Wie heißen die Nullstellen von f(x)=x^3 -30x^2 +1200 und welchen Sinn haben eigentlich Zecken?

Die Zecke auf der Suche
Eine Zecke auf der Suche nach einer günstigen Einstichstelle. (archiv)

Als ich letzte Woche (fast) ohne WLAN und Internet im tiefen Wald unterwegs war, hatte ich zwei Probleme zu lösen:

Erstens wie heißen die Nullstellen von f(x)= x^3 -30x^2 +1200 und zweitens welchen Sinn haben eigentlich Zecken?

Das erste Problem war nach einigem Kopfkratzen mit dem Newtonschen Näherungsverfahren gelöst, nachdem ich zuerst auf eine billige ganzzahlige Lösung samt Polynomdivision getippt hatte, weil ich die Hinterhältigkeit des konstanten Summanden nicht richtig eingeschätzt hatte. Schwamm drüber.

Das zweite Problem habe ich bis heute nicht gelöst. Nachdem einige Teilnehmer unserer kleinen Waldgemeinschaft von Zecken bekrabbelt worden waren, stellte eine Mitreisende die trockene Frage: „Welchen Sinn haben eigentlich Zecken?“, um nach einer kurzen Pause hinzufügen: „Von mir aus bräuchte es sie nicht zu geben, die sind doch nutzlos!“

Da stand ich im Wald und habe die Sinnfrage abgebogen, nach dem Motto: „Nichts hat einen Sinn an sich, nur der Mensch hat einen Sinn für sich …“, aber auf die Frage nach der Funktion oder gar nach dem Nutzen der Zecken im „Netz des Lebendigen“ fiel mir keine ausreichende Antwort ein.

Welche Folgen hätte es, wenn wir heute auf einen Schlag sämtliche Zecken aus dem „Web of Life“ entfernten. Kann man das simulieren? Hat das schon mal jemand versucht?

Die drei Nullstellen kann ich näherungsweise bestimmen, aber die Ausrottung der Zecken … Katastrophe? Wohltat? Gar Nix?

Wer weiß es?

Das war der Vatertag 2013 – stets antizyklisch …

Bermuda3Eck
Man(n) kann den Vatertag auch in Bochum enden lassen (fotos: zoom)

Ich wusste ja bis vor ein paar Jahren nicht, dass Männer an einem Tag wie heute mit dem Bollerwagen oder klimpernden Rucksäcken durch die Gegend ziehen.

Rechtzeitig zum sogenannten Vatertag hatte mir früher meine Mutter stets zuverlässig eine Flasche Rasierwasser gekauft, die ich dann am Morgen meinem Vater von Herzen schenkte.

Das war es aber dann auch mit dem Vatertag. Und das wird für mich so bleiben, denn an 365, manchmal 366 Tagen im Jahr bin ich Vater, und das reicht.

Ich nehme mir am Vatertag oft das Tourenrad, packe die Satteltaschen voll und fahre irgendwohin.

Phoenix-West
Hochofen Dortmund Hörde. Phoenix-West.

Gerne radele mit dem Rad durch das Ruhrgebiet, weil es dort sehr grün ist. Die Vegetation ist vielfältiger als im Hochsauerland und trotzdem gibt es an jeder Ecke einen Kiosk.

Die Industrie-Ruinen wie Phoenix-West in Dortmund Hörde reizen mich zwar,  sind aber auf unwiederbringliche Weise Vergangenheit. Nicht mehr das, was ich kannte: Stahlwerke in Aktion, laut, fauchend und stinkend.

Meine Sentimentalität hält sich in Grenzen.

BVB-Stadion
Dortmund lebt und macht Spaß. Blick auf das BVB-Stadion.

Ein weitere Vatertag neigt sich jetzt dem Ende zu. Das Bier im Bermuda3Eck von Bochum ist bezahlt, und die anderen Geschichten von heute erzähle ich vielleicht, wenn wir wieder einen normalen Tag haben.

Bermuda3Eck
Das letzte Bier im Bermuda3Ecke Bochum.

Die letzte Bahn ist geschwommen. Die Handtücher sind schon wieder trocken. Vielen Dank an die freundlichen MitarbeiterInnen.

Oversum Schwimmbad geschlossen
Das war’s. Die letzte Bahn ist geschwommen. (fotos: zoom)

Das war’s. Die letzte Bahn ist geschwommen. Um kurz vor acht war ich im Wasser, um exakt 20.45 Uhr als letzter Schwimmer wieder raus. Auf Twitter liest sich das so:

Ich musste dann aber doch noch kämpfen, um am letzten Tag des Schwimmbads vor der der Pleite als letzter aus dem Wasser zu steigen.

Die Umkleiden.
Der letzte Gang.

Auf meinen Schlussbahnen tauchten noch exakt ein Schwimmer und danach eine Schwimmerin ins Wasser ein.

Es herrschte wirklich keine Arschbombenstimmung, sondern große Traurigkeit. Die Mitabeiterinnen, die an diesem Abend Dienst hatten, machten auf mich einen geknickten Eindruck.

Überhaupt die MitarbeiterInnen. In der ganzen Zeit meiner sechs(?) Zehnerkarten habe ich ein sehr hilfsbereites, freundliches Personal erlebt.

Schade jetzt, und Danke dafür!

Das Schwimmbad ist nach meiner Kenntnis ab jetzt komplett geschlossen, auch für die Hotelgäste des Oversum.

Denen bleibt allerdings noch das Bewegungsbecken hinter der Glasscheibe.

Schulschwimmen? Noch nicht klar.

Wie wir bloggen und trotzdem Zeit für den Kahlenberg und einen Eintrag ins Gipfelbuch haben.

Blick vom Kahlenberg
Blick von der Rückseite des Kahlenbergs auf das Neger- und Ruhrtal. Ganz links das Elpetal. (foto: zom)

Meine eigenen Blog-Artikel werden zum großen Teil mit Laufschuhen, auf dem Fahrrad und beim Schwimmen geschrieben. Beim Sport entstehen die meisten meiner Artikel. Der Rest entwickelt sich in Gesprächen mit Freunden, Nachbarn und Bekannten oder durch Beobachtungen auf Wegen, die ich sowieso gehen oder fahren muss – mit oder ohne Blog.

Für das Blog insgesamt ist das nur die halbe Wahrheit, denn sehr viele Artikel werden inzwischen von ständigen Autorinnen oder Gastautoren verfasst.

Oft liefern darüber hinaus die Kommentatorinnen und Kommentatoren sehr viel zusätzliche Informationen und Hinweise.

Nicht zuletzt sind die verlinkten Blogs und Websites wichtig für Anregungen, Hilfe und sonstigen Input.

Noch wen vergessen? Klar, die Leserinnen und Leser, die es wirklich gibt. Meist sind es ein paar Hundert pro Tag, manchmal ein paar Tausend.

So, jetzt wird es aber wieder Zeit zum Laufen.

Das Gipfelbuch ist wasserdicht  in der Plastikflasche.
Das Gipfelbuch ist wasserdicht in der Plastikflasche.
Heute war mal wieder das Gipfelbuch am Kahlenberg an der Reihe. Viele Wanderer, Läufer und MTBler scheint es in letzter Zeit nicht mehr dorthin verschlagen zu haben. Die Einträge sind spärlich. Den Blick über das Ruhr- und Negertal hat man etwa 200 Meter vom Gipfel entfernt.  Nette Gegend, nette Stelle. Lohnt sich.

Die letzte Kiste ausgepackt: Bergmann vor Kohle 1938-39

Kumpel vor Kohle
Kumpel vor Kohle 1938/39 (archiv: zoom)
Irgendwann muss man auch die letzten Kisten des Nachlasses auspacken. Ein paar Bilder, alte Rechenschieber, Schuhputzzeug, Heimwerkernadeln, Scheren, Messer, Uhren, vier funktionsfähige AAA Batterien und zwei Anstecknadeln der Mannesmann Werke.

Das Bild des Kumpels mit Presslufthammer vor Kohle hatte mein alter Herr mit kleinen Nägelchen, Rückwandpappe und Kleber ziemlich unzugänglich im Bilderrahmen verbarrikadiert. Ich erinnere mich, dass es in den letzten Jahren über seinem Bett hing. Aus dem Zimmer konnte man den Förderturm der Zeche Lohberg sehen.

Ich hatte Vater immer im Verdacht, dass er das Bild vor nicht allzu langer Zeit in einem Anfall von Alterssentimentalität aus irgendeinem Magazin wie dem Stern ausgeschnitten hatte, denn obwohl er ein ziemlich guter Hobby-Fotograf war, habe ich ihm dieses Bild nicht zugetraut.

Heute Abend habe ich die Fotografie mühsam aus dem Rahmen gepult. Kein Zeitungspapier. Solider Karton, etwas dicker als normales Fotopapier. Hinten drauf hatte er in seiner kleinen, runden Schrift „1938-39“ notiert. Kein Autor, kein Ort. Nichts.

Irgendeine Verpackung? Plakat? Buch-Einband? Mit neun Jahren war er bestimmt nicht unter Tage gefahren, um den Kumpel vor Kohle zu fotografieren.

Ich hätte ihn ja mal fragen können. Zeit war genug. Die „1938-39“ wird stimmen, denn penibel war mein Vater immer, in solchen Dingen.

In eigener Sache: Artikel weg, Kommentare weg … schade

Vor vier Tagen habe ich einen Artikel aus dem Blog gelöscht. In diesem Artikel hatte ich einen im Netz kursierenden Beitrag der sich u.a. auf die  s.a.b AG und andere Firmen bezog, einer kritischen Würdigung unterzogen.

Viele Kommentatorinnen und Kommentatoren hatten gute Argumente und Hinweise zur Einordnung beigesteuert, so dass es eigentlich am Ende eine rundum gelungene Gemeinschaftskritik des im Internet kursierenden Beitrags wurde.

Grund für die Löschung war Anwaltspost mit u. a. der Aufforderung, den Beitrag zu entfernen, denn die Äußerungen des ursprünglichen Autors würfen dem vertretenen Mandanten unverblümt Betrug vor und seien damit nicht mehr von der Meinungsfreiheit gedeckt.

Da wir im Artikel und in den Kommentaren in dieser Sache ähnlich argumentiert hatten, habe ich den Artikel nach kurzer Überlegung gelöscht.

Leid tut es mir um das „Gesamtwerk“, also die Kritik samt der inhaltlich guten Kommentare.

Es waren auch eine Anzahl „nebenläufiger“ Informationen und Links in den Kommentaren beigesteuert worden, die wir im Blog bestimmt wieder aufgreifen werden, wenn es thematisch angebracht ist.

 

In eigener Sache: Datenbank mit kleinen Fehlern umgezogen … es wird weiter gewerkelt.

Heute habe ich die Datenbank -leider mit kleinen Fehlern- in ein neues Format konvertiert. Leider sind nicht alle Sonderzeichen richtig umgewandelt worden.

Bis ich eine Idee habe, wie ich die Umwandlung automatisch in der Datenbank vornehmen kann, müsst ihr mit dem „kleinen Schrott leben“.

Es handelt sich in erster Linie um das €-Zeichen, Hochkommata, Anführungszeichen unten sowie Gedankenstriche. Mehr habe ich bis jetzt nicht entdeckt.

Das Jahr 2013 habe ich in einer Gewaltaktion manuell überarbeitet. Wenn ich irgendwann meditative Beschäftigungstherapie nicht unter fünf Stunden benötige, mache ich im Jahr 2012 weiter, ansonsten friesiere  nur mal hier und da einen Artikel, der mir zufälligerweise vor die Augen kommt.

Für Anregungen wäre ich dankbar.

Das Theme, also das Aussehen des Blogs, ist provisorisch. Nicht wundern, wenn es sich dauernd ändert. Ich suche noch nach etwas Passendem.

Wer ein elegantes, schlankes Theme für WordPress kennt -Zweispalter, klare Schrift- bitte Bescheid sagen. Mir hat das alte Theme ‚Avenue‘ sehr gut gefallen, aber das ist nicht mehr mit den neuen Standards kompatibel.

Sollte jemandem das Layout, die Farben, die Schrift oder das gesamte Design nicht gefallen, habe ich eine Trost: mir gefallen diese Dinge auch noch nicht :-), allerdings bin ich froh dass die Texte und Bilder „gerettet“ sind.

Pausenzeichen …

Demonstration im Schaufenster ... (foto: zoom)
Dortmund: Demonstration im Schaufenster ... (foto: zoom)

Es gibt eine ganze Menge Themen, die hier auf dem Schreibtisch liegen. Viele gute Blog-Beiträge sind „dort draußen“ zu lesen. Leider haben wir momentan nur ganz wenig Zeit, das Blog zu bearbeiten.

Daher schieben wir eine kleine Pause ein …

Anschluss-Ticket nach Dortmund: „Das hätten Sie aber billiger haben können!“

Die Freude über den Ticket-Kauf am Fahrkarten-Automaten wurde mir vom Schaffner vermiest. (foto: zoom)
Die Freude über den Ticket-Kauf am Fahrkarten-Automaten wurde mir vom Schaffner verleidet. (foto: zoom)

Ein Ticket-Kauf an den Automaten der Deutschen Bahn kann sich zu einem echten Abenteuer auswachsen, wenn man nicht genau weiß, was man will und wo man es in der Menü-Führung der Bildschirmeingabe findet.

Meine Aufgabe heute: Du besitzt eine Abo-Karte bis Arnsberg, willst aber von Winterberg bis nach Dortmund und zurück fahren. Kaufe den passenden Zusatzfahrschein am Automaten.

Vom Hören-Sagen glaubte ich zu wissen, dass dieses Zusatzticket „Anschluss-Ticket“ heißt.

Da ich gerne mit Menschen spreche, habe ich die „Schlaue Nummer für Bus & Bahn“ unter 0180 3 504030 zum Preis von 9 Cent/Minute angerufen. Leider wollte mich dort eine Automatenstimme durch ein Menü („Wenn Sie Auskünfte zum Fahrplan wünschen, sagen Sie jetzt ‚Fahrplan'“) führen, das ich nicht gerne mit 9 Cent/Minute bezahlen wollte. Ein Fehler (s.u.).

Also doch das Internet. Auf dem kleinen Faltplan für das Sauerlandnetz mit den Linien RE 17 und RE 57 war eine URL zu finden: www.busse-und-bahnen.nrw.de. Auf dieser Website war dann unter einem weiteren Link ein Faltblatt zu finden. Dort wird ab Seite 6 der Kauf eines Anschluss-Tickets am Automaten im Bild dargestellt.

Alles gemacht wie beschrieben. Sogar meine Bahncard 25 wurde berücksichtigt: Hin und zurück 20,80 Euro. Ein stolzer Preis. Irgendwie hatte ich anscheinend alles falsch gemacht, denn der Schaffner im Zug sagte nur lakonisch: „Das hätten Sie aber billiger haben können! Fünfzig Prozent.“

Dumm gelaufen. Das nächste Mal also doch wieder zum Fahrkartenschalter im Bahnhof Winterberg. Die Mitarbeiter dort haben Ahnung. Bislang haben sie stets bessere Verbindungen, Preise und Angebote gefunden als ich mit meinem Internet.

Der Bahnhof ist zwar heruntergekommen, aber der Schalter-Service ist erstklassig.

Bin schon gespannt, wie viel ich wirklich hätte bezahlen müssen, für die Zusatzkarte nach Dortmund und zurück. Werde mal da oben in Winterberg fragen.