Nachrichten aus dem Nachbartal: PRO Wiemeringhausen – Großes Interesse an Vereinsarbeit – Mitgliederversammlung wird vorgezogen

Wiemeringhausen vom Friedhof aus gesehen

Gestern abend hat im Nachbartal ein Informationsabend des des Dorfvereins PRO Wiemeringhausen stattgefunden. Hier ein Auszug aus dem Bericht des ehemaligen Ortsvorstehers und Ersten Vorsitzenden des des Vereins Hubertus Moos. Den kompletten Artikel findet man auf der Website von PRO Wiemeringhausen. Dort auf den Menü-Punkt „Aktuelles“ klicken.

Der Infoabend des Dorfvereins PRO Wiemeringhausen am 09.12.2009 bei Schöttes war gut besucht. Der 1. Vorsitzende Hubertus Moos hat sich besonders gefreut, inmitten von rd. 25 Gästen – darunter einigen neugierigen Noch-Nichtmitgliedern – auch bereits seinen potentiellen Nachfolger im Amt des Ortsvorstehers, Talat Durguter, begrüßen zu können. Durguter und Moos sprachen sich direkt anfangs für eine offene und konstruktive Zusammenarbeit aus, die auf Gegenseitigkeit beruhen müsse. Der Dorfverein wird den Ortsvorsteher nach Kräften unterstützen und erwartet im Gegenzug, dass dieser sich durch die Kontakte zur Stadtverwaltung aktiv in die kommenden Vereinsprojekte einbringen wird. Gemeinsam mit Manuela Buchau, der 2. Vorsitzenden von PRO Wiemeringhausen, wurde dann Rückblick gehalten auf das recht turbulente Jahr der Vereinsgründung. … weiterlesen

Umleitung: Renten, Klima, Schweinegrippe, Abschiebepraxis und DDR-Satire.

Renten: Private Altersvorsorge nach dem Crash … dradio

Klima: Förderbedarf in Sachen Erkenntniss? Hilfe kommt von den … ruhrbaronen

Schweinegrippe: War es das? … wissenslogs

Abschiebepraxis: Qualifizierte Gutachter gefordert … grünesundern

DDR: Geschichte muss umgeschriebene werden (Satire!!!) … via spiegelfechter

Public Private Partnership und das „aquasphere“ in Winterberg

Die Finanzierung des  Bauprojekts „aquasphere“ im Kurpark der Stadt Winterberg.

(Wie ein PPP-Projekt scheitert, kann man in einer Trierer Tageszeitung nachlesen.)

Schon wieder ein Thema, in das man sich einarbeiten muss, damit man bei der Diskussion über das Für und Wider nicht refexhafte Ablehnungs- oder Zustimmungstarre  verfällt:

Public Private Partnership.

Dazu ein Zitat aus dem heutigen Artikel der Westfalenpost(Hervorhebungen hinzugefügt):

„Der finanzielle Anteil der Stadt Winterberg beträgt einmalig 4,5 Mio Euro. Diese Summe liegt in einer Sonderrücklage bereit und wurde gespeist aus den Erlösen des Holz-Sonderhiebs nach Kyrill. Hinzu kommen jährlich 700 000 Euro an Betriebskosten und Nutzungsrechten. „Würde die Stadt Hallenbad, Sauna, Wellness, Stadthalle und Tourist-Info selber neu bauen, müssten zwischen 14 bis 17 Mio Euro investiert werden”, betonte Bürgermeister Werner Eickler. Die Verträge mit den Investoren laufen über 30 Jahre. „Wir haben versucht, für die Stadt größtmögliche Sicherheiten einzubauen.

Ganz risikolos geht es aber nicht”, so Eickler. Beispiel: Sollte der Bad-Betreiber in Insolvenz gehen, würde die Stadt Eigentümerin des Schwimmbad-Bereichs. Das Risiko, einen Betreiber zu finden oder das Bad selbst zu betreiben, würde dann bei der Stadt liegen.“

Übernimmt man die Zahlen 1:1 scheinen die Kosten, falls es nicht noch versteckte Posten gibt, für die Stadt bei

(4,5 + 30 * 0,7) Mio Euro = 25,5 Mio Euro zu liegen.

Wäre die Stadt selbst der Investor müsste sie nach eigenen Angaben 14 bis 17 Mio Euro investieren, dazu kämen eventuelle Kosten, die durch die Besucherzahl nicht gedeckt wären, außerdem natürlich die Zinsen für Darlehen, die die Stadt aufnehmen müsste, um 14 Mio Euro in die Hand zu bekommen.

Als einziges Risiko erwähnt der Artikel die Betreiber-Insolvenz. Leider wird dieses Risiko nicht in Euro beziffert und bleibt daher schwammig.

Das Wort „Beispiel“ impliziert, dass weitere Risiken bestehen. Doch welche?

Es wird nichts darüber ausgesagt, worin denn die „größtmöglichen Sicherheiten“ bestehen.

Weiterhin:

  • Wer bezahlt, wenn sich im Nachhinein Bau- oder Sicherheitsmängel herausstellen? Wer haftet? Wer bezahlt?
  • Wer haftet für Subunternehmer, wenn dieses Pleite gehen?
  • Wie wirkt es sich in Ziffern = Euro aus, wenn die erwarteten Besucherzahlen um 10%, 20%, 30%, … hinter den Erwartungen zurückbleiben?

Als Einstieg in die Thematik  ein Zitat und der Link aus eine Frontal21 Sendung vom 15. Juli 2008:

Öffentlich-private Partnerschaften gelten in Zeiten knapper Haushaltskassen für viele Kommunen als eine Art Allheilmittel beim Bau und Erhalt öffentlicher Einrichtungen. Dabei erweist sich das „Public Private Partnership“-Modell (PPP) immer häufiger als finanzieller Flop – zu Lasten der Bürger. … alles lesen

Garantiert gegen PPP-Projekte eingestellt ist die attac-AG „Privatisierung“, auch wenn es dort recht „links“ zugeht, ist der ehemalige CDU Generalsekretär Heiner Geißler Mitglied bei attac.

Zitat:

Von privaten Beratern durchgeführte Wirtschaftlichkeitsvergleiche weisen Kosteneinsparungen von bis zu 25% aus.
Die Erfahrung mit allen bisher durchgeführten Projekten ist jedoch: Die „Effizienzvorteile“ sind Luftschlösser und alles wird sehr viel teurer als bei einer Finanzierung durch die öffentliche Hand. Ein drastisches Beispiel: die Berliner Wasserbetriebe (siehe Berliner Wassertisch). lesen

Lese-Hinweis: „aquasphere“ Winterberg

Sehr ausführlich berichtet die Westfalenpost in ihrer heutigen Ausgabe unter dem Titel „Konzept für Winterbergs Kurpark-Projekt steht“ über die Informationsveranstaltung zur „aquasphere“-Planung am vergangenen Montag in Winterberg:

Wer Winterberg mit dem kleinen gallischen Dorf aus Asterix und Obelix vergleicht, der muss schon ein gewisses Maß an Kreativität besitzen. Architekt Helmut Rübsamen hat dies getan und seine kreative Ader bei der Präsentation des Kurpark-Projekts „aquasphere” am Montag bewiesen. …

Zum Artikel

PRO Wiemeringhausen – Infoabend und gemütliches Beisammensein zum Jahresabschluss

Wiemeringhausen im Hochsauerland (foto: zoom)

Der Dorfverein PRO Wiemeringhausen e. V. lädt alle Mitglieder und auch sonstige Interessierte am heutigen Mittwoch, 19:30 Uhr, zu einem Informationsabend in den Gasthof Schöttes ein.

Es soll über aktuelle Ereignisse und über weitere Aktivitäten gesprochen werden.

Der Vorstand steht den Mitgliedern Rede und Antwort und hofft auch auf Anregungen aus dem Kreis der Anwesenden.

Der Abend soll, so die Veranstalter,  in gemütlicher Runde und weihnachtlicher Stimmung ausklingen.

Lesenswerter Print: „Die Qualitäts-Lüge“

Foto der WAZ-Zentralredaktion im "Spiegel" 50/09
Foto der WAZ-Zentralredaktion im "Spiegel" 50/09 (Printausgabe S. 106)

Auf drei lesenwerten Seiten (106-108) beschäftigen sich Markus Brauck und Isabell Hülsen im „Spiegel“  dieser Woche mit der Krise des Tageszeitungsjournalismus. Ihre These im Vorspann:

„Die Krise hat die deutschen Tageszeitungen voll erwischt. Weil die Werbung einbricht, werden die Redaktionen ausgedünnt und gleichzeitig die Preise erhöht. Doch die Leser sollen nicht merken, dass sie immer mehr für immer weniger bezahlen.“

Mir hat an dem Artikel ausgesprochen gut gefallen, dass er sich auf das Wesentliche, nämlich die gedruckten Tageszeitungen konzentriert und dadurch in der Lage ist, die Misere und Verwerfungen lokalen Zeitungsjournalismus genauer herauszuarbeiten.

In dieser Sache dankenswerterweiser wird also einmal nicht über „Online“ oder „Blogger“ räsoniert.

Zwei Trends machen die beiden Autoren fest:

Einerseits die Deregionalisierung des Lokalen durch News- und Contentdesks, die lokal fast beliebig verschiebbaren Inhalt produzieren sollen („Der Leser mag den Verlust der Vielfalt nicht merken, wohl aber, dass die Zeitung nicht mehr für ihn gemacht ist“ )und andererseits das  Verharren bzw. die Rückbesinnung einiger Verleger auf das echte unverfälschte  Lokalkolerit ihres Produkts („Der Leser muss sich mit der Zeitung identifizieren können. Das setzt voraus, dass sich der Redakteur mit der Region identifiziert“).

Bezahlter Jubeljournalismus
Bezahlter Jubeljournalismus

Sehr gefreut hat es mich, dass sich Brauck und Hülsen auf zwei Spalten mit dem mir so verhassten PR-Journalismus  auseinander setzen.

Siehe dazu auch die Beiträge hier und hier im Blog, die ich vor sechs bzw. drei Wochen geschrieben hatte.

Die Spiegel-Autoren zeigen an Beispielen auf, wie die Geschäfte für PR-Agenturen, Zeitung und Auftraggeber der Agenturen laufen und alle dabei profitieren, nur nicht die Leserinnen und Leser und bestätigen über weite Strecken meine eigenen Belege und Mutmaßungen.

Wer es wirklich wissen will, sollte den Artikel selbst lesen. Empfehlenswert. Für Lokaljournalisten ein Muss.  Die WAZ kommt auch vor, wenngleich wenig 😉

Demographischer Wandel – Das Ende eines politischen Kampfbegriffs?

Panta rhei – alles fließt. Auch die Bevölkerungsstruktur wandelt sich. Die Demographie ist eine Wissenschaft, die diesen Wandel untersucht.

Als „Demografischer Wandel“ hat sich in den letzten Jahren ein schillerndes Begriffspaar in der öffentlichen Diskussion breit gemacht, mit dem Furcht erregende Konnotationen verknüpft sind: „Alterung, Schrumpfung, Migration„, heißt es beispielsweise auf der Website „Wegweiser Kommune“ der Bertelsmann-Stiftung.

Wir haben uns mehrfach dem Thema „Demografischer Wandel“ gewidmet und unserer Skepsis Ausdruck verliehen. Siehe hier oder da.

Jetzt scheint es den Schrumpfungsstatistikern „an den Kragen“ zu gehen. Joshua Goldstein vom Max-Planck-Institut für Demographie hat eine Studie (Joshua R. Goldstein, TomáÅ¡ Sobotka, Aiva Jasilioniene: The End of ‚Lowest-Low‘ Fertility? Population and Development Review 35 (4): 663-699.) vorgelegt, die zu folgendem Schluss kommt:

Die Zeiten extrem niedriger Geburtenraten von unter 1,3 Kindern pro Frau sind vorbei. Wie Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock (MPIDR) belegen, kehrte sich der Trend extrem niedriger und weiter sinkender Geburtenraten um. Der Grund: Eltern schieben die Geburt ihrer Kinder weniger stark auf als früher, hauptsächlich motiviert durch die Wirtschaftsentwicklung. Die Max-Planck-Forscher gehen davon aus, dass die Zahlen der Kinder pro Frau weiter steigen werden…

Extrem niedrige Geburtenraten nur Übergangseffekt durch Aufschieben der Geburten …

.. Jobsituation für Geburtenverhalten offenbar wichtiger als Familienpolitik …

die ganze Pressemeldung des Instituts(Menu-Leiste: Press, News, Events)

In der Süddeutschenn Zeitung befasst sich Felix Berth unter dem Titel „Das Märchen von der leeren Wiege“ nicht ohne eine gewisse Süffisanz(„Demographie ist eine Wissenschaft für Menschen, die sich gern ein bisschen gruseln“) mit den Ergebnissen des Rostocker Instituts.

Umleitung: Abmahnwahn, Hornbach, Cicero und mehr …

Abmahnwahn: bizarre Blüten … ruhrbarone

Cicero: Vernunft ist die Herrin und Königin aller Dinge … hpd

Virale Werbung:

via … endoplast

Kreisverwaltung Meschede: teurer Stellenplan? … sbl

Heimat- und Geschichtsverein Winterberg: neue Internetseite … hgv

„aquasphere“ Winterberg – eine kleine Linksammlung

Ich habe heute abend eine kleine Link-Sammlung zum Thema „aquasphere“ in Winterberg begonnen. Bitte Fehler und Ungenauigkeiten melden.

Die Stadt Winterberg kündigt die morgige Vorstellungsveranstaltung des „aquasphere“-Projekts hier an.

(Werbe)Bilder vom Projekt gibt es hier von einer Info-Veranstaltung im November auf DerWesten.

Die Websites der beiden beteiligten Investoren hier:

1. Investor klick

2. Investor klack

Auf beiden Websites wird das Projekt in Winterberg zur Zeit (noch) nicht genannt.

Bericht in der WP vom 24. September: Das millionenschwere Kurpark-Projekt „aquasphere“ in Winterberg nimmt laut einem Bericht der WESTFALENPOST konkrete Konturen an. Die Stadt Winterberg hat mit den Investoren einen Vorvertrag geschlossen. Dies wurde am Mittwochabend offiziell bekannt. hier lesen

Gibt man die Website aquaspherewinterberg.com ein, gelangt man zur Investorenwebsite der s.a.b. GmbH. Siehe oben Nr.2.

Die Adresse http://aquasphere-winterberg.net/ ist von einem Kölner Architekten beim Provider Strato  reserviert worden, hat aber noch keinen Inhalt.

Das Zukunftskonzept der Köln/Potsdamer ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH ist hier auf ihrer Website beschrieben.

Ein Konzept in Englisch von schon genannter s.a.b. GmbH hier als PDF-Datei. Die Zuarbeit erfolgte sehr wahrscheinlich durch die Swiss Dream Real Estate. Auf deren Website ist das Konzept ebenfalls hier (unten auf „Winterberg“ klicken) zu finden.