Umleitung: Augstein, Thüringer Allgemeine, WAZ, Lokaljournalismus und mehr …

Der Freitag und sein Verleger: Jakob Augstein über sein Verständnis von Journalismus … bz

Thüringer Allgemeine I: Abgesetzter Chefredakteur wirft WAZ-Konzern Nazi-Methoden vor … spon

Thüringer Allgemeine II: Sippenhaft wie in der Stalin-Zeit … faz

WAZ-Qualitätskrise: Castrop-Rauxel, eine Ratssitzung, ein Eklat und ein WAZ-Bericht, der schweigt … pottblog

Journalismus: Das Sterben der Lokalteile? Gedanken und eine Diskussion … ruhrbarone

Brilon: SPD-BBL-FDP-Pakt? … wpbrilon

Sundern: Bürgermeister Lins und die Grünen … grünesundern

Welt-Aids-Tag: Kinos und Berufskollegs im Hochsauerland unterstützen Präventionsarbeit … dorfinfo

Medienkrise: Endlich wieder eine WP-Umfrage

Die große WP Weihnachtsumfrage
Die große WP Weihnachtsumfrage (foto: zoom)

Im November ist Schonzeit für Weihnachtskonsumenten, wenigstens für mich persönlich. Das habe ich vor Jahr und Tag festgelegt.

Heute nun flattert mir die große WP-Weihnachtsumfrage ins Haus und reißt mich jäh aus der melancholisch gefärbten Tristesse des blass-nebligen Novembers.

Dann wollen wir mal:

ad 1: Weihnachtsschwimmen oder durch den Wald laufen. Wegen der Besinnung!

ad 2: Lesetipp: Heinrich Böll(Katholik!), Nicht nur zur Weihnachtszeit.

ad 3: Nö! Die Laufstrecken(siehe ad 1) muss ich immer selbst ausleuchten.

ad 4: In der Wüste. Fort Davis, da ist es auf jeden Fall knochentrocken.

ad 5: Klar, denn schon am 1. Weihnachtstag ist die Geschenk-Orgie von Heiligabend vorbei.

ad 6: Die ist nun wirklich dumm: Wie soll ich wissen, was für viele schöner ist?

ad Dankeschön-Paket mit Elch-Nussknacker: Stecken lassen – wir haben den perfekten Nussknacker. Foto, Beschreibung und Bezug stelle ich in den nächsten Tagen in dieses Blog ein.

ad WP dauerhaft bestellen: wir haben sie heute käuflich erworben und wir sagen mal, dass da noch an der Qualitätsschraube gedreht werden muss.

ad „Ja, ich möchte den LCD-Fernseher von Philips gewinnen!“: Nö, ich möchte lieber eine von den Kisten los werden. Ein gutes Radio wäre mir lieber oder ein technisch hochwertiger Plattenspieler.

Zur Zeitung haben Sie nichts gefragt. Schade.

In eigener Sache: Pressemeldungen

Schluchtenwald Tiefes Hohl
Schluchtenwald Tiefes Hohl (foto: zoom)

Mit Pressemeldungen(PMs) kann man viele Dinge tun. Man kann sie in den Papierkorb werfen, als Anlass für eigene Nachforschungen nehmen oder sie einfach, wie geliefert, mit Rechtschreib- und Stilkorrekturen veröffentlichen.

Auf keinen Fall soll irgendeine Leserin oder ein Leser diese PMs für unseren eigenen Inhalt nehmen.

Die Quellen sollen nachvollziehbar sein.

PMs sind deswegen mit dem kleinen Briefkasten ausgezeichnet.

PMs sollten einen gewissen inhaltlichen Tiefgang haben.

Dieses Blog spielt monatlich XY Euro Verluste ein und ist deswegen nicht von Anzeigen und anderen Zuwendungen abhängig.

Wäre dies anders, würde hier jeden Tag ein reißerischer Beitrag zur Schweinegrippe erscheinen, viele Bilder von Geburtstagstorten und die Fortsetzungsreihe „Die 100 besten Bordelle des Sauerlandes“.

Sauerländer Bürgerliste zieht über die Dörfer – Auftakt in Wiemeringhausen

In meinem BriefkastenUnter dem Überschrift „Aktuelles aus dem Kreishaus und der Region“ lädt Reinhard Loos, Kreistagsmitglied der Sauerländer Bürgerliste, am Montag dem 30. November um 19.00 Uhr in den Gasthof Schöttes, Winterberger Str. 30, nach Wiemeringhausen ein.

Ein Problem, das derzeit auch viel Beachtung in den Medien findet, ist die Verschlechterung des hausärztlichen Notdienstes im Hochsauerlandkreis. Die von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe am 11. November 2009 beschlossene Neufassung der Notfalldienstordnung wird mit erheblichen Nachteilen für die medizinische Versorgung der Bevölkerung im Hochsauerlandkreis verbunden sein. Den Patienten werden durch die Neuregelung insbesondere lange Wege- und Wartezeiten zugemutet. Nach den bisherigen Planungen soll die Anzahl der Notdienstbezirke im Kreisgebiet von bisher 17 auf künftig nur noch 3 reduziert werden. Daraus würden sich Entfernungen von bis zu 40 Kilometern zum diensthabenden Hausarzt ergeben. Dieses und weitere Themen, wie besipielsweise die zu erwartende deutliche Erhöhung der Kreisumlage, Schulschließungen und weitere Auswirkungen des Bevölkerungsrückgangs möchte Reinhard Loos gerne mit allen Interessierten erörtern.

Wieder einmal: Gekaufter Journalismus. Vorsicht Manipulation.

Es ist alles nur gekauft: Neues von den Sauerländer Skipisten im Sauerlandkurier
Es ist alles nur gekauft: Neues von den Sauerländer Skipisten im Sauerlandkurier von heute (foto: zoom)

Vor drei Wochen habe ich nachgewiesen, dass sich die Westfalenpost gekaufter Reklame- Artikel bedient und sie im Schein journalistischer Objektivität im redaktionellen Teil der Zeitung veröffentlicht.

Heute lag das Reklameblatt der Region, der Sauerlandkurier, in meinem Briefkasten: Ein Wintersportartikel auf Seite 9.

Es war leicht zu sehen/lesen: So etwas schreibt kein freier Mitarbeiter, so etwas schreibt kein Angestellter des Sauerlandkurier, so etwas bekommt der Sauerlandkurier mindestens für umsonst in den Briefkasten gesteckt, geschrieben von einer Werbeagentur:

Frisch aus der Werbeagentur in die Redaktion
Frisch aus der Werbeagentur in die Redaktion (screenshot vom 22. November)

Wer muss nicht bezahlen? Der Sauerlandkurier.

Wer verdient? Die Werbeagentur.

Wer bezahlt?  Na!?

Wer wird manipuliert? Der Leser!

Ja – so läuft das …

Umleitung: Huxley und die schöne neue Welt, die geplante Vernichtung der Blogger, das miese Spiel von Ramelow und mehr …

Aldous Huxley: „Brave New World“ haben wir in der Schule gelesen – „The Doors of Perception“ nicht unbedingt. Literatur und LSD … hpd

Medien I: die geplante Vernichtung der Blogger … streifzugimfreitag

Linke: Ein mieses Spiel von Ramelow und Co sieht Albrecht Müller … nachdenkseiten

Medien II: Welt am Sonntag als „emag“ … pottblog

Energie und Geldbeutel: Kippt die Ölpreisbindung? Gas-Preise könnten fallen, wenn die Kunden Druck machen … ruhrbarone

Rente: Wir riestern uns arm … spiegelfechter

Medien III: Zeitungen – harte Zeiten in den USA … verdi

Freizeit, Kultur und Gesundheit: Freibad muss erhalten bleiben … grünesundern

Landtagswahlen 2010: Stüttgen und Rudolph als SPD-Kandidaten für den HSK … wp

Ich will mal nich‘ klagen. Für’n November war dieser Sonntag erste Sahne.

Am Ende der Sange kurz vor dem "Rauhen Bruch" (foto: zoom)
Am Ende der Sange kurz vor dem "Rauhen Bruch" (foto: zoom)

Heute gab es nichts zu meckern. Das angekündigte Regenband hatte sich schon am Morgen Richtung Nirgendwo verabschiedet, die Temperaturen blieben mild und die Wanderwege waren, wie auf dem Bild zu sehen, nicht überlaufen.

Die Sange ist ein Höhenzug zwischen Hömberg und Rauhem Bruch, der zu den schönsten Wander, -Lauf- und MTB-Wegen gehört, die ich im Hochsauerland kenne.

Vielleicht sollte ich diesen Teil des Sauerlandes nicht allzu sehr preisen, damit die Ruhe und Einsamkeit dort oben für die Eingeweihten noch lange erhalten bleiben.

Bleibt wo der Pfeffer wächst! In euren Metropolen und Kulturhauptstädten 😉

Völlig vergessen: Axel Bosse war in Winterberg

Axel Bosse hat in Winterberg gesungen
Axel Bosse hat in Winterberg gesungen und uns diesen Zettel hinterlassen ... (foto: zoom)

Völlig untergangen: Axel Bosse hatte Anfang November in Winterberg gespielt und es gibt bislang keine Konzertkritik – nur des Meisters eigenhändig fünf Minuten vor Konzertbeginn hastig auf auf ein Blatt Papier sortierte Playlist.

Lokalpresse: Die Absahner – Gedanken beim Laufen.

Hier können die Gedanken schweifen. Links Neger- und rechts das Ruhrtal
Hier können die Gedanken schweifen. Links das Neger- und rechts das Ruhrtal mit Blick Richtung Olsberg (foto: zoom)

Bevor ich zu den Absahnern, den Reklamepublikationen,  komme, möchte ich kurz auf das Bild oben eingehen.

Der Bergrücken in der Mitte teilt das Negertal(links) vom Ruhrtal(rechts). Am Ende, hinter der Fichten bestandenen Kuppe fließen die beiden Gewässer in Steinhelle zusammen.

Die weißen Gebäude ganz hinten gehören zum Schulzentrum der Stadt Olsberg. Bei dem „länglichen Streifen“ handelt es sich sehr wahrscheinlich um das Berufskolleg.

Der Standpunkt von dem das Foto aufgenommen wurde, liegt fast 700 Meter hoch über den Tälern. Der freie Blick wurde vom Sturm Kyrill geschaffen.

Für ein gutes Foto ist ein sehr gutes Weitwinkel-Objektiv nötig, welches mehr als 90° Blickwinkel abbilden kann, dazu entweder Morgen-oder Abendstunden mit transparenten Luft- und Lichtverhältnissen.

Mit der kleinen Exilim war einfach nicht mehr drin.

Zum Thema:

Inzwischen gibt es hier im Hochsauerland im Raum Brilon und Olsberg neben dem Sauerlandkurier und dem Briloner Anzeiger eine dritte durch Werbung finanzierte lokale Zeitung, den „Städtespiegel„.

Die „Macher“ des neuen Städtespiegel haben, soweit mir bekannt, vorher beim Briloner Anzeiger gearbeitet.

Erstaunlich ist, dass in Zeiten der Medien- und insbesondere Printmedienkrise im lokalen Raum neue reklamefinanzierte Printprojekte entstehen.

Ich folgere zunächst, dass es einen Markt für diese Art von Printprodukten geben muss.

Die Eigenleistung der Herausgeber besteht zum größten Teil in der Verwertung nicht selbst produzierter Inhalte.

Wer produziert diese Inhalte?

Die Pressewarte der Vereine, die öffentlichen Einrichtungen, PR-Agenturen, private Institutionen und Einzelpersonen, sowie einige freie und bei entsprechender Größe des Reklame-Verlags feste Mitarbeiter, denn die ganzen Einzelteile müssen Woche für Woche kompiliert und publiziert werden. Sehr gerne werden auch Artikel von eigenen Leuten über Firmen und Institutionen geschrieben, wenn diese damit gekoppelt Anzeigen schalten.

Irgendwie muss man ja auch Geld verdienen. Es reicht nicht kostendeckend zu arbeiten. Gewinne müssen sein.

Wo bleibt der Journalismus?

In der Regel auf der Strecke.

Natürlich freuen sich die Mitarbeiter der Werbeblätter, wenn sie dem Platzhirschen Westfalenpost mal eins auswischen können, aber in der Regel erreichen sie nur punktuell journalistisches Niveau.

Muss die Westfalenpost diese Blätter und Blättchen dann überhaupt ernst nehmen?

Klar doch! Sie fischt nämlich selber in den Gewässern der Werbung und Reklame. Die Leserinnen und Leser bezahlen die Kosten der Zeitung nur zu einem Teil, mindestens die Hälfte wird durch Reklame finanziert. Damit hängt die Zeitung nicht nur am Tropf der Leserabos, sondern auch an der Infusion der Werbekunden.

Diese Überlegungen im Hinterkopf ist es verständlich, dass die Westfalenpost nicht über diejenigen Bereiche objektiv berichten kann, aus denen mächtige und einflußreiche Werbekunden kommen. Die können dann mit Anzeigenentzug und Abwanderung zu den Reklameblättern drohen.

Die Westfalenpost kann darüber hinaus auch nicht über Bereiche objektiv berichten, in denen die mächtigen Reklamekunden Einfluss haben. Das können Vereine sein, in denen zum Beispiel der Kunde selbst auch als Bürger seine Fäden zieht, das kann die öffentliche Verwaltung sein, deren Mitarbeiter und Repräsentanten gelegentlich mit den Werbekunden, familiär oder über die lokalen Strukturen verbunden ist.

Der einzelne Leser zählt in dieser Kosten-Nutzenrechnung nicht viel.

Hier allerdings beginnt das Problem der Bezahl-Zeitung.

Da die Redakteure aus oben genannten Gründen PR-Artikel in der Bezahl-Zeitung verarbeiten, nähert sich das Niveau dieser Zeitungen in Teilbereichen den Reklamezeitungen an.

Der normale Leser nimmt die, meiner Meinung nach noch vorhandenen, Qualitätsunterschiede nicht angemessen wahr und sagt sich: Sauerlandkurier und Westfalenpost sind beides Zeitungen und wenn ich die eine umsonst haben kann, dann kündige ich doch die andere und spare mir das Geld für die angenehmen Dinge des Lebens.

Die Gleichungen für die Konkurrenz zwischen der Abo-Zeitung Westfalenpost und den Reklameblättern lauten:

Ein schlechter Artikel bei der Westfalenpost zählt beim Leser zehnfach negativ, bei der Reklamezeitung nur einfach, denn da wird Nix erwartet.

Ein guter Artikel bei der Westfalenpost zählt maximal zweifach, denn er wird erwartet.

Ein schlechter Artikel bei der Reklamezeitung zählt höchstens einfach, denn schlechte Artikel sind die Regel.

Ein guter Artikel in der Reklamezeitung zählt hundertfach, denn es wird eigentlich die Regel plus Reklame erwartet.

Die Reklameblätter erreichen jeden Bürger im lokalen Bereich, denn sie werden jedem in den Briefkasten geworfen. Abdeckung 100%. Leser können kaum kündigen.

Abdeckung der Abo-Zeitung Westfalenpost: Abos plus Mitleser. Leser können kündigen und damit die Abdeckung und den Wert für die Werbekunden verringern.

Fazit:

Die Abo-Zeitungen stecken richtig in der Klemme. Wenn sie das Alleinstellungsmerkmal „Qualität“ verlieren, gehen sie den Bach ab, was nicht weiter schlimm wäre, wenn die Zeitungen nur aus Holzprodukten bestehen würden.

Es hängen Menschen dran. Arbeitnehmer. Und Leser.

Der Ausweg aus dieser anscheinenden Zwickmühle kann nur über die journalistische Qualität gehen, sonst gehen die Leser – und die Arbeitsplätze.

Den Zeitungsbesitzern geht es derweil nicht schlecht.

Nein, sondern prächtig:

Auf den Milliardärs-Listen von Forbes finde ich neben Silvio Berlusconi und Rupert Murdoch, neben Schlecker und Thurn und Taxis weiterhin auch Hubert Burda, Friede Springer, Heinz Bauer, Anneliese Brost (WAZ), drei Holtzbrincks sowie die Familie des im Oktober verstorbenen Reinhard Mohn. Wir müssen also vielleicht doch nicht sofort sammeln. weiter zu einem sehr guten Artikel

In meinem Briefkasten: Medizinische Versorgung im hausärztlichen Notdienst

SBL-Kreistagsmitglied Reinhard Loos beantragt für die nächste Kreistagssitzung den Tagesordnungspunkt „Sachstandsbericht zur künftigen medizinischen Versorgung im hausärztlichen Notdienst“.

Loos bittet gleichzeitig alle Kreistagsfraktionen, die Aufnahme seines
Antrags auf die Tagesordnung zu unterstützen.

Der Hintergrund ist die von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe am 11. November 2009 beschlossene Neufassung der Notfalldienstverordnung, die mit erheblichen Nachteilen für die medizinische Versorgung der Bevölkerung im Hochsauerlandkreis verbunden sein kann. Den Patienten werden durch die Neuregelung insbesondere lange Wege- und Wartezeiten zugemutet.

Zum Antragstext geht es hier.