Nationales Referenzlabor bestätigt Verdacht auf Geflügelpest bei verendeter Wildgans in Sundern

Dritter Geflügelpest-Fall bei einem Wildvogel im HSK

Symbolbild: Wildgänse hauptsächlich Grau- und Blässgänse am Niederrhein. (Foto: Ralf Hüsges, wikimedia)

Hochsauerlandkreis./Sundern. Bei einer in der Stadt Sundern verendet aufgefundenen Wildgans wurde die Geflügelpest (Aviäre Influenza) festgestellt. Das nationale Referenzlabor des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) hat den Nachweis am 05.01.2026 abschließend bestätigt.

(Pressemitteilung HSK)

Nach dem Auffinden der verendeten Wildgans auf einem Privatgrundstück in der Stadt Sundern (Kernstadt) wurde der Tierkörper von der Stadt Sundern geborgen und nach Abstimmung mit dem Kreisveterinäramt am 22.12.2025 zur Untersuchung zum Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen in Arnsberg verbracht. Dort verliefen die ersten Tests auf Geflügelpest mit positivem Ergebnis, woraufhin Proben zur Bestätigung des Untersuchungsergebnisses an das nationale Referenzlabor geschickt wurden.

 Es handelt sich um den dritten bestätigten Fall von Geflügelpest bei einem verendeten Wildvogel im Hochsauerlandkreis. Bei den anderen beiden Fällen handelte es sich um einen Kranich und einen Bussard, bei denen im November 2025 eine Infektion mit dem Erreger der Geflügelpest nachgewiesen wurde. Da es sich auch bei dem aktuellen Fall um einen Wildvogel handelt, ist die Einrichtung von Restriktionszonen nicht vorgesehen.

Indes empfiehlt Das Kreisveterinäramt allen Geflügelhaltern, aktuell insbesondere im Bereich der Stadt Sundern, ihr Geflügel zum Schutz vor Infektionen eigenverantwortlich vorsorglich aufzustallen.

Außerdem bittet das Kreisveterinäramt nochmals alle Geflügelhalter, auch Hobbyhalter, die allgemeinen und rechtlich vorgeschriebenen Biosicherheits- und Hygienemaßnahmen konsequent zu beachten, um einen Eintrag des Geflügelpesterregers in ihre Bestände zu verhindern. Nähere Informationen zu wichtigen Maßnahmen zur Biosicherheit sind auf der Internetseite des Hochsauerlandkreises (www.hochsauerlandkreis.de – Bürgerservice – Tierhaltung/Lebensmittel – Tiergesundheit/-seuchenbekämpfung – Geflügelpest) zu finden.

Die Bevölkerung im Hochsauerlandkreis wird nochmals gebeten, verendet aufgefundene Wildvögel, insbesondere wilde Wasservögel, Greifvögel, Rabenvögel, Reiher und Zugvögel, wie Kraniche oder Gänse, dem Veterinäramt zu melden, damit die Tierkörper abgeholt und auf Geflügelpest untersucht werden können. Die Untersuchung dient der Abklärung auf das Vorliegen der Geflügelpest und der Risikobeurteilung im Hinblick auf die Verbreitung des Erregers in der Region.

Werktags ist das Veterinäramt unter der Telefonnummer 0291/941143 oder per E-Mail veterinaeramt@hochsauerlandkreis.de erreichbar. An den Wochenenden ist der Kontakt zum Veterinäramt über die Kreisleitstelle möglich.

Vortrag „Warum Demokratie?“ im Sauerland-Museum

„Über den Sinn der Politik und das Glück des Menschen“

Der Referent Dr. Christoph Quarch (Foto: privat)

Das Sauerland-Museum in Arnsberg und der Lions-Club Arnsberg-Sundern laden im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „Mit Herz, Hand und Verstand. Demokratisches Leben im Sauerland“ zu einem kostenfreien Vortrag von Dr. Christoph Quarch ein.

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Ausbeutung mit System – Indische Fahrradkuriere in Deutschland

Ein Fahrer von Lieferando fährt auf seinem Rad in Berlin im Bezirk Mitte auf der Friedrichstraße ( Foto: Wolfram Steinberg/WDR)

Man sieht sie in vielen deutschen Städten: junge Inder, die für verschiedene Lieferdienste fahren. Allein in Berlin sollen inzwischen Tausende als „Rider“ arbeiten – und dabei teils von kriminellen Mittelsmännern ausgebeutet werden.

(Pressemitteilung WDR)

Bei den 30.000 ausländischen Jobbern von App-basierten Lieferdiensten stellen Inder inzwischen die weitaus größte Gruppe, meldet die Bundesagentur für Arbeit. Um nach Deutschland kommen zu dürfen, schreiben sich viele schon in Indien für Tausende Euro bei dubiosen deutschen Privat-Unis ein. In Deutschland verkaufen Mittelsmänner sprachunkundigen Neulingen überteuerte Matratzen in Massenunterkünften sowie E-Bikes und Handys mit freigeschalteten Accounts, mit denen sie gleich losfahren können.

Ein aussichtsloser Kampf beginnt: Wer nicht dauernd für ein paar Euro quer durch Berlin radelt, krank wird oder einen Unfall hat, sieht seinen teuer erkauften Account bald gesperrt. Wem das Geld für Wuchermieten fehlt, verliert Wohnadresse und Aufenthaltsberechtigung. Monatlich werden viele Hundert Euro neuer Studiengebühren fällig für eine Uni, die viele nie von innen sehen. Wer exmatrikuliert wird, verliert sein Studentenvisum. Obwohl viele Rider täglich 10 Stunden strampeln – bei jedem Wetter, für mehrere Accounts – wächst ihr Schuldenberg stetig. Viele sehen sich als Arbeitssklaven und sagen: „Damit hätte ich in Deutschland nicht gerechnet!“

Das ARD Radiofeature Ausbeutung mit System – Indische Fahrradkuriere in Deutschland ist ab Donnerstag, 01.01, in der ARD Audiothek verfügbar.

Lineare Sendetermine:
SWR Kultur – Freitag, 02. Januar 2026, 15:05 Uhr
BR 2 – Samstag, 03. Januar 2026, 13:05 Uhr
SR kultur – Samstag, 03. Januar 2026, 09:05 Uhr
Bremen Zwei – Samstag, 03. Januar 2026, 18:05 Uhr
NDR Info – Sonntag, 04. Januar 2026, 11:05 Uhr
NDR Spezial – Sonntag, 04. Januar 2026, 11:05 Uhr
WDR 5 – Sonntag, 04. Januar 2026, 13:04 Uhr
MDR Kultur – Dienstag, 06. Januar 2026, 20:05 Uhr
hr2-kultur – Donnerstag, 08. Januar 2026, 15:04 Uhr

Eine Produktion des Hessischen Rundfunks für das ARD Radiofeature 2026.

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Deutschlandwetter im Jahr 2025

Ein Sonnenjahr mit ungewöhnlicher Wärme und deutlichem Niederschlagsdefizit

Goldener November: Die Sonne geht in warmen Farben hinter den Bergen des Thüringer Waldes unter. (Bild: Rüdiger Manig/DWD)

Auf seiner zwölfmonatigen Reise durch das Wetterjahr 2025 präsentierte sich Deutschland sehr warm, sonnenreich und niederschlagsarm, mit einer historischen Frühjahrstrockenheit im Osten. Anfang Juli geriet das Land unter extremer Hitze ins Schwitzen, während der September vor allem im Westen mit intensiven Regenfällen aufwartete. Im Oktober wurde der sonnige Jahresverlauf gebietsweise durch ungewöhnlich trübe Verhältnisse unterbrochen, ehe sich auf der Zielgeraden die Sonne erneut großzügig zeigte, so der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen seiner rund 2.000 Messstationen.

(Pressemitteilung DWD)

Im Gesamtbild ein ungewöhnlich warmes Jahr mit extremer Hitze Anfang Juli
Das Temperaturmittel lag im Jahr 2025 mit 10,1 °C um 1,9 Grad über der international gültigen Referenzperiode 1961-1990 (8,2 °C) sowie 0,8 Grad über der Vergleichsperiode 1991-2020 (9,3 °C). Damit zählte 2025 zu den zehn wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. Die thermische Talsohle wurde am 18.2. an der Station Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge mit -19,7 °C registriert. Frühjahr und Juni fielen anschließend deutlich zu mild bis warm aus; im Süden zählte der erste meteorologische Sommermonat zur Spitzengruppe der wärmsten Junimonate. Dieser frühe Wärmeschub gipfelte Anfang Juli in extremer Hitze: Der bundesweite Höchstwert wurde am 2.7. in Andernach, 15 km nordwestlich von Koblenz, mit 39,3 °C gemessen. Eine ausführliche Einordnung des Hitzeereignisses Anfang Juli liefert eine Attributionsstudie des DWD.

Ein sonniger Novemberabend in Kassel (archivfoto: zoom)
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Neues Angebot im Hochsauerlandkreis: „(Warte-)Zeit für mich“

Kostenloses Gruppenangebot für Menschen, die auf einen Therapieplatz warten

Symbolbild: Schutzschirm für Menschen, die auf einen Therapieplatz warten (Grafikerstellung mit wortwolken.com)

Gemeinsam mit allen sechs Kontakt- und Beratungsstellen im Kreis startet der Hochsauerlandkreis ein neues, kostenloses Gruppenangebot für Menschen, über 18 Jahre, die auf einen Therapieplatz warten.

(Pressemitteilung HSK)

Das Angebot heißt „(Warte-)Zeit für mich“ und soll dazu beitragen, in der Wartezeit Ressourcen zu stärken und das psychische Wohlbefinden zu fördern.

Warum dieses Angebot?

Wer psychisch belastet ist, wartet oft viele Wochen oder Monate auf einen freien Therapieplatz. Diese Wartezeit kann sehr belastend sein. Genau hier setzt „(Warte-)Zeit für mich“ an: Die Gruppen sollen helfen, das Wohlbefinden zu verbessern, neue Kraft zu sammeln und nicht allein zu bleiben.

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Punk’N‘ Roll To Christmas in der TRÖTE

Der lautere, härtere und rockigere Einstieg in die Weihnachtszeit. Nicht verpassen!

Veranstaltungsplakat Werkkreis Kultur Meschede

Die Rockkneipe TRÖTE in Meschede lädt ein zu einem Weihnachtsauftakt der ganz besonderen Art: Punk’N‘ Roll To Christmas – das Konzert, das nicht nur die Feiertage einläutet, sondern sie einrockt.

(Pressemitteilung WKM)

Am Freitag, 19.12.2025 startet ab 20:00 Uhr die große Weihnachts-Rock-Sause und verspricht einen Abend voller Energie, Lautstärke und Festtagsstimmung der etwas härteren Sorte.

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Jahreshauptversammlung der Sauerländer Bürgerliste

„Unsere Anstrengungen wurden belohnt“

Trafen sich am Adventssonntaf zur Jahreshauptversammlung (v.l.): Dr. Ahmet Arslan, Lutz Wendland, G. Joch-Eren, Reinhard Loos, Matthias Schulte-Huermann, Annette Loos, Georg Knieb, Petra Stüttgen und Gerd Stüttgen. Die zehnte Teilnehmerin ist die Fotografin selbst. (Foto: SBL/Jessica Malzahn)

Vorgestern fand in Meschede die Jahreshauptversammlung der Sauerländer Bürgerliste (SBL) statt. Zehn Vereinsmitglieder hatten sich am Adventssonntag Zeit für eine lange, nachmittägliche Sitzung genommen. Es gab Kaffee & Kuchen sowie viele spannende Infos und Gespräche mit lokalpolitischem Hintergrund.

(Pressemitteilung SBL)

Im Vereinsvorstand bleibt alles wie bisher. Matthias Schulte-Huermann ist weiterhin Vorsitzender, Lutz Wendland Kassierer und Gabriele Joch-Eren die Geschäftsführerin.

„Nach dem ereignisreichen Wahljahr 2025 blicken wir als Verein positiv in die Zukunft. Unsere Anstrengungen wurden ja belohnt“, so Gabriele Joch-Eren. Bei der Kreistagswahl habe die Sauerländer Bürgerliste (SBL) ihren Stimmanteil annähernd halten können. Die SBL sei jetzt mit Gerd Stüttgen und Annette Loos im Kreistag vertreten.

In der Stadt Arnsberg gelang Gerd Stüttgen erneut der Einzug in den Rat. In Brilon hat sich die Briloner Bürgerliste (BBL) von bisher zwei auf drei Mandaten auf drei Mandate steigern können.

Joch-Eren: „Die SBL bedankt sich bei allen UnterstützerInnen und ihren WählerInnen und wünscht Frohe Weihnachten und ein gutes und friedliches Jahr 2026!“

An den Frieden glauben

Überlegungen des niederländischen Bischofs Joris Vercammen zu Glaube, Gewalt und Frieden

Umschlagbild Joris Vercammen

Das privilegierte deutsche Kirchentum dieser Tage tritt öffentlich vor allem mit staatstragenden und militärfreundlichen Voten in Erscheinung. Derweil vermeldet die Redaktion der Reihe „edition pace“ mit Dankbarkeit, dass soeben die Übersetzung des niederländischen Werkes „Geloof in vrede“ erschienen ist. Sie erschließt einen bemerkenswerten Beitrag zu kirchlichen Friedensdiskursen auch für die deutschsprachige Leserschaft. „In diesem Buch entfaltet der alt-katholische Erzbischof em. Joris Vercammen von Utrecht einen Ansatz, der an die Wurzel von Unfrieden und Gewalt geht.“ (Franz Segbers)

(Pressemitteilung Redaktion „edition pace“)

Wie bewahren wir die Perspektive des Friedens in Zeiten des Krieges? Der Traum vom Frieden darf nicht im Meer der Gewaltnachrichten untergehen. Kirchen und Christen müssen sich Gehör verschaffen. Doch wie ist das möglich? Sie müssen ihre Friedensmission aktiv aufnehmen. Umso mehr, als gerade die Religion – wenn auch nicht nur die christliche – in manchen Konflikten eine fragwürdige Rolle zu spielen scheint. Sollte nicht die Religion selbst entwaffnet werden? Aber wie funktioniert das? Und welche Rolle spielen die Gläubigen und ihre Gemeinden?

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Meschede: Weihnachtssession in der TRÖTE

Der Werkkreis lädt wieder zum Jammen ein. (Fotoarchiv: wkm)

Der Werkkreis Kultur Meschede (WKM) präsentiert die nächste Ausgabe seines beliebten Newcomer Forums in 2025.

(Pressemitteilung WKM)

Am Donnerstag, 18.12. 25 ab 19:30 Uhr wird die Bühne in der Rockkneipe Tröte (Winziger Platz 3, Meschede) für Live – Musik geöffnet.

Hier können Musiker & Bands auftreten und sich präsentieren, es soll aber auch eine Plattform für Musiker entstehen, um sich untereinander auszutauschen, zusammen zu spielen und frei miteinander zu „jammen“.

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Natur, Umwelt und Windkraft in Brilon am Windsberg

„Der Unteren Naturschutzbehörde liegen keine Informationen über angebliche Vorkommen der Art Feldlerche vor“

Am 18. November hatte ich hier im Blog eine Anfrage der Sauerländer Bürgerliste an Landrat Thomas Grosche dokumentiert. Thema waren Natur, Umwelt und Windkraft in Brilon am Windsberg.

Gestern hat mir die SBL die Antwort des Hochsauerlandkreises zugeschickt. Diese ist nachfolgend dokumentiert. Die Fragen selbst werden im Antwortschreiben noch einmal aufgeführt.


Ihre Anfrage gem. § 11 GeschO für den Kreistag·des Hochsauerlandkreises;

hier: Genehmigung einer WEA der Stadtwerke Brilon am Windsberg, 14.11.2025

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu Ihrer o. g. Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:

1. Warum wurde von der Kreisverwaltung nicht moniert, dass die (innerhalb des gesetzlichen Schutzzeitraums nach § 39 BNatSchG) tatsächlich gerodete Fläche etwa doppelt so groß ist wie genehmigt (offensichtlich wurden im Genehmigungsverfahren z.B. die Höhenlagen nicht beachtet)?

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