„Liebesschlösser“ an einem Brückengeländer im Rombergpark (foto: zoom)
Was ich mich Anblick der unzähligen sogenannten „Liebesschlösser“ an den Brücken dieser Welt häufig denke: „Euer Schloss ist verrostet. Seid ihr noch zusammen?“
Ich werde es wahrscheinlich nie erfahren, es sei denn, irgendein schlauer Mensch schreibt demnächst seine Dissertation über dieses Thema.
Falls du schon an dieser wissenschaftlichen Studie strickst, bitte ich um einen statistischen Vergleich mit denjenigen Paaren, die KEINE Schlösser an Brückengeländer anbringen.
Es wäre gerade zu Beginn einer Beziehung wichtig zu wissen, ob Schlösser die Verbindung verlängern oder verkürzen.
Diese Pflanzen wuchsen drinnen und blühten nicht: Kakteen im Schauhaus (Foto: zoom)
Als ich jüngst im Bekannt*innenkreis erzählte, dass ich Mitte Januar blühende Pflanze im Rombergpark gesehen hätte, erntete ich müdes Erstaunen: „Kenn‘ ich nicht! Wo ist denn der Rombergpark?“
Die Pflanze war anscheinend noch uninteressanter. Also der Reihe nach. Zuerst der Park, dann die Pflanze.
Der Rombergpark ist nicht weit entfernt vom Westfalenpark und liegt neben dem Zoo (siehe auch https://www.schiebener.net/wordpress/dortmund-2-x-2/). Der Eintritt ist frei. Das Gelände ist hügelig und darauf sind zu finden: Bäume & Arboretum, Blütenpflanzen & Botanischer Garten, kleine Bäche, Teiche, Cafés, Ausstellungspavillions, ein Pflanzenschauhaus …
Ich habe bestimmt noch etwas vergessen, aber ihr werdet eure eigenen Entdeckungen machen. Hier findet ihr den Rombergpark:
Der Park lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Im Winter ist es dort naturgemäß etwas übersichtlicher als in den anderen Jahreszeiten.
Zumindest eine blühende Pflanzenart habe ich draußen in einem Beet vor dem Café Orchidee entdeckt. Wenn ich mich nicht täusche, handelt es sich um eine orientalische Nieswurz.
Sollte ich mich nicht täuschen, habe ich eine Lenzrose fotografiert (Foto: zoom)
Die Orientalische Nieswurz (Helleborus orientalis), Lenzrose oder Frühlings-Christrose ist eine Art der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie ist in der Türkei und dem Kaukasus beheimatet.
Die restlichen Informationen findet ihr bei Wikipedia oder auch mit Hilfe eurer Suchmaschine auf den zahlreichen Websites von Gärtnereien und Baumschulen.
Sollte ich mich bei der Pflanzenbestimmung vertan haben, schreibt es mir in die Kommentare.
Vier Bilder aus dem Rombergpark und dem Dortmunder „U“
Eisenocker (Rost) im Zufluss zum See im Rombergpark (foto: zoom)
Was machen an einem grauen Januartag? Für Köln oder den Niederrhein sind die Tage zu kurz. Kassel kann warten. In Dortmund sind wir schon lange nicht mehr gewesen.
Zu den Orten, die ich in Dortmund gerne aufsuche, gehören der Rombergpark in der Nachbarschaft zum Zoo und das sogenannte „U“ am Innenstadtring, in der Nähe des Bahnhofs.
Die Natur im Rombergpark ist im Winter sehr übersichtlich. Grün und Braun sind die Farben der Saison. Eine Ausnahme macht der Eisenocker führende Bach.
Nackte Zweige und Äste überdachen die menschenleere Stoffregenallee.
Die Stoffregenallee (foto: zoom)
Im Dortmunder U sind auf den verschiedenen Ebenen die unterschiedlichsten Ausstellungen zu erleben.
Noch dieses Wochenende könnt ihr „Genossin Sonne“ und „Solarpunk“ besuchen.
Genossin Sonne – eine Ausstellung im Dortmunder U. Das Bild zeigt einen Still aus der Videoarbeit „The New Sun“ von Agnieszka Polska auf Ebene 3. (foto: zoom)
„Genossin Sonne“ ist eine komplexe Ausstellung auf den Ebenen 3 (kostenlos) und 6 (Eintritt), die vereinfacht gesagt den hypothetischen Zusammenhang von Sonnenenergie und den Bewegungszyklen der menschlichen Gesellschaft aufgreift. Schematisch: große Sonnenaktivität = gesellschaftliche Energie/Revolutionen; geringe Sonnenaktivität = ruhige gesellschaftliche Phase.
Gibt es etwa, wie die sowjetischen Kosmisten – insbesondere Alexander L. Chizhevsky 1924 – behaupteten, einen Zusammenhang zwischen Sonnenstürmen und irdischen Revolutionen? Und welche spekulativen, lustvollen Überlegungen finden sich dazu in der zeitgenössischen Kunst und Poesie?
Solarpunk: eine weitere Ausstellung im U (foto: zoom)
Auch die Ausstellung Solarpunk wird an diesem Wochenende beendet. Solarpunk als Bewegung und Lebensphilosophie ist das Gegenteil einer dystopischen Betrachtung von Gegenwart und Zukunft. Dazu heißt es auf der Ausstellungswebsite:
In Zeiten, in denen sich die Nachrichten zu Kriegen, Hunger und Naturkatastrophen überschlagen, lädt die Ausstellung „Solarpunk“ dazu ein, gemeinsam die Vision einer Zukunft zu entwerfen, in der Inklusion, Klimagerechtigkeit, Diversität und Gleichberechtigung möglich und die von Nachhaltigkeit, Klimaschutz und einer Überwindung von Konflikten geprägt ist.
Außer diesen beiden Ausstellungen sind in den Räumen und Ecken des U viele weitere Themen zu entdecken. Von alten barocken Tischsitten bis zum Mittagstisch der Kommune 2 ist vieles dabei.
Ob Dilettant*innen oder professionelle Künstler*innen – in den Ebenen des U hat Vielfalt ein Zuhause.
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