Umleitung: Von Lübke zum Kommunismus und zurück ins Sauerland.

Gestern am Großen Bildchen. Laufziel mit Spielzeugauto ;-) (foto: zoom)
Gestern am Großen Bildchen. Laufziel mit Spielzeugauto 😉 (foto: zoom)

Heinrich Lübke: Sein Leben war mehr als eine permanente Freak-Show: Heute vor 50 Jahren wurde Heinrich Lübke erstmals zum Bundespräsidenten gewählt. Die Vorwürfe, KZ-Insassen hätten unter seinem Kommando schuften müssen, verstummten nie. Doch in seiner sauerländischen Heimat gedenkt man Lübke mit Wohlwollen … sprusko

Kommunismus I: 10 Gründe, warum der Kommunismus schlecht für uns wäre … spiegel

Kommunismus II: Sie hat es gesagt, genauer: sie wird es noch sagen. Aber geschrieben hat sie es schon, das K-Wort. Und sie ist immerhin die Vorsitzende der Partei Die Linke, die Gesine Lötzsch … ruhrbarone

Kommunismus III: Der Aufreger zum Nachlesen … jungewelt

Kommunismus IV: Eduard Bernstein begann die Revisionismus Debatte. „Die Bewegung ist alles – das Endziel ist (mir) nichts“ … hpd

Kommunismus V: Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet, der Papst und der Zar, Metternich und Guizot, französische Radikale und deutsche Polizisten. Wo ist die Oppostitionspartei, die nicht von ihren regierenden Gegnern als kommunistisch verschrien worden wäre, wo die Oppositionspartei, die der fortgeschritteneren Oppositionsleuten sowohl wie ihren reaktionären Gegnern den brandmarkenden Vorwurf des Kommunismus nicht zurückgeschleudert hätte? … MarxEngels

SPD-Linke: Streit mit Gabriel … fr

Westerwellereien I: Rede vom anderen Stern … sprengsatz

Westerwellereien II: Die FDP ringt um ihre Existenz. Nach Umfragen rangieren die Liberalen gerade noch bei drei bis vier Prozent. Zur Erinnerung: Bei der Bundestagswahl im Herbst 2009 hatten sie 14,6 Prozent der Stimmen erreicht … WirInNRW

Ganz weit rechts: NPD will das Volk zählen … NRWrechtsaußen

Marsberg: ungeliebter Beigeordneter. Eine Provinzposse? … wpBrilon

Eisbruch-Gefahr: diese Strecken sind dicht. Danke für den Artikel 🙂  … wpBrilon

Erdgasförderung in NRW – SPD Meschede warnt vor Zerstörung der Umwelt

In unserem BriefkastenMeschede. (spd_meschede) Mit großem Interesse verfolgt die Mescheder SPD die Aktivitäten der großen Energie-Konzerne wie der Wintershall Holding GmbH in Nordrhein-Westfalen. Mit schönen Worten und viel Geld versuchen sie, uns die Gasförderung im Sauerland, auch im Bereich der Stadt Meschede schmackhaft zu machen.

Verschwiegen wird aber, dass mit der „unkonventionellen Gasförderung“, engl. „Hydraulic Fracturing“, hohe Risiken für Grundwasser, Umwelt und Gesundheit ins Land gebracht werden.

Dazu der Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes, Kornelius Kuhlmann: „Wir stellen und ganz entschieden gegen die Verschmutzung der Umwelt, in der wir leben und die unsere zahlreichen Gäste im Winter wie im Sommer zur Erholung nutzen wollen. Niemand kann garantieren, dass die bei der Gasförderung verwendeten giftigen, krebserregenden Substanzen nicht in unseren Wasserkreislauf gelangen. Ich möchte allen Bürgern unserer Stadt ans Herz legen, sich zu informieren und Flagge zu zeigen – gegen die Zerstörung unserer Heimat. Und ich kann der Stadtverwaltung nur empfehlen, sich nicht von den Versprechen der Konzerne blenden zu lassen –  Einnahmen aus der Gasförderung sind nichts wert, wenn das Trinkwasser ungenießbar ist, die Touristen ausbleiben, die Betriebe abwandern und die Grundstückspreise fallen.“

Zum Thema siehe auch:

Hier im Blog: Schiefergas – Sauerland im Visier der Großkonzerne?

Volker Dörken in DerWesten: Erdgas – die Suche kann beginnen

Stopp Fracking: http://www.gegen-gasbohren.de/

YouTube:  Gasland

Für manche fing das Jahr 2011 nicht gut an

Ein Schuss im neuen Jahr. Blut im Schnee an der L742 in der Kurve vor dem Jagdschloss. (foto: zoom)
Hier musste jemand sterben. Ein Schuss im neuen Jahr. Blut im Schnee, an der L742 in der letzten Kurve vor dem Jagdschloss. (foto: zoom)

Die Bildunterschrift ist übertrieben reißerisch. Die Geschichte hinter dem Bild ist ziemlich unspektakulär. Seit drei Tagen irrte ein verwundetes Reh durch die Wälder um Siedlinghausen. Heute mittag wurde das erschöpfte und entkräftete Tier schließlich von einer Mitarbeiterin des Forstamtes nur wenig abseits der Straße gefunden und erschossen. Als wir am „Tatort“ vorbei liefen, hatte der Jagdpächter das Reh gerade abtransportiert. Zurück blieb die Spur des Blutes.

Trophäen am Jagdschloss
Trophäen am Jagdschloss

Winterdienst auf der A7

Nich geräumt: die dritte Spur der A7 zwischen Hamburg und Hannover
Nicht geräumt: die dritte Spur der A7 zwischen Hamburg und Hannover (foto: broesel)

Es ist in diesen Tagen ein Leichtes, auf die Winterdienste einzudreschen, aber ein bisschen wundern täten wir uns dann doch ganz gerne.

Als wir vor fünf Tagen die A7 hinauffuhren, war der linke Fahrstreifen nicht geräumt. Das war zu verstehen, denn es hatte gerade erst aufgehört zu schneien.

Als wir gestern wieder die A7 hinunterfuhren, war der linke Fahrstreifen immer noch nicht geräumt, außerdem waren die Spurrillen rechts spiegelglatt.

Richtig viel Schnee hatte es in den dazwischen liegenden Tagen nicht gegeben.

Uns ist natürlich klar, dass der Winter die Hauptschuld trägt, aber wo war der Winterdienst in der Zwischenzeit?

Schulentwicklung in Olsberg: Klaus Kaiser(CDU) und Udo Beckmann(VBE) auf CDU Veranstaltung im Haus des Gastes.

Realschule in Olsberg/HSK (foto: meier)
Realschule in Olsberg/HSK (foto: meier)

Für Morgen, Dienstag, den 7. Dezember, um 19.30 Uhr lädt die CDU Olsberg im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Stadtverbandes zu einer Diskussion über die Schulentwicklung ein. Ort: Haus des Gastes ein. Wir haben schon kürzlich ausführlich auf die Veranstaltung hingewiesen.

Mit Klaus Kaiser (MdL, CDU) wird ein Gegner der Gemeinschaftsschule versuchen, seine Positionen zu verankern und die Verbundschule zu favorisieren, während Udo Beckmann vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) pro Gemeinschaftsschule argumentieren wird.

Zitat:

Der VBE NRW setzt sich für eine Schulreform ein, deren Ziel das längere gemeinsame Lernen der Kinder ist. Neben den Gesamtschulen sollen künftig in NRW auch Gemeinschaftsschulen eingerichtet werden, die dieses anbieten.

Der VBE unterstützt die im Koalitionsvertrag vereinbarte Absicht der Landesregierung, Gemeinschaftsschulen zunächst als Schulversuch zuzulassen und den Kommunen die Entscheidung über die Einrichtung der neuen Schulform freizustellen. Wir sind davon überzeugt, dass das Modell der Gemeinschaftsschule eine Lösung für den Schülerzahlrückgang sowie das veränderte Schulwahlverhalten bieten kann.

Zur weiterführenden Information: Der VBE hatte ein Gutachten in Auftrag gegeben, um die Verfassungsmäßigkeit des Schulversuchs „Gemeinschaftsschule“ in NRW zu überprüfen.

Zitat VEB: „Der von der Landesregierung initiierte Schulversuch wird von unterschiedlichen Seiten u. a. dadurch in Frage gestellt, dass Unsicherheit bezüglich seiner Rechtsgrundlagen geschürt wird. Weil dem VBE am Erfolg der neuen Schulform gelegen ist, wollten wir wissen, ob die von der Landesregierung verfolgte Form der Umsetzung des Modells verfassungsgemäß ist.“

Unter dem Titel „Denkanstöße“ ist die juristische Einschätzung als PDF abzurufen.

Pressefreiheit in NRW? Wie ein Pressegegner Verlagskarriere macht. Eine Presse-Posse mit alten Bekannten.


Dieser Vorgang hat ein Geschmäckle. Als CDU-Generalsekretär in Nordrhein-Westfalen waren die Journalisten seine Gegner. Jetzt wird Hendrik Wüst ausgerechnet Geschäftsführer des NRW-Zeitungsverlegerverbands. Mitspieler: Sein alter Kumpel aus der Jungen Union Christian Nienhaus.

Nienhaus ist auch ein alter Bekannter dieses Blogs 😉

Pfui! Auch „der Freitag“ bedient die von Guttenberg Ikonographie.

Von Guttenberg stets vorteilhaft im Mittelpunkt, auch im Freitag (foto: zoom)
Von Guttenberg, die Lichtgestalt, stets vorteilhaft im Mittelpunkt, so auch im Freitag (foto: zoom)

Ich habe bisher gedacht, dass „der Freitag“ eine kritische Wochenzeitschrift wäre.  Aber heute hat er mir einen Grund zur Abo-Kündigung geliefert: von Guttenberg, undistanziert, in seiner eigenen Ikonographie, ohne ironische Brechung einfach mal abgedruckt, so wie es zur Zeit viele Medien machen.

Siehe auch hier den Artikel von Chris Klein in unserem Blog.

Das Bild ist ein Propagandabild und sollte nicht unkommentiert in einer anspruchsvollen Zeitung stehen. Hat sich die Redaktion irgendetwas dabei gedacht?

Wenn ja, habe ich diese Gedanken nicht gefunden; wenn nein, um so schlimmer.

Umleitung: Schöpfungslüge, Flassbeck, täuschen und trinken, KanzlerInnenspiele, korrupte Medien und der Sauerland-Herbst

Richard Dawkins: Die Schöpfungslüge – ein Bericht … hpd

Einladung: Pleisweiler Gespräch mit Heiner Flassbeck … nachdenkseiten

Junge Union: Täuschen und trinken … ruhrbarone

KanzlerInnenspiele bei Spreng: Merkel stürzen – aber wie? … sprengsatz

Das Zusammenspiel zwischen Partei und Medien: wie die CDU Politik macht … WirInNRW

Weißer Hai und Wuschelhaar beim Sauerland-Herbst: da kommt ganz viel Spucke raus … wpWinterberg

Der Klimawandel, die Heimatzeitung, ein Artikel, zwei Leserbriefe, es kracht und wir kennen die Schuldigen.

Zunächst die Äußerlichkeiten. Am 14. Oktober erschien in der örtlichen Westfalenpost ein Artikel mit der Überschrift

„Von Klimawandel eigentlich keine Spur. Prof. Dr. Ewert hielt Vortrag beim CDU-Ortsverband Bruchhausen“.

Der ehemalige Wiemeringhauser Ortsvorsteher Hubertus Moos nahm in einem Leserbrief Stellung zum Artikel. Überschrift: „Bemerkenswert unwissenschaftlich“, der in der Ausgabe der WP vom 19. Oktober veröffentlicht wurde.

Durch diesen Leserbrief wiederum fühlte sich der Bruchhauser Ortsvorsteher Karl-Josef Wiegelmann herausgefordert. Er verfasste einen Leserbrief, der dann am 22. Oktober unter der Überschrift „Mutierte der „Schreiberling“ wirklich zum Klimaexperten?“ erschien.

Der letzgenannte Leserbrief ist sprachlich ganz starker Tobak.

Einige Zitate:

„Bemerkenswert ist, dass ein Schreiberling wie Hubertus Moos von heute auf morgen zu einem Klimaexperten mutiert und einen Vortrag bewertet, den er in seiner Allwissenheit allenfalls in Wiemeringhausen verfolgt hat.“

„der selbsternannte Klimaexperte Herr Moos“

„Brief wimmelt von Plattitüden, Unterstellungen und Unverschämtheiten“

„Dieser Schreiberling wurde nach einer halben Periode als Ortsvorsteher aus der Umlaufbahn geholt…“

„auf seinem Ego-Trip“

„wenn Herr Moos noch in dieser Welt wäre“

Was stand im Leserbrief von Herrn Moos?

Der Leserbrief zerfällt inhaltlich in zwei Teile. Im ersten Teil setzt sich Moos mit dem Artikel der WP über die CDU-Veranstaltung auseinander. Dieser Teil entbehrt zwar nicht einer gewissen Polemik, ist aber inhaltlich zu rechtfertigen und liefert zusätzliche Informationen zur Klimadiskussion und zur Person Prof. Dr. Ewerts. Den zweiten Teil bilden die letzen beiden Absätze des Leserbriefs. Sie verlassen den Bereich der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Klimaforschern um Ewerts & Co. und teilen ein paar Seitenhiebe Richtung CDU in Bruchhausen aus. „Die wären nicht nötig gewesen“, sagen politische Freunde. „Skandalös!“, meinen die politischen Gegner.

Lasst uns mal den Anlass des ganzen Getöses, nämlich den Artikel in der Westfalenpost, genauer betrachten. Dieser Artikel ist sowohl im Internet als auch im Print ohne Autorenauszeichnung. Dies wiederum bedeutet, dass die Westfalenpost, bzw. ihre Redakteure, ihn gar nicht geschrieben hat bzw. haben.

Der Artikel wurde mit großer Wahrscheinlichkeit vom Veranstalter, der CDU-Bruchhausen, selbst eingereicht und nahezu unverändert ins Blatt gehoben. Vier Tage zuvor war der Bericht schon auf der Website des Vereins Bruchhausen aktiv e.V. erschienen.

Es ist einem Veranstalter überhaupt nicht anzulasten, wenn er der Lokalzeitung einen Bericht einreicht. Wenn es sich um ein unpolitisches nicht brisantes Thema handelt. Kein Problem.

Die Mannen um Prof. Ewert sind allerdings nicht ohne Brisanz. Die WP beteiligt sich an tendenziöser, einseitiger Darstellung der Klimadiskussion, indem sie dem eingereichten Bericht ihre redaktionellen Weihen gibt. Der Leserbrief von Herrn Moos war der Versuch, diese Einseitigkeit zu korrigieren.

Die Hessische Allgemeine zeigt, wie das geht. Hier ist ihr Bericht über eine Veranstaltung mit Frof. Ewert zu lesen. Namentlich gekennzeichnet, journalistisch auf der Höhe: „Die Klimawandel-Leugner„.

Deutsch-türkische Buchmesse Ruhr.2010 an der Universität Duisburg Essen

LOL ROFL LAMO on TwitpicUnter dem Motto „Liestanbul“ stellen 30 namhafte Autoren aus Deutschland und der Türkei in der Zeit vom 22. bis zum 31. Oktober 2010 ihre Werke auf der deutsch-türkischen Buchmesse vor. Organisiert wird die Veranstaltung vom interkulturellen Bildungszentrum Essen und vom Studiengang Turkistik an der Universität Duisburg Essen, UDE.

von DuisburgFans

Einige Veranstaltungstipps: Kai Strittmatter liefert seinem Publikum am 24. Oktober um 16 Uhr eine „Gebrauchsanweisung für Istanbul“. Der Wahl-Istanbuler ist unterwegs mit Menschen aus unterschiedlichsten Milieus. Er trifft Fischer, Bauchtänzerinnen, Designer, Schuhputzer oder Barbiere und wird so die abwechslungsreiche 15-Millionen-Metropole vorstellen.

Die Herausgeber Kai Diekmann und Ertrugrul Özkök setzen die Diskussion über die Leitfrage ihres Buches „Süper Freunde. Was Türken und Deutsche sich wirklich zu sagen haben?“ am 29. Oktober um 20 Uhr fort.

„Mord am Bosporus“ ist am 30. Oktober um 16 Uhr ein Krimiabend der besonderen Art, mit Istanbul als Dreh- und Angelpunkt. Die Autoren Esmahan Aykol und Petros Markaris verbindet die Nähe zur deutschen Kultur und die Liebe zu Istanbul. Aykol schickt ihre Heldin Kati Hirschel und Markaris den Kommissar Kostas Charitos für Ermittlungen an den Bosporus. Neben der Auflösung der Mordfälle erfährt das Publikum viel über die türkisch-griechische Geschichte.

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