Köhlers Rücktritt: Mehr Fragen als Antworten.

Horst Köhler erklärt seinen Rücktritt (pressefoto)
Horst Köhler erklärt seinen Rücktritt (pressefoto)

Es gibt Tage da haut es einen von den Socken. Erst der Angriff der Israelischen Armee auf den Schiffskonvoi, dann Horst Köhlers Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten (Reihenfolge meiner Wahrnehmung).

Ich schreibe einfach auf, was mir heute Mittag, kurz nach Zwei, als ich die Nachricht von Köhlers Rücktritt hörte, durch den Kopf ging.

Die von der Pressekonferenz berichtende Reporterin schätzte den Rücktritt Köhlers sinngemäß als spontane, überstürzte, unnötige Bauchentscheidung ein. Es wäre doch ein Leichtes für Köhler gewesen, in einer anderen Form die Missverständnisse über seine, Köhlers, Äußerungen auszuräumen.

Ich habe mich spontan über den Bericht geärgert. Das riecht nach Reinwaschung nach dem Motto: Der arme von der anstrengenden Reise übermüdete Präsident hat sich unglücklich ausgedrückt und und ist nun durch das unmäßige Kampfgeschrei der Medienmeute zu einer Übersprungreaktion gezwungen worden.

Darüber hinaus sei diese Meute dabei, das Präsidentenamt zu beschädigen, und daher trete er, Köhler, uneigennützig zurück, um das Amt vor weiterer Beschädigung zu schützen.

Meine Intuition sagt mir, dass sich hinter dem Nebelvorhang der Rechtfertigungen und Gegenangriffe ein gänzlich anderes (Macht-)-Spiel abspielen könnte.

Merkwürdig ist die Tatsache, dass es vom im Deutschlandradio kastrierten Interview an noch eine ganze Weile gedauert hatte, bis sich der Skandal entfaltete.

Mir ist es nicht entgangen, dass einige Web2.0-affine Menschen  die Macht der Blogs hinter dem Aufdecken der Wahrheit vermuten. Die Inkubationszeit vom „Zensur“-Nachweis in den Blogs und auf den einschlägigen Websites bis zum Ausbruch der Berichterstattung in den sogenannten alten Medien war allerdings merkwürdig lang.

Gab es eine stillschweigende Verabredung der konventionellen Medien, Köhler zu schonen, so wie man in den seriösen deutschen Medien normalerweise nicht über Bordellbesuche, Seitensprünge, sexuelle Neigungen und andere private Angelegenheiten von Politikern berichtet, solange sie nicht ins Politische schwappen?

Wodurch ist die Verabredung – so es sie denn gab – in Bezug auf Köhlers Äußerungen gebrochen worden?

Gab und gibt es andere Kräfte, die Köhler weg haben wollten? Im Apparat der CDU, der Koalition?

Koch, Köhler – jetzt fehlt (nur) noch Westerwelle …

Soweit die Fragen. Auf die Antworten bin ich gespannt. Es ist alles drin. Von banal bis großes Verschwörungskino.

Umleitung: Linker Parteitag, sarkastische Evolution und badende Bürger …

Das höchste Haus in Winterberg
In Winterberg gibt es ein einziges Hochhaus: Dieses! (foto: zoom)

Landesparteitag von „Die Linke“ I: live aus Bottrop die … ruhrbarone

Landesparteitag von „Die Linke“ II: Was ist los mit Beuermann und Herne … pottblog

Landesparteitag von „Die Linke“ III: viel Kritik an SPD und Grünen … lafontaineslinke

Mappus, Hintze, Niebel, Westerwelle: Ist die Evolution sarkastisch? … ruhrtalcruising

Bürger geht endlich wieder ins Bad: Bahnenschwimmen  in die Schuldengasse … wiemeringhausenblog

Nicht ganz ernst: Wo sind eigentlich die Wurzeln der Grünen? Ich kann mich nicht mehr erinnern …

Auch die Grünen haben noch ihre Leichen im Keller. Wie konnte es sein, dass sich eine Partei mit antiautoritären Wurzeln dem egomanen Vorsitzenden Joschka Fischer unterwarf und mit ihm gemeinsam eine Politik trug, die zu Krieg und Sozialabbau führte?

Dieser Widerspruch zwischen Moral und Realpolitik scheint zur Zeit keine große Rolle zu spielen, ganz im Gegenteil, die Grünen räumen in der Mitte der Gesellschaft die Stimmen und Stimmungen ab, die die anderen bürgerlichen Parteien verlieren.

Welcher Zeitgeist ließ es zu, dass Fischer vor einem Bundestagsuntersuchungsausschuss den Kasperle machen konnte. Schämt sich schon eine Grüner für diesen Mann und sein Verhalten? Für die Politik der Ära „Schröder-Fischer“? Für den Weg vom friedensbesoffenen Schunkeln im Bonner Hofgarten zum Hindukusch?

Wenn heute nicht, vielleicht morgen …

Interessanter Video, spannende Schnitte: Atreyu Lonely Music Video

Atreyu Lonely Music Video from Sean Stiegemeier on Vimeo.

Manchmal stöbert man im Internet, stolpert durch die Seiten und findet zufällig etwas, das man überhaupt nicht gesucht hat, wie diesen Film. Der ist ästhetisch einfach nur gut. Guckt mal!

Update: Bin über weissgarnix auf Sean Stiegemeier gestoßen. Mir gefiel „Japan“ allerdings besser als der Vulkan mit dem unaussprechlichen Namen. Jetzt liegt alles offen 😉

Schnäppchen in Hamburger Hafencity. Sechs Zimmer. 115 Quadratmeter. 98.000 Euro!

Immobilie in der Hafencity Hamburg (screenshot)
Immobilie in der Hafencity (screenshot)

Das nenne ich mal kreatives Wohnen für die Kreativen in der Medienhauptstadt Hamburg. Außerdem kauft man die Antwort auf den Klimawandel gleich mit.

Könnte uns der Käufer eine kurze oder auch lange Nachricht senden, wie es sich so wohnt – in der ganz anderen Immobilie.

BTW: Warum eigentlich „Immobilie“?

Website wieder erreichbar. Probleme bei 1und1 anscheinend gelöst.

Heute Morgen war unsere Domain nicht erreichbar. Zuerst hatte ich an eine „Schweinerei“ bei wordpress oder auf der eigenen Festplatte gedacht. Da sich aber Websites wie tagesschau.de problemlos aufrufen ließen, ich aber gleichzeitig die Hauptseite 1und1.de nicht aufrufen konnte, musste der Fehler irgendwo bei 1und1 liegen.

Zum Glück war Twitter erreichbar. Dort war zu lesen, dass noch viele andere Website-Betreiber die gleichen Probleme bei 1und1 sowie bei anderen von United Internet Media vetriebenen Produkten hatten.

Jetzt scheint alles wieder rund zu laufen und ich warte auf eine schlaue Erklärung der Vorgänge bei UI.

Update: Routingprobleme am Vatertag

Umleitung: Wahl-Allerlei, Muttertagslied, Lokales und Abteilung Vorurteile – erfolgreiche Frauen immer schwul?

Baum an der LaufstreckeRuhrgebiet: so wurde dort gewählt … doppelwacholder

FDP in NRW: vergiftetes Lockangebot … nachdenkseiten

Muttertag (verspätet): Wenn Biologen am Muttertag durchdrehen 😉 It’s a good thing mothers can even love nerds … pharyngula

Koalitionsdiskussionen: Gelb ist grün, rot ist gelb … ruhrbarone

Sie ist hochbegabt, nicht unterzukriegen und sehr erfolgreich: So Obama’s Supreme Court nominee Elena Kagan must be gay, right? … motherjones

Milchweg Stockum: ein Leserbrief … gruenesundern

Almauftrieb in Wiemeringhausen: Das Bieseveih macht Sommerpause … cowblog

Heimatzeitung: Gutes Ergebnis kegelt SPD Kandidaten Rudolph raus … wpBrilon

Oops! Völlig vergessen – da sind ja noch die Piraten …

Dortmunder Piraten: Daniel Niedzwetzki (li.) und Christian Gebel hinter ihrem Wahlkampfstand (foto: zoom)
Dortmunder Piraten: Daniel Niedzwetzki (li.) und Christian Gebel hinter ihrem Wahlkampfstand (foto: zoom)

Beinahe hätte ich die Piraten vergesssen. Wäre ich nicht zufällig auf dem Weg von der Landesbibliothek zu Conrad an den Wahlkämpfern Daniel Niedzwetzki und Christian Gebel vorbeigelaufen, hätte ich sie, die Piratenpartei, heute, morgen und übermorgen in diesem Blog nicht mehr erwähnt.

Was aus der Anfangseuphorie der Gründungphase der Piratenpartei geworden sei, wollte ich von Daniel Niedzwetzki wissen. Aus meiner Blick sei die Partei im Wahlkampf abgetaucht und in der Öffentlichkeit kaum präsent.

Die Euphorie, so Niedzwetzki, sei immer noch da. Jeden Tag würden bundesweit durchschnittlich vier neue Piratinnen und Piraten in die Partei eintreten. Mit 13.000 Mitgliedern sei man die siebtgrößte Partei in Deutschland, der Landesverband NRW komme gleich nach Bayern auf Platz zwei.

Kritzel, kritzel: mein Gesprächsprotokoll (foto: zoom)
Kritzel, kritzel: mein Gesprächsprotokoll (foto: zoom)

Geändert habe sich die Berichterstattung der Medien, sowohl im Internet als auch im Print. Besonders der Artikel von Maryam Schumacher in der Welt vom 27. April hat die beiden Jung-Politiker geärgert. „Das Wahlprogramm der Piratenpartei ist schmal. Themen wie Arbeit, Umwelt oder Familie kommen nicht darin vor“, heißt es bei der Welt. Irreführung, meinen Niedzwetzki und Gebel. Wir haben in NRW mit Hanns-Jörg Rohwedder einen sehr profilierten ehemaligen Grünen Umweltpolitiker aus Schleswig-Holstein.

Und dann war da die Podiumsdiskussion über Bildungspolitik in der Gesamtschule Sprockhövel. „Wir haben“, erinnert sich Christian Gebel, „den meisten Zuspruch bekommen.“ Das sei am Beifall des Publikums klar zu erkennen gewesen. Doch „in der WDR-Lokalzeit wurden wir überhaupt nicht erwähnt. Man sah nur ein einziges orangenes T-Shirt durch das Bild huschen“.

Was sie von den Grünen unterscheide, frage ich. Die Grünen, so Christian Gebel vernachlässigten ihre eigenen Ziele. Das sähe man im Kleinen in Hamburg und im Großen an  der Zustimmung zum Krieg. „Beim Krieg, da war für viele Grüne, die heute bei uns sind, Schluss“.

Die Piraten in Dortmund seien keine „Studentenpartei“. Zu ihren Mitgliedern zählten auch Rechtsanwälte, Ingenieure, Informatiker und andere gut ausgebildete Berufe. Schichten also, die eben so gut zur Klientel der FDP gehören könnten.

Mit den FDPlern vom Schlage Baum und Leutheusser-Schnarrenberg hätte er als Pirat keine Probleme, so Christian Gebel. Im Gegenteil: „Wir sind die wahren Konservativen, weil wir Piraten das Grundgesetz erhalten wollen.“ Im Grunde genommen hielten die Piraten und nicht die jetzige FDP die alten Werte hoch.

Das Wahlziel seien klar die 5 Prozent, aber realistisch wäre eine „gesteigerte Wahrnehmung“ der Piratenpartei und ihrer Programmatik in der Öffentlichkeit.

Zur Information und ersten Orientierung über die Piratenpartei einfach auf die im Text verstreuten Links klicken.

Statt einer Umleitung: Könnten die Wochenend-Krad- und Motoradfahrer im Hochsauerland bitte etwas besser auf sich aufpassen?

Unfall am Stimmstamm (foto: polizeihsk)
Unfall am Stimmstamm (foto: polizei)

Schwerer Verkehrsunfall am Stimm Stamm

Erschreckende Unfallbilanz: Sieben verletzte Motorradfahrer – vier ausgebrannte Motorräder!

Meschede. (polizei) Samstagnanchmittag befuhr ein 23-jähriger Kradfahrer aus dem Raum Gütersloh die Landstraße 856 aus Richtung Meschede kommend in Richtung Hirschberg. Ausgangs einer langen Rechtskurve kam er nach links von seinem Fahrstreifen ab und geriet in den Gegenverkehr. Hier kam ihm eine Gruppe mit mehreren Kradfahrern entgegen. Der 23-Jährige stieß mit dem ersten Kradfahrer zusammen. Beide Kräder gingen sofort in Flammen auf. Die weiteren Kradfahrer in der Gruppe kamen zu Fall, ein Krad kam auf der Leitplanke zum Liegen.

Rettungshubschrauber am Stimm StammInsgesamt wurden bei dem Unfall drei Kradfahrer -23, 63 und 62 Jahre alt- so schwer verletzt, dass sie mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser nach Bochum, Dortmund und Siegen geflogen werden mussten. Nach bisherigen Erkenntnissen besteht keine Lebensgefahr. Vier weitere Kradfahrer – 31, 23, 41 und 54 Jahre alt, wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Vier Kräder an der Unfallstelle brannten aus. Drei weitere Kräder wurden beschädigt. Die Kräder wurden sichergestellt. Während der Rettungsarbeiten und der Unfallaufnahme musste die Unfallstelle mehrere Stunden gesperrt werden.