High Noon in Winterberg: Ski gut, trotz Regen und Plus-Graden

Heute Mittag an der Remmeswiese: Kaum noch Parkplätze, die Lifte brummen (alle fotos: zoom)
Heute Mittag an der Remmeswiese: Kaum noch Parkplätze, die Lifte brummen (alle fotos: zoom)

Es ist ein verrücktes Wetter im Hohen Hochsauerland. Gestern zog am Nachmittag dichtes Schneegestöber über die tiefen und hohen Lagen. Es war schwierig eine lockere Abendlaufrunde durch den Wald zu stapfen.

5° Celsius zu Mittag: Marktplatz Winterberg
5° Celsius zu Mittag: Marktplatz Winterberg

Kaum zurück, schmatzten von einer zur anderen Minute dicke, warme Regentropfen auf den Schnee und fraßen die weiße Pracht.

Heute Mittag in Winterberg, 200 Höhenmeter weiter, brummte trotz Regen und Plus-Graden der Ski-Betrieb. Die Kunstschneedecke wird aller Voraussicht nach halten. Die Auflage ist dick genug, um eine kürzere Wärmeperiode zu überstehen.

Regenschirme auf dem Wintermarkt in Winterberg
Regenschirme auf dem Wintermarkt in Winterberg

Glaubt man dem Wetterbericht, soll es zu Silvester wieder kalt werden. Bis dahin benötigen Nässe-empfindliche Menschen neben der Skiausrüstung einen Regenschirm 😉

Ja, es liegt Schnee im Hochsauerland. Wer keine Winterreifen aufgezogen hat, soll bleiben, wo der Pfeffer wächst.

Wanderweg oberhalb des "Alten Sportplatzes" Silbach
Heute Mittag: Wanderweg oberhalb des "Alten Sportplatzes" Silbach

Ja, es liegt Schnee im Hochsauerland, aber die Straßen sind prima geräumt. Der Winterberger Winterdienst ist bekannt für seine Zuverlässigkeit und Effizienz.

In der Winterberger Kernstadt laufen die Kamerateams der Fernsehanstalten herum. Heute werden bestimmt viele schöne Bilder von Menschen im WInterberger Schnee und auf den Skihängen in den Medien erscheinen. Es wird Andrang auf die Pisten herrschen. Es wird voll werden.

Zum Glück ist die Ampel zwischen Olsberg und Steinhelle seit gestern abgebaut und der Verkehr auf der B480 wieder zweispurig. Wegen der Verschwenkung der Straßenführung und der steilen Abhänge sollte man dort sehr vorsichtig fahren. Ich befürchte, dass es in diesem Straßenabschnitt Unfälle geben könnte, wenn ….

Wer keine Winterreifen aufgezogen hat, sollte bleiben, wo der Pfeffer wächst.

In diesem Blog werden keine Fotos von überfüllten Pisten erscheinen, da sich die Redaktion vor dem Ansturm der Touristenmassen antizyklisch in die ruhigen, menschenleeren und romantisch(wirklich!) verschneiten Waldgebiete an der Peripherie Winterbergs zurückgezogen hat.

Wir dürfen das, denn wir verdienen mit unserem Schreiben keinen Cent, was den Vorteil bietet, dass niemand dem Schnee-Hype hinterher fotografieren und schreiben muss.

Nachteil: Leere Taschen 😉

PR-Journalismus: Solarpark Winterberg stellt Strom für Beschneiungsanlagen bereit

  1. Solarpark Winterberg stellt Strom für Beschneiungsanlagen bereit

  2. Solarpark Winterberg stellt Strom für Beschneiungsanlagen bereit

  3. 1634 Module sollen bald Strom liefern

Die anderen spare ich mir.

Die Frage, die ich mir stelle, lautet:

Wo ist der Text verfasst worden?

In der Redaktion der Westfalenpost? Im Rathaus der Stadt Winterberg? In Ostwig? Oder ganz woanders?

Eigentlich ist es doch egal, denn es zählt der gute Zweck. Oder?

Diese Photovoltaik-Anlage soll für Winterberg der Anfang sein auf dem Weg, die erste klimaneutrale Ferienregion zu werden. Weitere Möglichkeiten, Strom aus regenerativen Quellen zu produzieren oder Ressourcen zu schonen, werden daher derzeit geprüft. hier

Dabei ist das Projekt erst der Anfang. Erklärtes Ziel der Ferienwelt Winterberg ist, die erste klimaneutrale Ferienregion zu werden. Weitere Möglichkeiten, Strom aus regenerativen Quellen zu produzieren oder Ressourcen zu schonen, werden daher derzeit geprüft. da

Dabei ist das Projekt erst der Anfang. Erklärtes Ziel der Ferienwelt Winterberg ist, die erste klimaneutrale Ferienregion zu werden. Weitere Möglichkeiten, Strom aus regenerativen Quellen zu produzieren oder Ressourcen zu schonen, werden daher derzeit geprüft. dort

Die anderen spare ich mir.

Public Private Partnership und das „aquasphere“ in Winterberg

Die Finanzierung des  Bauprojekts „aquasphere“ im Kurpark der Stadt Winterberg.

(Wie ein PPP-Projekt scheitert, kann man in einer Trierer Tageszeitung nachlesen.)

Schon wieder ein Thema, in das man sich einarbeiten muss, damit man bei der Diskussion über das Für und Wider nicht refexhafte Ablehnungs- oder Zustimmungstarre  verfällt:

Public Private Partnership.

Dazu ein Zitat aus dem heutigen Artikel der Westfalenpost(Hervorhebungen hinzugefügt):

„Der finanzielle Anteil der Stadt Winterberg beträgt einmalig 4,5 Mio Euro. Diese Summe liegt in einer Sonderrücklage bereit und wurde gespeist aus den Erlösen des Holz-Sonderhiebs nach Kyrill. Hinzu kommen jährlich 700 000 Euro an Betriebskosten und Nutzungsrechten. „Würde die Stadt Hallenbad, Sauna, Wellness, Stadthalle und Tourist-Info selber neu bauen, müssten zwischen 14 bis 17 Mio Euro investiert werden”, betonte Bürgermeister Werner Eickler. Die Verträge mit den Investoren laufen über 30 Jahre. „Wir haben versucht, für die Stadt größtmögliche Sicherheiten einzubauen.

Ganz risikolos geht es aber nicht”, so Eickler. Beispiel: Sollte der Bad-Betreiber in Insolvenz gehen, würde die Stadt Eigentümerin des Schwimmbad-Bereichs. Das Risiko, einen Betreiber zu finden oder das Bad selbst zu betreiben, würde dann bei der Stadt liegen.“

Übernimmt man die Zahlen 1:1 scheinen die Kosten, falls es nicht noch versteckte Posten gibt, für die Stadt bei

(4,5 + 30 * 0,7) Mio Euro = 25,5 Mio Euro zu liegen.

Wäre die Stadt selbst der Investor müsste sie nach eigenen Angaben 14 bis 17 Mio Euro investieren, dazu kämen eventuelle Kosten, die durch die Besucherzahl nicht gedeckt wären, außerdem natürlich die Zinsen für Darlehen, die die Stadt aufnehmen müsste, um 14 Mio Euro in die Hand zu bekommen.

Als einziges Risiko erwähnt der Artikel die Betreiber-Insolvenz. Leider wird dieses Risiko nicht in Euro beziffert und bleibt daher schwammig.

Das Wort „Beispiel“ impliziert, dass weitere Risiken bestehen. Doch welche?

Es wird nichts darüber ausgesagt, worin denn die „größtmöglichen Sicherheiten“ bestehen.

Weiterhin:

  • Wer bezahlt, wenn sich im Nachhinein Bau- oder Sicherheitsmängel herausstellen? Wer haftet? Wer bezahlt?
  • Wer haftet für Subunternehmer, wenn dieses Pleite gehen?
  • Wie wirkt es sich in Ziffern = Euro aus, wenn die erwarteten Besucherzahlen um 10%, 20%, 30%, … hinter den Erwartungen zurückbleiben?

Als Einstieg in die Thematik  ein Zitat und der Link aus eine Frontal21 Sendung vom 15. Juli 2008:

Öffentlich-private Partnerschaften gelten in Zeiten knapper Haushaltskassen für viele Kommunen als eine Art Allheilmittel beim Bau und Erhalt öffentlicher Einrichtungen. Dabei erweist sich das „Public Private Partnership“-Modell (PPP) immer häufiger als finanzieller Flop – zu Lasten der Bürger. … alles lesen

Garantiert gegen PPP-Projekte eingestellt ist die attac-AG „Privatisierung“, auch wenn es dort recht „links“ zugeht, ist der ehemalige CDU Generalsekretär Heiner Geißler Mitglied bei attac.

Zitat:

Von privaten Beratern durchgeführte Wirtschaftlichkeitsvergleiche weisen Kosteneinsparungen von bis zu 25% aus.
Die Erfahrung mit allen bisher durchgeführten Projekten ist jedoch: Die „Effizienzvorteile“ sind Luftschlösser und alles wird sehr viel teurer als bei einer Finanzierung durch die öffentliche Hand. Ein drastisches Beispiel: die Berliner Wasserbetriebe (siehe Berliner Wassertisch). lesen

Lese-Hinweis: „aquasphere“ Winterberg

Sehr ausführlich berichtet die Westfalenpost in ihrer heutigen Ausgabe unter dem Titel „Konzept für Winterbergs Kurpark-Projekt steht“ über die Informationsveranstaltung zur „aquasphere“-Planung am vergangenen Montag in Winterberg:

Wer Winterberg mit dem kleinen gallischen Dorf aus Asterix und Obelix vergleicht, der muss schon ein gewisses Maß an Kreativität besitzen. Architekt Helmut Rübsamen hat dies getan und seine kreative Ader bei der Präsentation des Kurpark-Projekts „aquasphere” am Montag bewiesen. …

Zum Artikel

Umleitung: Abmahnwahn, Hornbach, Cicero und mehr …

Abmahnwahn: bizarre Blüten … ruhrbarone

Cicero: Vernunft ist die Herrin und Königin aller Dinge … hpd

Virale Werbung:

via … endoplast

Kreisverwaltung Meschede: teurer Stellenplan? … sbl

Heimat- und Geschichtsverein Winterberg: neue Internetseite … hgv

„aquasphere“ Winterberg – eine kleine Linksammlung

Ich habe heute abend eine kleine Link-Sammlung zum Thema „aquasphere“ in Winterberg begonnen. Bitte Fehler und Ungenauigkeiten melden.

Die Stadt Winterberg kündigt die morgige Vorstellungsveranstaltung des „aquasphere“-Projekts hier an.

(Werbe)Bilder vom Projekt gibt es hier von einer Info-Veranstaltung im November auf DerWesten.

Die Websites der beiden beteiligten Investoren hier:

1. Investor klick

2. Investor klack

Auf beiden Websites wird das Projekt in Winterberg zur Zeit (noch) nicht genannt.

Bericht in der WP vom 24. September: Das millionenschwere Kurpark-Projekt „aquasphere“ in Winterberg nimmt laut einem Bericht der WESTFALENPOST konkrete Konturen an. Die Stadt Winterberg hat mit den Investoren einen Vorvertrag geschlossen. Dies wurde am Mittwochabend offiziell bekannt. hier lesen

Gibt man die Website aquaspherewinterberg.com ein, gelangt man zur Investorenwebsite der s.a.b. GmbH. Siehe oben Nr.2.

Die Adresse http://aquasphere-winterberg.net/ ist von einem Kölner Architekten beim Provider Strato  reserviert worden, hat aber noch keinen Inhalt.

Das Zukunftskonzept der Köln/Potsdamer ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH ist hier auf ihrer Website beschrieben.

Ein Konzept in Englisch von schon genannter s.a.b. GmbH hier als PDF-Datei. Die Zuarbeit erfolgte sehr wahrscheinlich durch die Swiss Dream Real Estate. Auf deren Website ist das Konzept ebenfalls hier (unten auf „Winterberg“ klicken) zu finden.

Völlig vergessen: Axel Bosse war in Winterberg

Axel Bosse hat in Winterberg gesungen
Axel Bosse hat in Winterberg gesungen und uns diesen Zettel hinterlassen ... (foto: zoom)

Völlig untergangen: Axel Bosse hatte Anfang November in Winterberg gespielt und es gibt bislang keine Konzertkritik – nur des Meisters eigenhändig fünf Minuten vor Konzertbeginn hastig auf auf ein Blatt Papier sortierte Playlist.

Umleitung: Schweinegrippe, Gabriel, Schwarz-Gelb, Blues-Rock, Muslime und Ski-Schanze

Schweinegrippe - keine Panik!? (foto: zoom)
Schweinegrippe - keine Panik!? (foto: zoom)

Wie Asterix mit Ausschlag: die Süddeutsche Zeitung widmet heute dem Thema Schweinegrippe eine komplette Seite 2 ihrer Print-Ausgabe. Werner Bartens versucht die Widersprüche und Zweifel an der Impfung darzustellen. „Keiner kann mehr bestreiten, dass wir gerade Teil eines riesigen Großversuchs sind.“, zitiert Bartens den Vorsitzenden der unabhängigen Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft(AKDÄ) Wolf-Dieter Ludwig im ersten Artikel.

Sigmar Gabriel I: „Misssion Impossible“ konstatiert Stefan Laurin von den … ruhrbaronen

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