Trash Talk oder Smart Trash? Der neue Talkmaster aus Arnsberg.

Ein Brotbehälter und ein Abfalleimer von Wesco sind unser ganzer Stolz. Wesco, das ist die Mercedes-Flotte des Kücheneinrichtungsmobiliars.

Der Brotbehälter ist in metallic-beige gehalten, der rote Abfallbehälter hat zwei Einsätze und kann mit einem Pedal geöffnet werden. Die beiden Klappen senken sich sanft und leise über dem hineingeworfenen Müll.

Spießbürgergefühle. Leckeres Brot vom Bäcker und wunderbaren Müll für den roten Doppelbehälter.

Doch kaum haben wir uns an die beiden Mercedesteile in der Küche gewöhnt, kommt auch schon der Tesla unter den Küchengeräten um die Ecke – der Wesco-Talkmaster.

Seht selbst!

https://www.youtube.com/watch?v=Mn3Kb2YCTlw
Braucht mensch noch einen Hund, wenn sie/er auch mit dem Mülleimer sprechen kann?


Ein Tag mit X, das war wohl nix.

Auf dem Weg zum Herrloh (foto: zoom)

Kennt ihr diese Tage, an denen ihr einfach nicht in die Gänge kommt? Das Alltagsgeschäft spult ihr routiniert ab, aber alle Bonus-Aktivitäten versinken in einem wattigen Grau?

Winterberg konnte mich heute auch nicht begeistern. Unten Grün, oben Matsche-Schnee, die Wanderwege bei Plusgraden glatt wegen des Wasserfilms.

Beim Oversum hatte ich meine kleine Runde gestartet. Einmal durch den Kurpark, über den Friedhof zum Skilift Rauher Busch, weiter zum Herrloh und den Waltenberg zurück.

Die Stimmung der Skifahrer:innen war deutlich besser als meine eigene Verfassung. Es sei ihnen gegönnt. Bin kein Neider.

Ski am Rauhen Busch (foto: zoom)

Auf dem Weg durch die Stadt (Waltenberg, Pforte, Hauptstraße) war ich der einzige Mensch, der eine Maske trug. Ich fühle mich noch nicht so frei. Die Pandemie hat mich scheu gemacht. Die Bedienungen an der Wurstbude trugen stolz ihre Nasenpimmel.

Oversum-Hotel rechts, Schwimmbad links, davor die Corona-Teststation. (foto: zoom)

Am Ende wieder beim Oversum. Ein kleines Gespräch am Rande.

Ich: Ein bisschen Sorgen habe ich schon, wegen der vielen Infizierten in Winterberg.
Sie/Er (abwehrende Handbewegung): Ach, wir werden uns ja doch alle infizieren.

Ja Freunde, so ist die Stimmung, nicht nur in den Medien – und ich rege mich über Nasenpimmel auf.

Zurück zu Hause ist mir dann nichts anderes eingefallen, als Nudeln mit Tomatensoße zu kochen. Minimale Anstrengung, weit unter der üblichen Belastungsgrenze.

Letzter Strohhalm für heute: Sarah Kendzior, Hiding In Plain Sight. The Invention of Donald Trump ansd the Erosion of America. Endlich einmal mehr als ein Psychogramm des Psychopathen, sondern darüber hinaus politische Analyse samt zeithistorischer Einordnung. Empfehlung!

Ab zum Lesen, Gute Nacht!

Just a gentle reminder … Love, Peace, Smile, Unity

Wandbild in Kassel (foto: zoom)

Weltfremde Nostalgie? Kulturelle Einverleibung einer ehemaligen Bewegung?

„The CND symbol is one of the most widely known symbols in the world; in Britain it is recognised as standing for nuclear disarmament – and in particular as the logo of the Campaign for Nuclear Disarmament (CND). In the rest of the world it is known more broadly as the peace symbol.“

Quelle: https://cnduk.org/the-symbol/

Heute auf einer Loipe in Siedlinghausen gewandert

Der Klimawandel hat von den Loipen nur noch die Markierung hinterlassen. (foto: zoom)

Es gab Zeiten, da durchzogen Loipen das Gebiet rund um Siedlinghausen. Heute finden sich noch verblichene Markierungen des Ski-Verbandes an Bäumen und Pfählen.

Der Klimawandel und die Konzentration auf die Schneekanonen in Winterberg haben dem Wintersport in den niedriger gelegenen Ortsteilen den Garaus gemacht.

Sogar eine Sprungschanze habe es einst gegeben, erzählen wehmütig die Alten.

Wie die schwarze Piste bei Silbach und der Anfängerlift auf der Ennert verschwanden, habe ich als Zugezogener selbst mitbekommen.

Heute beherbergt Siedlinghausen diejenigen Touristen, die in der überquellenden Winterberger Kernstadt kein Quartier mehr finden.

Vielleicht finden sie ja Geschmack am Wandern, auch auf unseren historischen Loipen.

P.S. Auf im Schnee gespurten Loipen wandert man nicht, auch seine Hunde lässt man dort nicht durch den Schnee toben. Gibt immer noch solche Bekloppten, die das nicht verstehen.

Gute Nacht! Ein Wandbild …

Wandbild in der Nähe des Hopla in Kassel (foto: zoom)

Heute war es an der Zeit das Sauerland zu verlassen und die Stadt Kassel mit großen Schritten zu durchstreifen.

Das Wetter war heute Morgen zwar nicht schön, aber erträglich und so konnte ich endlich etwas anderes sehen als Berge und Fichten oder Berge ohne Fichten.

Dönche, Vorderer Westen, Grimmwelt, Rondell, Weserspitze, Holländischer Platz. In der Bibliothek den Impfnachweis vorzeigen, Bücher abgeben, sich in den Gängen zwischen den Regalen verlieren, stoppen. Diese beiden Titel sehen interessant aus. Herausziehen, durchblättern und in den Korb legen. Zurück zum Eingang. Auschecken.

Es beginnt stärker zu regnen. Auf dem Rückweg zum Startpunkt ein paar Fotos knipsen. Graffiti. Murals.

Waren es zwölf oder 14 Kilometer? Pi mal Daumen 13. Die Zeit vergeht wie im Fluge.

Vor der Dunkelheit möchte ich wieder im Hochsauerland sein. Regen und Wind werden stärker.

Ich sitze zu Hause und schaue mir die Bilder an. Den Herrn aus dem kleinen Park zwischen Unterer Königstraße und Gießbergstraße, den nehme ich. Der ist dort auf die Hauswand gemalt.

Jedesmal, wenn ich vom Hopla zurück durch den Park gehe, treiben sich dort merkwürdige Menschen herum. Stets männlich. Sie warten, aber es kommt niemand. Zumindest nicht solange ich dort bin.

Der Herr an der Wand betrachtet stoisch die Szene.

Schweine im Schnee

Auf dem Holzweg II (foto: zoom)

Manchmal denke ich, dass mir im Hochsauerland die Fotomotive ausgehen. Doch wenn die Hoffnungslosigkeit am größten ist, tauchen plötzlich ein paar Schweine im Schnee auf.

Eigentlich wollten wir vom Naturspielplatz Walkenmühle strack den Hollenpfad hinauf gehen, aber der war wegen Holzarbeiten gesperrt. Momentan sind viele Wanderwege unpassierbar oder durch die Spuren der Holzfahrzeuge versumpft und vermatscht. Man muss flexibel bleiben, und so ging es stattdessen Richtung Schlapperad bei Bödefeld.

Allein die kleinen durch das hinabstürzende Bächlein Rehmecke angetriebenen Wasserräder waren nicht zu sehen. Geklaut? Zerstört? In der Werkstatt?

Dafür stand dort eine Rotte hölzernen Borstenviehs am Hang. Nette Idee. Hose und Schuhe verdreckt, Fotomotiv gefunden.

Die Ermittlungen laufen

Auf meinem Wanderweg … (foto: zoom)

Manchmal wird es mir doch langweilig bis zum Überdruss, wenn ich immer wieder dieselben Strecken um unseren Ort zurücklege.

In fast zwei Jahren Pandemie habe ich fast alle Wege durchgespielt.

Höchste Spannung herrscht allerdings, wenn Teile eines Skeletts auf dem Weg herumliegen.

Wer war der Täter? Wer kennt das Opfer?

Ihr seid dran.

Heute getauscht: Blau gegen Grau. Dortmunder Zoo.

Es kommt mir vor, als hätte die Schneeeule einen leichten Silberblick. (foto: zoom)

Ab und zu überfällt mich eine Unruhe, und ich halte es im Hochsauerland nicht mehr aus. Heute war es wieder soweit. Kassel, Marburg, Paderborn, Dortmund, Dinslaken?

Paderborn langweilig, Marburg zu klein, Kassel zu oft, Dinslaken zu weit. Die Wahl fiel auf Dortmund und eine romantische Vorstellung von Tieren, die sich nichts sehnlicher wünschen als von mir fotografiert zu werden. Ich falle immer wieder darauf rein. Ab in den Zoo. Aus dem blauen und sonnigen Hochsauerland ins graue Ruhrgebiet.

Tiere in Gefangenschaft machen mich traurig und trübsinnig. Ich sollte mir das ein für alle Male hinter die Ohren schreiben. Nach dem Besuch bleibt stets ein schales Gefühl.

Hinter Gittern (foto: zoom)

Wäre die Welt ohne Großkatzen hinter Gittern kulturell ärmer? Was machen die den ganzen Tag außer fressen, schlafen sowie hin und her tapern?

In Umrissen Kolonialismus? (foto: zoom)

Vielleicht denken wir in naher Zukunft über eingesperrte Tiere aus „fernen Kontinenten“ genau so, wie wir heute über die Menschenzoos und sogenannte Völkerschauen der letzten Jahrhunderte urteilen.

Menschelnd würde ich die Szene euphemistisch „gepflegte Langeweile“ nennen. (foto: zoom)

Wie wäre es, wenn wir begännen, die Tierarten außerhalb der gepflegten Zoos nicht länger auszurotten? Das klappt anscheinend nicht. Ich meine nicht nur augenfällige Großsäuger, sondern auch die Insekten, Würmer, Fische, Spinnen …

Wenn ich das nächste Mal Hummeln unterm Hintern habe, fahre ich lieber zum Rombergpark. Die wunderbaren Bäume dort sind nicht hinter Gittern und Eintritt kostet es auch nicht.

Tiere zum Fotografieren haben wir im Hochsauerland ebenfalls. Beweise demnächst wieder hier im Blog.



Damit Omikron nicht oben bleibt: Gute Nacht vom Kahlen Asten!

Heute Abend am Kahlen Asten (foto: zoom)

Die Pressemeldung zu den heutigen Corona-Zahlen im Hochsauerlandkreis soll nicht oben im Blog stehen bleiben. Deswegen poste ich vor dem Gute-Nacht-Lesen den Blick vom Kahlen Asten heute um Viertel nach vier.

Bis zum Sonnenuntergang dauerte es noch eine Dreiviertelstunde. Da ich schon einmal oben war, habe ich mir die Zeit mit einem Spaziergang vertrieben und zum Schluss auf den Auslöser gedrückt. Nicht perfekt, aber bunt.

Licht, Schatten und Farben auf dem Kahlen Asten. (foto: zoom)

Schlaft gut! Ich gehe jetzt lesen.

Die kleine Welt

Blätter, Reif und Knospen (foto: zoom)

Heute habe ich nur wenig Zeit für das Blog übrig. In der Offline-Welt gab es viel zu tun.

Dazu schien draußen von einem unverschämt blauen Himmel herab die Sonne über die Schneelandschaft. Das ist Freizeitstress pur, denn eigentlich müsste man hinaus und den Tag genießen. Müsste, müsste. Gar nichts muss man.

Ein kleiner Spaziergang in den Ort. Keine Schneebilder. Verweigerung. Stattdessen ein paar Blätter und eine Flechte geknipst.

Es ist gar nicht so einfach mit einem Makro-Objektiv die kleinen Dinge am Wegrand scharf zu bekommen. Das Stativ ist eigentlich Pflicht. Schon kleinste Wackler führen zu großer Unschärfe. Der Autofokus macht, was er will. Nun ja – Versuch soll angeblich klug machen. Bei der nächsten Makro-Runde probiere ich es mit der manuellen Scharfstellung.

In diesem Jahr läuft der Bioblitz. Hier im Blog hatte ich das Projekt beschrieben. Der Winter ist eigentlich ganz dankbar für die Artensuche in der Umgebung, denn die Lage ist zwar nicht schön, dafür aber sehr übersichtlich.

Nichts kriecht, nichts blüht. Flechten findet man hingegen allerorten, und das sind ebenfalls Organismen, Symbionten aus Pilz und Alge. Raffiniert. Der Pilz liefert der Alge Wasser und Mineralien und bekommt im Gegenzug die Glukose aus der Fotosynthese der Alge. Gemeinsam können die beiden die unwirtlichsten Stellen als Pioniere besiedeln.

Das dürfte eine Flechte sein. (foto: zoom)

Registriert bin ich inzwischen bei http://www.observation.org/. Die beiden Apps auf dem Smartphone funktionieren ebenfalls. Jetzt freue ich mich mich, bei aller Liebe zu den Flechten, auf den Frühling, die Blütenpflanzen und die Krabbeltiere.