„China aus dem Bauch verstehen“ – eine ungewöhnliche Veranstaltung im Hof Hallenberg

Das Ambiente für den zweitägigen Koch- und Informations-Workshop mit Übernachtung könnte nicht sauerländischer sein: Den Rahmen bietet der historische Hof Hallenberg, der aufwendig saniert und zu einer Frühstückspension umgebaut worden ist. Dafür wurde er Anfang des Jahres mit dem NRW-Denkmalpflegepreis ausgezeichnet. (foto: kump)
Das Ambiente für den zweitägigen Koch- und Informations-Workshop mit Übernachtung könnte nicht sauerländischer sein: Den Rahmen bietet der historische Hof Hallenberg, der aufwendig saniert und zu einer Frühstückspension umgebaut worden ist. Dafür wurde er Anfang des Jahres mit dem NRW-Denkmalpflegepreis ausgezeichnet. (foto: kump)

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie auf einen ungewöhnlichen Workshop aufmerksam machen, den der China Experte Dr. Marcus Hernig am 1. und 2. September in Hallenberg anbietet: „ China aus dem Bauch verstehen“

Das Ambiente für den zweitägigen Koch- und Informations-Workshop mit Übernachtung könnte nicht sauerländischer sein: Den Rahmen bietet der historische Hof Hallenberg, der aufwendig saniert und zu einer Frühstückspension umgebaut worden ist. Dafür wurde er Anfang des Jahres mit dem NRW-Denkmalpflegepreis ausgezeichnet.

Für Kurzentschlossene sind noch Plätze frei.

Herzliche Grüße aus Hallenberg

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China aus dem Bauch verstehen

Der Buchautor und China-Experte Marcus Hernig (siehe auch hier im Blog) bietet im Hof Hallenberg einen neuartigen kulinarischen Lern-Workshop für alle an, die wissen wollen, wie China wirklich funktioniert.

China erzeugt Faszination und Besorgnis gleichermaßen. Trotz intensiver Wirtschaftsbeziehungen wissen die meisten Deutschen noch immer sehr wenig über das Reich der Mitte. Dabei ist es gar nicht so schwer, das Land zu verstehen, wenn man es sich kulinarisch erschließt. Genau das ist der Weg, den Marcus Hernig mit seinem völlig neu entwickelten Workshop „Chinas Bauch“ geht.

Der einstige amerikanische Außenminister Henry Kissinger und der damalige Ministerpräsident Zhou Enlai haben mit Hilfe einer guten Peking-Ente die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und China wiederhergestellt – da könne es nicht falsch sein, sich der chinesischen Mentalität durch die Küche zur nähern, findet Hernig.

Die Teilnehmer des Workshops bereiten selbst unter fachkundiger Anleitung typische Gerichte aus den verschiedenen Regionen Chinas zu. Der kulinarische Tag vom Frühstück bis zum Abendessen bildet den Rahmen für intensive Gespräche und kurze Impulsvorträge. Keine Frage zu China soll unbeantwortet bleiben. Marcus Hernig: „Chinesisches Denken ist immer mit dem Emotionalen verbunden, und Vernunft ist für Chinesen eine Kombination aus Gefühl und Verstand. Gut essen und dann über China nachdenken ist also äußerst vernünftig und führt garantiert zu besserem Verständnis von China.“

Die Themenpalette des Workshops reicht von ganz praktischen Fragen des Alltagslebens bis zu philosophischen Hintergründen: „Wie überlebt man als Deutscher im chinesischen Straßenverkehr?“. „Was bedeutet es in China „Recht“ zu haben?“. „Warum spielt Essen jenseits der Nahrungsaufnahme auch kulturell eine so wichtige Rolle?“. Auch die geschichtlichen Entwicklungen Chinas, die die Gegenwart erklären, beleuchtet die Veranstaltung.

„Unser Workshop ist ideal für alle, die sich intensiver mit China befassen wollen, denen der Blick von außen nicht genügt. Sei es, weil sie beruflich dort zu tun haben, weil sie eine private Reise planen oder einfach, weil sie mehr über China wissen wollen als in Büchern zu lesen ist.“

Marcus Hernig lehrt sowohl chinesische als auch deutsche Kultur und Gesellschaft in Shanghai und Berlin. Er ist Autor zahlreicher Bücher über China, intimer Kenner des Landes und leidenschaftlicher Koch. Eines seiner Bücher trägt den Titel „Chinas Bauch“. Da lag die Idee für den Workshop nahe. Dass die Veranstaltung in Hallenberg stattfindet, hat mit der persönlichen Situation des Sinologen zu tun. Hernig ist Wahl-Hallenberger. Um Ruhe für wissenschaftliche Arbeiten und das Schreiben von Büchern zu haben, zieht er sich seit einigen Jahren immer wieder aus Shanghai in sein Haus an der Weife zurück.

Die Premiere des Workshops findet am 1. und 2. September 2016 in der neugestalteten Hofküche des historischen Hof Hallenberg im mittelalterlichen Ortskern von Hallenberg statt. Anmeldungen: per Mail info@hof-hallenberg.de oder telefonisch 0172/72 777 08.

www.hof-hallenberg.de

Preis pro Person: 250 € (Leistungen: 1,5 Tage Workshop unter Leitung von Marcus Hernig, 1 Ü/F, je 1 x chinesisches Mittag- und Abendessen, Kaffee).

Kontakt: carus media GmbH, Mohrenstraße 23, 50670 Köln
Ansprechpartner: Angelika Radloff, Tel.: 0221/47 44 78-60, E-Mail: radloff@carusmedia.de

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AWO-Präsident Wilhelm Schmidt referierte in Meschede: „Die soziale Gesellschaft entscheidet sich im täglich Leben vor Ort.“

Im Bild v.l.: Dr. Michael Schult (stellv. Landrat HSK), Stefan Goesmann (Geschäftsführer AWO Unterbezirk Hellweg-Sauerland), Dirk Wiese (MdB), Brigitta Heemann (AWO Soest) Wilhelm Schmidt (Präsident AWO Bundesverband) (foto: spd)
Im Bild v.l.: Dr. Michael Schult (stellv. Landrat HSK), Stefan Goesmann (Geschäftsführer AWO Unterbezirk Hellweg-Sauerland), Dirk Wiese (MdB), Brigitta Heemann (AWO Soest) Wilhelm Schmidt (Präsident AWO Bundesverband) (foto: spd)
Meschede. (spd_pm) „Die soziale Gesellschaft entscheidet sich im täglich Leben vor Ort in den Kommunen. Und dazu tragen die Wohlfahrtsverbände einen entscheidenden Anteil.“

So lautete die Kernbotschaft von AWO-Präsident Wilhelm Schmidt bei seinem Vortrag „Soziale Arbeit klappt nur mit starken Kommunen und Wohlfahrtsverbänden“ in den Räumlichkeiten der Arbeiterwohlfahrt in Meschede.

Wilhelm Schmidt war der Einladung des heimischen Bundestagsabgeordneten Dirk Wiese ins Sauerland gefolgt. Er machte im Beisein von Ferdi Lenze (Caritas), den Landtagskandidaten Peter Newiger und Margit Hieronymous, sowie Bürgermeister Christoph Weber deutlich, dass es letztendlich auf eine vernünftige Finanzierungsgrundlage ankommt.

Schmidt betonte die große Bedeutung einer Bürgerversicherung bei Rente und im Gesundheitsbereich, aber auch die Stärkung der tariflichen Bindung bei den sozialen Berufen. Darüber hinaus forderte Schmidt eine kontinuierliche Finanzierung und ein Ende der fortwährenden Projektfinanzierungen für kurze Zeiträume. 

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Aktuelle Informationen vom Bundestagsabgeordneten Dirk Wiese sowie über die SPD im Hochsauerland befinden sich im Internet unter www.dirkwiese.de und unter www.hsk-spd.de

IT.NRW veröffentlicht neue Broschüre zur Schullandschaft in NRW

Schullandschaft NRW: zwischen Baustelle und Moderne? Hier die Friedrich Althoff Sekundarschule am Niederrhein. (foto: zoom)
Schullandschaft NRW: zwischen Baustelle und Moderne? Hier die Friedrich Althoff Sekundarschule am Niederrhein. (foto: zoom)

Düsseldorf (IT.NRW). Nahezu jeder dritte Schüler (30,6 Prozent) an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen (ohne Freie Waldorfschulen und Weiterbildungskollegs) in Nordrhein-Westfalen hatte im Schuljahr 2015/16 eine Zuwanderungsgeschichte.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, verzeichneten hier die Städte Gelsenkirchen (48,8 Prozent) und Duisburg (44,5 Prozent) die höchsten Anteile, während die Kreise Coesfeld (14,7 Prozent) und Borken (12,5 Prozent) die niedrigsten Quoten aufwiesen.

Zudem besaßen 224 860 Schülerinnen und Schüler im Land keine deutsche Staatsangehörigkeit. Einen überdurchschnittlichen Anstieg seit dem Schuljahr 2010/11 verzeichneten insbesondere Schüler mit osteuropäischer (bulgarisch: +434,8 Prozent, rumänisch: +405,0 Prozent, kosovarisch: +176,0 Prozent) und syrischer (+222,7 Prozent) Staatsangehörigkeit. Türkische Staatsangehörige führten – trotz rückläufiger Entwicklung – mit 57 449 Schülern unverändert die Rangliste der ausländischen Nationalitäten an.

Diese und viele weitere interessante Informationen zur Schullandschaft an Rhein und Ruhr hat der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen jetzt in einer neuen Schulbroschüre „NRW (ge-)zählt: Schulen in Nordrhein-Westfalen” veröffentlicht. Die von nun an regelmäßig erscheinende Broschüre beleuchtet u. a. die Themen Einschulungen, Übergänge zu weiterführenden Schulen, Betreuungsangebote, Inklusion und Schulabschlüsse.

Die Broschüre steht ab sofort zum kostenlosen Download bereit. Darüber hinaus können weitere Daten, die in der Publikation überwiegend auf Landesebene betrachtet wurden (Schulstruktur, Schülerschaft, Bildungsverläufe, Lehrkräfte und Schulabgänger) als Regionalergebnisse für die kreisfreien Städte und Kreise „ teilweise auch für die Gemeinden ” Nordrhein-Westfalens kostenfrei heruntergeladen werden (s. u.).

Nachfolgend Links zu vielen Regionalergebnissen im Zeitvergleich:

POL-HSK: Olsberger Radfahrer tödlich verunglückt

Olsberg-Elleringhausen (ots) – Am Samstag, 20.08.2016, 19:20 Uhr, befuhr ein 30-jähriger Radfahrer aus Olsberg nach dem Besuch einer Feierlichkeit den stark abschüssigen Wirtschaftsweg der Gemarkung „Limmeke“ aus Richtung der Straße „Am Limberg“ und stürzte im Verlauf aus bislang ungeklärter Ursache.

Er wurde schwer verletzt von Passanten aufgefunden und nach Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber in das Klinikum Kassel geflogen.

Durch die dortige Polizei wurde mitgeteilt, dass der 30-Jährige am 21.08.2016, 05:02 Uhr, seinen Verletzungen erlegen ist. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde eine Blutprobe entnommen. Das Fahrrad wurde sichergestellt.

„Was sind gute Schulen?“ – Neues Grundlagenwerk in vier Bänden.

Vier Bände zum Thema: "Was sind gute Schulen?" (fotomontage: zoom)
Vier Bände zum Thema: „Was sind gute Schulen?“ (fotomontage: zoom)

Ich habe schon seit einiger Zeit auf der Website des Prolog-Verlags gestöbert und von dort auch Pressemitteilungen erhalten. Die Informationen haben mich stets erschlagen, obwohl mich die Themen sehr interessieren. Kurz vor dem Schulbeginn in NRW veröffentliche ich heute ein Interview mit Prof. Dr. Klaus Moegling[1], geführt von Monika Sprenger[2] zum Thema „Was sind gute Schulen?“.

Auch wenn das Interview eine Verlagsveröffentlichung, also PR ist, halte ich es inhaltlich für sehr lesenswert. Vielleicht kann die ein oder andere LehrerIn oder pädagogisch Interessierte dem Text etwas abgewinnen.

Prof. Dr. Klaus Moegling Redaktion von Schulpädagogik-heute (verantwortlich) (foto: moegling)
Prof. Dr. Klaus Moegling
Redaktion von Schulpädagogik-heute (verantwortlich) (foto: moegling)

Frage (Monika Sprenger): Sie haben mit Ihren Redaktionsteams ein vierbändiges Grundlagenwerk im Prolog-Verlag zur Frage „Was sind gute Schulen?“ herausgegeben. Was ist die zentrale Botschaft der vier Bände?

Klaus Moegling: Man könnte leichtfertig – aber auch nicht völlig falsch – sagen: In guten Schulen findet guter Unterricht statt. Jedoch muss sich die Beantwortung der Frage nach der Qualität von Schule vor einem zu flachen schulpädagogischen Populismus hüten. Erstens ist mit dieser Aussage noch nicht geklärt, was denn guter Unterricht überhaupt ist und zweitens kann es ja kein Zufall sein, dass sich in der einen Schule nur selten guter Unterricht vorfinden lässt und in der anderen Schule guter Unterricht der Regelfall ist.

Frage: Wie lässt sich dann diese Frage differenzierter beantworten?

K. M.: Die Sicht auf das jeweilige Gute an Schulen ist sehr relativ, hängt also im starken Maße von der historischen Situation und dem gesellschaftlichen Kontext ab. Hierbei kommen auch Betroffene und Beobachter jeweils zu unterschiedlichen Urteilen, was denn das Gute an einer Schule sei. Bei den einen ist dies vor allem die Einübung in gesellschaftliche Normen und Werte, bei anderen die solide Vermittlung der Naturwissenschaften oder die ästhetische Bildung und bei anderen wiederum die besondere Berücksichtigung des Menschen als Ganzen, also in seiner subjektiven Verfasstheit, was immer das auch sein mag.

Daher muss die eigene Sichtweise in Bezug auf das Gute an Schulen im Hinblick auf ihre erziehungswissenschaftlichen und schulpädagogischen Prämissen transparent werden: Die Sichtweise der Herausgeberteams der vier Bände geht von einem bildungstheoretisch begründeten Anspruch an Schulen und Unterricht in einer sich entwickelnden Gesellschaft mit demokratischem Selbstanspruch aus.

Eine gute Schule ist in diesem Sinne eine Bildungsinstitution, die Kinder und Jugendliche auf ein Leben vorbereitet, in dem der Einzelne seinen kompetenten Beitrag zur Lösung politischer, ökologischer, ökonomischer, kultureller, technischer, sozialer und natürlich auch persönlicher Probleme leisten kann. Für diesen Lernprozess, auch im Interesse der Schüler, ist es notwendig, dass sich die Lernenden in der Schule wohl fühlen, sich akzeptiert und geachtet wissen.

Eine gute Schule bietet also nicht nur in der Breite ihres Angebots einen kompetenzfördernden Unterricht sondern auch ein subjektfreundliches Lernmilieu im Rahmen einer entsprechenden Schulkultur an. Schüler lernen in einer solchen Schule gern und selbstbestimmt und erhalten von qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern vielfältige Anregungen zur Bildung im Sinne einer Initiierung zur Selbstbildung.

Oberstes Ziel dieses Bildungsverständnisses ist die Förderung von Mündigkeit im Sinne einer kritischen Selbstreflexions-, Urteils- und an Partizipation orientierten Handlungsfähigkeit, so dass hierdurch der gesellschaftliche Demokratieanspruch und die Qualität von Schule zusammenkommen.

Frage: Was ist das Neue an diesem Verständnis guter Schulen?

K. M.: Zunächst einmal: Etwas ist nicht dann erst gut, wenn es neu ist. Insbesondere die Bildungsreform der 70-er Jahre, Vorarbeiten z.B. von Rolff, v. Hentig, Tillmann und Klafki sind unbedingt bei der Konzipierung des Verständnisses guter Schulen zu beachten. So ist das hier vorliegende Verständnis guter Schulen auch deutlich an das Konzept demokratischer Leistungsschulen angelehnt und natürlich entsprechend weiterentwickelt.

Vorbildschulen gibt es auch mit der Laborschule Bielefeld oder dem Oberstufenkolleg Bielefeld oder anderen reformorientierten Schulen, z.B. die Blick-über-den-Zaun-Schulen oder die im Rahmen des Deutschen Schulpreises ausgezeichneten Schulen, von deren Entwicklung sich Innovatives lernen lässt.

Doch gibt es auch neue Herausforderungen, wie z.B. der Anspruch auf inklusive Bildung sowie die Alphabetisierung und Förderung von Migranten- bzw. Flüchtlingskindern, die pädagogische Gestaltung von Ganztagsschulen, neue zeitliche Strukturen oder die zumindest partielle Auflösung der Fächergrenzen, die zu veränderten institutionellen Lösungen herausfordern. Hier gibt es in den vier Bänden zahlreiche Modelle und praktische Anregungen, wie eine Schule hierauf sinnvoll reagieren kann.

Frage: Welche Entwicklungsschritte müssen in diesem Sinne Schulen hin zur guten Schule durchlaufen?

K. M.: Zunächst ist ein Blick in das kooperative Innenleben einer Schule zu richten. Eine zentrale Bedingung einer positiven Entwicklung von Schulqualität ist das professionelle Zusammenwirken von Schulleitung und Kollegium im Rahmen einer an institutioneller

Weiterentwicklung interessierten Kooperationskultur. Qualifizierter Unterricht in der Breite, im Rahmen dessen sorgfältig diagnostiziert und binnendifferenziert gefördert wird, sowie ein gut abgestimmtes Wechselspiel von unterrichtlichen und außerunterrichtlichen schulischen Angeboten hängt mit einer positiven Entwicklung in der Kooperationskultur zusammen. Der Beitrag von Massenkeil/ Rothland im ersten Teilband der vier Bände bietet hier einen umfassenden Überblick und eine Systematisierung bisheriger Befunde. Im dritten Teilband, dem Forschungsband, finden sich weitere eigenständige Untersuchungen zur schulischen Kooperationskultur.

Im ersten Schritt muss also zunächst einmal an dem Verhältnis von Schulleitung und Kollegium gearbeitet werden. In einem zweiten Schritt sind die Lernenden und die Eltern in die Kooperation partizipatorisch einzubeziehen. In einem dritten Schritt sind die Kooperationsbeziehungen nach außen, also z.B. zur Bildungsverwaltung, regionaler Schulverbünde oder z.B. zu einheimischen Betrieben zu stärken und zu nutzen.

Gegenstand dieser Kooperation könnten die Fragen nach der konzeptionellen und schulprogrammatischen Weiterentwicklung der Schule und die Organisation von konkreten Schritten innerhalb dieser Konzeption sein, wie z.B. Epochalunterricht, Zusammenspiel von Lehrgängen und Projekten, Zusammenwirken von Unterricht und informellen Lernprozessen, das Verhältnis von Anspannung und Entspannung, das Zusammenspiel der verschiedenen Fächer beim Lernen, Berufsorientierung und Einbezug von Experten, Deutsch als Zweitsprache für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund oder Aspekte der Inklusion im engeren und im erweiterten Sinne.

Der zweite Band gibt hier zahlreiche Beispiele, wie dies umgesetzt werden kann. Der vierte Band mit dem besonderen Schwerpunkt auf der Qualität von Ganztagsschulen macht hierüberhinaus deutlich, wie unter zeitlich günstigeren Bedingungen einer gebundenen Ganztagsschule Hausaufgaben sinnvoll betreut werden können, Bewegung, Sport und Spiel integriert werden können sowie soziales Lernen auf günstigere Bedingungen stößt.

Frage: Ist denn die gegenwärtige Lehrerbildung geeignet, einen Professionalisierungsprozess anzulegen und zukünftig ein hierfür qualifiziertes pädagogisches Personal hervorzubringen, so dass guten Schulen auch ausreichend entsprechende Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung stehen?

K. M.: Die Lehrerbildung in den verschiedenen Bundesländern ist tatsächlich ein großes Problem. Die Qualität und die Konzeptionen sind von Bundesland zu Bundesland, von Universität zu Universität ja sogar von Fachbereich zu Fachbereich innerhalb einer Universität – trotz KMK- und HRK-Beschlüssen – sehr unterschiedlich. Auch ist der Bologna-Prozess für die Lehrerbildung z.T. in Ansätzen stecken geblieben, z.B. in Hessen oder sogar zurück entwickelt worden, z.B. in Sachsen. Die verschiedenen Phasen, wie universitäre Ausbildungsphase, Vorbereitungsdienst und Fort- und Weiterbildung, sind hier voneinander systemisch getrennt, Theorie, Forschung und Praxis haben nur vereinzelt Kontakt zueinander. Die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer werden in solchen Fällen also nur unbefriedigend auf ihre schulische Tätigkeit vorbereitet.

Frage: Gibt es denn auch positive Beispiele für gelungene Ansätze in der Lehrerbildung?

K. M.: In NRW beispielsweise oder in Hamburg und Rheinland-Pfalz gibt es vielversprechende Versuche, die ersten beiden Phasen der Lehrerbildung stärker zu integrieren, indem die umfangreichen Erfahrungen der Fachleiter/innen bzw. der Studienseminare in die Betreuung, Beratung und Reflexion von zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern bereits in der universitären Phase der Lehrerbildung nutzbar gemacht werden. Gleichzeitig bleibt über den Kontakt zur Universität das Personal der Studienseminare bzw. der Pädagogischen Ausbildungszentren anschlussfähig an die aktuelle Entwicklung des wissenschaftlichen Diskurses.

Diese Schritte gilt es im Sinne einer Theorie-Forschung-Praxis-integrierten Lehrerbildung mit dem Ziel der Entwicklung und der Unterstützung von Schulqualität weiterzugehen.

Auch könnte eine gestufte Studiengangstruktur, die zur Zeit z.B. noch in Bayern, Hessen und Sachsen weitgehend aussteht, dabei helfen, nach dem Bachelor of Education noch einmal die Berufswahlentscheidung genau zu überprüfen und eventuell einen alternativen Weg der Professionalisierung zu gehen. Das Masterstudium sollte dann die fachdidaktische Vertiefung, die schulpädagogische Spezialisierung und ein Praxissemester zum Inhalt haben.

Hierbei muss dem Praxissemester ein systematischer Aufbau gut betreuter schulpraktischer Studien im BA vorausgehen.

Auch eine entlastete Berufseinstiegsphase könnte helfen, über das Angebot von Supervision, Team-Teaching und kollegialer Fallberatung sowie weitere professionelle Spezialisierungen beizutragen, dass Impulse der bisherigen Ausbildung nicht unter dem Druck einer vollen Stelle versiegen.

Die meisten Lehrerinnen und Lehrer sind natürlich schon im Schuldienst. Hier müsste der Ressourcenabbau in den meisten Bundesländern gestoppt werden, so dass eine u.a. von den Universitäten und den Institutionen der Vorbereitungsphase zu leistende Fort- und Weiterbildung für das bereits eingestellte Personal angeboten wird. Am effektivsten ist dies wieder in der Vermittlung von Theorie, Forschung und Praxis, am besten ausgehend und begleitend zu eigenem Unterricht der Kolleginnen und Kollegen.

Wenn derartige entschieden angepackte Reformen der Lehrerbildung vorgenommen werden, können am ehesten gut professionalisierte Lehrerinnen und Lehrer einen konstruktiven und andauernden Beitrag zur Weiterentwicklung zur guten Schule leisten.

Mein eigener Beitrag zur Reform der Lehrerbildung im ersten Teilband führt dies weitergehender aus („Gute Schulen benötigen eine gute Lehrerbildung“).

Frage: Wie sind die vier Bände „Was sind gute Schulen?“ aufgeteilt und was sind ihre inhaltlichen Schwerpunkte?

K. M.: Der erste Band (Schriftenreihe Theorie und Praxis der Schulpädagogik, Band 35) gibt eine theoretische Einführung, bietet mehrere grundlegende Artikel von erfahrenen Schulpädagogen und Erziehungswissenschaftlern zu Fragen der Schulqualität. Neben dem grundlegenden Einführungsbeitrag finden sich hier u.a. Beiträge von Prof. Jörg Schlömerkemper (Universität Frankfurt), Prof. Rudolf Messner (Universität Kassel) und Prof. Robert Schneider (Pädagogische Hochschule Salzburg) zu grundsätzlichen erziehungswissenschaftlichen Überlegungen zur Qualität guter Schulen. Anschließend werden in einem zweiten Teil dieses Bandes grundlegende Fragen zur Entwicklung von Schulqualität z.T. durchaus mit unterschiedlichen Einschätzungen kontrovers diskutiert. Hervorzuheben ist auch das E-Mail-Interview mit Prof. Jürgen Oelkers (Universität Zürich), das einen anderen methodischen Zugang zur Frage nach der Qualität von Schule bietet: „‘Gute Schulen‘ der Zukunft: ‚Ich würde die Hausaufgaben abschaffen ebenso wie das Sitzenbleiben‘.“

Nach diesem unverzichtbaren theoretischen Einstieg bietet der zweite Band (Band 36) zahlreiche schul- und unterrichtspraktische Beispiele und Anregungen für Profile, systemische Strukturen, Szenarien und Unterrichtssettings in guten Schulen. Hierbei ist anzumerken, dass sowohl Schulen im deutschsprachigen Raum als auch Modellschulen aus anderen Ländern und Erdteilen im Hinblick auf ihre systemische Leistungsfähigkeit vorgestellt werden.

Es wird weltweit an der Qualität von Schule gearbeitet und es gilt im globalen Kontext voneinander zu lernen. Es wäre eine Form westlicher Arroganz zu glauben, nur in Europa oder in Nordamerika gäbe es spannende Schulversuche. Daher werden hier auch Schulbeispiele aus Indien, Israel, Ecuador und Kenia vorgestellt.

Der dritte Band (Band 37) stellt aktuelle Forschungsergebnisse zur Qualität von Schule vor. Hierbei werden die empirischen Daten adressatenorientiert und gut verständlich dargestellt. Auch werden Einseitigkeiten vermieden und sowohl quantitative als auch qualitative sowie triangulativ ermittelte Ergebnisse präsentiert.

Es ist zu wünschen, dass nicht nur Forscher diesen Band lesen werden sondern auch möglichst viele Lehrerinnen und Lehrer, damit die Praxis in den Schulen anschlussfähig an die wissenschaftliche Forschung bleibt bzw. Forscher auch ein Feedback aus der Praxis erhalten.

Der vierte Band (Band 38) fokussiert nun insbesondere die Ganztagsschulen als sich zunehmend entwickelnde und verbreitende Schulform. Inzwischen sind z.B. in Deutschland bereits 60% der Schulen Ganztagsschulen, allerdings mit unterschiedlichen Verbindlichkeiten für das Ganztagsangebot.

In diesem vierten Band werden jeweils zu einem ausgewählten Themenkomplex Theorie, Forschung und Praxis miteinander verbunden, z.B. zur Frage der zeitlichen Rhythmisierung der Ganztagsschule, zur Frage des Verhältnisses von Pflicht- und Wahlunterricht sowie informellen Lernzeiten, zur Frage nach den Bedingungen für soziales Lernen, zur Frage der Hausaufgabenbetreuung und Aufgabenorientierung oder zur Qualität der Bewegten Ganztagsschule.

Frage: In welcher Reihenfolge sollten die Bände am besten gelesen werden? Gibt es prioritäre Beiträge?

K. M.: Das muss natürlich jeder selbst entscheiden. Aus dem Überblick über die vier Bände heraus würde ich allerdings empfehlen, zuerst den grundlegenden, ca. 30-seitigen Einführungsbeitrag im ersten Teilband (Band 35 der Schriftenreihe) zu lesen: „Was sind gute Schulen? Eine Einführung zu einer schwer zu beantwortenden Frage“ (Moegling/ Hadeler/ Hund-Göschel). Arbeitet der/ die lesende/r Kollege/in an einer Ganztagsschule, würde ich natürlich im zweiten Schritt den Beitrag von Fischer/ Kuhn/ Tillack im vierten Teilband (Band 38) lesen: „Warum können Ganztagsschulen besonders gute Schulen sein? – Spezifische Qualitätsmerkmale der Ganztagsschule“.

Die weitere Vorgehensweise dürfte sich daran orientieren, ob eher ein Forschungsinteresse (dritter Teilband, Band 37), ein praktisches Interesse (zweiter Teilband, Band 36) oder ein Wunsch nach theoretischer Vertiefung vorliegt (erster Teilband, Band 35).

Im Forschungsband finden sich hochinteressante Ergebnisse zu Leistungsüberprüfungen, zur Beziehung zwischen Schülern und Lehrern, zur Kooperationskultur und zur guten Schule aus der Sicht von Schülern und Lehrern. Hier kann man je nach Interessensschwerpunkt die gut gebündelten Themenkomplexe ansteuern.

Im Praxisband finden sich so viele interessante Beiträge zu Schulprofilen und Schulversuchen im nationalen und internationalen Kontext, dass man einfach den Band von vorn nach hinten durchstöbern und lesen sollte.

Frage: Woher ist der Impuls zu dem vierbändigen Grundlagenwerk mit ca. 1050 Seiten gekommen – also die Frage nach dem Entstehungsprozess?

K. M.: Die Beiträge der vier Herausgeberbände sind auf der Basis der bis vor kurzem noch online gestandenen Ausgabe der Online-Zeitschrift www.schulpaedagogik-heute.de entstanden und z.T. erheblich weiterentwickelt, überarbeitet und mit neuen Beiträgen ergänzt worden. Es sind über 100 Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Ländern beteiligt und die nun neuen vorliegenden Bände sind Ausdruck einer intensiven dreijährigen Vorbereitungszeit.

Die Forschungsbeiträge wurden einem Peer-Review-Verfahren (zwei Gutachter/innen, double-blind-Verfahren) unterzogen. Die weiteren Beiträge wurden sorgfältig redaktionell und im Herausgeberteam diskutiert und geprüft.

Dieses vierbändige Werk ist so angelegt, dass es zu einem aktuellen Grundlagenwerk in allen drei Phasen der Lehrerbildung werden, aber auch interessierten Eltern helfen kann, sich tiefergehend über heutige Qualitätsmaßstäbe für Schulen zu informieren.

Frage: Wie kann man die vier Bände erhalten?

K. M.: Die Bände können am leichtesten per E-Mail (info@prolog-verlag.de) beim Verlag unter Nennung der Bandzählung bestellt werden (Schriftenreihe Theorie und Praxis der Schulpädagogik: Bände 35-38). Auch die Online-Bestellung über die Verlagshomepage www.prolog-verlag.de ist leicht möglich. Ansonsten können die Bände natürlich auch über Amazon oder über den Buchhandel bezogen werden.

Es lohnt sich auch, einmal die gesamte Schriftenreihe „Theorie und Praxis der Schulpädagogik“ mit ihren inzwischen 38 publizierten Bänden auf www.prolog-verlag.de durchzusehen. Hier sind alle großen schulpädagogischen Themen, wie z.B. Kompetenzorientierung, Diagnostik und Förderung, Binnendifferenzierung, forschendes Lernen, Inklusion, Lernen und Geschlecht, digitale Medien, außerschulische Lernorte, Beziehungen oder fächerübergreifendes Lernen Theorie-Forschung-Praxis-integriert aufbereitet. Insgesamt ist diese Reihe auf 40 Bände konzipiert und liegt dann als abgeschlossenes schulpädagogisches Gesamtwerk vor. Die Reihe wird von Prof. Dr. Dorit Bosse (Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Kassel) und mir in einem sich dann über ein Jahrzehnt hinweg erstreckenden Kooperationsprozess mit großen Teilen der deutschsprachigen Schulpädagogik und Erziehungswissenschaft herausgegeben.

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[1] Prof. Dr. Klaus Moegling
Redaktion von Schulpädagogik-heute (verantwortlich), pädagogische und wissenschaftliche Arbeit in Schule, Universität, Studienseminar und Fortbildung, Habilitationen in Sportwissenschaften (Universität Hamburg) und in Politikwissenschaften (Universität Frankfurt), Privatdozent und apl. Professur an der Universität Marburg, seit 2008 apl. Professur am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel, Lektorat Prolog-Verlag

[2] Monika Sprenger ist Lehrerin mit dem Schwerpunkt auf dem naturwissenschaftlichen Bereich in der Sekundarstufe I an einer Schule in Starnberg (Bayern)

Presseinformation: Künstler des HAGENRING stellen im Kump aus

Walter Schneider: Teamwork (bilder: kump)
Walter Schneider: Teamwork (bilder: kump)

Am Sonntag, dem 4. September wird um 16 Uhr im Infozentrum Kump in Hallenberg, Petrusstraße 2, die Ausstellung „HAGENRING Impulse“ eröffnet. 20 Künstlerinnen und Künstler der traditionellen Hagener Künstlervereinigung HAGENRING stellen erstmals ihre Arbeiten in Hallenberg aus. Über 60 Kunstwerke sind im Kump zu sehen.

Die Ausstellung ist ein Querschnitt der vielfältigen Ausdrucksformen in der Kunst: Von zarten Aquarellen, gerissenen Papierobjekten, farbenfrohen Ölbildern, brillanten Zeichnungen bis hin zu reizvollen Metall-Collagen und verfremdeten Fotografien. Ergänzt wird die Gruppenausstellung durch filigrane Objektinstallationen sowie durch eindrucksvolle Skulpturen aus Naturstein, Holz, Metall und pigmentierter Zellulose.

Präsentiert wird ein abwechslungsreiches Spektrum kreativen Schaffens der Künstlerinnen und Künstler aus Hagen, dem Sauerland und dem übrigen Nordrhein-Westfalen. Viele Künstler werden zur Eröffnung nach Hallenberg kommen.

Der Kontakt ist über Hallenbergs Bürgermeister Michael Kronauge mit dem in Hallenberg geborenen Vorsitzenden des Hagener Künstlerbundes, Karl-Josef Steden, zustande gekommen.

Bürgermeister Michael Kronauge wird die Künstler und Gäste begrüßen, bevor Karl-Josef Steden eine Einführung zur Ausstellung und zu der über 90 Jahre alten Künstlervereinigung geben wird. Der Jubiläumskatalog zum 90-jährigen Bestehen wird während der Ausstellung präsentiert.

Der HAGENRING zählt zu den ältesten Künstlerbünden in Nordrhein-Westfalen. Zu sehen ist die Ausstellung zu den üblichen Öffnungszeiten (siehe unten) bis zum 30. September 2016.

Zusatzinformationen:

Öffnungszeiten im Kump

  • Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag: 9:30 Uhr bis 12:30 Uhr und 14:30 Uhr bis 16:30 Uhr
  • Samstag: 9:30 Uhr bis 12:30 Uhr
  • Sonntag: 14:30 Uhr bis 16:30 Uhr
  • Mittwoch: geschlossen

Der Eintritt ist frei.

Folgende Künstlerinnen und Künstler werden ihre Arbeiten im Kump zeigen:

Verena Baltes: Spannung
Verena Baltes: Spannung

Verena Baltes, Hagen
Marlies Blauth, Meerbusch
Annelie Brusten, Wuppertal
Johannes Dröge, Sundern
Karl-Friedrich Fritzsche, Hagen
Hartmut F. K. Gloger, Hagen
Traute Kessler, Herdecke
Peter Klein, Gevelsberg
Karl-Georg Krafft, Hagen
Dr. Markus Linda, Hagen
Bernhard van der Minde, Hagen
Bernhard Paura, Hagen
Claudia Schmidt, Krefeld
Walter Schneider, Schmallenberg
Waltraud Schroll, Hagen
Gabriele Schulz, Schmallenberg
Katherine Tinteren-Klitzke, Bochum
Andreas Weische, Hagen
Uwe Will, Hagen
Barbara Wolff, Hagen

Kurze Hintergrundinformationen zum HAGENRING e.V.

Der HAGENRING wurde im Jahr 1924 in Hagen gegründet.

Kurzer Rückblick: Am 9. Juli 1902 eröffnete Karl Ernst Osthaus in Hagen das erste Museum für zeitgenössische Kunst, das Museum Folkwang. Nach dem frühen Tod des Kunstförderers (1921) verkauften die Osthaus-Erben die Sammlung Folkwang 1922 an die Stadt Essen.

Viele der von Osthaus nach Hagen geholten Künstler verließen nach und nach wieder die Stadt. Genau in diese Zeit gründete sich der Künstlerbund HAGENRING (1924). Ehrenmitglied war Christian Rohlfs, der seinerzeit in Hagen geblieben war. Der erste Katalog des jungen Künstlerbundes erschien 1925.

In der Zeit des zweiten Weltkriegs wurden viele HAGENRINGKünstler als entartet gebrandmarkt. Bereits 1946 wurde wieder eine Ausstellung in Karl Ernst OsthausMuseum in Hagen durchgeführt.

Es folgten bis heute zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Zu den damaligen Mitgliedern zählte unter anderem auch Emil Schumacher, dem inzwischen in Hagen ein eigenes Museum gewidmet wurde.

Der Künstlerbund ist noch heute sehr aktiv. Er hat eine eigene Galerie in Hagen, in der jährlich 10 Ausstellungen stattfinden.

Zurzeit gehören dem HAGENRING 34 Künstlerinnen und Künstler als Mitglieder an. Mitglied kann nach einer Bewerbungsausstellung nur werden, wer eine kunstbezogene Ausbildung absolviert hat.

Seit 1993 ist Karl-Josef Steden Vorsitzender des traditionellen Künstlerbundes. Im Jahr 2014 konnte der HAGENRING auf sein 90-jähriges Bestehen mit einer großen Jubiläumsausstellung im Hagener Osthaus-Museum zurückblicken.

Dorfspaziergang mit Dirk Wiese in Neuastenberg. Vom Westdeutschen Wintersportmuseum zur Jugendherberge

Von links: Peter Newiger (Landtagskandidat), Dirk Wiese MdB, Meinolf Pape (GF Postwiesenliftgesellschaft), Heinz Dickel (Vorsitzender Schützenverein) verdeckt Klaus Homrighausen (Orstsvorsteher), Sascha Hahn (Löschgruppenführer) im Hintergrund: Torben Firley (Vorsitzender SPD Kahler Asten) (foto: spd)
Von links: Peter Newiger (Landtagskandidat), Dirk Wiese MdB, Meinolf Pape (GF Postwiesenliftgesellschaft), Heinz Dickel (Vorsitzender Schützenverein) verdeckt Klaus Homrighausen (Orstsvorsteher), Sascha Hahn (Löschgruppenführer) im Hintergrund: Torben Firley (Vorsitzender SPD Kahler Asten) (foto: spd)

Neuastenberg. (spd_pm) Im Westdeutschen Wintersportmuseum startete der heimische Bundestagsabgeordnete, Dirk Wiese, im Beisein von Landtagskandidat Peter Newiger, seinen Dorfspaziergang in Neuastenberg.

(Pressemitteilung von Dirk Wiese, Bundestagsabgeordneter SPD)

Begleitet wurde Wiese außerdem von Ortsvorsteher Klaus Homrighausen und Vertretern der örtlichen Vereine. Der Vorsitzende vom Förderverein Westdeutsches Wintersportmuseum, Helmut Hoffschildt, berichtete ausführlich zur Geschichte des Skisports in Neuastenberg. Karl-Heinz Sander vom Skiclub Neuastenberg-Langewiese informierte über die Arbeiten rund um den Biathlonstützpunkt.

Das kleinste Feuerwehrhaus im Stadtbereich Winterberg wurde von Löschgruppenführer Sascha Hahn vorgestellt, bevor die Gruppe den Spaziergang in Richtung Skigebiet Postwiese fortsetzte. Hier informierte Meinolf Pape in seiner Funktion als Geschäftsführer der Betreibergesellschaft über die Entwicklung und die Investitionen der letzten Jahr.

Weiter ging der Spaziergang zur neu gestalteten Jugendherberge, in der auch das anschließende Bürgergespräch stattfand, aus dem Wiese eine Vielzahl an Informationen mitnehmen konnte.

Zum Abschluss erhielt er von Heike Wiegoss, der Leiterin der Jugendherberge, noch eine Führung durch das Haus. „Die nach umfassenden Renovierungen und Erweiterungsbauten vor kurzem wieder eröffnete Jugendherberge ist ein Juwel im Sauerland, hier können Schulklassen aber auch Familien sich rundum wohl- und hervorragend betreut fühlen“, so Wiese.

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Aktuelle Informationen vom Bundestagsabgeordneten Dirk Wiese sowie über die SPD im Hochsauerland befinden sich im Internet unter www.dirkwiese.de und unter www.hsk-spd.de

SBL-PM: „Migranten-Unternehmen“ – Mehr als eine Dönerbude …

migrantenunternehmen20160816Meschede. (sbl_pm) Im August 2016 ist eine Studie der Bertelsmann Stiftung über erfolgreiche „Migranten-Unternehmen“ veröffentlicht worden.

Demnach hat jeder sechste Unternehmer in Deutschland einen Migrationshintergrund. Und das mit steigender Tendenz. „Diese Unternehmen sind ein Job-Motor für Deutschland“, stellt die Bertelsmann-Stiftung fest.

Einzelheiten dazu in diesem WDR-Bericht:
http://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/unternehmer-in-owl-mit-migrationshintergrund-100.html

Uns Sauerländern fallen garantiert auf Anhieb gleich mehrere Unternehmer und Unternehmen mit dem sogenannten Migrationshintergrund ein, sei es die Dönerbude um die Ecke, ein Änderungsschneider, ein „Tante-Emma-Laden“ mit frischem Obst und Gemüse, ein Friseur, eine Autowerkstatt und ein Copy-Shop. War´s das? Nein, sicher nicht!

Welche „Migranten-Unternehmen“ gibt es im HSK?

Die Kreistagsfraktion Sauerländer Bürgerliste (SBL/FW) fragte mit Schreiben vom 16.08.2016 beim Landrat nach, weil beim Hochsauerlandkreis sowohl das Kommunale Integrationszentrum (KI) als auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) angesiedelt sind.

Hier die vier Fragen der SBL/FW:

  • Sind Informationen und Daten des Kommunalen Integrationszentrums (KI) oder der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) über Unternehmen im Hochsauerlandkreis, die von Migrantinnen und Migranten gegründet und geführt werden, in die oben genannte Studie der Bertelsmann Stiftung eingeflossen?
  • Wenn ja, welche Angaben haben das KI und/oder die Wirtschaftsförderungsgesellschaft zur erwähnten Bertelsmann-Studie beigetragen, z.B. über die Zahl der Unternehmer und Unternehmerinnen mit Migrationshintergrund, die im HSK ansässig sind, wie viele Jobs die „Migranten-Unternehmen“ anbieten und wie der Branchenmix ist?
  • Wie werden Migrantinnen und Migranten, die den Weg in die Selbstständigkeit suchen, vom HSK unterstützt? Wer sind ihre Ansprechpartner?
  • Welche in der Studie eventuell nicht berücksichtigte Daten und Informationen aus dem Bereich „Migranten-Unternehmen“ liegen dem KI und der WFG ansonsten noch vor?

PM Dirk Wiese: Unterwegs bei den Landwirten im Hochsauerlandkreis

Dirk Wiese auf seiner Landwirtschaftstour 2014. (foto: spd)
Dirk Wiese auf seiner Landwirtschaftstour 2014. (foto: spd)
Hochsauerlandkreis. (spd_pm) Der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete, Dirk Wiese aus Brilon, besucht auch in diesem Jahr wieder unterschiedliche landwirtschaftliche Betriebe.

Am 22. und 23. August wird er von Medebach bis Arnsberg zu Gast sein bei Sauerländer Landwirten. Gestartet wird beim Hof Hellwig in Medebach-Deifeld und einem Besuch auf dem Hof Schreiber in Medebach. Anschließend geht es zur Tierschau bei der Winterberger Kirmes. Den zweiten Tag bestimmen Besuche bei landwirtschaftlichen Betrieben im Raum Arnsberg.

„Die Landwirte im Hochsauerland bilden einen wichtigen Wirtschaftsfaktor unserer Region. Besonders vor dem Hintergrund der viel zu niedrigen Milchpreise und der damit verbundenen Existenzbedrohung ist es mir wichtig, mit den Landwirten in meinem Wahlkreis in regelmäßigem Kontakt zu bleiben. Ich freue mich schon auf die unterschiedlichen Betriebe und interessanten Gespräche über die Gegebenheiten rund um die Land- und Forstwirtschaft im HSK“, so Wiese.

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Aktuelle Informationen über die SPD im Hochsauerland und vom Bundestagsabgeordneten Dirk Wiese befinden sich im Internet unter www.hsk-spd.de und www.dirkwiese.de

Utopia – Work in Process. Öffentliche Probe des TEATRON-Theaterprojektes mit einer internationalen Gruppe junger Erwachsener Sonntag, 14.8.2016, 18 Uhr, Kulturschmiede Arnsberg. Eintritt frei!

Utopia - junge Wilde - Teatron (grafik: daniel almagor)
Utopia – junge Wilde – Teatron (grafik: daniel almagor)
Arnsberg. (teatron_pm) Wieder heißt es Bühne frei für die Ideen, Visionen und Utopien der jungen Teilnehmer/innen des neuesten TEATRON-Theaterprojektes, die unter professioneller Anleitung szenisch, tänzerisch und musikalisch ihr ganz eigenes Theaterstück entwickeln werden.

Bereits im letzten Jahr hat das TEATRON THEATER mit der Gruppe „Junge Wilde“ eine eindrucksvolle Collage zum Thema „Empört euch“ auf die Bühne gebracht. Die Gruppe hat sich nun neu formiert und wird mit 15 Teilnehmer/innen aus fünf Nationen in den nächsten Monaten ihre ganz eigene Utopie entwickeln.

Im Rahmen des Kunstsommers lädt das TEATRON–Team nun zu einer öffentlichen Probe ein, die Einblick gibt in den Arbeitsprozess.

Die Premiere und Folgevorstellungen werden vom 16.-18.9. und 23.-25.9.2016 in der Kulturschmiede Arnsberg stattfinden.

Weitere Infos unter www.teatron-theater.de

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Kooperationspartner des Projektes sind der Kulturtrichter in der Alten Molkerei, Sundern Allendorf und das Markes Haus, Meschede Eversberg.