Rezension: ‘Da drin ist es mir zu laut!’ Schulgeschichten von Reinhold Miller

Schulgeschichten
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„Da drin ist es mir zu laut!“ heißt die 84-seitige Broschüre mit Schulgeschichten, erzählt von Reinhold Miller.  Der Autor ist pensionierter, passionierter und promovierter Pädagoge und er berichtet aus dem Schulalltag.

Das Heft versammelt kleine, unterhaltsame Geschichten, die er in seiner langjährigen Berufstätigkeit erlebte und die den Blick auf die Beziehungen der an Schule Beteiligten öffnen sollen. Im Vorwort bekennt Miller: „Am meisten habe ich von den Kindern und Jugendlichen gelernt. Ihnen gilt mein besonderer Dank.“

Millers Ziel ist ein menschliches Miteinander, die gegenseitige Achtung, die Begegnung auf Augenhöhe. Schüler, Lehrer und Eltern, diesen drei Gruppen widmet er sich in seiner Broschüre.

Die Geschichten „Über Kinder und Jugendliche“ stehen unter dem Motto „Verstehen und verstanden werden“. Die unterhaltsamen Texte sind Momentaufnahmen aus dem Schulalltag und gleichzeitig stehen sie stellvertretend für stets wiederkehrende Situationen und Begegnungen. Hier ein Beispiel:

2. Klasse
Die Katze war das Thema in den letzten Stunden.

Nun will der Lehrer die Wahrnehmungsfähigkeit
und das Wissen der Kinder überprüfen.

Er gibt ihnen ein Arbeitsblatt, auf dem eine Katze
abgebildet ist – ohne Schwanz.

Darunter die Frage:
Was fehlt der Katze?

26 Kinder notieren ihre Antwort auf das Blatt,
25 davon schreiben: ein Schwanz.

Marlies jedoch hat geschrieben:
ein Schälchen Milch.

Als sie es vorliest, lacht niemand.

Ein kollektives Nachdenken hängt im Raum.

Nicht einmal der Lehrer hat diese Antwort erwartet.
* * * * * * * * * *
Die Welt der Menschen
ist voller Wahrnehmungen,
Ideen, Fantasien und Deutungen.
Auch die Welt in der Schule… (S. 10)

Miller fordert die Lehrer auf, die Vielfalt des Denkens, der Wahrnehmung, der Erfahrung und Empfindungen  von Schülern zuzulassen und als Bereicherung zu begreifen. Der erfahrene Autor pädagogischer Bücher und Hefte  erzählt jedoch auch schlimme Geschichten von zynischen Lehrern. Hier Pauls Erlebnis:

2. Klasse
Der achtjährige Paul gibt sich große Mühe
beim Schreiben.

Seine Zunge spitzt durch die Zahnreihe,
sein Kopf hängt über dem Blatt Papier,
seine Nase ist fast auf gleicher Höhe
wie sein Schreibstift.

Mehrmals geht der Lehrer an ihm vorbei,
sieht nur seine falsch geschriebenen Wörter
und verbessert sie mündlich,
streng in der Stimme.

Bei der nächsten Runde bemerkt er,
wie Paul vor sich hin schluchzt –
und sagt darauf zu ihm:

Musst nicht heulen,
es lohnt sich bei dir sowieso nicht.
* * * * * * * * * *
Wie es wohl Pauls Seele durch
diesen verbalen Killer ergeht? (S.12)

Das ist so fies. Aber wer kennt nicht diese gemeinen, verletzenden Sprüche von Lehrern, die einem ewig im Gedächtnis bleiben? Sie haben halt so tief getroffen. Und dagegen schreibt Miller an, er möchte eine andere, eine menschlichere Schule. Er erzählt Geschichten aus allen Altersstufen und jede für sich regt zum Nachdenken an.

Von Schülern, die sich nicht alles gefallen lassen, handelt diese Geschichte:

12. Klasse
Keine Frage, als Fachmann für Deutsch und Englisch ist
Herr O. Experte.
Als Lehrer ist er gefürchtet – und seinen ironischen und
abfälligen Bemerkungen, seinen Bloßstellungen ist
niemand gewachsen.

Interventionen seitens der Schulleitung, der Eltern und
der Schulbehörde nutzen nichts. Noch immer kann er sich
an der Schule halten.

Bis eines Tages die beiden Klassensprecher einen
externen Beratungslehrer um Hilfe bitten…

Wieder einmal eine Unterrichtsstunde mit Herrn O.,
in der er ausfällig wird.

Plötzlich stehen alle Schülerinnen und Schüler auf,
packen ihre Sachen zusammen und verlassen schweigend
das Klassenzimmer.
* * * * * * * * * *
Wenn man den anderen nicht ändern kann,
so kann man sich und die Umstände ändern. (S.44)

Wenn die Schüler sich einig sind, dann können sie viel bewegen. Eine wichtige Erfahrung.

Ein weiteres Kapitel widmet Reinhold Miller den Lehrerinnen und Lehrern. Er empfielt klare Grenzen, genaue Absprachen, Offenheit und Ehrlichkeit. Er berichtet von  erfüllten und unerfüllbaren Erwartungen. Im Umgang mit Antipathien von Lehrern gegenüber Schülern läßt er eine Lehrerin das ‘Umdeuten’ vorschlagen:

XIV
Ich hab ein paar in der Klasse,
die sind mir so richtig unsympathisch,
stöhnt Frau L.
Was soll ich bloß mit denen anfangen?

Bewertungen ändern und umdeuten,
meint daraufhin eine Kollegin.

Und wie mache ich das?

Indem du hinter die unsympathischen Verhaltensweisen
guckst:
Hinter der Überheblichkeit vielleicht die Unsicherheit
siehst,
hinter der Arroganz vielleicht die Hilflosigkeit,
hinter der Süffisanz vielleicht die eine oder andere Angst,
hinter der Kaltschnäuzigkeit die Not…
* * * * * * * * * *
Umdeuten bringt Verstehen,
Verstehen erleichtert den Zugang,
Zugänge eröffnen Begegnungen. (S.63)

Der letzte Teil der Schulgeschichten handelt von Müttern und Vätern. Es gelingt Miller in wenigen kurzen Texten, einen ganzen Fächer von Problemen im Verhältnis von Eltern auf der einen und Lehrern/Schule auf der anderen Seite zu entfalten:
Die Angst des Deutschlehrers vor dem Vater mit Germanistikprofessur, die Angst der Eltern vor dem Scheitern der eigenen Kinder. Miller nennt jedoch auch Beispiele für Offenheit: Ein qualifizierter Vater bietet sich an, Vertretungsunterricht zu erteilen und – was fast noch erstaunlicher ist – es kommt dazu.

In der folgenden Geschichte geht es um Ängste,  die Eltern verstummen lassen:

IV
Wieder einmal gibt es Beschwerden in der 6. Klasse
über einen Lehrer.

Vor dem Elternabend findet ein heftiger Disput statt.
Während der Versammlung wird über alles Mögliche
gesprochen, nur nicht über den Konflikt.
Anscheinend wagt es niemand von den Eltern,
das Thema zur Sprache zu bringen.

Einem Freund gegenüber äußern sich die
Elternvertreter:

Wir haben Angst, dass der Lehrer unsere Kritik
in den falschen Hals bekommt und seinen Ärger
dann an unseren Kindern auslässt.

Das war doch früher bei uns auch so
und ist heute nicht anders.
* * * * * * * * * *
Die Angst der Eltern vor den Lehrern,
die Angst der Lehrer vor den Eltern:
Die gemeinsamen Ängste
als Gesprächsanlass! (?)
(S.75)

Mein Fazit: Die Geschichten von Reinhold Miller geben viel Stoff zum Nachdenken und sie können enorm ermutigen. In Zeiten, in denen an den Schulen das Wort Pädagogik  durch Begriffe wie Qualitätsanalyse, Qualitätsmanagement, Kompetenzerwerb und Controlling ersetzt wird, ist es  erfrischend und motivierend Texte zu lesen, die wieder die dort agierenden Menschen und ihr Miteinander in den Mittelpunkt stellen.

Die Broschüre enthält zahlreiche kurzweilige und bewegende Geschichten, sodass alle an Schule Interessierten dort Anregungen finden können. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre für SchülerInnen, LehrerInnen, Mütter und Väter.

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Verfasser Dr. Reinhold Miller ist Autor zahlreicher Bücher, Beziehungsdidaktiker, Lehrerfortbildner, Schulberater, Kommunikationstrainer und Coach.

Die Broschüre „Da drin ist es mir zu laut! Schulgeschichten“ kostet
€ 5,- je Expl. (zzgl. Versand) und kann bestellt werden bei:

Bundesverband Aktion Humane Schule e.V.
Rathausplatz 8 – 53859 Niederkassel
E-Mail: ahs@aktion-humane-schule.de
Tel.: 0 22 08 / 90 96 89, Fax: 90 99 43
Internet: www.aktion-humane-schule.de

Zehn Aphorismen zur Bundespräsidenten-Affäre

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“Präsident” bedeutet Vor-, nicht Aussitzender.

***

Die Würde des Präsidentenamtes wird nicht dadurch erhalten,
dass der Präsident sein Amt gerne behalten würde.

***

Es gibt Zeiten,
da ist das Amt seines Präsidenten müde.

***

Wäre der Präsident ein Monarch,
müsste das Volk ihn aushalten;
da er aber gewählt wurde,
muss er das Volk aushalten.

***

Ein Vorbild verträgt nicht allzu viel Nachsicht.

***

In Deutschland genießt ein Vorbild Ansehen,
doch muss es sich vorsehen:
Nach BILD kann das anders aussehen.

***

In der politischen Kultur sollten Fehler toleriert,
aber nicht kultiviert werden.

***

Es ist der Stil seiner Amtsführung,
mit dem der Bundespräsident sein Volk
vor der Weltöffentlichkeit vorführt.

***

“Autorität” leitet sich ab vom lateinischen “auctoritas”, das Ansehen;
darum schwindet die Autorität,
wenn das Ansehen verblasst.

***

Wenn Schatten
auf das Ansehen des Bundespräsidenten fallen,
sind das trübe Aussichten für Schloss Bellevue.

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© 6. Januar 2012 by Detlef Träbert, Pädagoge und Aphoristiker
Rathausplatz 8, 53859 Niederkassel, Tel.: 02208/901989, www.aphorismen.schubs.info, E-Mail: traebert@schubs.info
Veröffentlichung: DenkMalAn! Aphoristische Andenken, Bochum (Universitätsverlag Brockmeyer) 2011

Neun Aphorismen aus Anlass einer Neonazi-Mordserie

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Wir beklagen den braunen Sumpf,
aber fischen ganz gern noch ein wenig im Trüben.

***

Niemand wird als Nazi geboren –
sie lernen es in unserer Mitte.

***

Wo rechte Gewalttäter unbehelligt bleiben,
können sie leicht im Dunkeln agieren.

***

Der ursprüngliche nationalsozialistische Untergrund
steckt tief in der Seele der biederen Hausfrau,
die sich an Sankt Martin darüber beklagt,
dass so viele ausländische Kinder
an ihrer Haustür Martinslieder singen.

***

Rechte Kameradschaften wirken attraktiv,
weil es keine rechte Kameradschaft mehr zu geben scheint.

***

In Harmonie mit Nazis leben zu wollen meint:
O nie Harm!

***

Der Nazi-Täter tut Schändliches.
Der Nazigegner tut etwas dagegen.
Der Neutrale tut nichts –
die schändlichste Tat.

***

Wo es sozial gerecht zugeht,
hat unsoziales Rechts wenig Chancen.

***

Rechts ist die herzlose Seite des Menschen.

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© 14. November 2011 by Detlef Träbert, Pädagoge und Aphoristiker
Veröffentlichung: DenkMalAn! Aphoristische Andenken, Bochum (Universitätsverlag Brockmeyer) 2011
Rathausplatz 8, 53859 Niederkassel, Tel.: 02208 /901989, www.aphorismen.schubs.info
E-Mail: traebert@schubs.info

Aphorismen für den Alltag und darüber hinaus: DenkMalAn! von Detlef Träbert

träbertdenkmalan
Detlef Träbert, DenMalAn!, Aphoristische Andenken

Ich schreibe hobbyweise Aphorismen.

So beginnt Detlef Träbert, freiberuflicher Schulberater, Autor und Diplom-Pädagoge seine kleine Sammlung “DenkMalAn! – Aphoristische Andenken”.

Sprachdichtung macht Lyrik,
Sprachverdichtung Aphorismen.

Träbert hat sein 80 Seiten umfassendes Büchlein in mehrere Abschnitte unterteilt: Vorsätze, Gedankensprünge,  Menschen,  Atomkraft und das Kommunizieren.

Über die Politik und die Zeit schreibt der Aphoristiker:

Wer immer mit der Zeit geht,
kann ihr nie voraus sein.

Trödeln ist Widerstand gegen Hektik.

Träbert schreibt gegen den Zeitgeist an, den er für zu oberflächlich, medienorientiert und verblödend hält:

Der Flachbildschirm wurde passend
zum Programmniveau entwickelt.

Das ist amüsant, aber der Flachbildschirm erscheint mir ein wenig zu zeitgemäß, zu wenig zeitlos. Ebenso wie die aus der englischen Sprache entnommene Wendung „nicht wirklich“:

Keine Zeit zu haben ist wie
den Kopf verloren zu haben –
beides stimmt nicht wirklich.

Thematisches und sprachliches Anbiedern an den Zeitgeist? Das ist wohl Geschmackssache.

Wichtige Anliegen Träberts sind Menschlichkeit, Gewaltlosigkeit, Souveränität und Autonomie des Einzelnen sowie Gerechtigkeit. Er plädiert für ein Leben, Denken und Handeln außerhalb eingetretener Pfade:

Flexibilität
ist die Standfestigkeit
des Beweglichen.

Wer es im Kopf nicht aushält,
sollte den Aufenthaltsort wechseln.

Ein gelungener Aphorismus muss einen Teil der Wahrheit enthüllen und verdichten und dem Leser dadurch einen neuen Einblick, ein neues Verständnis ermöglichen. Die kleinen, kurzen Texte von Detlef Träbert zwingen zum Innehalten und Nachdenken über das Leben, die Zeit, das Geld und den Umgang miteinander, über Grundfragen und ganz Aktuelles:

Komasaufen ist
die Abstimmung mit Engelsflügeln
über das Leben im Hier und Jetzt.

Mit viel Freude an der Sprache und an seinen kleinen, ganz großen Ideen siegt bei aller Kritik an den Missständen bei Träbert letztlich doch immer die Hoffnung:

Denken zu können
wurde zum Schicksal der Menschen –
und bleibt ihre letzte Chance.

In diesem Sinne ein empfehlenswertes kleines Buch mit vielen Anregungen für heute und morgen.

Detlef Träbert, DenkMalAn! Aphoristische Andenken, Bochum (Universitätsverlag Brockmeyer) 2011. Auf der neuen Internetpräsenz www.aphorismen.schubs.info kann man im Buch blättern und vieles mehr.

Schule: Wo bleibt die Motivation der Schülerinnen und Schüler?

In unserem BriefkastenNiederkassel. (ahs) Oft genug wird vom „Null Bock“ gesprochen, doch tatsächlich sind unsere Schülerinnen und Schüler stets hochmotiviert, wenn sie einen Anlass für Engagement finden.

Ob die Atomkatastrophe von Fukushima, Kindersoldaten in Afrika oder einfach die Suche nach Verantwortung – wo Kinder und Jugendliche einen Sinn sehen, setzen sie sich ein. Darum widmet sich die
neueste Ausgabe der Zeitschrift  â€žHumane Schule“ dem Thema „Motivation in einer bedrohten Welt“.

Der Leitartikel von Detlef Träbert thematisiert Lernen als die Sache der Schüler. In die gleiche Kerbe schlägt Jonas Lanig, wenn er den Paradigmenwechsel „Von der Hol-Schule zur Bring-Schule“ fordert.

Der Bildungsjournalist Karl-Heinz Heinemann schildert, dass Schüler auf ihre Schule stolz sein wollen, Autor Hans-Peter Waldrich geht in der Reflektion des Amoklaufs von Winnenden auf das  Bedürfnis der Schüler nach Sinn ein und Erziehungswissenschaftler Kurt Meiers beschreibt Motivation aus anthropologisch-psychologischer Sicht.

Zudem zeugen authentische Alltagsberichte von motivierenden und demotivierenden Erlebnissen in der Schule.

Mehrere Buchbesprechungen aktueller Titel weisen auf mittlerweile bekannte medizinische, psychoanalytische, neurophilosophische und biografische Aspekte hinsichtlich der Lern- und Leistungsmotivation des Menschen hin.

Außerdem gibt es zwei Kopiervorlagen mit Motivationssprüchen für Schüler/innen und guten Motivationsvorsätzen für Lehrer/innen.

Das 28seitige, nicht-kommerzielle Heft „Motivation in einer bedrohten Welt“ kostet € 3,- je Exemplar (zzgl. Versand; Staffelpreise auf Anfrage) und kann bestellt werden bei:
Bundesverband Aktion Humane Schule e.V.
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Gelesen und empfohlen: „Packen wir’s an! – Gegen Mobbing und Gewalt in der Schule. Was Eltern und Lehrer/-innen wissen sollten“.

Dr. Werner Jurga rezensiert Detlef Träberts Leseheft (foto: jurga)
Dr. Werner Jurga rezensiert Detlef Träberts Leseheft "Gegen Mobbing und Gewalt in der Schule". (foto: jurga)

„Gewalt in der Schule ist seit vielen Jahren ein `Dauerbrenner´. Dabei wird immer wieder die Frage gestellt, ob sie denn tatsächlich ein bedeutsames Thema sei, ob sie zugenommen habe oder ob sie eher ein Modethema und nur deswegen so im Gespräch sei, weil die Medien sie bei geeigneten Anlässen immer wieder hochspielten.“

So beginnt der Klappentext zu Detlef Träberts Leseheft Nr. 3: „Packen wir’s an! – Gegen Mobbing und Gewalt in der Schule. Was Eltern und Lehrer/-innen wissen sollten“.* Träbert, Bundesvorsitzender der Aktion Humane Schule (AHS), ist seit Jahren in der Elternarbeit sowie in der Fortbildung für Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, für Therapeutinnen und Therapeuten tätig. Mit dieser Anti-Mobbing-Broschüre liefert er eine gut lesbare Handreichung für Lehrer, Eltern und alle anderen mit dem Problem „Gewalt in der Schule“ Befassten.

Die Grauzone zwischen Voyeurismus und Tabu bietet den idealen Nährboden für das Gedeihen von Unsinn aller Art
Einerseits ein Modethema, das bei entsprechendem Anlass von den Massenmedien reißerisch hochgekocht wird, handelt es sich gleichzeitig um ein Tabuthema, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Verantwortlichen davor „zurückschrecken, die reale Situation an der eigenen Schule öffentlich werden zu lassen“. Die Grauzone zwischen Voyeurismus und Tabu bietet den idealen Nährboden für das Gedeihen von Unsinn aller Art. Allein schon deshalb gebührt Träbert Dank und Anerkennung dafür, die Probleme nüchtern benannt und Wege zur ihrer Lösung aufgezeigt zu haben. Sein Leseheft gegen Mobbing und Gewalt in der Schule – mannigfach angereichert mit Lesetipps – sollte Pflichtlektüre zumindest für alle Lehrer und Elternvertreter sein.

Träumen in einer Welt, die ratlos zwischen Begaffen und Verschweigen taumelt
Dies gilt auch dann, wenn man Träberts pädagogisch-politischen Standpunkt nicht umstandslos zu teilen vermag. Dass er zum Ende des Heftes sich offen als Alt-68er bekennt, ist dabei durchaus sympathisch, gehört es sich doch, offen darzulegen, „wo man steht“. Träberts Schlussbemerkungen zur gewaltfreien Schule und zu einem menschlicheren Schulsystem, seine Hommage an Robert Jungk, an dessen Begriff der „strukturellen Gewalt“ mögen etwas aus der Zeit gefallen erscheinen, sie nehmen dem Leseheft jedoch nichts von der Kraft, die Dinge offen anzusprechen, wie sie sind. Im Gegenteil: vielleicht ist Träumen in einer Welt, die ratlos zwischen Begaffen und Verschweigen taumelt, ein ganz nützlicher Weg zur Realität.

Mobbing, Gewalt, Amok – „Kinder stark machen!“
Träbert befasst sich in der 32seitigen Broschüre mit ganz unterschiedlichen Phänomenen. Grob ließe sich zwischen drei verschiedenen Dingen unterscheiden: 1. Mobbing, 2. Gewalt, 3. Amok. Drei Phänomene, die bei trotz ihrer Unterschiedlichkeit – wie ich finde: zu Recht – von Träbert mit ein und demselben pädagogischen Leitmotiv angegangen werden: „Kinder stark machen!“ Denn: „Persönlichkeitsstarke Kinder sind wesentlich seltener Opfer von Gewalthandlungen als angepasste, brave und schwache“.

Mit demokratischen und offenen Unterrichtsformen stärken
Träberts Appell, „stark zu machen“, richtet sich dabei gleichermaßen an Eltern und Lehrer. „Leider unternehmen die meisten Eltern nichts“, berichtet Träbert, „wenn ihre Kinder berichten, dass sie in irgendeiner Weise drangsaliert werden. So erleben die Kleinen nicht nur ihre eigene Machtlosigkeit, sondern auch das Fehlen des starken Erwachsenen“. Wobei er hier freilich von einem aufgeklärten „Stärke“-Begriff ausgeht. Es ist keine 68er-Romantik, sondern fast schon eine Binsenweisheit, wenn Träbert schreibt: „Kinder stark machen zu wollen bedeutet auch, in der Schule die entsprechende Pädagogik zu praktizieren. Man kann Kinder nicht mit Frontalunterricht, übertriebenem Leistungsdruck und Disziplinierungsmaßnahmen stärken, sondern nur mit demokratischen, offenen Unterrichtsformen.“

Mobbing-Täter streben nach Macht und Überlegenheit, um ihre Schwächen zu übertönen.
Wer zu Opfern erzieht, wird sich nicht wundern dürfen, wenn er Opfer erhält. Dies gilt im Übrigen für Lehrer und Eltern gleichermaßen. Oder eben auch Täter. Mobbing-Täter“, so Träbert, „streben nach Macht und Überlegenheit, um ihre Schwächen zu übertönen.“ Also: Kinder stark machen! „Wer sich stark fühlt, hat es weder nötig, seine Macht angeberisch zu demonstrieren, noch strahlt er Angreifbarkeit aus.“ So weit, so einsichtig. Ganz anders liegen die Dinge allerdings, wenn es nicht um Erpressung auf dem Schulweg oder um alltägliche Hänseleien und Pöbeleien geht, sondern um einen Amoklauf. Wenn ein martialisch Maskierter mit Maschinenpistolen das Schulgebäude durchkämmt, nutzt einem auch das gesündeste Selbstbewusstsein in aller Regel nicht viel.

Vor einem Amoklauf wie in Erfurt oder Winnenden kann es keinen unmittelbaren Schutz geben.
Träbert widmet ein eigenes Kapitel dem „Schulleben im Angesicht der Amoklauf-Gefahr“. Zunächst: „Die Berichterstattung in den Medien lässt leicht den Eindruck aufkommen, dass Gewalttaten wie die von Erfurt, Emsdetten oder Winnenden in den letzten Jahren zugenommen hätten. Die Kriminalstatistik kann das allerdings nicht bestätigen.“ Und klar ist auch: „Vor einem Amoklauf wie in Erfurt oder Winnenden kann es keinen unmittelbaren Schutz geben.“ Aber dennoch: beides vermag letztlich nicht zu beruhigen. Weder die geringe statistische Wahrscheinlichkeit noch die Einsicht in die Unvermeidlichkeit eines „Restrisikos“ können bedeuten, sich dem schlimmsten Fall der Fälle gänzlich unvorbereitet ausliefern zu müssen.

Was aber tun? Auch Träbert bietet hier keinen „Königsweg“ an. Er erwähnt positiv das Beispiel einer Schule in Recklinghausen, „wo die Polizei erst das ganze Kollegium in einem Workshop trainiert, bevor ausgewählte Lehrer als Mitglieder des Krisenteams noch eine spezielle Schulung erhalten“ hatten. Nicht schlecht, jedenfalls mehr als nichts – Weiterdenken erlaubt! Klar geworden ist jedoch, was und wie man es nicht machen sollte.

Träbert: „Die Schulleitungen zweier Schulen in Plettenberg und Winterberg (beide Sauerland) haben das im Schuljahr 2010/11 zum Anlass genommen, einen unangekündigten Probealarm durchzuführen. Weder Schüler- noch Lehrerschaft waren vorab informiert worden – ein Vorgehen, das Polizei, Innen- und Schulministerium strikt ablehnen. Diese Übungen führten zu großer Panik und Angstzuständen bei allen Beteiligten.“

Groteske wie unmenschlichen Maßnahmen einiger deutscher Beamter
Es ist unfassbar, zu welchen ebenso grotesken wie unmenschlichen Maßnahmen sich offenbar einige deutsche Beamte hingerissen sehen, wenn sie im Unklaren darüber verbleiben, wie genau nun ein ministerieller Ordner umzusetzen sein könnte. Auch sie sind, als sie noch Schüler gewesen waren, gewiss nicht stark gemacht worden. So reproduzieren sich Untertanengeist und Opferkult einfach so immer weiter fort, wenn man nicht aktiv etwas dagegen unternimmt.

Unternehmen wir also etwas dagegen! Für den Schulalltag ist dabei Träberts Anti-Mobbing-Leseheft eine wertvolle Anregung. Ein Füllhorn voller Denkanstöße und Impulse für die Praxis.

* (Das Heft, 32 Seiten, DIN-A 4 kostet € 5,- (zzgl. Versand) und kann bestellt werden per E-Mail: info@traebert-materialien.de oder telefonisch unter 0 22 08 / 90 19 89.)

Pressemitteilung: Schulfrieden in NRW auf Kosten der Kinder

ahslogoVor einem „Schulfrieden in NRW auf Kosten der Kinder“ warnt die Aktion Humane Schule (AHS). „Der angestrebte Konsens zwischen SPD, CDU und GRÜNEN droht Strukturen zu zementieren, die die Umsetzung des Auftrags zur Schaffung eines inklusiven Schulwesens verhindern“, so AHS-Bundesvorsitzender Detlef Träbert*.

Die angestrebten Bestandsgarantien für Schularten auf die Dauer von zehn Jahren „führen das Selektionsprinzip ungeniert fort.“ Die Politik rechtfertige sich damit, dass man „die Menschen mitnehmen müsse“, aber lasse dabei die Kinder zurück.

Deutschland und seine Bundesländer haben sich verpflichtet, das Schulwesen im Sinne des Art. 24 der Behindertenrechtskonvention (BRK) umzugestalten. Das beinhaltet die Orientierung der Schule an Menschenwürde und Selbstwertgefühl der Kinder sowie an der Garantie zur vollen Entfaltung ihrer Talente und Persönlichkeiten.

„Kinder nach wie vor in verschiedenwertige Schularten einsortieren zu wollen bedeutet daher einen offener Rechtsbruch“, stellt Träbert den Standpunkt der Aktion Humane Schule klar. „Alle Bildungspolitiker anerkennen den Fakt, dass die soziale Selektivität der deutschen Schule höher ist als in den anderen PISA-Nationen. Gleichzeitig traut sich bundesweit niemand von ihnen, das Selektionsprinzip abzuschaffen. Selbst die Tendenz zur Zweigliedrigkeit stellt keinen prinzipiellen Fortschritt dar. Das ist ein kollektives Versagen der politisch Verantwortlichen.“

Träbert beklagt, dass es in der bundesdeutschen Gesellschaft einmal eine Zeit gegeben habe, in der das Prinzip „Für unsere Kinder ist das Beste gerade gut genug“ gegolten habe. Heute scheine es, als ob das parteipolitische Gesicht zu wahren Politikern mehr wert sei als das Wohl der Kinder.

*Detlef Träbert ist ebenfalls gelegentlich Autor in unserem Blog.

Jetzt in die Bildung investieren. Das Kinderwachstumsbeschleunigungsgesetz (KiWaBez) muss kommen. Eine satirische Betrachtung.

Detlef Träbert: "Wir brauchen das KiWaBez jetzt." (foto: träbert)
Detlef Träbert: "Wir brauchen das KiWaBez." (foto: träbert)

Berlin. (trae) Als Ergänzung zum Wachstumsbeschleunigungsgesetz hat die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan (CDU), in Abstimmung mit Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) Maßnahmen zur Förderung des Wachstums von Kindern und ihrer Bildung beschlossen. Der Entwurf eines Kinderwachstumsbeschleunigungsgesetzes (KiWaBez) soll dem Kabinett gleich nach der Sommerpause vorgelegt werden.

I-Dötze immer jünger und kleiner
In Anerkennung der Tatsache, dass die Kinder aufgrund ihres immer jüngeren Einschulungsalters am ersten Schultag von Mal zu Mal kleiner sind, empfiehlt das Bundesbildungsministerium, dass sie im Vorschulalter schneller wachsen müssten. Dies entlaste nicht zuletzt die Gemeinden als Schulträger, die ansonsten zusätzliche kleinere Schulmöbel anschaffen müssten. Zu diesem Zweck sollen vorschulische Betreuung und Bildung von Kindern effizienter betrieben werden.

Kindern täglich die Hammelbeine lang ziehen
Es werde künftig zum Aufgabenbereich der Kindertagesstätten gehören, Wachstumsförderung zu betreiben durch ein verbessertes Essensangebot mit Kraftfutterbeimischung, tägliche Spezialgymnastik mit Streckübungen sowie Elternschulung. „Eltern müssen sich wieder ihrer Rolle besinnen und den Auftrag ernst nehmen, die Kinder großzuziehen“, erläuterte Bildungsministerin Schavan. Kindern täglich die Hammelbeine lang zu ziehen sei eine gute Vorbereitung auf den Schulstart, wenn es auf liebevolle Weise erfolge.

Die Wachstumsziele
Ziel sei, dass alle I-Dötzchen wenigstens 1,29 m und alle Schulkinder beim Übergang auf die weiterführende Schule mindestens 1,56 m groß sein sollten.

Mindest-IQ von 120 bei der Einschulung für jedes Kind gewährleisten
Zur Förderung des Bildungswachstums seien zusätzlich intelligenzfördernde Maßnahmen beabsichtigt, um einen Mindest-IQ von 120 bei der Einschulung für jedes Kind zu gewährleisten. Dafür sollen ehrenamtliche Senior-Intelligenztrainer aus den Reihen pensionierter Akademiker gewonnen werden. Darüber hinaus werde ein Qualitätssiegel entwickelt, um besonders intelligenzförderndes Spielzeug damit auszuzeichnen.

Qualitätssiegel “Genius Plus”
„Das Siegel ‚Genius Plus’ wird Eltern die heutzutage schwierige Kaufentscheidung bei Spielsachen erleichtern“, ist Schavans Kabinettskollegin Schröder vom Familienministerium überzeugt. Um das Bildungswachstum auch während der Grundschulzeit zu beschleunigen, werde es laut Schavan künftig ab dem 2. Schuljahr bundesweit einheitliche halbjährliche VerA (Vergleichsarbeiten) geben.

Bundesverband der Nachhilfewirtschaft begrüßt die geplanten Maßnahmen
In einem ersten Kommentar begrüßte der Bundesverband der Nachhilfewirtschaft die geplanten Maßnahmen. Man werde sie mit einem bedarfsorientierten Angebot an VerA-Vorbereitungskursen flankierend begleiten und dafür nötigenfalls das Filialnetz ausweiten.

Pharmaindustrie äußerte sich zuversichtlich
Auch die Pharmaindustrie äußerte sich zuversichtlich und sieht Potenzial bei den Umsätzen für Wachstumshormone. Während der Bundesverband der Kinderärzte vorsichtige Kritik an den geplanten Maßnahmen äußerte, freut sich die Vereinigung der Kurkliniken auf ein Wachstum ihrer Belegungsquoten. Ihr Sprecher sagte: „Neben dem jetzt schon sicheren Geschäft mit Burnout bei Lehrkräften und Erzieherinnen rechnen wir mit einer wachsenden Zahl von Nervenzusammenbrüchen bei Eltern.“

Ganzheitlich, gut und zukunftsweisend
Unterdessen sehen sich Bildungs- und Familienministerium mit ihrer ganzheitlichen Interpretation des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes auf einem guten, zukunftsweisenden Weg.

© 16. Juni 2011 by Dipl.-Päd. Detlef Träbert • Rathausplatz 8 • 53859 Niederkassel
Tel.: 0 22 08 / 90 19 89 • Fax: 90 99 43 • www.schulberatungsservice.de

Aktion Humane Schule: Menschenrecht auf Bildung in Gefahr. OECD-Studie 2010 zeigt: Kinder und Studierende wegen Unterfinanzierung unter Druck

Detlef Träbert, Bundesvorsitzender AHS (foto: träbert)
Detlef Träbert, Bundes- vorsitzender AHS (foto: träbert)

Niederkassel. (ahs) „Schule heute ist wegen ihrer Unterfinanzierung keine flächendeckend humane Institution“, stellte Detlef Träbert, Bundesvorsitzender der Aktion Humane Schule (AHS), in einer ersten Reaktion auf die am Dienstag veröffentlichte OECD-Studie „Bildung auf einen Blick“ fest.

„Der unmenschliche Druck, den viele Schüler und Studierende verspüren, ist das Resultat unseres chronisch unterfinanzierten Bildungswesens“, erklärte Träbert. Der Schulstress beispielsweise im G8, der Auslesestress am Ende der Grundschulzeit und der Stress im Bachelor-Studium seien durch den Versuch verursacht, Leistungssteigerungen zu erzielen, ohne die Rahmenbedingungen für Lernen und Lehren zu verbessern.

„Bildung ist ein Menschenrecht, das in Deutschland nicht hinreichend verwirklicht wird“, erläuterte der AHS-Vorsitzende weiter. „Wir brauchen menschlichere Schulstrukturen, mehr qualifiziertes Personal in Kita und Schule, wir brauchen mehr Zeit von Lehrern für ihre Schüler, und Lehrer brauchen mehr Zeit für Fortbildung und pädagogische Anteile ihrer Berufstätigkeit.“

Um das deutsche Bildungswesen inklusiv zu gestalten und Bildung für alle sozialen Schichten kostenfrei zu ermöglichen, müsse der Staat das auf Bildungsgipfeln vereinbarte Geld endlich in die Hand nehmen. Die OECD
empfehle in ihrer Studie dem Staat sogar, nötigenfalls Schulden für Bildungsinvestitionen zu machen, weil es sich rechne. „Dieses Argument zählt in der Politik leider mehr als die Forderung nach mehr Menschlichkeit“, bedauert Träbert.

Gescheiterte Schulreform in Hamburg: Egoistische Motive haben sich durchgesetzt. Aktion Humane Schule bewertet Erfolg der Reformgegner als Pyrrhussieg

Detlef Träbert, Bundesvorsitzender AHS (foto: träbert)
Detlef Träbert, Bundesvorsitzender AHS (foto: träbert)

Niederkassel. (ahs) „Das Motto der Reformgegner ‚Wir wollen lernen!’ beinhaltet unausgesprochen die Ergänzung: ‚und die aus sozial benachteiligten Schichten sollen es nicht’. Der Egoismus einer kleinen Gruppe privilegierter Bürger hat sich durchgesetzt“, kommentierte Detlef Träbert, Bundesvorsitzender der Aktion Humane Schule (AHS), das Scheitern der sechs Schuljahre umfassenden Primarschule in Hamburg.

Die Verlängerung der gemeinsamen Schulzeit von vier auf sechs Jahre sei eine Chance gewesen, die soziale Auslesewirkung von Schule zu verringern. Der Ausgang des Volksentscheids sei allerdings ein Pyrrhussieg, so Träbert. Hamburg habe aus sozialen wie auch aus wirtschaftlichen Gründen ein moderneres Schulsystem dringend nötig. „Auch Hamburg kann es sich nicht mehr länger leisten, Kinder wegen eines aussondernden Schulsystems zurückzulassen“, erklärte der AHS-Vorsitzende.

Die Konsequenz aus den Hamburger Erfahrungen müsse es sein, jetzt noch entschlossener für eine gemeinsame Schulzeit von zehn Jahren für alle Kinder und Jugendlichen in einer Schule für alle einzutreten, ist Träbert überzeugt. Das Hamburger Zweisäulenmodell mit Stadtteilschule und Gymnasium sei nicht weniger selektiv als ein dreigliedriges System. „Es war gerade die Lobby des Gymnasiums, die den Fortschritt in der Grundschule verhinderte“, analysierte Träbert. Das Gymnasium erweise sich immer deutlicher als der Bremser für ein sozial gerechteres und leistungsfähigeres Bildungswesen.