Umleitung: Medien, WEB 2.0, Kreative, Krise, schlappe Waden und Kirmes

Medien I: Digitaler Kulturkampf … nzz

Medien II: Wenn der Abmahner zweimal klingelt … Stefan Niggemeier

Medien III: Springer will Online kassieren … FAZ

Kreative Selbstausbeutung: Bochum vs. Berlin … ruhrbarone

Wirtschaftskrise: Bankenretter im Zwielicht … freitag

schlappe Waden: Elektro-Fahrräder in Winterberg … winterberg

Winterberg feiert: Kirmes eröffnet … wpWinterberg

Wennemen: Bürgerinitiative „Ruhrtaltrasse – Nein“ geht Online

Bürgerinitiative Wennemen geht Online

Bürgerinitiative Wennemen geht Online

Die Bürgerinitiative gegen die Ruhrtaltrasse längs des kleinen Ortes Wennemen im Sauerland hat sich online gemeldet.

Das Straßenbauvorhaben, gegen das sie sich wendet, wird in den Unterlagen der Projektgruppe integrierte Gesamtverkehrsplanung NRW folgendermaßen definiert:

Zubringerfunktion zur A46 und Verbindungsfunktion A46 und B55 Entlastung der OD Olpe und OD Freienohl vom Durchgangsverkehr (besonders von dem hohen Anteil des Schwerlastverkehrs) und Stärkung der innerörtlichen Entwicklungspotentiale

Ich habe mich mit den Zusammenhängen bislang nicht beschäftigt und erlaube mir daher noch kein Urteil.

Wennemen ist hier im Blog lediglich im Rahmen eines schwachen Kalauers erwähnt.

Zur Einschätzung von Bürgerinitiativen stelle ich als Erstes folgende Fragen:

Vertritt die Bürgerinitiative mit ihren Forderungen ein allgemeines Interesse oder werden Partikular-Interessen unter dem Deckmantel einer höheren Moral verborgen?

Kann es auch sein, dass der Staat, in diesem Falle wohl das Land NRW samt seiner Behörden im Zielkonflikt mit der Bürgerinitiative die Wahrheit zumindest verbiegt?

Die Fragen sind gestellt. Ich belasse es für heute bei diesem Eintrag, verweise(verlinke) auf  die Initiative im  Seitenmenü unter „Links“ und werde mich in Zukunft näher und kontinuierlicher mit dem Thema Umgehungsstraße L 541 bei Wennemen beschäftigen.

Update: weitere Infos

Westfalenpost Meschede

Jusos Meschede

Sauerländer Bürgerliste

Umleitung: Hallenberger Kriegerverein, Musik, Braune Netzwerke, Italienische Linke, Energie vor Ort

Heimatzeitung: Hallenberger Kriegerverein … Nach der Gründung kamen zwei Weltkriege auf den Verein zu … wpHallenberg

Nach dem Zocken: Kommunen erobern Energieversorgung zurück … NachDenkSeiten

Vor der Musik: These New Puritans in Köln … ruhrbarone

Il Manifesto: Was von der italienischen Linken übrig blieb … freitag

Rechte: Nette alte Dame – fieses braunes Netzwerk … taz

Aufgepasst! FDP kann HSK – Ich kann Mikado.

WIR kennen und können HSK - ICH kann Mikado
WIR kennen und können HSK – ICH kann Mikado

Grundgesetz, Artikel 21, Absatz 1, Erster Satz: „Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit.“

Ich bin in den letzten Tagen morgens, mittags und abends an diesem Plakat der FDP vorbei gefahren. Was will mir diese Partei in schönstem Verona-Feldbusch-Deutsch sagen? Was können die, wenn sie „HSK können“. Muss ich mich davor fürchten?

Ja!

Die Parteien sollen mir erklären, wie sie auf die Herausforderungen der – ich mache es mal unpathetisch – nächsten Zeit umgehen wollen.

Zur Erinnerung:

  • große Bildungskrise
  • große Wirtschaftskrise
  • große Finanzkrise
  • ein Krieg, der nicht Krieg genannt wird
  • Woolworth Winterberg schließt
  • Hertie Meschede kaputt
  • Kurzarbeit ohne Ende
  • und alles, was mir sonst gerade nicht einfällt

Und dann kommen zusätzlich zum Schlaftabletten-Wahlkampf von Steinmeier und Merkel solche Sprüche auf Wahlplakaten der Parteien.

Die Menschen sind zur Zeit politisiert und hoch-sensibel für die gesellschaftlichen Entwicklungen. Die Gefahr besteht, dass wenn die Parteien nicht auf die wichtigen Fragen(s.o.) eingehen, sondern mit Nebelschwaden aus den Werbeagenturen die Köpfe verwirren, sich andere mit einfachen Rezepten an die „niederen Instinkte“ wenden.

Diese „Anderen“, das können oder werden die Rechten sein. Die Nazis oder die Faschisten – nennt sie wie ihr wollt.

Erklärt lieber selbst euren Wählern, aus welchem Grund beispielsweise die Banker Boni erhalten, obwohl der Staat gerade die von ihnen ruinierten Banken gerettet hat, bevor es andere für euch tun.

In Deutschland hat das in der Krise schon einmal jemand mit dem Vornamen „Adolf“ sehr erfolgreich praktiziert.

Komischerweise profitiert allem Anschein nach die „Guido-Partei“, von den Folgen des Desasters für das der Neoliberalismus mit verantwortlich ist. Die FDP hat erfolgreich ihre Spuren verwischt.

Ihr mögt euch fragen: „Was hat den bitte schön der HSK mit der Krise zu tun?“

Das müsst >>ihr<< mir erklären.

Aber nicht so:

Wahlprogramm der FDP-Winterberg für die Kommunalwahl am 30. August 2009

von Administrator (admin) am 21.03.2009

Wahlprogramm der FDP-Winterberg für die Kommunalwahl am 30. August 2009

Das Wahlprogramm der FDP-Winterberg zur Kommunalwahl am 30. August 2009 wird zur Zeit erarbeitet und in Kürze online sein.

Danach wird es in einer jeweils aktualisierten Form hier veröffentlicht.

Bitte beteiligen Sie sich an unserer Arbeit  – BÜRGER FÜR BÜRGER –  und senden Sie uns Ihre Anregungen zu, hierfür unseren besten Dank!

Als Screenshot von heute:

Ohne Worte
Ohne Worte

Liebe Alt-Parteien, macht das Fenster auf. Wir brauchen Luft zum Denken und zum Verstehen.

Update: Wir reagieren selbstverständlich unverzüglich auf Leserbriefe 😉

Kommunalwahlen 2009. Zum Beispiel Winterberg: keine Trennschärfe

Alles im Rahmen:  Amtsinhaber Werner Eickler
Trotz Licht und Schatten alles im Rahmen: Amtsinhaber Werner Eickler

Jetzt hängen sie wieder an den Masten, sauber, ordentlich und unerreichbar hoch für spontane oder geplante Verfremdungsaktionen wie sie in größeren Städten ab und an üblich sind.

Ich wollte mich dieses Jahr ganz besonders um die Kommunalwahlen vor Ort kümmern, mich den Details und den großen Linien widmen. Es geht nicht. Ich scheitere schon am den Wahlkampfmaterialien. Um das zu erklären, schiebe ich noch eben das Plakat des Herausforderers für das Bürgermeisteramt der Stadt Winterberg ein:

Will er wirklich Bürgermeister werden? Der Herausforderer: Richard Gamm
Will er wirklich Bürgermeister werden? Der Herausforderer: Richard Gamm

Der eine sagt: „Weiter. In guten Händern„, der andere „Kompetenz durch Erfahrung„. Was jetzt?

Ich habe mal herum gefragt und am interessantesten fand ich folgende sinngemäße Aussage: Bin überhaupt nicht CDU, aber warum soll ich den Eickeler nicht wieder wählen. Der Mann hat keine großen Fehler gemacht. Wenn er Schwächen hat, werden die durch ein gutes Team aufgefangen.

Kürzlich lag ein  Flyer der SPD Winterberg(pdf) in meinem Briefkasten. Der Bürgermeisterkandidat, der Herausforderer, Richard Gamm stellt sich vor:

1. Seite: Bild, Slogan und Internet-Adresse.

2. Seite: Zur Person

3. Seite: Engagement in Vereinen und Verbänden

4. Seite: Buntgemischtes

5. Seite: Politische Aktivitäten (Rat, Ausschüsse etc.)

6. Seite, obere Hälfte:

„Für Winterberg kann ich ein guter Bürgermeister sein …

  • weil ich gut zuhören kann
  • weil ich kooperativ und teamfähig bin
  • weil ich lamgjährige kommunalpolitische Erfahrungen habe
  • weil ich Kompetenz und Erfahrung aufgrund meiner vielfältigen Aktivitäten und Tätigkeiten besitze
  • weil ich beharrlich und ausdauernd Ziele verfolge.“

Das sind schon tolle Qualifikationen, für zum Beispiel den Kundenberater der Sparkasse. Der Amtsinhaber Werner Eickler wird nicht beunruhigt sein.

6. Seite, untere Hälfte:

„Meine politischen Ziele für Winterberg

  1. Erhalt und Ausbau der schulischen, touristischen, sportlichen, kulturellen und medizinischen Infrastruktur
  2. Schaffung von qualifizierten Ausbisldungs- und Arbeitsplätzen z.B. durch kostenlose Bereitstellung von Gewerbeflächen
  3. Gleiche Unterstützung aller Aktivitäten in der Kernstadt und den Dörfern
  4. Förderung junger Familien, die leerstehende Häuser besetzen erwerben
  5. Keine „Vermögensumwandlung“ im Sinne von Waldverkauf
  6. Keine Neuverschuldung

Das kann Werner Eickler auch fast alles locker unterschreiben und danach gut schlafen.

Ich aber möchte doch wissen, wie sich der Herausforderer vom Amtsinhaber unterscheidet, was er anders machen wird, was er für falsch hält an der Politik des amtierenden Bürgermeisters und der Mehrheitspartei CDU.

Es ist doch Wahlkampfzeit. Da sind die Menschen aufmerksamer, politischer.

Wo ist die Trennschärfe?

Das ist kein Wahlkampf, sondern Verwaltung von Opposition, die anscheinend keine ist. Kein Original, nicht originell. Schon verloren.

Zum Thema SPD-Niedergang: Das Ende der Ära Schröder … sprengsatz

Umleitung: Big Brother Amazon, keine Witze über Jesus und Coaching für den Millionär

Amazon goes 1984: The Future of Book Banning? … eff

1. August: Einstieg in den Überwachungsstaat … wissenslogs

Frau von der Leine: Meinungsfreiheit als Sondermüll … lawblog

Niederlande: Keine Witze über Jesus … weltonline

Sozialneid: »Coaching für den Millionär, klar kannste das absetzen!« … jungeWelt

Bahn AG: Realitätsferne als Unternehmensprinzip … ruhrtalcruising

Sauerland im eigenen Saft: Zahl der Einbürgerungen sinkt … sbl

Kommunalwahlen: Klick-Strecken versaften Lokalpolitik … wp

Umleitung: Religion, Schalke und Wahlen

Religion I: Linke fordern Ethikunterricht … DerWesten

Religion II: Auf Schalke – Jahwe war kein Flankengott … ruhrbarone

Religion III: Muslime protestieren gegen Schalker Vereinslied … weltonline

Bundestagswahlen: SPD – und sie wehrt sich nicht … nachdenkseiten

Wahlen im Hochsauerland: Von überall lachen einem Politiker entgegen … wp

265 alte Müllkippen im Hochsauerlandkreis – 15 wurden bisher beprobt

Idyll am Meisterstein

Idyll an der ehemaligen Deponie am Meisterstein – nicht beprobt

In meinem Briefkasten fand ich folgende Meldung:

265 alte Müllkippen im Hochsauerlandkreis – 15 wurden bisher beprobt

Diese Antwort gab die Kreisverwaltung auf eine Anfrage der Fraktion
Sauerländer Bürgerliste.

Es handelt sich dabei um folgende stillgelegte Deponien:

Deponie Buchhorst Olsberg
ehem. Müllkippe Olsberg II
ehem. Gemeindedeponie Altastenberg
Bodendeponie gebr. Schmiedeler
Bodendeponie Dr. Mlynek
ehem. Gemeindedeponie Hallenberg II
ehem. Gemeindedeponie Bruchhausen II
ehem. Ortskippe Cobbenrode im WSG Cobbenrode
ehem. Müllkippe Velmede
ehem. Ortskippe Reiste
ehem. Hausmülldeponie Meschede, Waldstraße
ehem. Hausmülldeponie Brilon, Am Oestenberg
ehem. Hausmülldeponie Marsberg, Jittenberg
ehem. Hausmülldeponie Winterberg, Helletal
ehem. Hausmülldeponie Schmallenberg, Am Wormbacher Berg

In der Antwort der Kreisverwaltung heißt es weiter:
„Bisher wurden bei den vorgenannten Deponien keine Auffälligkeiten
festgestellt.“

Bus und Bahn: Stadt schlägt Land

Linie U1 in Hamburg: urbane Mobilität schlägt träge ländliche Verkehrssysteme
Linie U1 in Hamburg: urbane Mobilität schlägt träge ländliche Verkehrssysteme

Die Bus- und Bahnpreise im Hochsauerland ärgern mich gewaltig. Diese Ärger schwillt immer dann an, wenn ich aus einer Großstadt zurückkehre. Neben den hohen Preisen, zu denen ich gleich komme, gesellt sich zusätzlich die oft „unterirdische“ Taktung der Verkehrsmittel. Ich würde nur allzu gerne auf ein Auto verzichten, könnte dann aber unser Arbeits- und Familienleben hier im Hochsauerland überhaupt nicht mehr vernünftig und angemessen organisieren.

Jetzt zum Vergleich:

Im Großbereich Hamburg, kann ich mit einer Tageskarte für 6,30 Euro zusammen mit drei Kindern im Alter bis 14 Jahren mit Bus, Bahn und HVV-Schiffen in der Fläche herumfahren soviel ich will. Die 9-Uhr Tageskarte kostet sogar nur 5,30 Euro.

Seit dem 1. August gelten im HSK neue Tarife. Ohne Kinder, ganz allein, komme ich beispielsweise für 5,30 nicht von Olsberg nach Winterberg. Da muss ich für eine einfache Strecke 5,90 Euro bezahlen.

Weitere Informationen und Beispiele für das Hochsauerland hat die SBL-Kreistagsfraktion auf ihrer Website veröffentlicht:

Wer heute (am 1. August) eine Fahrkarte für den Nahverkehr im Kreisgebiet gelöst hat, ist um eine schmerzliche Erfahrung reicher: die Fahrkarten sind seit heute in den relevanten Preisgruppen 2 bis 5 durchschnittlich um mehr als 6% teurer geworden, die 4er-Karten sogar um fast 7%. Die “offiziellen” Verlautbarungen nennen zwar eine niederigere Steigerungsrate, berücksichtigen aber nicht, welche Preisgruppen häufig genutzt werden. Zwar stieg der Tarif in der Preisgruppe 1 nur um 0,05 Euro bzw. 3,5%, aber diese Preisgruppe kommt nur sehr selten zur Anwendung.

So sieht es jetzt in den relevanten Preisgruppen aus:
Preisgruppe 2 (z.B. Meschede-Bestwig, Oeventrop-Freienohl, ArnsbergNeumarkt-Niedereimer): von 2,10 Euro auf 2,25 Euro;
Preisgruppe 3 (z.B. Meschede-Freienohl, Altenbüren-Olsberg, Bestwig-Brilon, ArnsbergNeumarkt-Hüsten): von 2,90 Euro auf 3,10 Euro;
Preisgruppe 4 (z.B. ArnsbergBahnhof-Sundern, Olsberg-Bestwig, ArnsbergNeumarkt-Freienohl): von 4,20 Euro auf 4,40 Euro;
Preisgruppe 5 (z.B. Olsberg-Winterberg, Olsberg-Medebach, Brilon-Bredelar): von 5,60 Euro auf 5,90 Euro.
Die Preise je gefahrenem Kilometer liegen in diesen typischen Beispielen nun zwischen etwa 0,40 und 0,60 Euro. Damit leistet der RLG-Tarif (der auch für Bahnfahrer gilt) einen sehr unerfreulichen Beitrag zur Anhebung der Preissteigerungsrate und zur erhöhten finanziellen Belastung der Haushalte.

Die Schuld liegt allerdings nicht bei der RLG alleine. Die drastischen Kürzungen der Nahverkehrsmittel durch Bund und Land haben die finanziellen Spielräume erheblich eingeengt. Trotzdem fällt es auf, dass die im HSK gültigen Tarife um etwa ein Drittel teurer sind als im Nachbarkreis Waldeck-Frankenberg. Auf der SBL-Website lesen.