Umleitung: Vom (Fast-)Vollmond über die Corona-Krise zu Nazis und Danger Dan. Als Ausgleich Gartenarbeit.

    Fast, aber auch nur fast Vollmond über dem Hochsauerland. Morgen um ca. 20:48:10 ist es dann wirklich soweit.

Podiumsdiskussion beim Virologenkongress: Virologinnen und Virologen aus Deutschland und der Welt sind zu ihrer Jahrestagung zusammengekommen. Natürlich ging es vor allem um die Corona-Pandemie. Sehen Sie hier die abschließende Podiumsdiskussion aus Jena … mdr

Der Arbeitsnachweis: Am vergangenen Montag feierten wir Jubiläum. Es war der 22. März. An diesem Tag vor einem Jahr wurde der erste Lockdown gegen das Corona-Virus verhängt … postvonhorn

Meinung zur aktuellen Corona-Lage: Kommt endlich zur Vernunft – liebe Politiker … reisenfotografie

Dortmund: Neonazi-Szene deutlich geschwächt … bnr

Danger Dan: Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt (Antilopen Gang), „Georg Kreisler guckt von einer Wolke zu und freut sich über dieses feine Lied“:

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=Y-B0lXnierw

Zu guter Letzt – Umweltschutz im Garten: Weniger Ordnungswut, mehr Wildnis wagen … spektrum

Pandemie-Frühling zum Zweiten

Die erste blühende krautige Pflanze an der Namenlose: das Scharbockskraut.

Langsam entwickelt sich der zweite Pandemie-Frühling. An der Namenlose blüht das Scharbockskraut. Bald wird es mit den anderen krautigen Blütenpflanzen weitergehen.

Frühjahr, Sommer und Herbst des vergangenen Jahres habe ich damit verbracht, die Flora zwischen Siedlinghausen und Silbach als Teil ausgedehnter „Corona-Spaziergänge“ zu beobachten.

Ich war Ostern 2020 sicher, dass wir die Pandemie gut in den Griff bekommen würden: Erste Welle, Lockdown, Zahlen runter.

Es folgte der Sommer der Illusionen, dann die zweite Welle im Herbst und mit ihr die Realitätsverdrehungen vieler Politiker*innen, Lockerungsgelaber statt erneutem konsequenten Lockdown. Grenzwerte und Beschlüsse waren die Bandbreite nicht wert, mit der die sie an die Bürger*innen gesendet wurden.

Monatelanges Herumgeeiere und jetzt es ist „geschafft“, die dritte Welle rollt. Wie es aussieht, könnte sie schlimmer werden als die beiden vorherigen.

Immerhin hatten wir, weit früher als gedacht, Impfstoff zu Verfügung. Leider zu wenig mit einer katastrophalen Verteilungsorganisation.

In Deutschland, NRW und dem Hochsauerland sind die 7-Tage-Inzidenzen inzwischen über 100. Aus dem Lockdown ist ein löchriger Käse mit vielen Ausnahmen und unüberschaubaren Regeln geworden.

In Winterberg laufen die Lifte. „Wir“ haben uns als Modell-Region für Lockerungen beworben. Das Virus wird sich völlig verwirrt und konsterniert zurückziehen.

Karl Lauterbach und Christian Drosten haben mit den meisten ihrer Aussagen richtig gelegen, der Berater unserer NRW-Regierung Hendrik Streeck hat häufiger gefloppt als getoppt.

Wenn Laschet Bundeskanzler werden sollte, werde ich einen Besen fressen.

Bis dahin tue ich das, was ich seit mehr als einem Jahr mache: den Virus zu vermeiden suchen. Mein Osterlockdown jährt sich demnächst.

Am Wegrand: schwarze Pferde sind schwerer als braune Pferde.

Die Wiese neigt sich offensichtlich zur rechten Seite.

Auf meinem Spaziergang habe ich bemerkt, dass schwarze Pferde die Erde mehr nach unten drücken als braune Pferde, womit bewiesen wäre, dass sie schwerer sind.

An der Anzahl – zwei auf jeder Seite – kann es nicht liegen und auch die Größe ist gleich. Also muss es an der Farbe liegen.

Oh, wenn Galileo das noch miterleben dürfte! 😉

 

Nase voll von dieser Gurkentruppe

Sie impft mich, sie impft mich nicht, sie impft mich, sie impft mich nicht, …

Ich guck mir lieber das erste Gänseblümchen im Vorgarten an als noch allzu viele Gedanken an die Gurkentruppe, bestehend aus Regierung und Länderchefs, zu verschwenden.

Deren Motto scheint „Versprochen – Gebrochen“ zu sein. Zuletzt die Schnelltests zum 1. März. Dazu eine Kakophonie von Maßnahmen und wildes Jonglieren mit Inzidenzwerten. Inzwischen denke ich, dass das wirre Agieren zumindest einen Effekt hat: es täuscht Geschäftigkeit vor, hält uns beschäftigt und lenkt von der unterirdischen Organisierung der Impfungen ab. Ein Witz, so schlecht, dass er Karnevalsqualitäten hat: Spahn und Scheuer als Task-Force.

Ich bin nicht Lockdown-müde, ich bin des Laschets und seiner salbungsvollen leeren Phrasen überdrüssig.

Unsere Freunde in GB und USA haben längst ihren ersten und teilweise zweiten „Jab/Shot“ erhalten, während wir noch nicht einmal einen Termin in ferner Blickweite haben.

Gänseblümchen:  Sie impft mich, sie impft mich nicht, sie impft mich, sie impft mich nicht, …

1. März 2021: Beginn des meteorologischen Frühlings

Männliche Weidenkätzchen am Wegrand
Zum heutigen Beginn des meteorologischen Frühlings wollte ich unbedingt eine weitere Blütenpflanze – außer Schneeglöckchen und Krokus – fotografieren.

Am Wegrand im Wald und entlang der Wiesen konnte ich auch mit angestrengt-gesenktem Blick keine auffälligen Blüte entdecken, bis ich zufällig nach oben schaute.

Dort zeichneten sich die dicken, eiförmigen Weidenkätzchen, die die männlichen Staubbeutel enthalten, gegen den blauen Himmel ab. Blüten gefunden, fotografiert und zufrieden nach Hause geschlendert.

Der Frühling darf jetzt meinetwegen beginnen.

Guten Morgen! Einmal Bäume und ein Lesehinweis zur Fotografie.

Den Wald vor lauter Bäumen…? Guten Morgen!

Vielleicht habt ihr es schon geahnt. Zum Fotografieren benötigt man allen Forendiskussionen und Ratschlägen zum Trotz keine teure Ausrüstung.

Die beste Kamera ist diejenige, die man gerade dabei hat. Ausführlich rät Mickey Manakas in Der Standard von den Irrwegen gerade der Hobby-Fotograf*innen ab.

Hier geht es lang:

https://www.derstandard.at/story/2000124513374/warum-fotografen-endlich-aufhoeren-sollten-staendig-ueber-kameras-zu-reden

Der Krokus blüht.

Endlich blühen bei uns die Krokusse.

Ich bin in der Pandemie bescheiden geworden. Ein Spaziergang, ein guter Artikel, ein nettes Gespräch und jetzt auch noch ein blühender Krokus. Was will ich mehr?

An die anderen Freuden denke ich nur noch in der Vergangenheitsform. Weißt du noch an der Ostsee? Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg? Der Wein an der Mosel? Der Blick vom Mt. Ventoux? Hamlet im Schauspielhaus Bochum? Unsere Freund*innen? Die Besuche? Die Kirschblüte in Bonn und die Klavierkonzerte im Poppelsdorfer Schloss? … weiter, weiter, weiter. So vieles, das man gerade nicht unternehmen kann, und die Zahl der Neuinfektionen steigt erneut, gerade so wie das Gerede über Lockerungen anschwillt. Was kann da schon nicht schief gehen?

Egal, ich freue mich auf den Sommer. Der Krokus ist ein Zeichen, danach Huflattich, Buschwindröschen und die Pestwurz nicht zu vergessen.

Wenn nötig, Maske auf, spazieren gehen und auf die Impfung hoffen, außerdem fotografieren. Hier noch ein Blick von heute auf Bad Fredeburg:

Ein wenig Weite tut gut. Blick auf Bad Fredeburg.