenen beruflichen Kenntnisse ihrer Auszubildenden, zu schätzen. Dank der beruflichen Vorkenntnisse aus der Schule werden Ausbildung oder Studium deutlich leichter fallen. Aber durch die frühe Schwerpunktsetzung sind die Lernenden in der Wahl eines Studienganges oder einer Ausbildung nicht eingeschränkt. Das erworbene Abitur öffnet alle möglichen Wege – auch in andere Fachrichtungen.
An drei Informationsveranstaltungen können sich Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 und ihre Eltern über die Angebote der Beruflichen Gymnasien im HSK genauer informieren:
Das Jugendamt des Hochsauerlandkreises sucht Unterbringungsmöglichkeiten für unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA).
(Pressemitteilung HSK)
Aktuell werden 62 UMA betreut, davon leben 16 in Pensionen und Wohnungen und die anderen in Jugendhilfeeinrichtungen oder Verselbständigungsgruppen. Die Zuweisungsquote steigt stetig an und liegt aktuell bei 74 UMA, so dass in Kürze weitere zwölf UMA untergebracht werden müssen. Die Vorlaufzeit beträgt lediglich drei bis fünf Werktage. Es handelt sich überwiegend um männliche Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren.
Gesucht wird freier Wohnraum beispielsweise in Pensionen oder Ferienwohnungen oder auch direkt in Familien, die sich eine solche Aufnahme vorstellen können. Eine ambulante Betreuung der jungen Menschen durch freie Jugendhilfeträger soll ermöglicht werden, allerdings werden die Ressourcen dort immer knapper.
Interessierte können sich an die Fachstelle UMA, Judith Wegener (Telefon: 0291/94-3323) oder Theresa Theck (Telefon: 0291/94-3335), wenden. Sie stehen auch für Rückfragen gern zur Verfügung.
Kirchenrenovierung in Siedlinghausen (Symbolbild: zoom)
Über 1200 Wörter oder mehr als 7000 Zeichen ohne Leerzeichen benötigt der Autor eines aktuellen Westfalenpost-Artikels um sich mit Gemeinplätzen um die Probleme der katholischen Kirche herumzudrücken und Nichts zu sagen.
Die Überschrift des Beitrags hinter der Bezahlschranke lautet:
Kirche im Sauerland: „Wir müssen uns als Kirche verändern“.
Die Kritik an der Kirche ist groß. Der neue Dechant Kamphans und sein Team wollen neue Wege gehen. „Kirche wird sich weiter verändern“, sagt er.
Ich habe den Beitrag mehrmals gelesen und habe nicht gefunden, worin die konkrete Kritik an der Kirche besteht.
Anlass des Artikels war die Wahl von Matthias Kamphans zum neuen Dechanten des Dekanats Hochsauerland-Ost.
Mir fielen aus dem Handgelenk ein paar Themen ein: sexuelle Gewalt, Vertuschung, Kardinal Woelki, Kardinal Franz Hengsbach, Stellung der Frauen, Zöllibat, rechtsradikale Priester…
Mit keinem Wort wird der Synodale Weg erwähnt, geschweige denn das aktuelle aufrüttelnde apostolische Schreiben des Papstes zur Klimakrise Laudate Deum (siehe dazu hier im Blog).
Zu einigen dieser Themen, Probleme und Kritikpunkte hätte der neue Dechant befragt werden können. Stattdessen allgemeine Phrasen wie:
„Uns sind die Menschen wichtig – nicht die Strukturen“
„Wir müssen Kirche vom Bedarf der Menschen denken.“
„Wir sind für jemanden in einer gläubigen, hoffenden Haltung in den Gemeinden unterwegs.“
„Wir stehen in diesem starken Gegenwind, der auch an uns nagt. Daher ist es auch ein Teil meiner Aufgabe, uns in diesem Sturm untereinander zu stützen.“
„Matthias Kamphans wehrt sich dagegen, dass so vieles in der Kirche schlecht geredet wird.“
„Aber wir machen auch viele Dinge gut. Denke Sie an Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen“
„Veränderungen müssen und dürfen aber auch wertgeschätzt und genutzt und nicht verdammt werden.“
Ich denke, die Zitate machen deutlich, dass man nach dem Lesen auch nicht schlauer ist.
„Die Kritik an der Kirche ist groß“, wird aber im Artikel unter den Tisch gekehrt. Selbst in katholischen Medien wie katholisch.de wird die/der Leser*in, wie hier im Fall Hengsbach, besser informiert.
Bahnfahrer werden im Hochsauerlandkreis derzeit nicht verwöhnt.
Auch heute, am 15.10.2023 wird in der “offiziellen” Navigator-App der DB noch der falsche Eindruck erweckt, als würde morgen früh der Zug von Meschede nach Kassel-Wilhelmshöhe durchfahren. (Screenshot: SBL)
So verlängert sich die Fahrt zum und vom wichtigen Umsteigebahnhof Dortmund Hbf um eine halbe Stunde, weil die direkte Verbindung zwischen Fröndenberg und Dortmund-Hörde gesperrt ist und alle Züge über Witten und Schwerte umgeleitet werden.
Noch ungünstiger aber sind die Verbindungen in Richtung Kassel, zum anderen wichtigen Umsteigebahnhof. Bereits seit Anfang Mai besteht zwischen Bestwig und Brilon-Wald Schienenersatzverkehr (SEV), wegen der Vorbereitung der Sanierung des Elleringhauser Tunnels. Dieser SEV sollte ursprünglich bis zum 28.08. dauern, wurde dann mit einer Ankündigung nur drei Tage vorher um sieben Wochen verlängert. Aber auch der Termin 15.10. wird nicht eingehalten. Diesmal wurde nur zwei Tage vorher eine Verlängerung um weitere drei Wochen angekündigt, bis voraussichtlich zum 03.11. In einer internen Mitteilung der DB heisst es: “Ursache hierfür ist eine Verzögerung bei der Inbetriebnahme des neuen Gleises im Tunnel… Dieses Gleis muss mit seinen Weichen und Signalen an die Stellwerke angebunden werden.”
Muss das ein halbes Jahr dauern? Und ob dieser SEV am 03.11 wirklich zu Ende geht?
Damit nicht genug. Der SEV wird durch mittlerweile gleich 4 große Straßenbaustellen mit Umleitungen ausgebremst: zwei in Brilon-Stadt, eine in Brilon-Altenbüren und eine in Olsberg. Dies verlängert die Fahrzeiten weiter. In der letzten Sitzung des Wirtschaftsausschusses thematisierte die SBL-Kreistagsfraktion, ob sich die Bahn- und Straßenbaustellen nicht besser koordinieren ließen. Antwort der Kreisverwaltung: Das sei nicht möglich, wegen der unterschiedlichen Zuständigkeiten und der komplexen Planungen…
Aber es wird noch schlimmer. Schauen wir uns eine Bahnfahrt von der Kreisstadt Meschede nach Kassel an. Die dauert unter normalen Verhältnissen im durchgehenden Zug der Linie RE 17 100 Minuten, z.B. bei Abfahrt um 08:16 Uhr mit Ankunft um 09:56 Uhr. Wer diese Fahrt im Zeitraum vom 24.10. bis zum 01.11. antritt, braucht fast zwei Stunden länger pro Weg. Denn dann verkehren die Züge der Linie RE 17 nur bis Bestwig und (nach SEV-Fahrt) von Brilon-Wald nur bis Marsberg. Von dort geht es mit dem zweiten SEV weiter nach Warburg, dann Umstieg in den dritten SEV nach Kassel.
Benötigt man am Ende für eine Fahrt über ca. 90 km länger als mit dem E-Bike?! Dafür hat man das besondere Erlebnis, auf dieser relativ kurzen Strecke drei verschiedene Schienenersatzverkehre kennenzulernen, mit langen Fahr- und Umsteigezeiten.
Auch auf einer Bahnfahrt von Soest nach Kassel sieht es aktuell nicht viel besser aus. Wegen der Folgen eines schweren Güterzugunglücks war die Strecke zwischen Geseke und Paderborn fünf Wochen lang gesperrt. Morgen (am 14.10.) wird sie wieder geöffnet, aber nur für genau zwei (!) Tage. Danach ist sie wieder für eine Woche gesperrt, wegen Brückenbauarbeiten in Paderborn. Koordination misslungen!
UPDATE am 15.10.: Auch heute wird in der “offiziellen” Navigator-App der DB noch der falsche Eindruck erweckt, als würde morgen früh der Zug von Meschede nach Kassel-Wilhelmshöhe durchfahren (siehe Screenshot oben).
Graffiti, wie hier unter der A 49 in Kassel, kann beruhigen oder verstören oder einfach nur zum Nachdenken anregen. Schmuckbild zum Thema. (foto: zoom)
Zwischen dem 10. und 20. Oktober dreht es sich an verschiedenen Orten im gesamten HSK um die seelische Gesundheit mit dem Schwerpunktthema Angst. Einige Akteurinnen und Akteure des Gemeindepsychiatrischen Verbundes (GPV) im HSK veranstalten mit weiteren Anbieterinnen und Anbietern gemeinsame die Aktionswoche Seelische Gesundheit im HSK. Interessierte Bürgerinnen und Bürger erwartet ein reichhaltiges Informations- und Workshopangebot.
(Pressemitteilung HSK)
Vorträge, Filmvorführungen, Workshops, Kreativangebote oder Informationsveranstaltung zu den Themen rund um mentale Gesundheit und Angst sind die unterschiedlichen Programmformate, die im Rahmen der Aktionswoche für interessierte Bürgerinnen und Bürger angeboten werden. Der Gemeindepsychiatrische Verbund (GPV) im HSK schließt sich für den Hochsauerlandkreis mit unterschiedlichen Angeboten der bundesweiten Woche des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit an.
Für die Ersteinweisung für neue Mobile Retter und für die Wiederholungsschulung für bereits aktive freigeschaltete Mobile Retter gibt es noch freie Plätze. Die Veranstaltungen finden an folgenden Terninen/Orten statt:
Freitag, 13.10.2023, 18:30 Uhr, Schützenhalle Arnsberg-Niedereimer, Himmelpfortener Weg 2, 59823 Arnsberg-Niedereimer und
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