Liebe Onliner, welche Schande: Ich bin printo-phil

Die Stadt- und Landesbibliothek Dortmund (foto: zoom)
Die Stadt- und Landesbibliothek Dortmund (foto: zoom)

Es lässt sich nicht mehr verleugnen. Trotz meiner Komplettvernetzung und dem Anschluss sämtlicher Nervenenden an Twitter, WordPress, Xing, Facebook und Co kann ich es nicht lassen. Ich bin printo-phil:

Morgens benötige ich eine auf Papier gedruckte Frühstückszeitung. Ich kaufe mir geheftete Wochen- und Monatsmagazine, wo immer ich ihrer habhaft werden kann und freue mich mehr über einen überraschenden Artikel in einem Druckprodukt als über zwanzig neue Links.

Bücher lese ich mit Begeisterung und wenn ich an Buchregalen planlos vorbeistreifen darf, bin ich ein glücklicher Mensch.

Das Größte sind für mich die öffentlichen Bibliotheken.

Alle paar Monate schleppe ich ein paar Kilogramm Buch zur Stadt- und Landesbibliothek Dortmund und hole mir mal mehr mal weniger Kilo „Totholz“ heraus.

Wenn mich im dreigeschossigen Bibliotheksgebäude die Internetsucht überfällt, schleiche ich mich in den ersten Stock, gebe meine Nutzernummer samt Passwort ein und … twittere ein paar Sekunden.

Meist ist dann auch schon wieder gut.

Ich leihe mir Bücher aus, die mich bei Thalia 49,90 € gekostet hätten. Das mache ich gleich sechs, – sieben,- acht,- oder ach-ich-weiß-nicht-wie-viel-Male.

Sechs Mal im Jahr.

Ich rechne: 6x8x50€=2400€

Zweitausendvierhundert Euros hätten mich die Bücher gekostet. Ich bekomme sie für 20 Euro Jahresgebühr. Einfach so. Reingehen, raus schleppen. Lesen.

Frischer Schnee auf alten Wegen hoch über dem Negertal

Auf dem Weg zur Hunau: Blick über das Negertal.
Auf dem Weg zur Hunau: Blick über das Negertal. (foto: zoom)

Die wenigen Zentimeter Neuschnee machen das Laufen  zum Vergnügen, weil die vereisten Waldwege durch die Schneeauflage wieder griffig geworden sind.

Bis auf einen Jagdhelfer, der auf einer Hochwiese Futter verstreute, habe ich über 90 Minuten lang zwischen 400 und 800 Meter unter Fichten und Buchen keine Menschenseele getroffen.

Sind wohl alle in Winterberg – Skifahren. Mir auch recht 😉

Jungle World ist im Besitz der ultimativen Klick-Falle: So macht User-Fangen Spaß

Die kommerziellen Websites wie auch die Internet-Portale der Zeitungen messen ihren Erfolg daran, wie oft jemand in und auf ihren Seiten herumklickt. Mehr Klicks, mehr Werbeeinnahmen lautet die vereinfachte Gleichung.

Um den Mäusefinger der User zu reizen lässt sich beispielsweise der Westen allerlei Gedöns einfallen. Angefangen von den noch halbwegs journalistisch zu rechtfertigenden Foto-Strecken (Ach, wenn die Bilder doch einen Qualitätsstandard hätten!) bis hin zu irgendwelchen Online-Spielchen weit unterhalb der Sudoku-Lernschwelle.

Wie bekomme ich aber die Leserinnen und Leser in die Fänge meiner Klickfallen? Durch die ultimative Klickfalle mit all den schönen Begriffen, die in der Online-Welt Stürme von Visits auslösen, weil sie bei den Suchmaschinen ganz hoch im Kurs sind.

Die Zeitschrift Jungle-World macht es genial-selbstironisch vor:

Sex mit Britney dank CIA-Routenplaner: Porno-Lesben kastrieren blutjunge Hitler-Aliens in Tokio Hotel

Wenn das kein Einstieg in die Heft-Thematik ist. Die lautet ziemlich nüchtern:

„Die Zukunft der Zeitung zwischen Papier und Pixel“

Mein Tipp: Lesen!

Umleitung: Renten, Klima, Schweinegrippe, Abschiebepraxis und DDR-Satire.

Renten: Private Altersvorsorge nach dem Crash … dradio

Klima: Förderbedarf in Sachen Erkenntniss? Hilfe kommt von den … ruhrbaronen

Schweinegrippe: War es das? … wissenslogs

Abschiebepraxis: Qualifizierte Gutachter gefordert … grünesundern

DDR: Geschichte muss umgeschriebene werden (Satire!!!) … via spiegelfechter

Ich will mal nich‘ klagen. Für’n November war dieser Sonntag erste Sahne.

Am Ende der Sange kurz vor dem "Rauhen Bruch" (foto: zoom)
Am Ende der Sange kurz vor dem "Rauhen Bruch" (foto: zoom)

Heute gab es nichts zu meckern. Das angekündigte Regenband hatte sich schon am Morgen Richtung Nirgendwo verabschiedet, die Temperaturen blieben mild und die Wanderwege waren, wie auf dem Bild zu sehen, nicht überlaufen.

Die Sange ist ein Höhenzug zwischen Hömberg und Rauhem Bruch, der zu den schönsten Wander, -Lauf- und MTB-Wegen gehört, die ich im Hochsauerland kenne.

Vielleicht sollte ich diesen Teil des Sauerlandes nicht allzu sehr preisen, damit die Ruhe und Einsamkeit dort oben für die Eingeweihten noch lange erhalten bleiben.

Bleibt wo der Pfeffer wächst! In euren Metropolen und Kulturhauptstädten 😉

In eigener Sache: verflixte Links

Wir versuchen sehr sorgfältig die Verweise(Links) in unseren Artikeln zu redigieren. Manchmal funktionieren die Verweise aber nicht. Der Leser klickt und bekommt den Fehler „404 – Website nicht gefunden“ angezeigt.

In der Regel können zwei Dinge passiert sein:

1. Wir selbst haben den Link aus Versehen falsch gesetzt. Kürzlich hatten wir durch Copy&Paste(Kopieren und Einfügen) nicht den eigentlichen Link mit http://www….. und dem ganzen Schicki-Micki eingefügt, sondern einen Fetzen Text. Grund: Hektik. Kommt selten vor 😉

2. Der Betreiber einer Website ändert oder löscht das Verweisziel, so wie jüngst bei einem Artikel über die Kommunikationsinsel am Gymnasium in Winterberg geschehen. Das können wir nicht wissen, und es fällt uns meist nur zufällig oder durch LeserInnenzuschrift auf.

Wir bitte unsere LeserInnen deshalb, nicht funktionierende Verweise an uns zu melden. Wir kümmern uns gerne und sind überhaupt nicht böse, sondern ganz im Gegenteil dankbar 🙂

Frederik Köster Quartett: Olsberg, Altes Kino, Donnerstag um 19.30 Uhr


Das Frederik Köster Quartett spielt im Rahmen des „Sauerland-Herbst“ an diesem Donnerstag um 19.30 Uhr im alten Kino in Olsberg. Das Konzert ist ausverkauft, Karten kann man eventuell noch über die Reserveliste bekommen.

In dem hier verlinkten Film werden nach und nach die Musiker an ihren Instrumenten vorgestellt. Also bitte nicht gleich nach den ersten Takten und Bildern wegklicken. Gitarre bei ungefähr Minute 5:30 😉

Laufen im Hochsauerland am letzten Oktobertag

Laufend ins Tal und auf die Berge blicken
Laufend ins Tal und auf die Berge blicken

Es war heute noch einmal ein schöner, sonniger, obgleich kühler letzter Oktobertag, ideal zum Laufen(neudeutsch: joggen). Auf dem Weg von der „Kunstdüngerhütte“ (SGV-Hütte) in Siedlinghausen Richtung Krämer-Höhe und Kahlenberg schaue ich von der oben abgebildeten Position links ins Tal.

Heute ist mir ein Wald-, Wiesen und Geländewagen begegnet. Darinnen saßen schweigend drei Jäger, die Flinten konnte ich im Vorüberlaufen noch erkennen.

Ich denke, dass sich die Jäger samt ihre Helfer und wir Jogger am besten im Wald auskennen.

Sorry – der Förster ist der Oberfachmann!

Seit einiger Zeit vermisse ich die Muffelherde, die ich sonst häufiger rund um die Franzosensteine angetroffen hatte.

Vielleicht weiß jemand, der diese Zeilen liest, was mit den Tieren los ist.