Am Ende des Weges: Texaner für immer!
Barbara Ortwein liest im Kump aus ihrem spannenden Auswanderroman – Lesung mit Live-Musik und Ausstellung

Hallenberg. (kump_pm) Barbara Ortwein ist vielen Winterbergern als Lehrerin am GeschwisterScholl-Gymnasium Winterberg – Medebach gut bekannt. Angeregt durch ein persönliches Erlebnis in Texas vor 17 Jahren betätigt sie sich seit dem Jahre 2009 auch als Autorin von spannenden historischen Romanen, die sich mit der Auswanderung der Deutschen nach Texas im 19. Jahrhundert beschäftigen.

Nach Lesungen ihrer ersten beiden Texas Romane in den Jahren 2012 und 2015 [1] ist sie am Dienstag, den 25. September 2018 zum 3. Mal zu Gast im Hallenberger Infozentrum Kump und wird aus ihrem Roman „Am Ende des Weges: Texaner für immer!“ lesen. Begleitet wird die Lesung mit einer Ausstellung und Live-Musik.

In ihren Romanen „Zwischen den Welten und nie mehr zurück“, „Mitten in Texas und doch nicht am Ziel“ und „Am Ende des Weges: Texaner für immer!“ verknüpft sie die Geschichte ihrer fiktiven Protagonisten, den Mitgliedern der Familie Engelbach, die aus Hessen nach Texas ausgewandert sind, mit der von zahlreichen realen Auswanderern, so auch aus unserer Region, von denen sich viele im heutigen Fredericksburg, dem Hauptschauplatz von Barbara Ortweins Romanen, niedergelassen haben.

Inzwischen führt Barbara Ortwein nicht nur Lesungen in Deutschland, sondern auch in den USA durch, da ihre Bücher alle ins Englische übersetzt wurden.

Dabei erhielt ihre Mischung aus einer Lesung mit Live-Musik der „Texanischen Lieder“ von Hoffmann von Fallersleben, Auswandererlieder, Folksongs aus Texas und Ausstellungen über die Auswanderung nach Texas, der Schauplätze und historischen Hintergründe ihrer Bücher unter Berücksichtigung des regionalen Bezugs nicht nur bei uns in Deutschland, sondern auch in den USA gute Kritiken.

Zu einer so abwechslungsreichen, besonderen Lesung lädt der Förderverein für Heimat, Brauchtum und Kultur alle Interessenten herzlich ein. Die Lesung beginnt um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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[1] Alles, was zu Barbara Ortwein hier im Blog zu lesen ist:
https://www.schiebener.net/wordpress/?s=Ortwein

Im Kump geht es Schlag auf Schlag
Ausstellung von Disney-Zeichner Ulrich Schröder beginnt am Donnerstag

Ulrich Schröder kommt morgen in den Hallenberger Kump. (foto: Kirsten Breustedt)

Kaum ist die „Panische Malerei“ von Udo Lindenberg beendet, warten über 100 Werke von Enten und Mäusen darauf im Kump ausgepackt und aufgehängt zu werden.

(Pressemeldung der Stadt Hallenberg)

Am kommenden Donnerstag, 6. September beginnt die Ausstellung „Duckworks“ mit Werken von Ulrich Schröder.

Ulrich Schröder ist in Hallenberg kein Unbekannter. Bereits im letzten Jahr war er Gast bei der Ausstellung „Disneys große Zeichner“. Er begeisterte die Kinder beim Zeichenunterricht in der Grundschule und die Gäste bei der Ausstellungseröffnung mit seinen spontanen Disney-Zeichnungen.

Nun stellt er seine eigenen Werke im Kump aus.

Die Comicwelt von Duck & Co (bild: pressemappe)

Nach dem Abitur begann Ulrich Schröder 1983 seine Karriere als Grafiker. In Frankfurt war er von 1984 bis 1987 für die deutsche Zentrale der Disney Corporation als Comic-Zeichner tätig. Anschließend arbeitete er als selbständiger Werbegrafiker. Im Jahr 1989 ging er als Artdirector zu Disney nach Paris. Neben Illustrationen für die Disney Comic-Bücher in verschiedenen Ländern gestaltete er unter anderem die Werbematerialien der Marke Disney.

Im November 2006 verließ Ulrich Schröder Disney und gründete das Studio Duckworks, in dem er mit zahlreichen Künstlern, Designern und Textern der europäischen Disneyzentrale zusammenarbeitet und als Artdirector auch Disney-Zeichner aus- und weiterbildet.

Darüber hinaus gestaltete er 2010 unter anderem auch eine Comic-Mode-Story für die französische Elle und karikierte zahlreiche Modedesigner wie Karl Lagerfeld (als böser Wolf) und Donatella Versace (als Daisy Duck). Im Jahr 2011 entwarf er eine Disney-T-Shirtkollektion für das Textilunternehmen C&A.

Donald („Ommm“) Duck handgezeichnet von Ulrich Schröder (foto: pressemappe)

Ulrich Schröder lebt und arbeitet in Paris und Barcelona. Er zeichnet die Disney-Figuren auch heute nicht digital, sondern mit alten Federn auf Papier. Ulrich Schröder zeichnet inzwischen vor allem die Cover der weltweiten Disney-Ausgaben. Er ist gefragter Gast auf Kunst- und Comicmessen und gibt im Disney-Channel Prominenten Zeichenkurse.

Am Donnerstag wird er um 19.00 Uhr im Kump seine Ausstellung vorstellen und natürlich wird er auch dort für die Besucher zeichnen. Zur Ausstellungseröffnung sind alle herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

  • Die Ausstellung läuft bis zum 7. Oktober 2018 im Infozentrum Kump, Petrusstr. 2 in Hallenberg.
  • Öffnungszeiten Montag bis Samstag 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr, Montag, Donnerstag, Freitag und Sonntag von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr

Udo Lindenberg macht noch bis zum 26. August „sein Ding“ im Hallenberger Kump.

Kein Selbstportrait, sondern von Martin Sonnleitner gemalt. Udo II, 3950,00 Euro (foto: zoom)

Zur Ausstellungseröffnung von Udo Lindenbergs Panischer Malerei am 26. Juli konnte ich leider nicht nach Hallenberg fahren. Es wären von Le Touquet mehr als 600 km gewesen. Für Udo mache ich dann doch nicht alles. Er macht sein Ding, ich mach meines. Deal.

Gestern habe ich mir die Bilder, meist Drucke im limitierter Auflage, aber auch vier Unikate, in Ruhe angesehen. Udo Lindenberg zitiert mit seinen Likorellen -ein paar Gläschen sind auf den meisten Bildern zu finden- die eigene Musikgeschichte.

Wer mit „Andrea Doria“ aufgewachsen ist, taucht wie „Phönix aus der Flasche“ in seine musikalische Vergangenheit ein. Jedes Bild ein Zitat: „Stark wie Zwei“, „Ich mach mein Ding … No Panic“, „Woody Wodka“, „Nimm Dir das Leben, und lass es nicht mehr los“, „BRD – Bunte Republik Deutschland“ und „Hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau“.

Wer einen limitierten Druck erwerben will, muss mindestens 1450,00 Euro in der Tasche haben, das Unikat „Cool im Pool“ kostet dann schon 5.190 Euro; „Ich mach mein Ding“ 4.190 Euro.

Ich mach mein Ding – No Panic, Unikat, 4190 Euro (foto: zoom)

Ich habe mich gut anderthalb Stunden in der „Udo-Lindenberg-Welt-Hallenberg“ aufgehalten. Keine Langeweile. Mensch, wie lange ist das her. Die Gedanken schweifen. „Wir heben ab! No Panic“, „Gut, dass man einen Vogel hat!“

Eigentlich müsste es noch einen Abend mit Udo Lindenbergs Musik (Plattenspieler) geben, es würden alkoholische Getränke (nicht zu wenig) gereicht, ab und zu an Harald Juhnke gedacht -ja der hat die Saufgelage nicht überlebt- und … Ende offen.

Aber wer fährt uns dann nach Hause?

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Öffnungszeiten der Ausstellung „Panische Malerei“

Montag bis Samstag 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr.

Montag, Donnerstag und Freitag von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr.

Sonntag von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Udo Lindenberg – Panische Malerei ab 26. Juli in Hallenberg

Wenn einer sein Ding macht, dann er: Udo Lindenberg.

Udo macht sein Ding (bild: kump/walentowsky)

Hallenberg. (kump_pm) Mit 72 Jahren ist Udo Lindenberg auf dem Höhepunkt seiner Karriere, füllt Stadien und sammelt eine Auszeichnung nach der anderen. Er inspiriert junge Künstler, mischt sich in gesellschaftliche Diskussionen ein und unterstützt mit seiner Stiftung Projekte in Afrika. Inzwischen blickt Udo Lindenberg auf mehr als 50 Jahre Karriere im Musikgeschäft zurück. Jahrzehnte, die ihn zu einer unverwechselbaren Marke gemacht haben.

Udo Lindenberg ist aber nicht nur Kultrocker, sondern auch der erfolgreichste Pop-Art-Künstler Deutschlands. In der Ausstellung „Panische Malerei“ werden rund 40 Werke von Udo Lindenberg im Infozentrum Kump in Hallenberg zu sehen sein.

Nach „Otto – Die Ausstellung“ kommt es zum zweiten Mal zu einer Zusammenarbeit mit den Walentowski Galerien aus Werl.

Seit Mitte der 1990er Jahre rückt das malerische Werk Udo Lindenbergs in den Fokus seines Schaffens. Heute gehören seine Bilder in Deutschland zu den gefragtesten Kunstwerken.

Das Besondere an seinen Werken, gleich ob „Udogramme“, Likörelle, Gemälde mit Mischtechnik oder Acryl auf Leinwand, ist sein eigener, wie er sagt, „lindianischer“ Malstil.

Hinterm Horizont geht’s weiter, Udo sei Dank (bild: kump/walentowsky)

Mit individuellem Strich in grandiosen Farben zeigt Udo Lindenberg hier seine Panikwelten auf – von der Andrea Doria bis hin zum Sonderzug nach Pankow.

Die Mischung aus Cartoon und Karikatur, gekonnt in Szene gesetzt mit viel Bildwitz , machen seine Werke zu Unikaten, die sich so gar nicht einordnen lassen in gängige Gemäldekategorien. Einfach Udo eben.

Nachdem die ersten Likörelle von Udo Lindenberg im Laufe der Jahre an Farbkraft verloren haben, nutzt er heute ein patentiertes Verfahren um die Farbkraft zu konservieren.

Leider wird Udo nicht persönlich nach Hallenberg kommen. „Thanx für Einladung . LEIDER sehn wir für Juli in unsrem Schedule keine Möglichkeit Hallenberg einzufügen. Tut mir leid, alles ♥ Udo Lindenberg“ hat er Bürgermeister Michael Kronauge mitgeteilt.

Doch keine Panik. Die Bühne ist angerichtet….

Zur Ausstellungseröffnung erleben Sie Rudi Wartha, offizielles Udo Lindenberg-Double live als Panik Pate. Schon über ein Jahrzehnt begleitet er den Panik Rocker durch die Welt des Showbusiness. Ob Hamburg, Köln oder Dresden, er rockte zusammen mit Udo Lindenberg die Bühne und gehört zum engsten Kreis des Udo-Clans.

Das Panik-Double kommt nach Hallenberg. (bild: kump/walentowsky)

Rudi Warthas Auftritte leben von seiner rockigen Bühnenshow. Seine authentische Stimme, sein original Outfit und seine professionellen Showeinlagen sorgen für panisch geprüften Wahnsinn. Mit Titeln wie „Sonderzug nach Pankow“, „Hinterm Horizont“, „Cello“ und „Ich mach mein Ding“ bringt er die Panikgemeinde zum Rocken. Eine einzigartige Reise durch die Musikgeschichte von Udo Lindenberg.

Licht und Emotionen im Hallenberger Kump – Ausstellungseröffnung mit 30 Bildern: „Die Stadt ist durch das Licht erlebbarer geworden.“

Patricia Wahle hatte eine pfiffige Idee, um dem Nachtpanorama von Hallenberg Tiefe zu geben. (foto: zoom)

Am Donnerstag Abend wurde die Ausstellung „light & emotions“ im Hallenberger Kump von Bürgermeister Michael Kronauge und Markus Ebert (Bereichsleiter Innogy) eröffnet.

Auf insgesamt 162 Bildern haben lokale Fotografinnen und Fotografen den Reiz der neuen Hallenberger Beleuchtung rund um die St. Heribert Kirche eingefangen. Eine kleine Jury hat aus diesen Bildern 30 Motive ausgewählt, die seit gestern auf hochwertigem Aluminiumdruck in Museumsqualität im Kulturzentrum der Stadt zu sehen sind.

Von links: Michael Kronauge (BM), Günter Assmuth, Wolfgang Ante, Matthias Görlich, Benedict Runge, Markus Ebert (Innogy), Edeltraud Müller, Markus Kappen, Patricia Wahle, Kerstin Glade, Bettina-Regine Schmidt (foto: zoom)

Statt fünf jeweils 4000 Watt starken Scheinwerfern erhellen beispielsweise nur noch 18 LED-Kompakt- und 21 Bodenstrahler die Pfarrkirche, erläutert Markus Ebert: „Heute strahle man nicht mehr nur an, heute versuche man zu inszenieren.“

Von der Idee bis zur Realisierung des Beleuchtungskonzepts habe es drei Jahre gebraucht: „Historische Ansichten mussten mit modernster Technik in Verbindung gebracht werden.“

Hallenberg sei durch das neue Lichtkonzept erlebbarer geworden, so Ebert.

Hallenberg durch das Licht erleben (foto: zoom)

Bürgermeister Michael Kronauge schildert, wie die Ausstellungsidee fast gescheitert wäre.

Der erste Aufruf in der Presse hätte kaum Resonanz gefunden, aber kurz vor Toresschluss und nach einer weiteren Öffentlichkeitsaktion der am Projekt beteiligten Westfalenpost, wären doch noch zahlreiche Fotografinnen und Fotografen motiviert worden.

Benedict Runge hat mit seinem Teampartner Mehrfachbelichtungen angewendet. (foto: zoom)

Das sei letztendlich gut für die Grundschule Hallenberg, denn der Energieversorger Innogy hatte versprochen, pro eingereichtem Bild 5 Euro an den Förderverein der Schule zu spenden.

Alles in allem eine Win-, Win-, Win-, Win-Situation:

  • Schulleiterin Bibiana Nissen konnte gemeinsam mit Daniela Weber (Förderverein) 810 Euro entgegennehmen.
  • Markus Ebert hat etwas für das Image von Innogy getan.
  • Bürgermeister Michael Kronauge bekommt eine Ausstellung im Kump.
  • Engagierte Fotografinnen und Fotografen erhalten eine Ausstellungsraum.
Schulleiterin Bibiana Nissen kann gemeinsam mit Daniela Weber (Förderverein) 810 Euro entgegennehmen. (foto: zoom)

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Noch bis zum 27. Mai kann man die Ausstellung besuchen. Der Eintritt ist frei, eine Spende stets erwünscht.

Die Bilder sind vom 26. April bis zum 27. Mai während der Öffnungszeiten der Touristik Montag bis Samstag von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr und Montag, Donnerstag und Freitag von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr zu besichtigen.

Konzert Robert Coyne in Hallenberg

(Foto: pressekump)

Robert Coyne ist der Sohn des 2004 verstorbenen Musikers, Malers und Autors Kevin Coyne. Als Musiker arbeitete er nicht nur mit seinem Vater, sondern spielte auch mit Eric Burdon, The Barracudas, The Scientists , Amy Rigby, Spooky Tooth , Sky Saxon, Jeremy Gluck und Chris Wilson von den Flamin ‚Groovies.

2007 kam sein erstes Soloalbum „Death Is Not My Destiny“ heraus. Im Jahr darauf gründete er „The Robert Coyne Outfit“, um seine Musik auf der Bühne zu präsentieren.

Robert Coyne zählt zu den interessantesten britischen Alternative-Folk-Singer-Songwritern. „Einfach mal machen“ lautet seine einfache Philosophie, hinter der sich aber viel mehr versteckt.

Seine sensiblen Texte sind voller Beobachtungen aus dem Leben und seine Musik legt ein Wahnsinns-Gespür für feine Melodien an den Tag. Er ist intim, introvertiert fast in seinem Experimentieren, aber mit einer Reife und lyrischem Vertrauen schafft er Atmosphären voll von Melancholie: „Ich denke, die Musik ist ganz friedlich und meditativ, aber es gibt auch Spannungen in ihr und in den Texten, die im Allgemeinen ganz dunkel sind … Ich denke, dass Konflikte meine Gefühle und Persönlichkeit ganz gut darstellen.“

Neben mehreren Solo-Projekten veröffentlichte er zuletzt eine CD-Trilogie mit dem vor kurzem verstorbenen Can-Schlagzeuger Jaki Liebezeit.

Jetzt präsentiert er erstmals seine neue CD „Out Of Your Tree“ am Freitag, 23. März um 19 Uhr im Infozentrum Kump in Hallenberg. Im Herbst geht er damit auf Tour durch Deutschland und Österreich. In Hallenberg wird er begleitet von Werner Steinhauser, dem langjährigen Schlagzeuger der Kevin-Coyne-Band und Aglaja Camphausen am Cello.

Eintritt im Vorverkauf bei der Touristik Hallenberg 15,– €, Abendkasse 17,— €

Ausstellungseröffnung Kevin Coyne „Suprise“ im Kump

Kevin Coyne – nicht nur ein Sänger (bild: kumppresse)

Am 22. März beginnt das neue Veranstaltungsjahr im Kump mit der Ausstellung „Suprise“. Bilder des Musikers und Malers Kevin Coyne. Am nächsten Tag folgt im Kump ein Konzert seines Sohnes Robert Coyne.

Eröffnet wird die Vernissage am Donnerstag, 22. März 2018 um 19.00 Uhr von Bürgermeister Michael Kronauge. Stefan Voit, Kurator und künstlerischer Nachlass-Betreuer führt in die Ausstellung ein. Musikalisch umrahmt wird der Abend von Sohn Robert Coyne. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung ist vom 22. März bis 20. April geöffnet Öffnungszeiten Montag bis Samstag 9.30 Uhr bis 12.0 Uhr Montag, Donnerstag, Freitag und Sonntag von 14.30 bis 16.30 Uhr

An den Osterfeiertagen sowie am 8.4, 9.4. und 14.4. ist die Ausstellung geschlossen.

Kevin Coyne (1944-2004) galt seit Anfang der 70er Jahre als einer der kreativsten und originellsten Musiker und Rock-Poeten in der internationalen Szene. Über 50 Alben sind seit 1969 veröffentlicht worden. Er war fast immer auf Tour, vornehmlich in Europa, einmal in den Staaten.

Dennoch blieb der Brite mit der ausdrucksstarken Blues-Stimme immer ein Geheimtipp. Ihm waren die künstlerische Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft immer wichtiger als der kommerzielle Erfolg.

Kevin Coyne (1944-2004) galt seit Anfang der 70er Jahre als einer der kreativsten und originellsten Musiker und Rock-Poeten in der internationalen Szene (bild: kumppresse)

So hat Kevin Coyne 1971, nach dem Tod von Jim Morrison, das Angebot abgelehnt, der neue Sänger der Doors zu werden, angeblich, weil ihm die Lederhosen nicht gefielen…

In Deutschland, wo ihn ein Auftritt im Rockpalast einem breiteren Publikum bekannt machte, hatte er eine kleine, aber treue Fangemeinde. Es kam daher nicht überraschend, als er nach familiären Schwierigkeiten und Alkoholproblemen 1985 Deutschland als neuen Lebensmittelpunkt wählte.

Doch nicht nur die Musik und das Schreiben, sondern vor allem die bildende Kunst wurden für ihn als kreative Quelle immer wichtiger. Coynes Zeichnungen haben den Charakter von Comics oder Cartoons. Mit ihrer stark vereinfachenden Darstellungsweise bewegen sie sich jenseits stilistischer Festlegungen und verweigern sich künstlerischem Innovationsdrang. Stattdessen fächern sie vor dem Betrachter bisweilen karikierend eine ureigene Welt auf.

„Mir geht es nicht so sehr darum, die Dinge so zu malen, wie sie wirklich sind. Es klingt vielleicht arrogant, aber ich will nur malen, was in meinem Kopf ist, und ich stelle fest, dass meine Bilder mit den Jahren immer einfacher werden. Mich faszinierte immer die dunklere Seite des Lebens!“

Coyne lebte seit 1985 in Nürnberg. 1992 erhielt er den „Preis der Stadt Nürnberg für Kunst und Wissenschaft“. Zahlreiche Kunstausstellungen und musikalische Auftritte mit seiner Kevin-Coyne Band machten ihn nicht nur in England, sondern auch in Deutschland, Österreich und Frankreich bekannt.

Im Infozentrum Kump in Hallenberg sind unter dem Titel „Suprise!“ unbekannte und bislang nicht gezeigte Zeichnungen aus dem Nachlass des 2004 verstorbenen Künstlers zu sehen.

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VITA

  • 1944 geboren in Derby/England 1957-61 Besuch der „Joseph Wright School of Art“
  • 1961-62 Studium Grafik und Malerei am „Derby College of Art, anschließend Arbeit als Sozialarbeiter
  • 1969 erste LP-Veröffentlichung mit der Band „Siren“
  • 1971 Angebot als Jim-Morrison-Nachfolger bei „The Doors“
  • 1973 Wechsel zu Virgin-Records. Zusammenarbeit mit Andy Summers (The Police), Zoot Money, Carla Bley
  • 1979 erscheint seine erfolgreichste LP „Millionaires and Teddy Bears“
  • 1985 Umzug nach Nürnberg
  • 1986 Auftritt beim Anti-Waa-Festival
  • 1992 „Preis der Stadt Nürnberg für Kunst und Wissenschaft“
  • 2004 gestorben in Nürnberg

Zahlreiche Konzerte und Ausstellungen in Deutschland, England, Frankreich, Belgien, Österreich, Holland und der Schweiz

Noch bis zum 31. Oktober gibt es „Gesätzeltes“ im Hallenberger Kump: „Schritte üben wie Sätze – so fängt’s an, so hört’s auf.“

Maler Dieter Blum, Ehefrau und Sätzesammler im Portrait (Foto vom Bild: zoom)

Die Ausstellungen im Hallenberger Kump sind in den letzten Jahren immer einen Besuch wert gewesen. Von Jimi Hendrix (Linda McCartney, 2015) bis Dagobert Duck (Ulrich Schröder, 2017) begleiten mich Poster und Zeichnungen.  Selbst die Riefenstahl-Austellung 2016 hatte ihren eigenen Erkenntniswert.

Am vergangenen Sonntag wurde die neue Ausstellung „Gesätzeltes“ durch den Hallenberger Bürgermeister Michael Kronauge eröffnet. Es ist, so Kronauge, die 36. Ausstellung seit der Eröffnung des Kump vor 10 Jahren, nach Pop-Art und Disney die dritte in diesem Jahr.

Günter Göge, vor seinem Ruhestand Journalist bei der HNA in Korbach, hatte vor 40 Jahren eine spontane Idee. „Schenken Sie mir einen Satz!“, bat er Prominente in Briefen, die er mit seiner Schreibmaschine aus Gusseisen tippte.

„Zuerst dachte ich, der spinnt …“, äußert Joachim (Blacky) Fuchsberger und der Verfassungsschützer Günther Nollau blafft: “ Machen Sie einen Satz über ihre Marotte und stellen Sie das Sammeln von Sätzen ein.“

Doch nach 40 Jahren sind aus dem kleinen Einfall 500 Sätze geworden, zweihundert davon sind im Kump ausgestellt, zusammen mit Tafeln die einige Hintergründe erklären.

„…. dies habe ich als Geschichtenerzähler einsehen müssen: es gibt keinen letzten Satz.“ (foto: zoom)

Ein dokumentierter juristischer Briefwechsel entwickelte sich über die Frage, ob Mike Krüger die Liedzeile „Aber immer erst den Nippel durch die Lasche ziehen“ weiter benutzen darf, obwohl er sie doch nachweislich Günter Göge geschenkt hat.

Günter Göges ehemalige Deutschlehrerin Irene Pilger hält die Laudatio auf ihren ehemaligen Schüler und stellt das Buch zur Ausstellung „Gesätzeltes. Promi-Hirn in kleinen Dosen“ vor.

Jenseits aller Ironie, so Pilger, könnten Worte und Sätze Wirkung entfalten.

Sie erzählt, wie Thomas Mann nach einem Vortrag in einer mittelgroßen Stadt über seinem Bett im Hotel einen Kupferstich vorgefunden hätte. „Boot in Seenot“:  Menschen klammern sich an die Reeling. Todesangst. Thomas Mann wälzt sich unruhig im Bett und findet unter dem Bild keinen Schlaf. Schließlich steht er auf, nimmt einen Bleistift, kritzelt „und alle wurden gerettet“ in die Ecke des Bildes und schläft ruhig ein.

Herbert Wehner habe gar 1979, was heute immer seltener sei, den Konjunktiv souverän und mit Hintersinn beherrscht: „Schade, daß Sie Sätze sammeln; wie wäre es, wenn Sie Sätze bedächten?“

Der Journalist Winfried Scharlau schrieb 1980 einen zeitlosen Satz: „Die Presse muss die Freiheit haben, alles zu sagen, damit gewissen Leuten die Freiheit genommen wird, alles zu tun.“

Göges Ehefrau Angelika Göge-Kuhaupt beschreibt in ihrem Vortrag, wie in den vergangenen 40 Jahren der tägliche Gang zum Briefkasten zum spannenden Moment wurde. Haben Martin Walser und Siegfried Lenz geantwortet? Haben uns Heinz Rühmann und Götz George bedacht?

Philosophisch der kürzlich verstorbene Schriftsteller Peter Härtling: „Schritte üben wie Sätze – so fängt’s an, so hört’s auf.“

Künstlerisch begleitet wurde die Ausstellungseröffnung mit Bildern von Dieter Blum (Bad Arolsen) und Philipp Hiller (Korbach). Heinz „Chuck“ Jandik, Gitarrist der Gruppe Eldorados aus Korbach sorgte für gepflegten Hintergrundsound.

Von links: Sponsor Andreas Mause (Sparkasse Hallenberg), Deutschlehrerin Irene Pilger, Ehefrau Angelika Göge-Kuhaupt, Günter Göge und Bürgermeister Michael Kronauge. (foto: zoom)

Ich habe mir am Ende das Buch von Günter Göge zum Ausstellungspreis (12,40€) gekauft. Dann musste ich noch -Stress pur- dem Autor einen Satz schenken, also einen Gedanken in das schwarze Buch auf dem Tisch am Fenster eintragen. Seid gewappnet, aber geht hin. Sonntag will Günter Göge persönlich im Kump anwesend sein.

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Genau hinsehen! Hintergründiges auch vom jungen Künstler Philipp Hiller (foto: zoom)

Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober 2017 wie folgt geöffnet: Montag bis Samstag von 09:30 bis 12:30 Uhr, sowie Montag, Donnerstag, Freitag und Sonntag von 14:30 bis 16:30 Uhr

Der Eintritt ist frei.

„Gesätzeltes“ im Hallenberger Infozentrum Kump
Von Peter Alexander bis Helmut Zacharias: Günter Göge stellt Promi-Briefe aus

Hallenberg. (kump_pm) Ob Bierdeckel oder Mausefallen, Briefmarken oder Eierbecher: Es gibt nichts, was nicht gesammelt würde. Neu ist, dass einer Prominente um einen schriftlichen Gedanken bittet: Schenken Sie mir einen Satz. Die Resultate werden vom 8. bis 31. Oktober im Kulturzentrum Kump in Hallenberg ausgestellt. Zur Eröffnung mit Musik am Sonntag, 8. Oktober, ab 11.30 Uhr, sind Besucher willkommen. Der Eintritt ist frei.

Fast 40 Jahre ist es her, als der Korbacher Günter Göge (63) erste Briefe losschickt. Jeder einzelne getippt mit der Schreibmaschine aus Gusseisen. Und Wow! Berühmte Schriftsteller wie Martin Walser oder Siegfried Lenz antworten, Fernsehstars von Heinz Rühmann bis Götz George sind in der Post. Der tägliche Gang zum Briefkasten wird zum spannenden Moment.

Über 200 Exemplare hat der frühere Sportredakteuer der HNA in seinem Buch „Gesätzeltes – Promi-Hirn in kleinen Dosen“ veröffentlicht. Gedanken und Handschriften bekannter Menschen, ein Großteil leider schon gestorben. In der Ausstellung werden die schönsten in Plakatgröße gezeigt, ergänzt durch bisher unveröffentlichte Aktionen des Sätze-Sammlers.

Nach 50 Bühnenjahren als Chansonsängerin und Tänzerin wählt Margot Werner (1937 – 2012) dieses deprimierende Goethe-Zitat; der Ruhm ist verflogen. (alle Bilder auf dieser Seite: Günter Göge)

Es ist ein Blick zurück ins vergangene Jahrhundert. Internet, Smartphone und Informationsflut sind noch weit. Es gibt keine E-Mails oder SMS, kein Whatsapp oder Facebook. Die Menschen, auch prominente Stars und Sternchen, nehmen sich noch Zeit. Sogar für einen ihnen völlig Unbekannten.

Wenn Herbert Wehner etwa blafft: „Schade dass Sie Sätze sammeln; wie wäre es, wenn Sie Sätze bedächten.“ Oder der frühere Verfassungsschützer Günther Nollau befiehlt: „Machen Sie einen Satz über Ihre Marotte und stellen Sie das Sammeln von Sätzen ein.“ Dann werden die Figuren der Zeitgeschichte wieder lebendig.

„Besser ein kurzer Satz auf dem Papier als ein Sprung in der Schüssel.“ Das ironische Wortspiel des Journalisten Hasso G. Stachow ist so amüsant, dass der Schriftzug auch als Postkarte erworben werden kann.

Es gibt philosophische Beiträge wie den Satz des kürzlich verstorbenen Schriftstellers Peter Härtling: „Schritte üben wie Sätze – so fängt`s an, so hört`s auf.“ Oder Gedanken über die eigene Überraschung wie Blacky Fuchsbergers „Zuerst dachte ich, der spinnt…“
„Ein einzelner Satz kann alles sagen oder nichts, kann entlarven oder verschleiern“, weiß der Fernseh-Journalist Günther von Lojewski.

Besonders interessant: der Beitrag „Über die Kurzlebigkeit der Gedanken.“ Er beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, ob Mike Krüger die Liedzeile „Aber immer erst den Nippel durch die Lasche ziehen“ weiter benutzen darf, obwohl er sie nachweislich Herrn Göge geschenkt hat.

In einem Strich gezeichnet: Der Maler Michael Mathias Prechtl (1926 – 2003) schickte dem Sammler diesen originellen Satz mit Katz.

Das birgt Stoff für Diskussionen. „Tauschen Sie nur lebhaft Ihre Gedanken aus“, bittet Göge die Besucher der Ausstellung. „Vielleicht nehmen Sie am Ende einen besonders schönen Satz mit nach Hause.“

Von Entenhausen nach Hallenberg: „I feel I have been a ghost long enough …“

Übermorgen geht es los. Kump goes Disney.

Hallenberg. (kump_pm) Am Donnerstag, 13. Juli wird die nächste Ausstellung im Kump in Hallenberg eröffnet “Von Entenhausen nach Hallenberg“ Walt Disneys große Zeichner.

Eigentlich war die Eröffnung bereits für den 22. Juni vorgesehen. Aber Ulrich Schröder, der bekannte deutsche Disney-Zeichner, musste die Teilnahme an der Ausstellungseröffnung wegen einem dringenden Termin in den USA absagen. Nun wurde ein neuer Termin gefunden, an dem Ulrich Schröder nicht nur die Ausstellung vorstellen, sondern auch zeichnen und signieren wird.

Am Donnerstag 13. Juli um 19.00 Uhr wird die Ausstellung im Kump eröffnet. Hierzu sind alle Bürger und Gäste herzlich eingeladen.

Donald Duck und Micky Maus – zwei Figuren aus der Comic-Welt, die fast jeder kennt.

In dieser Ausstellung lernen Sie die drei genialen Künstler hinter den Figuren kennen: Carl Barks, Al Taliaferro und Floyd Gottfredson. Sie haben die bekanntesten Disney-Comics über Jahrzehnte gezeichnet und fast alle Nebenfiguren um Micky und Donald erfunden. Die Sonderausstellung zeigt über 250 Arbeiten von 1933 bis 1995 aus der Sammlung von Ina Brockmann und Peter Reichelt: wertvolle Originale, Bleistift- und Tuschezeichnungen, Tagesstrips und Sonntagsseiten, Aquarelle und Lithographien. Die Entwicklung des Entenkosmos wird sichtbar und historische Disneydokumente geben einen Einblick in die Produktionsbedingungen dieser Zeit.

Carl Barks in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Carl Barks, Al Taliaferro und Floyd Gottfredson sind die Urheber einer Figurenwelt, die bis heute Teil unseres kollektiven Gedächtnisses und unserer Alltagskultur ist. Diese drei Künstler haben seit den 1930er Jahren das Genre der Comics im Unternehmen von Walt Disney entscheidend entwickelt und geprägt. Mit den gezeichneten, getexteten und oft mit Sprechblasen versehenen Bildergeschichten wurden ihre Comics ein ökonomisch erfolgreiches Lizenz-Produkt des Disney-Konzerns in Abgrenzung zur Trickfilm-Produktion.

Carl Barks (27.03.1901 – 25.08.2000), der kongeniale Zeichner und Texter übernahm 1943 die Figur Donald Duck und entwickelte als erster Autor mehrseitige Disney-Comicgeschichten mit mehr als 10 Seiten. Neben seiner romanhaften Phantasie ist sein Zeichenstrich und das Aufbrechen der Seitenarchitektur bis heute legendär. In 24 Jahren erfand er über 850 Disney-Comics und das berühmte Entenhausen mit all seinen Bewohnern, u.a. Dagobert Duck und Daniel Düsentrieb.

Alfred „Al“ Taliaferro (29.08.1905 – 03.02.1969) hat eine namenlose Ente aus der Trickfilmproduktion genommen und aus ihr die uns heute so bekannte Figur Donald Duck entwickelt. Er spendierte ihm neben vielen anderen Verwandten auch die Neffen Tick, Trick und Track. In 38 Arbeitsjahren bei Disney zeichnete er bis zu seinem Tod insgesamt 10.312 Tagesstrips und 2.089 Sonntagsseiten.

Floyd Gottfredson (05.05.1905 – 22.07.1986) ist der eigentliche Vater von Micky Maus und des Mausiversums. Kein Disney-Zeichner hat länger als er kontinuierlich an einer Figur gearbeitet. In diesen knapp über 45 Jahren zeichnete und textete er über 15.000 Tagesstrips und Sonntagsseiten, ausschließlich mit der Micky Maus.

Die Identität der Schöpfer von Donald, Micky und ihrer Kollegen wurde über Jahrzehnte hinweg hinter der Corporate Identity des Disney-Konzerns geheim gehalten. Die künstlerische Arbeit wird nun den wahren Urhebern zugeordnet und das hartnäckige Gerücht aus der Welt geschafft: „gezeichnet Walt Disney!“ Erst kurz vor seinem Tod erkennt Al Taliaferro: „I feel I have been a ghost long enough…“.

Ulrich Schröder

Ulrich Schröder kommt nach Hallenberg.

Der aus Deutschland stammende Ulrich Schröder zeichnet heute Geschichten und vor allem Cover rund um Maus und Ente.

Ulrich Schröder, der als legitimer Nachfolger von Carl Barks gilt, lebt in Paris. Er wird bei der Eröffnung dabei sein und zeichnen und signieren. Am Freitag, 14. Juli wird er außerdem in den Hallenberger Schulen Zeichenstunden gehen und zeigen wie Micky und Donald entstehen.

Die Ausstellung läuft bis zum 20. August 2017. Der Eintritt ist frei

Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag von 9.30 bis 12.30 Uhr.
Montag, Donnerstag, Freitag und Sonntag von 14.30 bis 16.30 Uhr