Im Kump geht es Schlag auf Schlag
Ausstellung von Disney-Zeichner Ulrich Schröder beginnt am Donnerstag

Ulrich Schröder kommt morgen in den Hallenberger Kump. (foto: Kirsten Breustedt)

Kaum ist die „Panische Malerei“ von Udo Lindenberg beendet, warten über 100 Werke von Enten und Mäusen darauf im Kump ausgepackt und aufgehängt zu werden.

(Pressemeldung der Stadt Hallenberg)

Am kommenden Donnerstag, 6. September beginnt die Ausstellung „Duckworks“ mit Werken von Ulrich Schröder.

Ulrich Schröder ist in Hallenberg kein Unbekannter. Bereits im letzten Jahr war er Gast bei der Ausstellung „Disneys große Zeichner“. Er begeisterte die Kinder beim Zeichenunterricht in der Grundschule und die Gäste bei der Ausstellungseröffnung mit seinen spontanen Disney-Zeichnungen.

Nun stellt er seine eigenen Werke im Kump aus.

Die Comicwelt von Duck & Co (bild: pressemappe)

Nach dem Abitur begann Ulrich Schröder 1983 seine Karriere als Grafiker. In Frankfurt war er von 1984 bis 1987 für die deutsche Zentrale der Disney Corporation als Comic-Zeichner tätig. Anschließend arbeitete er als selbständiger Werbegrafiker. Im Jahr 1989 ging er als Artdirector zu Disney nach Paris. Neben Illustrationen für die Disney Comic-Bücher in verschiedenen Ländern gestaltete er unter anderem die Werbematerialien der Marke Disney.

Im November 2006 verließ Ulrich Schröder Disney und gründete das Studio Duckworks, in dem er mit zahlreichen Künstlern, Designern und Textern der europäischen Disneyzentrale zusammenarbeitet und als Artdirector auch Disney-Zeichner aus- und weiterbildet.

Darüber hinaus gestaltete er 2010 unter anderem auch eine Comic-Mode-Story für die französische Elle und karikierte zahlreiche Modedesigner wie Karl Lagerfeld (als böser Wolf) und Donatella Versace (als Daisy Duck). Im Jahr 2011 entwarf er eine Disney-T-Shirtkollektion für das Textilunternehmen C&A.

Donald („Ommm“) Duck handgezeichnet von Ulrich Schröder (foto: pressemappe)

Ulrich Schröder lebt und arbeitet in Paris und Barcelona. Er zeichnet die Disney-Figuren auch heute nicht digital, sondern mit alten Federn auf Papier. Ulrich Schröder zeichnet inzwischen vor allem die Cover der weltweiten Disney-Ausgaben. Er ist gefragter Gast auf Kunst- und Comicmessen und gibt im Disney-Channel Prominenten Zeichenkurse.

Am Donnerstag wird er um 19.00 Uhr im Kump seine Ausstellung vorstellen und natürlich wird er auch dort für die Besucher zeichnen. Zur Ausstellungseröffnung sind alle herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

  • Die Ausstellung läuft bis zum 7. Oktober 2018 im Infozentrum Kump, Petrusstr. 2 in Hallenberg.
  • Öffnungszeiten Montag bis Samstag 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr, Montag, Donnerstag, Freitag und Sonntag von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr

In Memoriam Albert Mangelsdorff – 05.09.1928 · †25.07.2005

Albert Mangelsdorff war ein deutscher Jazz-Posaunist. Er verlieh dem Posaunenspiel im Jazz mit seiner Mehrstimmigkeit – den „Multiphonics“ – neue Aspekte.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=PmZGa_CPhtI

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Mangelsdorff gilt weltweit als wichtiger Innovator des Posaunenspiels des Jazz und als der erste Jazz-Musiker, der auf einem Blasinstrument abendfüllende Solokonzerte geben konnte. Keiner vor ihm beherrschte in der Soloimprovisation auf der Posaune das Prinzip der Inside-Outside-Improvisation so gut wie er. Vor allem kultivierte er das mehrstimmige Spiel auf der Posaune und machte diese Spielweise wieder bekannt. Allerdings war ihm die Technik zweitrangig. Die perfekte Beherrschung des Instruments war für ihn lediglich eine notwendige Voraussetzung für die spontane Improvisation.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=SMHSV0g7wV4

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Albert Mangelsdorff war lange Jahre Mitglied des United Jazz + Rock Ensemble. Aufruf dieses YouTube-Clips lässt evtl. „ältere Semester“ anlässlich der Besetzung ein wenig wehmütig werden … 😉

In Memoriam Horace Silver – *02.09.1928 · †18.06.2014

Horace Ward Martin Tavares Silver (* 2. September 1928 in Norwalk, Connecticut; † 18. Juni 2014 in New Rochelle, New York), war ein US-amerikanischer Jazzpianist und Komponist.

Formal hat er die Grundstruktur des Bebop „auf ganz besondere Weise“ zu erweitern gewusst, indem er 12-taktige Blues- und 8-taktige Songformen miteinander kombinierte oder Themen mit ungerader Taktzahl schrieb. Diesen Ausbruch aus den herkömmlichen Schemata hat Silver nicht als erster begonnen, doch ist seine Wirkung bis in die Rockmusik (***) zu verfolgen.

Silver wurde durch seine erfolgreichen Alben einer der Blue Note-Stars und erhielt von dessen Mitgründer Alfred Lion erhebliche Freiheiten (bis hin zur Gestaltung von Cover und Liner Notes).

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?time_continue=9&v=BWjeslQOhfE

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Anlässlich des 90. Geburtstags von Horace Silver ist seit dem 31.08.2018 eine (preisgünstige) CD-Box mit 5 für Blue Note eingespielten Alben im Handel.

JazzEcho, 29.08.2018

Horace Silver – Jazz-Revolutionär mit Ausdauer

Pianist Horace Silver hat den modernen Jazz gleich mehrfach umgekrempelt und mit seinen Songs moderne Klassiker geschaffen. Fünf seiner besten Blue-Note-Alben erscheinen jetzt gesammelt in einer CD-Box.
[kompletter JazzEcho-Artikel …]

(***)
Viele von Silvers Kompositionen – resp. Teile daraus – „inspirier(t)en“ bis auf den heutigen Tag diverse Jazz, Pop u. Rock-Combos. Die bekannteste „Zweitverwertung“ ist wahrscheinlich die auf Silvers Song for my Father basierende Steely Dan Nummer Rikki Don’t Lose That Number.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=FLNHmO57BCo

Gewohnt unaufgeregt „auf den Punkt gebracht …“ – Sigrid Fischer bei „Corso“ (DLF)

Am vergangenen Nachmittag (31.08.2018) via Autoradio die letzten Minuten des DLF-Magazins „Corso“ gehört.

Freitags läuft bei „Corso“ immer die Glosse „Is was?! Aufreger der Woche“. Am erwähnten Nachmittag war (die sehr geschätzte!!!) Sigrid Fischer Autorin des Wochenrückblicks.
Auf der DLF-Website wird Frau Fischers Beitrag wie folgt geteasert:

Jeder gegen jeden
Genau im falschen Moment gibt der Innenminister endlich mal Ruhe. Dafür spricht der Regierungssprecher Sätze aus, die eher Wunsch als Realität sind. Genau wie Sachsens Ministerpräsident. Auch der Bundestrainer redet – im ungewohnt bescheidenen Outfit.

Sigrid Fischers Anmerkungen können hier nachgelesen werden.

Besser kommt (imho) allerdings der Audio-Clip rüber.

Und ja, wenn Sigrid Fischer scheinbar relativ entspannt glossiert/kommentiert, ist sie richtig gut.

30.08.1968: The Byrds veröffentlichen „Sweetheart of the Rodeo“-LP

Sweetheart of the Rodeo ist das sechste Studioalbum der US-amerikanischen Folk-Rock-Band The Byrds; ihr 7. Album insgesamt. Es erschien am 29.08.1968 (USA 30.08.1968) bei Columbia Records.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=JbLBbdQzEeE

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In den Vereinigten Staaten erreichte das Album Platz 77 der Pop-Charts. Trotz der eher enttäuschenden Verkaufszahlen des Albums gilt Sweetheart of the Rodeo als eines der einflussreichsten Alben der Rockgeschichte, da es ein ganzes Genre, den Country-Rock, einer breiten Masse bekannt machte.

Zwar hatten The Byrds schon auf Younger Than Yesterday und The Notorious Byrd Brothers Elemente des Country in ihre Musik eingebracht, doch weit sparsamer als auf Sweetheart of the Rodeo. Nachdem Michael Clarke 1965 und David Crosby 1967 The Byrds verlassen hatten, blieben Roger McGuinn und Chris Hillman die einzigen beiden Mitglieder der Band. Hillman, dessen musikalische Einflüsse vor allem aus dem Country kamen, gelang es Anfang 1968 Gram Parsons als Mitglied der Byrds zu gewinnen.

» Roger McGuinn Talks ‘Sweetheart of the Rodeo’ Gigs, Rules Out Byrds Reunion – RollingStone, 27.07.2018

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=Q21BF38W3Gs

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» Engl. Wikipedia bietet ausführliche Infos zum Album .

25.08.2018: Wayne Shorter wird 85

Wayne Shorter (* 25. August 1933 in Newark, New Jersey) ist ein US-amerikanischer Jazz-Saxofonist und -Komponist. Mit John Coltrane und Sonny Rollins gehört er zur „vordersten Linie“ der Saxofonisten im Modern Jazz.

Was soll man über die Jazzlegende Wayne Shorter noch schreiben …? – Die englische Wiki-Seite ist ein gutes Stichwortverzeichnis bzgl. des Werks des Ausnahmemusikers.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=Wfi-kLLTWOA

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» Footprints in Jazz – NDR, 08.08.2013
» Die Sphinx des Jazz · Wayne Shorter wird 85 – Jazzecho, 24.08.2018
» Jazz Legend Wayne Shorter Announces ‚Emanon‘ · A Multiverse-Inspired Triple Album – NPR, 25.07.2018

https://www.youtube.com/watch?v=wGFSD1Devzg

In Memoriam John Cipollina: *24.08.1943 · †29.05.1989

John Cipollina war ein amerikanischer Rockmusiker, der als Gitarrist der aus San Francisco stammenden Band Quicksilver Messenger Service bekannt wurde. Das Musikmagazin Rolling Stone wählte (***) ihn auf Platz 32 der besten Gitarristen aller Zeiten.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=Wi0e7brHdMQ

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Seit 1959 spielte John Cipollina bei verschiedenen Bands in der Bay Area rund um San Francisco. 1965 war er Gründungsmitglied der Band Quicksilver Messenger Service. Sie traten unter anderem im Fillmore West und beim Monterey Pop Festival auf. 1967 erschien ihr erstes Album mit dem Titel Quicksilver Messenger Service. Das nachfolgende Album der Band, Happy Trails, gilt als ein Meilenstein der Musikgeschichte. Cipollina blieb zunächst bis 1970 bei Quicksilver Messenger Service, verließ die Band dann vorübergehend und kehrte 1973 zu Quicksilver Messenger Service zurück.

1970 gründete Cipollina die Band Copperhead, mit der er die gleichnamige LP aufnahm. Ein weiteres Album blieb bis heute unveröffentlicht. Nach Auflösung der Gruppe 1973 bis zu seinem Tod 1989 spielte Cipollina bei zahlreichen Bands, darunter Terry & the Pirates, The Dinosaurs, Raven, Zero, Man (GB) und Thunder And Lightning, sowie mit Nick Gravenites.

Cipollina, der seit seiner Kindheit an chronischem Asthma litt, wurde trotzdem zum Kettenraucher. Am 29. Mai 1989 wurde er aufgrund eines Asthmaanfalls in das Marin General Hospital eingeliefert, in dem er während der Nacht an einem Lungenemphysem verstarb. Live war er das letzte Mal am 13. Mai 1989 zu sehen. Cipollinas Asche wurde am 1. Juni 1989 auf dem Mount Tamalpais in der Nähe San Franciscos verstreut.

Er gilt heute neben Bands wie Jefferson Airplane und den Grateful Dead als einer der Mitbegründer der San Francisco Psychedelic Rockmusik.
Quelle: Wikipedia …

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=siv9Nh0W1xc

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» Quicksilver Messenger Service – Full Concert
28.12.1975 – Winterland (San Francisco, CA) – Dauer: 1:34:20

(***) Halte persönlich nix von diesen ominösen Rankings.
So what! … sie sind in der Welt. Denke, es gibt eine „Künstler-Liga“, in der nicht signifikant zwischen Platz 31 und 32 (etc) unterschieden werden kann.

August 1968: „Every One of Us“-LP von Eric Burdon & The Animals erscheint

Every One of Us ist ein Studioalbum von Eric Burdon & The Animals aus dem Jahr 1968. Es wurde nur in den USA veröffentlicht. Manche Stücke erschienen jedoch später auch auf in Europa produzierten Sampler-LPs.

(Nachfolgender YouTube-Clip startet Playlist des Albums.)
https://www.youtube.com/watch?v=mefFJFZydG4&list=PL64237D957FA046DE&index=1
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In dem 19-minütigen Stück „New York 1963 – America 1968“ befasst sich Eric Burdon mit den kulturellen, sozialen und politischen Verhältnissen in den USA, die er dort 1963/1964 und später wieder 1967/1968 vorfand und die ihn einerseits faszinierten, andererseits schockierten (wie der Mord an Präsident Kennedy). Zitat aus dem Song:

„And when I got to America, I say, it blew my mind.“

Teil des Stücks ist auch ein Interview, das mit einem schwarzen US-Amerikaner, ehemaliger Kampfpilot, geführt wurde, der über die Verhältnisse in den USA, die Armut, die Diskriminierung der Schwarzen und die Gleichgültigkeit der Behörden ihnen gegenüber berichtet. Dieser beklagt sich auch darüber, dass die Betroffenen zwar schimpfen, aber nicht in der Lage sind, sich gemeinsam zu wehren und die Verhältnisse zu ändern. Der Text dieses Stücks und des Interviews ist auf der Genius-Webseite verfügbar.

Quelle: Wikipedia

20.08.2018: Robert Plant wird 70

Robert Anthony Plant, CBE (* 20. August 1948 in West Bromwich, Staffordshire) ist ein britischer Rockmusiker. Von der Gründung 1968 bis zur Auflösung 1980 war er Leadsänger der britischen Rockband Led Zeppelin.

https://www.youtube.com/watch?v=6_AeMmTE2pc
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Plant begann 1982 eine vielseitige Solokarriere. 2007 lernte Robert Plant bei der Vorbereitung zu einem gemeinsamen Beitrag zu einem „Tribute-to-Leadbelly“-Konzert die US-amerikanische Bluegrass-Musikerin Alison Krauss kennen. Sie nahmen zusammen das Album Raising Sand auf, das im Oktober 2007 veröffentlicht und bei der Grammy-Verleihung 2009 mit fünf Grammys ausgezeichnet wurde.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=bxbwumQ1jZE

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Im Oktober 2017 erschien das von der Kritik sehr gelobte Album Carry Fire.
(„Carry Fire“-Titelstück als YouTube-Clip)

» Der „Golden God“ ist geerdet: Robert Plant wird 70 – Deutsche Welle, 19.08.2018

In Memoriam Heiner Pudelko – 18.08.1948 · †11.01.1995

Heiner Pudelko war ein deutscher Rhythm-’n‘-Blues- und Rocksänger, der insbesondere als Kopf der Band Interzone bekannt wurde. Pudelkos Spezialität war sein ausgefeilter Gesangsstil mit dem ansatzlosen Sprung der Stimme ins kreischende Falsett.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=g2ZcBwGmcFI

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Zu Ehren Pudelkos veröffentlichte SPIEGEL Online an dessen 60. Geburtstag 2008 unter dem Titel Der ungezähmte Engel einen (sehr lesenswerten) Artikel über Werk und Wirken Heiner Pudelkos.

» Heiner Pudelko · eine Stimme wie brechendes Glas – Der Tagesspiegel, 16.08.2018

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=GX4n5U4OP9A

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btw:
Auf dem Plattenspieler dreht sich gerade die „Aus Liebe“-LP …