Missbrauch: CORRECTIV und ZDF/ Frontal21 zeigen die Verbindungen des ehemaligen Papstes zu einem pädophilen Priester

Die Verbindungen des wegen Kindesmissbrauchs verurteilten Priesters H. zu Papst Emeritus Benedikt XVI. sind weit enger, als bisher von der Kirche zugegeben. Das zeigen neue Recherchen des gemeinnützigen Recherchezentrums CORRECTIV und Frontal21.

(Pressemitteilung CORRECTIV)

Zudem werden neue Missbrauchs-Fälle des Priesters in Bottrop bekannt. Nach neuesten Erkenntnissen gehen das Bistum München und Essen von 28 Missbrauchsfällen durch den Priester aus, die Staatsanwalt München prüft den Fall des pädophilen Priesters H. erneut. Ein Opferanwalt fordert aufgrund dieser Zusammenhänge 500.000 Euro Schadenersatz für seinen Mandanten.

Ein Freund des damaligen Kardinals Ratzinger, der von der Gefährlichkeit des Priesters wusste, hat mit H. sieben Jahre gemeinsam die Gemeinde in Garching und Engelsberg betreut, ohne den pädophilen Pfarrer daran zu hindern, Kontakt mit Kindern zu haben. Im Januar 2000 kam es in Garching sogar zu einer Begegnung Ratzingers mit dem damals schon verurteilten Kinderschänder im Pfarramt. Der spätere Papst unternahm in der Folge nichts, um H. aus dem Amt zu entfernen. Die Staatsanwaltschaft München II „prüft, ob es weitere Taten gibt und ob Ermittlungen aufzunehmen sind“, sagt eine Sprecherin gegenüber CORRECTIV und Frontal21.

Die Kirche gibt zu, dass die Überwachung des Priesters nicht funktioniert habe: Auf Anfrage von CORRECTIV und Frontal21 schreibt das Bistum München: „In den Akten finden sich konkrete Hinweise, dass Weihbischof Heinrich von Soden-Fraunhofen regelmäßig über die Tätigkeit von H. in Garching ohne Beanstandung positiv informiert habe“. Die Frage nach dem „Erfolg“ dieser Überwachung beantworte sich „aufgrund des bekannten Geschehens von selbst“.

Kaum ein Missbrauchsfall hat die katholische Kirche in Deutschland so aufgeschreckt wie der Fall Peter H.. Die New York Times berichtete 2010, dass der Priester nach dem Missbrauch in Essen wieder in München mit dem Wissen des damaligen Erzbischofs Joseph Ratzinger in die Gemeinde eingesetzt wurde. Der Vatikan dementierte damals und sagte, dass Ratzinger damals nicht in die Entscheidung des Bistums eingebunden war.

Die Recherchen von CORRECTIV und Frontal21 zeigen, dass sich Ratzinger und der Priester H. begegneten, als Ratzinger die Glaubenskongregation im Vatikan leitete. Der ehemalige Papst hat sich auf Anfragen dazu nicht geäußert.

H. fing in den 1970er Jahren als Kaplan in Bottrop an und bereits in der Ruhrgebietsstadt begann der Priester, Kinder zu missbrauchen. Zum ersten Mal berichten CORRECTIV und Frontal21 über weitere Fälle in Bottrop. Der Anwalt Andreas Schulz fordert nun Schadensersatz für seinen Mandanten und die Aufhebung der Verjährung für Kindesmissbrauch. „Die Kirche hat über Jahrzehnte nichts unternommen, die Kinder zu schützen, sie hat versteckt und vertuscht und agierte aus der Sicht meines Mandanten wie eine pädokriminelle Vereinigung“, sagt Rechtsanwalt Schulz.

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Die Recherche erscheint außerdem im ZDF-Magazin Frontal21 in der Ausgabe von heute, 18. Februar 2020, 21:00 Uhr.

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“A weird wishlist” für den Papstbesuch: Segen für Homo-Ehe, Duett mit der Queen und … Sind die verrückten Pläne von britischen Regierungsmitarbeitern durch Monty Python beeinflusst?

Der Papst hat es zur Zeit nicht leicht und der Sunday Telegraph wird heute über die übliche Leserschaft hinaus bekannt.

tagesschau.de meldet: “Die Ideen junger Mitarbeiter für den anstehenden Papstbesuch im September in Großbritannien haben für Ärger im britischen Außenministerium gesorgt. Unter dem Titel “Der ideale Besuch würde so aussehen”, hatten sie Vorschläge für den Besuch des Kirchenoberhaupts zusammengefasst … Vorgesehen waren unter anderem die Eröffnung einer Abtreibungsklinik durch Benedikt XVI., päpstlicher Segen für eine Homo-Ehe, ein Duett des Pontifex mit der Queen für wohltätige Zwecke und die Produktion von Kondomen der Marke “Benedikt” … “

Die ganze Aktion erinnert mich an den makaber-britischen Humor der Monty Python Truppe, deren Jünger (Government’s Papal Visit Team) sich anscheinend bis in die britischen Regierungskreise vorgearbeitet haben.

Und hier nun der Originalartikel im Sunday Telegraph:

“A committee of civil servants, called the Government’s Papal Visit Team, was established to ensure that the trip goes smoothly.

Yet last night that decision had backfired spectacularly, with the emergence of an official document circulated around Whitehall — and leaked to The Sunday Telegraph — which mocked the Pope and ridiculed the teachings of the Catholic Church.

The Foreign Office was forced to make the most fulsome of apologies, while a senior civil servant has been transferred to other duties.

It is not hard to see why.

Among the proposals put forward by members of the Papal Visit Team during a “brainstorming” session and included in the document, headed “The ideal visit would see …”, were plans for the Pope to open an abortion ward and bless a gay marriage.

They also thought he might, while here in September, launch a range of “Benedict” condoms and that he should drop the Church’s opposition to homosexual couples being able to adopt.”

Es sei nicht verschwiegen, dass sich die Minister entschuldigt haben:
“The Government has apologised to the Pope over official documents that mocked his forthcoming visit to Britain by suggesting he should bless a gay marriage and even launch Papal-branded condoms.” alles lesen

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Ratzinger: Regensburg – Ort der Wenden. Die erste war 1969, als Professor Joseph Ratzinger wegen des unbotmäßigen Aufbegehrens der Studenten Tübingen verließ und in die idyllische ostbayerische Stadt wechselte, deren Alma Mater seiner akademischen Karriere neuen Drive gab. Auch nach seiner Wahl zum Papst blieb Ratzinger Honorarprofessor der dortigen Katholisch-Theologischen Fakultät … nd

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Vor den Osterfeuern … Vatikan geht zum Angriff über

Osterfeuer rechts neben dem Kreuz im Hochsauerland (foto: zoom)
Osterfeuer rechts neben dem Kreuz im Hochsauerland (fotos: zoom)

Es ist kalt und regnerisch an diesem Ostersonntag im Hochsauerland.

Nachher werden rund um den Ort auf den Höhen die drei Osterfeuer brennen.

Oberdorf, Unterdorf und Junkerdorf bauen jeweils ihr eigenes Feuer.

Osterfeuer am Röbbecken
Osterfeuer am Röbbecken

Die hoch aufragenden Bauten sind Tradition.

Am Käppelchen ragt das Kreuz auf 563 Meter links neben dem Osterfeuer auf.

Am Röbbecken wird ein Strohkreuz am Osterfeuer angebracht und mit verbrannt.

Das Feuer am Meisterstein kommt ohne Kreuz aus.

Das Kreuz mit dem Kreuz:

“Der Vatikan ist überraschend vom üblichen Ablauf der Ostermesse abgewichen, um die Kritik im Zuge des Missbrauchsskandals als belanglos zurückzuweisen … Der ungewöhnliche Auftritt … zeigt, wie sehr der Vatikan den Druck durch den Skandal spürt. Die katholische Kirche steckt in einer ihrer schwersten Krisen, seitdem in zahlreichen Ländern, darunter auch Deutschland, immer mehr Vorwürfe der Misshandlung und des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Kirchenvertreter laut werden. Auch Benedikt wurde wegen seines Umgangs mit der Affäre kritisiert …” alles lesen