Der Klimawandel, die Heimatzeitung, ein Artikel, zwei Leserbriefe, es kracht und wir kennen die Schuldigen.

Zunächst die Äußerlichkeiten. Am 14. Oktober erschien in der örtlichen Westfalenpost ein Artikel mit der Überschrift

„Von Klimawandel eigentlich keine Spur. Prof. Dr. Ewert hielt Vortrag beim CDU-Ortsverband Bruchhausen“.

Der ehemalige Wiemeringhauser Ortsvorsteher Hubertus Moos nahm in einem Leserbrief Stellung zum Artikel. Überschrift: „Bemerkenswert unwissenschaftlich“, der in der Ausgabe der WP vom 19. Oktober veröffentlicht wurde.

Durch diesen Leserbrief wiederum fühlte sich der Bruchhauser Ortsvorsteher Karl-Josef Wiegelmann herausgefordert. Er verfasste einen Leserbrief, der dann am 22. Oktober unter der Überschrift „Mutierte der „Schreiberling“ wirklich zum Klimaexperten?“ erschien.

Der letzgenannte Leserbrief ist sprachlich ganz starker Tobak.

Einige Zitate:

„Bemerkenswert ist, dass ein Schreiberling wie Hubertus Moos von heute auf morgen zu einem Klimaexperten mutiert und einen Vortrag bewertet, den er in seiner Allwissenheit allenfalls in Wiemeringhausen verfolgt hat.“

„der selbsternannte Klimaexperte Herr Moos“

„Brief wimmelt von Plattitüden, Unterstellungen und Unverschämtheiten“

„Dieser Schreiberling wurde nach einer halben Periode als Ortsvorsteher aus der Umlaufbahn geholt…“

„auf seinem Ego-Trip“

„wenn Herr Moos noch in dieser Welt wäre“

Was stand im Leserbrief von Herrn Moos?

Der Leserbrief zerfällt inhaltlich in zwei Teile. Im ersten Teil setzt sich Moos mit dem Artikel der WP über die CDU-Veranstaltung auseinander. Dieser Teil entbehrt zwar nicht einer gewissen Polemik, ist aber inhaltlich zu rechtfertigen und liefert zusätzliche Informationen zur Klimadiskussion und zur Person Prof. Dr. Ewerts. Den zweiten Teil bilden die letzen beiden Absätze des Leserbriefs. Sie verlassen den Bereich der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Klimaforschern um Ewerts & Co. und teilen ein paar Seitenhiebe Richtung CDU in Bruchhausen aus. „Die wären nicht nötig gewesen“, sagen politische Freunde. „Skandalös!“, meinen die politischen Gegner.

Lasst uns mal den Anlass des ganzen Getöses, nämlich den Artikel in der Westfalenpost, genauer betrachten. Dieser Artikel ist sowohl im Internet als auch im Print ohne Autorenauszeichnung. Dies wiederum bedeutet, dass die Westfalenpost, bzw. ihre Redakteure, ihn gar nicht geschrieben hat bzw. haben.

Der Artikel wurde mit großer Wahrscheinlichkeit vom Veranstalter, der CDU-Bruchhausen, selbst eingereicht und nahezu unverändert ins Blatt gehoben. Vier Tage zuvor war der Bericht schon auf der Website des Vereins Bruchhausen aktiv e.V. erschienen.

Es ist einem Veranstalter überhaupt nicht anzulasten, wenn er der Lokalzeitung einen Bericht einreicht. Wenn es sich um ein unpolitisches nicht brisantes Thema handelt. Kein Problem.

Die Mannen um Prof. Ewert sind allerdings nicht ohne Brisanz. Die WP beteiligt sich an tendenziöser, einseitiger Darstellung der Klimadiskussion, indem sie dem eingereichten Bericht ihre redaktionellen Weihen gibt. Der Leserbrief von Herrn Moos war der Versuch, diese Einseitigkeit zu korrigieren.

Die Hessische Allgemeine zeigt, wie das geht. Hier ist ihr Bericht über eine Veranstaltung mit Frof. Ewert zu lesen. Namentlich gekennzeichnet, journalistisch auf der Höhe: „Die Klimawandel-Leugner„.

20 Gedanken zu „Der Klimawandel, die Heimatzeitung, ein Artikel, zwei Leserbriefe, es kracht und wir kennen die Schuldigen.“

  1. Sehr geehrter Herr Schiebener,
    ich habe gerade durch einen Hinweis des Herrn Moos Ihren Artikel gefunden und gelesen. Zunächst mal muss ich sagen, dass Ihre Analyse sehr viel richtiges enthält, aber doch ein paar Kleinigkeiten übersieht.
    Dass mein Brief starker sprachliher Tobak ist, ist unbestritten. Warum ist dieser Tobak aber entstanden? Der frühere Kollege Moos hat eben nicht, wie Sie schreiben, Seitenhiebe gegen die Bruchhauser CDU verteilt, sondern sich generell über Bruchhausen geäußert. Zitat: „…zeugt von der Sackgasse, in der man sich wie in Bruchhausen nicht nur geografisch befindet, sondern auch geistig und … wahldemoskopisch“.
    Hier ist sich einer entweder seines Sprachgebrauches nicht sicher (dann sollte er nicht schreiben), oder er streut bewusst Boshaftigkeiten (was ich annehme), wozu eine mir bisher unbekannte Selbstverliebtheit und Naivität kommt.
    Die o.g. Äußerung hat doch eine ganz andere Bedeutung, als Sie das in Ihrem Artikel schreiben. Soll ich als Bruchhauser OV einen solchen Vorwurf wirklich kommentarlos hinnehmen?
    Hier ist sich einer entweder seines Sprachgebrauches nicht sicher (dann sollte er nicht schreiben), oder er streut bewusst Boshaftigkeiten (was ich annehme), wozu eine mir bisher unbekannte Selbstverliebtheit und Naivität kommt.

    Zuletzt möchte ich noch anmerken, dass Sie ebnfalls die Regelmeinung ohne jede Begründung übernehmen. Ich habe dagegen am Ende des Vortragsabends ganz klar gesagt, dass wir natürlich genausogut einen Experten hätten gewinnen können, der die gegenteilige Meinung von Prof. Ewert vertritt. Prof. Ewert und Kollegen einfach als Scharlatane abzutun, halte ich für unzulässig, zumal, wenn diese Unterstellung mit nichts als der Mehrheitsmeinung begründet wird.
    Wenn ich eine Plattitüde bringen möchte, würde ich schreiben, „dass wir in Deutschland vor 65 -75 Jahren schon mal eine überwältigende Mehrheitsmeinung hatten…“

    Wenn ich Ihre Rubrick Nachbarschaft sehe, scheint mir eine gewisse Affinität zu Wiemeringhausen und einer speziellen politischen Gruppe dort naheliegend. Aber das isr natürlich Ihre Sache.
    Und wenn ich den Artikel der „Hessische Allgemeine“ lese, kann ich nicht erkennen, was daran vorbildlich ist.

    Mit freundlichen Grüßen aus Bruchhausen
    Karl-Josef Wiegelmann

  2. Sehr geehrter Herr Wiegelmann,

    vielen Dank für Ihren Kommentar. Mein Ansatzpunkt bei der ganzen „Geschichte“ ist der WP-Artikel.Ich halte es für fragwürdig, dass sich bei einem derart kontroversen und politisch aufgeladenen Thema der Veranstalter den Bericht selber schreibt. Dies ist eine symptomatische Schwäche unserer Lokalzeitung. Ihnen selbst mache ich, so habe ich es ja auch im Artikel geschrieben, überhaupt keinen Vorwurf.
    Der Tenor des HNA Artikels mag Ihnen nicht gefallen. Mir gefällt, dass die HNA offensichtlich einen Journalisten zu der Veranstaltung geschickt hat, der erstens die Veranstaltung referiert und zweitens Prof. Ewert nachvollziehbar einordnet.

    Ich bin durch die gesamte Auseinandersetzung jetzt erst auf den Geschmack gekommen, mich mit der Diskussion zu beschäftigen.

    Bei wissenschaftlichen Diskussionen geht es ja nicht um Mehrheitsmeinungen, sondern um wissenschaftliche Erkenntnisse, die mit wissenschaftlichen Methoden gewonnen werden. Es verbietet sich daher meiner Meinung nach der Vergleich mit der verbrecherischen und mörderischen Vergangenheit des Nationalsozialismus.

    Zwischen der CDU und Prof. Ewert soll es übrigens ausgezeichnete Verbindungen geben

    Der Chef von EIKE(Holger Thuss) ist auch bei der CDU, ebenso wie Mario Voigt. Die beiden sind bei CFACT Europe, ein Ausläufer eines US-Think Tanks der federführend beim „Klima-Leugnen“ ist, gesponsert u.a. von Exxon. Prof. Ewert soll letzens(Wann?) auf Einladung von FDP-MdB Friedhoff, und CDU-Umweltsprecherin Dött im Bundestag gewesen sein.

    In der Rubrik „Nachbarschaft“ sind diejenigen Meinungs-Blogs vertreten, die es überhaupt in der Nachbarschaft gibt, wobei WirInNRW eher in die Rubrik Blogroll gehört. Sobald Sie ein inhaltlich interessantes meinungsfreudiges Blog eröffnen, kommen Sie auch in die „Nachbarschaft“. Der Dorfladen ist ja auch schon dabei, wobei ich bemängele, dass dort die Kommentarfunktion geschlossen ist.

    Soweit erst einmal. Ich hoffe, dass es bei politischen und inhaltlichen Kontroversen, die es in einer Demokratie geben muss, weniger um Persönliches als um die Sache geht, wobei von mir aus ruhig die Degen Funken schlagen dürfen – sonst wäre es ja langweilig ;-)

  3. Wer gedacht hat, dass investigativer Journalismus tot ist, wird durch diesen kleinen Artikel eines besseren belehrt. Die Verfahrensweise der Westfalenpost verstößt klar gegen journalistische Grundsätze.

    Sehr geehrter Herr Wiegelmann, ich würde Ihnen raten sich mit Ihren Äußerungen über wissenschaftliche Fakten nicht zu weit aus dem Fenster zu hängen, Ihre Parteikollegin Frau Dött hat das letztens zu spüren bekommen. Herr Ewert ist ein emeritierter Geologe. Seine persönliche Meinung scheint zu sein dass der Temperaturanstieg seit den 70er Jahren durch die Sonne verursacht wird. Dann erklären Sie mir doch mal, wie abnehmende Sonnenintensität für zunehmende Temperatur verantwortlich sein soll.

    http://www.skepticalscience.com/pics/Solar_vs_Temp_basic.gif

    Wie so viele Menschen, die den heutigen Stand der Klimawissenschaften für Unfug halten, vermischen Sie den politischen und wissenschaftlichen Aspekt, ihr unbeholfener Nazi-Vergleich macht das sehr deutlich. Sie werden wohl auch einräumen, dass Herrn Hitlers Aufstieg nicht durch einen wissenschaftlichen Konsens begründet war, dass die Welt mit Krieg überzogen und Andersartige vergast werden müssen. Im Gegenteil, Ansichten wie die von Binding und Hoche (1920) waren ausgewiesene Randerscheinungen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Hoche

    Über Politik lässt sich trefflich streiten. Über gesicherte Ansichten wie die, dass durch Menschen verursachte Treibhausgase eine Erderwärmung verursachen, die, wenn nicht möglichst bald reduziert, global katastrophale Ausmaße annehmen kann, weniger. Diese Diskussion wurde vehement in der Fachwelt geführt, bis sich der nun vorhandene Grundkonsens (ungewöhnliche Erwärmung, menschenverursacht) einstellte. Sie stellen hier einen Geologen mit wissenschaftlich nicht haltbaren Aussagen einem weltumspannenden Netzwerk ernsthafter Wissenschaftler mit tausenden von Publikationen gegenüber. Wenn Sie Bauchschmerzen haben, gehen Sie doch auch nicht zum Ohrenarzt. Herr Ewert erzählt Ihnen, was Sie hören möchten, dafür wird er ja schließlich auch bezahlt. Der Wahrheit näher kommen Sie auf diese Weise natürlich nicht; dies ist jedoch unerlässlich, um richtige, zukunftsweisende Entscheidungen zu treffen. Um Ihrer Enkel und Urenkel willen, informieren Sie sich über die tatsächlichen Fakten, und dann handeln Sie dementsprechend.

    Peter Hartmann – EIKE Watch

  4. Hallo Wiemeringhausen, Bruchhausen und der Rest der Welt!

    (Ich gehe davon aus, dass bei dem jetzigen Stand der Diskussion, nicht mehr „nur“ das Sauerland mitliest…)

    Über den Seitenhieb von Moosi in seinem Leserbrief kann frau geteilter Meinung sein. Aussenstehende (von jenseits des Tales der Ruhr) werden ihn wohl nicht verstehen, Bewohner des Ortes Wiemeringhausen jedoch, die während der letzten 2 Jahre auch nur ein wenig vom politischen Dorf-(un)-geschehen mitbekommen haben, werden jedoch nachvollziehen können, warum es Moosi da in der Anti-Schwarzen-Feder juckte.

    Leserbriefe sind immer schon eine Bekanntgabe der persönlichen Meinung. Niemand erwartet, dass diese friedvoll und deckungsgleich mit der allgemeinen Meinung sind. Sonst wäre es ja auch nicht notwendig für den Schreiber, sich die Mühe zu machen, und solch einen „Leserbrief“ zu verfassen.

    Moosi bewegt sich mit seinem Brief zwar hart an der Grenze des möglichen Missverständnisses, überschreitet diese jedoch meiner Meinung nach nicht (auch wenn frau den Leserbrief sehr genau lesen musste).

    Die Antwort des Herren aus Bruchhausen jedoch überschreitet bewusst diesselbige. Es wird persönlich, beleidigend und stellt im schlimmsten Kneipenstil Moosi als Dilletant (was er bei diesem Thema wohl nicht ist), Schreiberling und wer weiss noch hin. Bei aller möglichen „Reaktionswut“ und wissenschaftlichen Unverständnisses des Herren aus Bruchhausen, stellt sich mir jedoch hier die Frage, ob ein gewählter Stadtrat und Ortsvorsteher eines Dorfes sich eine solche „Eskapade“ erlauben darf?

    Der schreibtechnisch unsichere Versuch, Moosi jetzt auch noch in den Bereich der Nazis abzuschieben müsste das Mass doch endgültig voll machen, oder?

    Ist das jetzt eine neue Masche einer schwarzen Partei, alles was ihnen nicht passt, in die „glorreiche Zeit“ zu schieben (auch ich wurde von dieser Partei nahestehenden Personen in den letzten Woche in diesen Bereich verschoben)?

    Inwieweit darf ein gewählter Amtsinhaber solche Äusserungen hier von sich geben?

    Das sie nicht nur eine kurzzeitige, emotionelle Reaktion sind beweist ja die Kontinuität, mit der hier der Stil weiter gepflegt wird.

    Der „Schutz“ der Wähler ist das eine, der Stil und die Art, von Professionalität möchte ich hier garnicht schreiben, das andere!

    Hätte Moosi im Stile des Herrn aus Bruchhausen hier in den letzten Jahren auf nur einen der ihm gemachten Vorwürfe geantwortet, so würde durch die schwarzen Reihen ein Aufschrei der Empörung gehen und es wäre mit Sicherheit schon ein Advokat in Bewegung gesetzt worden.

    Aber gilt hier nicht gleiches Recht für alle?

    Nicht, dass ich hier den Advokaten Arbeit geben möchte, ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass auch jemand, der wohl mit 70% Mehrheit demokratisch gewählt wurde, auch zwischen den Wahlen einen gewissen Stil pflegen, ein gewissen Niveau zeigen und eine gewisse politische Professionalität pflegen sollte. Auch wenn wir „nur“ im Sauerland sind.

    Alles andere, so wie es jetzt sich darstellt, löst bei mündigen Bürgern Unverständnis, selbst bei Wählern aus seinem Umkreis Kopfschütteln und bei allen anderen eine gewisse negative Verwunderung aus.

    Mir stellt sich hier die Frage, wann der Herr aus Bruchhausen von seinen Parteikollegen gestoppt wird, um weiteren Schaden abzuwenden.

    Der Wiemeringhauser

    In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas! – Crescat et floreat Wiemeringhausen!

  5. Guck mal die Grünen Olsberg:

    „Von Klimawandel eigentlich keine Spur“

    Ja, da hat der CDU-Ortsverband Bruchhausen“ ja einen tollen Referenten in Prof. Dr. Ewert präsentiert! Schade, dass er nicht mal eine Meinung vertritt, die der CDU in ihre politische und wirtschaftliche Energiediskussion passt. Im Gegenteil erweist diese angefachte Diskussion der Sache wohl eher einen Bärendienst!

    Sind denn die Wissenschaftler, die sich mit dem Klimawandel auf Grund des hohen CO2-Ausstoßes beschäftigen und den Zusammenhang eindeutig bewiesen haben, „Deppen“ ? Ich glaube wohl kaum! Frau Merkel reist von einem Klimagipfel zum nächsten und fordert auf allen Ebenen Klima-Schutzprogramme. Die Diskussion über den Klimawandel ist endlich parteiübergreifend in der Bevölkerung angekommen, zugegebenermaßen mit unterschiedlichen Lösungsansätzen.
    Und dann so eine Aussage einiger Besucher, dass sie zum ersten Mal eine sachlich fundierte Argumentation in der Richtung gehört haben, der CO2-Ausstoß habe nichts mit dem Klimawandel zu tun. Was heißt denn hier „sachlich fundiert“? Was machen denn die Wissenschaftler, die den CO2-Ausstoß als Klimakiller ausfindig gemacht haben? Sind ihre Aussagen etwa nicht sachlich fundiert? … http://gruene-olsberg.de/

  6. Lieber „Der Wiemeringhauser“,

    seit wann diese Empfindlichkeiten? Ich muss Ihnen und den anderen Kommentatoren nochmal sagen, dass es mir ausschließlich um die Äußerung „Moosis“ ging: Dies “…zeugt von der Sackgasse, in der man sich, wie in Bruchhausen nicht nur geografisch befindet, sondern auch geistig und … wahldemoskopisch”.
    Wenn Sie schreiben, dass „…Moosi [sich mit seinem Brief] zwar hart an der Grenze des möglichen Missverständnisses [befindet], [dieses jedoch Ihrer Meinung nach nicht überschreitet (auch wenn frau den Leserbrief sehr genau lesen musste).“, dann hat auch Ihr genaues Lesen nichts genutzt. Klarer kann eine Beleidigung doch gar nicht sein. Und bei einer solchen Beleidigung erlaube ich mir eine solche „Eskapade“.
    Im Übrigen zeugt Ihre Bezeichnung Moosi nich gerade von einer gesunden Distanz.

    Ich kann Ihnen übrigens mitteilen, dass ich bis auf Teile der hier veröffentlichten Kommentare ausschließlich positive Stellungnahmen erhalten habe, die erste Mittwoch um 6.54 Uhr,und zwar durchweg von Leuten, die „Moosi“ und sein „Wirken“ in Wiemeringhausen langjährig kennen.
    Zu dem Nazi-Mehrheitsmeinungs-Zitat habe ich ausdrücklich vorangestellt, dass es sich um eine Plattitüde handelt. Nichts liegt mir ferner, als Herrn Moos in den Bereich der Nazis zu rücken.
    Ich halte ihn allerdings für einen Narziss (Definition laut Wikipedia: …bezeichnet eine Charaktereigenschaft, bei der ein geringes Selbstwertgefühl durch übertriebene Einschätzung der eigenen Wichtigkeit und dem großen Wunsch nach Bewunderung kompensiert wird.“
    Langsam sollten wir uns alle wieder beruhigen, die „gut und böse“ Zuordnung ist untauglich, aber eine scharfe Auseinandersetzung muss auch mal möglich sein.

    Karl-Josef Wiegelmann

  7. Hallo!

    Gerade meine „Empfindlichkeiten“ sind es ja, die so manchen Eintrag in mein Tagebuch brachten. Da hier aber nun eine nicht mehr zu toppende Gangart „Wir heilig, der Rest böse“ eingeschlagen wird, entsage ich jeden weiteren Kommentares. Auch wenn ich hier noch vieles schreiben könnte.

    Den Hinweis, sich langsam wieder zu beruhigen, finde ich auch, auch wenn es zum Schutze des Herren aus Bruchhausen dient, gut, denn dann kann vielleicht einmal eine sachliche Diskussion ohne die gewollten persönlichen Angriffe unter die von auch von ZOOM schon angeführte Gürtellinie entstehen (darf die denn entstehen???).

    Der Wiemeringhauser

    In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas! – Crescat et floreat Wiemeringhausen!

  8. @Karl-Josef Wiegelmann
    So etwas gehört sich überhaupt nicht: „… Nichts liegt mir ferner, als Herrn Moos in den Bereich der Nazis zu rücken. Ich halte ihn allerdings für einen Narziss …“

  9. Diese unhöfliche Art des Umgangs habe ich schon häufiger bei Amts- und Würdenträgern im Sauerland beobachtet. Wenn sie inhaltlich kritisiert werden, dann werden sie wild und reagieren mit persönlichen Diffamierungen. Ist mir in ganz anderen Angelegenheiten mit anderen Akteuren auch schon widerfahren. Schade, dass es nicht nur um die Sache gehen kann.

  10. Lieber Wiemeringhauser,
    hier eine letzte Bemerkung zum Thema: Wenn Sie immer noch der Meinung sind, dass Moosi mit der Bemerkung “…zeugt von der Sackgasse, in der man sich wie in Bruchhausen nicht nur geografisch befindet, sondern auch geistig…“ sich “ hart an der Grenze des möglichen Missverständnisses, [diese jedoch] nicht überschreitet (auch wenn frau den Leserbrief sehr genau lesen musste).“, dann beherrschen Sie schlicht unsere Sprache nicht. Wie kann man denn eindeutige Aussagen als Mißverständnis hart an der Grenze bezeichnen? Damit bescheinigen Sie doch Herrn Moos, dass er nicht weiß, was er tut.
    Ihre Bemerkung: „Über den Seitenhieb von Moosi in seinem Leserbrief kann frau geteilter Meinung sein. Aussenstehende (von jenseits des Tales der Ruhr) werden ihn wohl nicht verstehen, Bewohner des Ortes Wiemeringhausen jedoch, die während der letzten 2 Jahre auch nur ein wenig vom politischen Dorf-(un)-geschehen mitbekommen haben, werden jedoch nachvollziehen können, warum es Moosi da in der Anti-Schwarzen-Feder juckte“, kann ich (ich habe ihn ja eine Weile erlebt) zwar verstehen, aber gibt ihm dass denn das Recht, sprachlich über ein Nachbardorf herzufallen, nur um seinen Frust loszuwerden.
    Wenn er (und Sie auch)mal gründlich nachdenken würden, könnte er sich manches in Wiemeringhausen Geschehenes sicher auch erklären.
    Fragen Sie mal im Musikverein Bruchhausen nach, welcher Beliebtheit er sich dort erfreut.Ja, tuen dem armen Kerl denn alle Unrecht? Sowas…

    Ich stelle hiermit meine Kommentare zu diesem Thema ein und möchte abschließend den Mitkommentatoren und Bloggern (Herrn Schiemener, Herrn Hartmann und Herrn Weigand nehme ich hiervon ausdrücklich aus) empfehlen, nicht ganz so schluderig mit unserer Sprache umzugehen. Dann wäre dieser Streit z. B. überhaupt nicht entstanden. Er hatte mit der CDU überhaupt nichts zu tun.
    Wenn ein Auto rot ist, dann ist es rot und ich kann auch mit noch soviel Eigeninteresse oder Naivität nicht sagen. „Naja, wenn man genau hinsieht, kann man auch etwas grün erkennen“. Es bleibt rot!!!

    In diesem Sinne:Bleibt gelassen
    Karl-Josef Wiegelmann

  11. Mein Vorschlag an Karl-Josef Wiegelmann und die Bruchhauser CDU:
    Organisieren Sie eine Veranstaltung zum Klimawandel mit einem ausgewiesenen Wissenschaftler, der in der Klimadiskussion auf der Höhe der Zeit ist. Suchen Sie sich einen wrklich guten Mann/eine wirklich gute Frau, unbedingt konträr zu Herrn Ewert. Sie würden der Modernisierung der CDU im HSK Vorschub leisten und könnten gleichzeitig, das, was sie auf der Ewert Veranstaltung gehört haben, erproben.

  12. Hallo!

    Mir tut der Kopf vom Schütteln weh. Ein versuchter massiver Rumdumschlag war das. Jedoch, fachlich kam sehr wenig, polemisch sehr viel.

    Diskussion kann auch ohne persönliche Beleidigung ablaufen, aber wohl nicht in diesen Kreisen hier im Sauerland. (Hätte der Herr aus Bruchhausen meine Beiträge so genau gelesen, wie er es von uns her fordert, hätte er dieses nachvollziehen können, und würde nicht z.B. mein Blog als Entschuldigung für seine Art der „Diskussion“ missbrauchen aber…)

    Ein kleiner Ausschnitt als Zitat wird hier immer wieder angeführt. Der Rest des Textes einfach weggelassen. Warum?

    Aber da ich ja jetzt gelernt habe, dass ich die deutsche Sprache nicht beherrsche, vermutlich auch nicht richtig lesen kann und wahrscheinlich auch keiner zusammenhängenden Gedanken fähig bin, würde ich noch mehr mit dem Kopf schütteln, wenn er nicht so weh täte.

    Ich finde es schade, dass sich eine gewisse Schicht hier im Sauerland so präsentiert. Werbung ist das keine (es ist ja auch kein Wahlkampf), ein bitterer Nachgeschmack wird bei den lesenden, verstehenden und denkenden Mitbürgern (zu denen ich ja nicht gehöre) wohl bleiben.

    Alles höchst unerfreulich. Wie soll sich da jemand motivieren, zu versuchen mit diesen Kreisen vielleicht einmal eine Diskussion anzufangen?

    Aber ich lege mich jetzt wieder an den Strand. Und trotzdem:

    Grüsse nach Bruchhausen!

    Der Wiemeringhauser

    In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas! – Crescat et floreat Wiemeringhausen!

  13. Liebr Wiemeringhauser,
    hier doch noch eine letzte Meldung. Die eine Stelle (die Sie immer relativiert haben) wurde deshalb immer wieder erwähnt, weil ich mich nur über sie so geärgert habe. Es ging mir, wie schon gesagt nicht um die CDU und auch nicht um Moosis Meinung zur CO2- Problematik.Die ist seine Sache und darüber kann man auch sachlich diskutieren.
    Aber diese pauschalierte Beleidigung konnte ich als Bruchhauser Ortsvorsteher nicht auf uns sitzenlassen. Und wenn mann ohne jeden Anlass mit solchen Waffen auf ein Dorf schießt, in dem man sich bisher recht häufig aufhielt, schießt, dann muss man auch mal einem schweren Treffer vor den Bug aushalten.
    Noch gestern und heute riefen mich je ein Wiemeringhauser an und lobte meinen Leserbrief. Einer sagte wörtlich: „Kalli, ich wollte Dir noch herzlich dafür danken, dass Du meinem Freund Hubertus mal richtig einen verbraten hast.“
    Woher kommen die Aggressionen gegen Herrn Moos im eigenen Dorf. Hat das gar keine Gründe?
    In Bruchhausen war das Ganze jedenfalls nach 2 Tagen kein Thema mehr.
    Sie können sich im übrigen gerne über mich erkundigen, ob ich denn wirklich zu dieser „gewissen Schicht“ gehöre. Wenn Sie mich persönlich kennenlernen würden (wozu ich Sie herzlich einlade), wären Sie, glauge ich, sehr verwundert.

    Aber jetzt zum eigentlichen Anlass für meine „doch-noch-mal“-Äußerung: Ich möchte mich für Ihre Grüße bedanken und diese ausdrücklich zurückgeben.

    Karl-Josef Wiegelmann

  14. They did it again:

    Erneut hat die CDU-Senioren-Union, diesmal aus Brilon, zu einem“interessanten Vortrag“ eingeladen. Thema: „Die Freiheit ist bedroht, nicht das Klima“. Wieder handelt es sich bei dem Referenten um den Diplom-Geologen Prof. Dr. rer. nat Friedrich Karl Ewert.

    Auch in diesem aktuellen Beispiel einseitiger Berichterstattung wird ausschließlich die Position des Referenten wiedergegeben, wenn auch überwiegend im Konjunktiv.

    Laut Ankündigung der CDU widerlege der Referent „in seinem Vortrag die gängige These, nach der wir Menschen den vermeintlichen Klimawandel durch von uns produziertes CO2 verursachen“.

    Wenn es sich beim Veranstalter wenigsten um einen Karnikelzüchterverein handeln würde, aber dass der Senioren-Club der Regierungspartei im Einklang mit dem einzigen Presseorgan der Region so einseitig Stellung bezieht, ist bemerkenswert.

    http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-brilon-marsberg-und-olsberg/freiheit-ist-bedroht-nicht-das-klima-aimp-id8128177.html

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