Am Ende des Tages schaute mich das Schaf auf der Ennert an. (foto: zoom)
Die Weltlage ist unübersichtlich. Krieg. Klimakrise. Energiewende stockt. Vermögen wandern nach oben, statt nach unten. Braune Schatten der Vergangenheit blau übertüncht. SS-Enkel*innen. Verkehrswende auf Eis. Bahn kaputt. Bildungssystem. Grauen vor den US-Wahlen.
Im Hochsauerland gibt es immer noch kein Alltagsradwegenetz. Dafür läuft die Maschinenschneeproduktion an.
Bald stehen bis zu acht Kilometer stinkenden Blechs (oder mehr?) im Stau vor Winterberg. Skitourismus. Verkehrschaos.
Mir wird das alles zuviel. Wer bekommt den ganzen Mist sortiert und bleibt dabei handlungsfähig?
Ich bin am Sonntag spazieren gegangen.
Es sind 85 Stufen. (foto: zoom)
Diese Treppe führt auf die kleine Straße zum Silbacher Friedhof. Dort liegen mehr und mehr alte Bekannte, manche jünger, andere älter als ich.
Pfaffenhütchen
Der Gewöhnliche Spindelstrauch (Euonymus europaeus), auch Europäisches oder Gewöhnliches Pfaffenhütchen, Pfaffenkäppchen, Pfaffenkapperl, Pfarrerkapperl, Spillbaum oder Spindelbaum genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Spindelbaumgewächse (Celastraceae). Das Pfaffenhütchen wurde 2006 zur Giftpflanze des Jahres gewählt.
Holzlager in der Schlade, hinten links Bienenstöcke (foto: zoom)
Eine bekannte Hochsauerländer Firma hat in der Schlade ein riesiges Holzlager.
Weggeduckt (foto: zoom)
Das Feld vor der Scheune bitte nicht mehr betreten. Früher führte ein Trampelpfad mitten hindurch. Statt der Wiesendiagonale ist der Weg laut Pythagoras über die Katheten heute ein kleines bisschen länger.
Mahlzeit! (foto: zoom)
Habe ich schon erwähnt, dass trotz der gemeldeten trüben Wetteraussichten den ganzen Tag über die Sonne schien? Auf dem Bild oben beleuchtet sie ein Stillleben ohne Vieh.
Wasserkraftwerk am Stausee (foto: zoom)
Wenn man dem Schild an der Seite des Gebäudes trauen kann, wird die Anlage, ein kleines Wasserkraftwerk, von den Mainzer Stadtwerken betrieben. Aus welchen Gründen nicht von Olsberg oder Winterberg, weiß ich nicht.
Brücke über die N-Wort-Furt (foto: zoom)
Die einen regen sich darüber auf, dass das Flüsschen N-Wort heißt, die anderen regen sich darüber auf, dass sich Leute darüber aufregen. Der Name hätte doch gar nichts mit dem rassistischen N-Wort zu tun, aber so richtig ist die Herkunft meines Wissens nicht geklärt. Umbenennen?
Als Motiv Dauergast im Blog (foto: zoom)
Meine Lieblingsscheune, schon x-Mal geknipst und längst, in einer vorigen Version, als eines der Header-Bilder für das Blog verwendet.
Ich sprüh’s an jede Häuserwand, leckere Kalorien braucht das Land! (foto: zoom)
Stadtbesuche sind anstrengend, zumal wir am Ende des Tages über 15 Kilometer auf Asphalt und Parkwegen abgelaufen hatten.
Der Tag begann mit einer dichten Wolkendecke. Gigantisch, aber als wir vom Herkules in die Stadt hinunter kamen, hatte die Sonne den Nebel aufgelöst und es wurde sehr warm.
Kassel schläft unter einer weißen Decke. (foto: zoom)
Bei 20° Celsius am letzten Oktoberwochenende ist ein Leben ohne Outdoor-Aktivitäten zwar möglich, aber sinnlos.
Schon tausendfach fotografiert; hier zum 1001. Mal der Tempel auf der Schwaneninsel am Rand der Karlsaue (foto: zoom)
Wenn man die Seele baumeln lassen will, ist die Karlsaue eine angemessen entspannte Umgebung.
Es wird Abend in der Kassel. Die letzten Sonnenstrahlen streifen die Alleebäume. (foto: zoom)
Café des Tages war das alte Kurbad, eine nette alternative Location an der Fulda gegenüber dem Rondell. Den Rest der Kalorien haben wir in einem vietnamesischen Restaurant am Kirchweg aufgefüllt.
Ein Teil der 15 Kilometer ist auf dem Screenshot zu sehen. Die Planung erfolgte fortlaufend spontan während des Gehens.
A ist der Start bei Schwälmers Brotladen in Kirchditmold, B das (Zwischen-)Ende im Ha Noi Pho am Kirchweg.
Weißer Raps auf den Feldern zwischen Altenbüren und Brilon (foto: zoom)
Wundert ihr euch auch über die gelb blühenden Felder im Oktober? Sieht aus wie Raps, ist aber Weißer Senf (Sinapis alba L.) oder allerhöchstens Ackersenf.
Der Weiße Senf wird von den Landwirt*innen als Zwischenfrucht zur Bodenverbesserung ausgesät.
Abgesehen vom landwirtschaftlichen Nutzen gefällt es mir, dass der Herbst mit Frühlingsfarben aufwartet.
Heute wird es noch einmal warm und sonnig. Raus in die Natur! Genießt den Anblick der Senffelder.
Blick ins Tal Richtung Siedlinghausen. Links vom Ort die sieben WEA auf dem Mannstein (foto: zoom)
Heute war ideales Wetter, um die Einkäufe in Winterberg mit dem Rad zu erledigen. Den Blick ins Tal, kurz hinter dem Großen Bildchen Richtung Altastenberg, lasse ich mir nur selten entgehen.
Absteigen, die weite Landschaft genießen, den Fotoapparat aus der Satteltasche kramen, Klack! und weiter geht’s.
Ein Umweg über den Kahlen Asten gehört zum Pflichtprogramm. Fast jedes Mal wartet dort oben ein Fotomotiv.
Ein Anhänger mitten auf der Heide (foto: zoom)
Das Mittagslicht war hart, und so habe ich mich entschlossen den Kontrast für eine Silhouette auszunutzen. An der Kamera waren keine besonderen Einstellungen nötig.
Der Anhänger dient wahrscheinlich dem Transport der Schafe, die auf dem Kahlen Asten die Pflege der Heide übernehmen. Die Tiere selbst habe ich heute nicht gesehen. Keine Zeit zum Suchen.
In und um Winterberg war es, auch wegen der Herbstferien in NRW, voll: sehr viele Autos, viele Menschen, meist im Umfeld der sogenannten Attraktionen wie MTB-Arena, Sommerrodelbahn, Panoramabrücke und im Nahbereich der Winterberger Geschäfte und Lokale.
An und auf der Kappe war „die Hölle los“. Auf dem Bild sieht man die Blechschlange der parkenden Autos ind ein paar Mountainbiker auf dem Anfängerparcour. (foto: zoom)
Mein Plan war es noch, einen Abstecher hoch zur MTB-Arena auf der Kappe zu machen und zu fotografieren, aber es herrschte ein ungeheures Gewusel. Die Parkplätze suchenden Autofahrer*innen vetrieben mich recht effektiv. Keine Ruhe. Bloss weg da!
Hier war mal Wald. Einige Rest sind unter der Plastikplane verpackt (foto: zoom)
Wie ich es heute Morgen angekündigt hatte, sind wir von Siedlinghausen nach Winterberg gewandert. Früher lagen die Wege fast ausschließlich im Wald. Inzwischen kann man den Blick über große Kahlschlagsflächen schweifen lassen.
Die Abraumhalde des Silbacher Steinbruchs, auch Abraumhalde Kuhlenberg genannt, erscheint mir bei jeder Wanderung wieder ein Stück in Höhe und Breite gewachsen zu sein. Da ich keine konkreten Zahlen kenne, kann ich mich natürlich auch täuschen.
Die Abraumhalde des Silbacher Steinbruchs macht dem Kahlen Asten Konkurrenz. (foto: zoom)
Die auffällige Terrassierung der Abraumhalde Kuhlenberg soll wahrscheinlich das Abrutschen der Halde verhindern.
Auf großen Haufen von Holzspänen neben dem Minenplatz, wuchsen die Fruchtkörper einer Pilz-Art der Gattung Ackerling. Diese ernährt sich gerne von abgestorbenen Holzresten.
Laut Bestimmungs-App: Adriger Ackerling (foto: zoom)
Bei der Bestimmung von Pilzen traue ich keiner App und mir selbst am allerwenigsten. Ackerling ist wahrscheinlich, aber wenn es jemand besser weiß, bin ich auch nicht traurig.
Höhepunkt der Wanderung war der Anblick des Kunstschneebergs auf dem Skihang am Poppenberg oberhalb von Möppis Hütte. Wenn man genau hinsieht, kann man eine weiße Wolke erkennen, die sich gleich auf den weißen Haufen legen wird.
Am Poppenberg wurde Kunstschnee produziert und auf einen Haufen gepustet (foto: zoom)
Schon verrückt, bei Sonnenschein und plus 10° Celsius Schneevorräte auf der Piste anzulegen. Die Rationalität hinter diesem Treiben verschließt sich mir wahrscheinlich auch nur deswegen, weil ich von der Kunstschneeerzeugung noch weniger Ahnung habe als von Pilzen.
Bis Ende Oktober zeigt mir die DWD-Wetter-App Plusgrade, aber in den schattigen Hanglagen könnten die Temperaturen durchaus Richtung 0° Celsius fallen.
Vorn im Bild einige Winterberger Wintermacher in Ruhestellung, im Hintergrund der Landal-Ferienpark (foto: zoom)
Die meisten Schneekanonen, die ich heute gesehen habe, waren bereits auf den Ski-Hängen platziert, einige (siehe Bild oben) liegen noch „auf der Lauer“.
Sollte der Winter morgen plötzlich und ohne Vorwarnung kammen, die Winterberger Skiliftbetreiber scheinen vorbereitet.
Als ich gestern das Wandbild unter dem Holländischen Platz in Kassel sah, nannte ich es spontan Der Schrei, rekursiv.
Die geschlossenen Augen lassen mich nach längerem Betrachten aber eher an eine Zahnbehandlung denken. Das Graffito wäre in diesem Fall die Rekursion des Blicks der Ärztin/des Arztes in den geöffneten Mund der Patientin.