Umleitung: Irangezwitscher, Sex in Holland, Papst, Piraten, Post und StamoKap(utt) mit Top Nebenverdienst

umleitungMedienohnmacht: Irangezwitscher – Süßer Vogel Freiheit? … carta

Papst: beleidigt Humanisten … hpd

StamoKap(utt): Verflechtung von Politik und Finanzindustrie … NachDenkSeiten

Sex and Drugs and Rock’n Roll: Hallo Holland – Fox News mag Dich nicht …

Auch wenn es nervt: Die Piraten und die Kinderschänder … ruhrbarone

Bundestag: Top-Nebenverdiener … Hamburger Abendblatt

Heimatzeitung: Die Post geht nach Tante Emma und Onkel Hit … wp-brilon

Regen im Hochsauerland: Warum nicht?

Auf dem Weg zum Minenplatz: Solche Strecken man lieben oder zu Hause bleiben
Auf dem Weg zu den Minenplätzen: Solche Strecken muss man lieben oder zu Hause bleiben

Ich gebe zu, dass es momentan im Hochsauerland viel regnet, die Waldwege sind keinesfalls als staubtrocken zu bezeichnen. Mir macht es Spaß durch den Regen zu laufen. Es ist nicht kalt, das Wasser tropft von den Bäumen. Die Buchenblätter sind immer noch von sattem Grün, obgleich am Rande schon mit braunem Rand.

Die Marktplätze
Die Marktplätze

Die Minenplätze
Die Minenplätze

Verglichen mit Laufstrecken in der Stadt sehe ich nur Vorteile: Keine Hunde, kein Gedrängel, kein Verkehrslärm, keine rücksichtslosen Radfahrer.

Dafür existieren merkwürdige Orte mitten im Wald, mit Namen wie „Marktplätze“ oder „Minenplätze“, deren Bedeutung sich aus der Anschauung nicht erschließt. Hier im Hochsauerland kann der Läufer ganz bei sich selbst selbst sein. Am besten bei schlechtem Wetter – wie heute 😉

Westfalenpost reloaded: Multiple Redaktionsleiter

Die Westfalenpost in Meschede - mit Zombie WR
Die Westfalenpost in Meschede – mit Zombie WR

Ich habe heute herausgefunden, dass Redaktionsleiter der Westfalenpost multiple Persönlichkeiten sind und im schlimmsten Fall Klone ihrer selbst. Aber dazu weiter unten.

Man kann schon auf Gedanken kommen, wenn der Regen draußen auf das Dach des Car-Ports trommelt. Nachdem ich heute die personellen Veränderungen bei der Westfalenpost in Brilon registriert hatte, dachte ich mir: Guck‘ doch mal bei der WP im Internet nach. Die werden ja ihre Redaktionen, Redakteure, Anzeigenbeschaffer und andere wichtige Leute den Leserinnen und den Lesern vorstellen, auf dass sich eine dauerhafte, enge Leser-Blatt-Bindung einstelle.

Und so gelangte ich denn zu einer Seite, auf der mir gesagt wird:

Die Westfalenpost ist das Sprachrohr der Menschen zwischen Warstein und Wittgenstein. Die WP versteht sich als Anwalt der Bürger und sagt, was Sache ist … alles lesen

Aber sonst war und ist da nicht viel Substanz.

Endlich fand ich unter dem Reiter „Kontakt“ die Auflistung der Redaktionen. Aber die Enttäuschung war groß, denn lediglich die Redaktionsleiter sind dort verzeichnet, nicht das gemeine journalistische Fußvolk, welches täglich für die Lokalredaktionen journalistert.

So konnte und kann ich also nicht sehen, welche Journalisten für die Bereiche Winterberg oder Arnsberg oder gar Meschede zuständig sind.

Erstaunlich ist, dass es anscheinend omnipotente Redaktionsleiter gibt, die gleichzeitig über mehrere Redaktionen herrschen, quasi multiple journalistische Persönlichkeiten.

Nehmen wir mal Theo Hirnstein. Er ist gleich dreimal an verschiedenen Orten unter verschiedenen Telefonnummern und E-Mail-Adressen zu erreichen: Arnsberg, Neheim und Sundern. Oder Oliver Eickhoff. Der sitzt gleichzeitig in Meschede und Schmallenberg und leitet, wie das Foto oben zeigt, noch zusätzlich eine rote WR-Redaktion, die es gar nicht mehr gibt.

Zuletzt bleibt noch das Rätsel, wohin ich die ganzen Namen zuordnen soll, die ich täglich über und an den Artikeln der Westfalenpost lese?

Gibt es noch eine Seite, die ich nicht kenne?

Helft mir!

Indoor-Minigolf Bestwig: fast ein Spielbericht …

Ungefähr zwei Drittel der Fläche: Indoor Minigolf Bestwig
Ungefähr zwei Drittel der Fläche: die Indoor-Minigolf-Anlage in Bestwig

Vor einiger Zeit hatte ich kurz die Neueröffnung der Indoor-Minigolf-Anlage in Bestwig an der Ruhr gemeldet. Der kurze lakonische Artikel hat im Internet mehr Aufmerksamkeit erhalten als ich gedacht habe zu ahnen gewagt hätte. Gott und die Welt scheinen bei Google neben „Torten“ unbedingt „Indoor Minigolf“ ins Suchkästchen einzuhacken 😉

Allen, die gerne bei mir anrufen, um sich nach Öffnungszeiten, Preisen und Anfahrt zu erkundigen, sei an dieser Stelle versichert, dass sämtliche Informationen auf der Website des Betreibers zu finden sind.

Heute, an einem warmen, aber regnerischen Julitag, habe ich endlich selbst einmal die Anlage besucht. Für zwei Erwachsene und zwei Kinder haben wir 10 Euro bezahlt. Die Vorteile der Anlage sind offensichtlich. Es war trocken und die Bahnen sind in einem sehr guten Zustand. Das Spiel wird dadurch kalkulierbarer. Das Bild oben täuscht. Es waren heute Nachmittag alle Bahnen mindestens einfach besetzt. Die Fläche im ersten Stockwerk des LIDL-Geschäftsgebäudes an der Hauptstraße in Bestwig ist bei voller Besucherzahl recht klein und trotz geöffneter Türen und Fenster war das Mikro-Klima eher drückend feucht-warm.

Eine der Videokamaras, rechts der WLAN-Router(?)
Eine der Videokamaras, rechts der WLAN-Router(?)
Draussen vor der Tür: rechts mittig der Bildschirm
Draussen vor der Tür: rechts mittig oberhalb der Adresse sitzt der Monitor

Mindestens drei Video-Kameras überwachen den Raum. Das Geschehen im Saal wird live auf mehreren Bildschirmen gezeigt, von denen einer rechts neben der Eingangstür platziert ist. Mir persönlich ist dieser Grad der Video-Überwachung und -Übertragung zu „britisch“.

Sollte ich noch einmal wiederkommen, dann alleine bei kühlem Wetter, während einer Schwachlastzeit. Dann würde ich üben, üben und nochmals üben, weil mir bei den sensibel reagierenden Bahnen heute zu viele Bälle im Nirvana gelandet sind.

Westfalenpost: Neuer Mann im Hochsauerland

Up, up and away - Arbeitsplätze in Soest (Bild) und Werl.
Up, up and away - Arbeitsplätze in Soest (Bild) und Werl.

Die Schließung der Westfalenpost in Soest und Werl Ende Juni hat anscheinend für einen Neuzugang bei der Westfalenpost in Brilon gesorgt. Stefan Rebein, der bis Ende Juni noch für die WP Werl schrieb, hat sich klick, klack , klock und kloinck ins Hochsauerland eingeschrieben. Nicht schlecht 😉

Ich weiß zur Zeit bislang nicht, ob es noch weitere personelle Veränderungen gegeben hat.

Umleitung: Harry Potter Atheist, Rechte entern Piraten und Vorsicht bei Sex – im Urlaub!

Milliardengeschenke: Ist der Ruf erst ruiniert … nachdenkseiten

Diesterweg: für eine nicht-konfessionelle Schule und gegen die kirchliche Vorherrschaft in der Schule … hpd

A cool nerd: Harry Potter Darsteller Daniel Radcliffe –  „I’m an atheist, but I’m very relaxed about it. I don’t preach my atheism“ … telegraph

Piraten von rechts geentert: Das war es mit den Piraten … ruhrbarone klick und klack

Medien-Euphorie: Ein lesenswertes Downgrade:  Die Allianz von Internet und Kapital … sueddeutsche

Heimatzeitung Meschede: Vorsicht bei Sex – im Urlaub! … wp

In meinem Briefkasten: „Wo liegen die Motive für den Kauf von RWE-Aktien für 30 Mio Euro?“

Heute lag in meinem Briefkasten folgende Pressemitteilung der SBL-Fraktion im Mescheder Kreistag:

Sehr geehrte Damen und Herren!
In der Samstagsausgabe von WP und WR wurde auf den Lokalseiten im
Hochsauerlandkreis eine Pressemitteilung der Kreisverwaltung abgedruckt
[http://www.hochsauerlandkreis.de/presse/2008/presseservice734113.php].
Dazu habe ich gestern mittag an die Lokalredaktionen von WP und WR im
Hochsauerlandkreis folgenden Leserbrief geschickt, den ich Ihnen zur Information übersende:

*Wo liegen die Motive für den Kauf von RWE-Aktien für 30 Mio Euro?*

Bei dem Beitrag auf der Sauerlandseite der Samstagsausgabe handelt es
sich um den Abdruck einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung. In ihr
wird über einige wenige Details des vom Kreistags mehrheitlich
beschlossenen Erwerbs von RWE-Aktien für 30 Mio Euro von der WestLB
berichtet. Sehr ungewöhnlich war die Beschlussfassung über diesen
Aktienkauf in nichtöffentlicher Sitzung des Kreistags. Denn der Kreistag
tagt grundsätzlich öffentlich; der Ausschluß der Öffentlichkeit ist nur
in wenigen Ausnahmefällen zulässig. Bei der Beratung von
Beteiligungsangelegenheiten ist kein Grund für die Nichtöffentlichkeit
erkennbar; alle relevanten Daten müssen sowieso in dem jährlich
vorzulegenden Beteiligungsbericht des Kreises veröffentlicht werden oder
sind aus der Jahresrechnung des Kreises zu entnehmen. Da es sich beim
Kauf eines 30-Mio-Euro-Aktienpakets von der Westdeutschen Landesbank um
eine sehr bedeutsame Angelegenheit handelt, hat die
SBL-Kreistagsfraktion beim VG Arnsberg eine Klage gegen die
nichtöffentliche Behandlung dieses TOP eingereicht.
„In meinem Briefkasten: „Wo liegen die Motive für den Kauf von RWE-Aktien für 30 Mio Euro?““ weiterlesen

Weißt Du welche Blumen blühen?

Welche Blütenpflanze ist dies?
Welche Blütenpflanze ist dies?

Auf den freien Flächen entlang der Wege im Hochsauerland blühen zur Zeit allerlei hochgewachsene Kräuter.

Diese über ein Meter hohe Pflanze wächst auf meiner Laufstrecke hoch zur Krämerhöhe in Nachbarschaft zum Fingerhut. Irgendeine Idee?

Art? Familie?

Hier noch eine Nahaufnahme:

Jetzt ist es aber klar, oder?
Jetzt ist es aber klar, oder?

Kommunalwahlen 2009 im Hochsauerland: Was haben die Freien Wähler zu bieten?

Zwischen Himmel und Erde. Welche Position haben die Freien Wähler?
Anflug zur Kommunalwahl: Zwischen Himmel und Erde. Welche Position haben die Freien Wähler?

Die Kommunalwahlen 2009 rücken auch im HSK näher und es wird Zeit, ein paar Überlegungen anzustellen. Ich persönlich würde mir wünschen, dass die Hegemonie der CDU im Hochsauerland gebrochen wird und sich andere, vielleicht neue, Parteien und Gruppierungen in demokratischen Auseinandersetzungen entwickeln und behaupten.

Ich kenne einige nette Menschen die in der CDU organisiert sind, aber politische Monokulturen und Konsensgesellschaften sind auf Dauer Gift für die Demokratie. Auch diese Inhalte bringen mir nichts. Die Kritik zum CDU-Wahlprogramm.

Die SPD ist als Oppositionspartei praktisch nicht vorhanden, dito die Grünen, wobei ich ausdrücklich die öffentliche Politik meine.

Jenseits der Inhalte, über die noch zu reden sein wird, halte ich Transparenz, also die Offenheit und Durchschaubarkeit politischer Diskurse und Entscheidungen für ein hohes Gut. Mir missfällt alle politische Strippenzieherei in irgendwelchen Hinterzimmern der Macht. Mir missfällt, wenn Menschen, auch diejenigen, die über mich bestimmen, nur noch Antworten haben und keine Fragen.

Die Sauerländer Bürgerliste(SBL), eine Abspaltung der Grünen im Mescheder Kreistag, hat bislang eine sehr offene Politik betrieben. Dies ist auf der SBL-Website leicht nachzuprüfen, und ich habe es des öfteren gewürdigt.

Jetzt hat sich die SBL mit „Freien Wählern“ aus Hallenberg und aus Medebach zusammengetan, um auf einer gemeinsamen Liste wieder in den Kreistag einzuziehen.

Ich habe nichts dagegen, wenn die beiden jetzigen SBL-Abgeordneten wieder im Kreistag Politik betreiben und von ihrer hervorragenden Geschäftsführerin mehr als unterstützt werden.

Aber: Wer sind die „Freien Wähler“ mit denen sie sich zusammentun?

Mich interessieren  die Themenfelder Sozialpolitik, Arbeitsmarktpolitik, Umwelt, Bildung, demokratische Strukturen und die Personen, die auf der Liste antreten.

Außerdem interessiert mich, welche Probleme/Themen das neue Bündnis selbst als vorrangig für das Hochsauerland ansieht.

Ich bin gespannt auf programmatische Äußerungen.

Ruhrbarone: „Hommage“ an Heinrich Lübke – den sprachgewaltigen Sauerländer

Ein schöner Artikel ist heute bei den ruhrbaronen zum Leben, Wirken und zu den Reden Heinrich Lübkes erschienen:

Sein Leben war mehr als eine permanente Freak-Show: Heute vor 50 Jahren trat Heinrich Lübke sein Amt als Bundespräsident an. Die Vorwürfe, KZ-Insassen hätten unter seinem Kommando schuften müssen, verstummten nie. Doch in seiner sauerländischen Heimat gedenkt man Lübke mit Wohlwollen. Gleich drei Gebäude tragen dort den Namen Heinrich-Lübke-Haus …

Ich habe mich beim Lesen augenblicklich an die fast vergessene Zeit erinnert, in der wir als Gymnasiasten unsere anti-autoritäten Stilübungen und Reflexe  durch das Auflegen der „Pardon Schallplatte“ mit Lübkes Redeschnippseln auslebten; oft in der „Fade-Out“-Phase unserer Partys im Morgengrauen, „when the music was over“.

(Allerdings kann ich mich beim besten Willen nicht daran erinnern, ob es eine 45er oder eine 33er Scheibe gewesen ist.)

Ein weiterer „Brüller“ war damals auf völlig gegensätzliche Art John Lennons Büchlein: „In meiner eigenen Schreibe“, vorzulesen vorzugsweise vor oder nach der Lübke Rezeption.

Lennon und Lübke ein unmögliches Paar, welches nur im schrankenlosen Denken von Jugendlichen zueinander finden konnte.

Die Platte gibt es seit einigen Jahren wieder als CD: (Direktlink funktioniert nicht, daher dort in der Suche „Lübke“ eingeben)

Das waren noch Zeiten, als Heinrich Lübke für Deutschland sprach! »Equal goes it loose«, sagte er 1965 zur englischen Königin im Garten von Schloss Brühl kurz vor dem Zapfenstreich. Oder: »Die Finnländer könnten eigentlich Westfalen sein«, oder: »Jeder von uns hat eine Mutter«. Geflügelte Worte, tiefe Einsichten, zeitlose Wahrheiten. Seine Parteifreunde haben seine zahlosen sprachlichen Fehlgriffe schier in den Wahnsinn getrieben, und 1965 schrieb der Spiegel: »Irgendwer muss Frau Lübke auch sagen, dass sie auf Staatsbesuchen ihren Mann nicht mit dem Ruf ›Heini, wir gehen zu Bett‹ ins Quartier beordern kann.« Aber »Pardon« ließ auf diesen Bundespräsidenten nichts kommen und veröffentlichte eine legendäre Langspielplatte: Heinrich Lübke redet für Deutschland. Eine Verteidigungsrede. Diesen Spaß können Sie jetzt wieder haben.

Aber lest erst einmal auch zu den hässlichen politischen Facetten eines bundesdeutschen Präsidenten den Artikel bei den ruhrbaronen.