In Memoriam Wolfman Jack

Wolfman Jack – 21.01.1938 · †01.07.1995

Wolfman Jack (bürgerlicher Name Robert „Bob“ Smith) war ein US-amerikanischer Discjockey der 1960er- und 1970er-Jahre. Wolfman Jacks Programm wurde in vielen Teilen der USA und Kanada gesendet. Deutschen Hörern wurde er ebenfalls in den 1960ern und 1970ern durch den Sender AFN bekannt.

Wolfman Jack Radioshow (Anfang 1960er):

https://www.youtube.com/watch?v=WiFAYQBZG7M

Passend zu seinem hin und wieder eigentümlichen Erscheinungsbild ertönte wolfsähnliches Geheul (hier nahm er sich offensichtlich den legendären Bluesmusiker Howlin‘ Wolf zum Vorbild, welcher ihn auch zu seinem Künstlernamen inspirierte) zwischen seinen mit Gags reichhaltig gespickten heiseren Ansagen.

Er spielte – wie sein „Vorbild“ DJ-Legende Alan Freed – jede Musik, die er mochte, ungeachtet des Ethnos’ des Künstlers. Jede Nacht konnte man Blues, Rockabilly, Doo-Wop, Zydeco, Rock and Roll, Jump Blues, Rhythm and Blues oder Jazz sowie Soul und Funk hören.
Quelle: U.a. Wikipedia

Wolfman Jack Radioshow (ca. 1975/1976):

https://www.youtube.com/watch?v=u7oKiDcBtcc

Diverse Musiker verwiesen in ihren Aufnahmen auf Wolfman Jack.
U.a. Todd Rundgren auf seinem exzellenten Album „Something/Anything?“ (1972) oder Joe Walsh in „The Radio Song“.

The Guess Who widmeten W.J. ihren Song „Clap for the Wolfman“.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=dO8ahHedcnk

» Wolfman Jack, Raspy Voice Of the Radio, Is Dead at 57 – NYTimes, 02.07.1995

btw:
Hier eine rare Version des Todd Rundgren Songs.

R.I.P. Christian Burchard – *17.05.1946 · †17.01.2018

Christian Burchard war ein deutscher Multiinstrumentalist und Komponist. Er spielte Vibraphon, Schlagzeug, Santur und Orgel.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=hCM865g2oHQ

Burchard erhielt zunächst klassischen Klavierunterricht, bevor er zur Posaune wechselte, um dann den Jazz und das Vibraphon zu entdecken. Er war in den 1960er Jahren zunächst als Jazzmusiker aktiv, gründete das Contemporary Trio mit Dieter Serfas und Edgar Hoffmann und tourte mit Mal Waldron (**). 1969 wechselte er zum Schlagzeug und gründete mit Edgar Hoffmann die Fusiongruppe Embryo, mit der er zumeist spielte. Gelegentlich trat er auch mit Missus Beastly und Checkpoint Charlie auf.

Er galt als einer der Pioniere der Weltmusik in Europa. 2008 erhielt er mit seiner Band Embryo den deutschen Weltmusikpreis Ruth beim TFF in Rudolstadt. Mit Okay Temiz, Arto Tunçboyacyan und Ramesh Shotham trat er unter dem Bandnamen Ethno Leaders auf.

Im Sommer 2016 erlitt Burchard 70-jährig einen Schlaganfall, der seine aktive Musikerlaufbahn beendete. In der Band übernahm daraufhin seine Tochter Marja (* 1986) seine Rolle. Er starb am 17. Januar 2018.
Quelle: Wikipedia

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=5Uv0lzff-iA

» Christian Burchard von der Band Embryo ist tot – BR-Kultur, 19.01.2018

(**) Der Pianist Mal Waldron
DLF | Milestones | 19.01.2018 – 22.05 Uhr bis 23.00 Uhr

In Memoriam Janis Joplin

Janis Lyn Joplin – *19.01.1943 · †04.10.1970

Im Alter von nur 27 Jahren starb die Blues&Rock-Sängerin Janis Joplin am 04.10.1970 in Los Angeles. Am 19.01.2018 wäre sie 75 Jahre alt geworden. In ihrer kurzen Karriere setzte sie bis auf den heutigen Tag gültige Maßstäbe für das Genre.

https://www.youtube.com/watch?v=KU4PdswhRvE

Die unter dem Namen „The Typewriter Tapes“ bekannten Demo-Aufnahmen wurden am 25.06.1964 in San Francisco im Haus des Gitarristen Jorma Kaukonen (Jefferson Airplane / Hot Tuna) – Joplin war seit ca. 1962 mit Kaukonen durch Folk-Clubs und Kneipen Kaliforniens „getingelt“ – eingespielt.
(Line-up: J. Joplin – Gesang, J. Kaukonen – Gitarre, Margareta Kaukonen – Schreibmaschine als Percussion-„Instrument“)

Eric Burdon:

„Die Königin des Blues starb nicht an einer Überdosis Heroin, sondern an einer Überdosis Janis.“

» Geburtstag der Sängerin Janis Joplin
WDR5 | ZeitZeichen | 19.01.2018 – 09.45 Uhr

https://www.youtube.com/watch?v=Bld_-7gzJ-o

18.01.1978: Warren Zevon veröffentlicht „Excitable Boy“-LP

Excitable Boy ist das dritte Studioalbum von Singer/Songwriter Warren Zevon. Es enthält u.a. die Songs „Werewolves Of London“ und „Nighttime In The Switching Yard“.

Die Platte brachte Zevon endlich den verdienten kommerziellen Erfolg ein und entwickelte sich zum bestverkauften Album seiner Karriere.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=PieupfKnHjg

» Rezension im RollingStone, 23.03.1978

Der Spiegel, 08.09.2003:

Songwriter Warren Zevon gestorben

Warren Zevon gehörte zu den scharfzüngigsten und politisch unkorrektesten Singer/Songwritern der jüngeren Pop-Historie. Makabre Hits wie „Werewolves Of London“ machten ihn zu einem Liebling der Kritiker. Kurz nach Veröffentlichung seines jüngsten Albums („The Wind“) ist der verschrobene Musiker an Lungenkrebs gestorben.

Zevon, Zeit seines Lebens starker Raucher, hatte sich oft mit schwarzem Humor mit dem Thema Tod befasst. Er schrieb Titel wie „I’ll Sleep When I’m Dead“ und „Things To Do In Denver When You’re Dead“. Über seinen Lebensstil sagte er einmal, er habe denselben Weg gewählt wie der 1971 verstorbene Doors-Sänger Jim Morrison „und 30 Jahre länger gelebt. Man trifft Entscheidungen und muss mit den Konsequenzen leben“.
[mehr …]

» Warren Zevon in Concert, 01.10.1982, Capitol Theatre (Passaic, New Jersey):
Gut eine Stunde „Mucke vom Feinsten“ …!

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=B3JmtMCJ0ok

btw:

„Excitable Boy“ steht auf meiner „Platten für die Insel“-Liste 🙂

Hallenberg: Kunst im Rathaus „eXpressiv“ – Vernissage und Ausstellung mit Werken von Marita Mogensen

Marita Mogensen „eXpressiv!“ ab kommenden Sonntag im Rathaus Hallenberg (foto: mogensen/kump)

Kunst im Rathaus
Marita Mogensen
eXpressiv
Vernissage am Sonntag, 21. Januar 2018 um 11.30 Uhr im Rathaus Hallenberg
Ausstellung vom 21.1.18 bis Januar 2019

Die meisten wissen es wahrscheinlich nicht: Marita Mogensen ist Hallenbergerin. Nach langer Zeit auf unterschiedlichen Stationen im In- und Ausland, lebt sie schon viele Jahre in Bayern.

Was vermutlich auch nur wenige wissen: Marita´s Leidenschaft gilt seit einigen Jahren der Malerei.

Ab dem 21. Januar 2018 werden nicht nur ihre Bilder im Rathaus zu sehen sein, 2018 ist auch das Jahr, in dem sie wieder nach Hallenberg zurückkehren wird.

Marita Mogensens Bilder sind vorzugsweise großformatig. Porträts, Objekte oder Landschaften sind zwar gegenständlich, aber Ausdruck und Farbe überschreiten die Grenzen der Realität. Ob pinke Landschaften oder ein Porträt in ungewohnt knalligen Farben – die Künstlerin liebt die Expressivität.

Folgerichtig lautet der Titel ihrer Ausstellung im und für das Hallenberger Rathaus: eXpressiv!

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Der Beitrag folgt einer Pressemitteilung des Hallenberger Rathauses. Wenn wir nicht einschneien, werde ich bei der Ausstellungseröffnung am Sonntag dabei sein.

15.01.1968: The Byrds veröffentlichen „The Notorious Byrd Brothers“-LP

The Notorious Byrd Brothers ist das fünfte Studioalbum der US-amerikanischen Folk-Rock-Band The Byrds. Es erschien in den USA am 15. Januar 1968 (**) auf dem Label Columbia Records.

https://www.youtube.com/watch?v=PO44oFPRCyw

In den Vereinigten Staaten erreichte das Album #47 der Pop-Charts, in Großbritannien #12. Trotz guter Kritiken hatte The Notorious Byrd Brothers die bis dahin schlechtesten Verkaufszahlen eines Byrds-Albums, was es nicht daran hinderte ein Rockklassiker zu werden.
Quelle: Wikipedia – (lohnt einen Klick!)

btw:

Das Plattencover zeigt (v.l.) die Musiker Chris Hillman, Roger McGuinn und Michael Clarke. David Crosby war zu weiten Teilen an den Aufnahmen beteiligt, schied aber im Unfrieden bei den Byrds aus. (Soll gefeuert worden sein?) Statt seines Konterfeis ist ein Pferdekopf abgebildet.

Auf der 1997 erschienen erweiterten Wiederveröffentlichung des Albums (o.g. YouTube-Clip) findet sich der Titel „Universal Mind Recorder“ – eine Instrumentalfassung des Titels „Change is Now“.
Geübte Byrds-Hörer werden „Universal Mind Recorder“ als Zitat in der Live-Version von „Eight Miles High“ (1970 ) entdecken 😉

(**) In Europa am 03.01.1968.

In Memoriam Daevid Allen

Daevid Allen – *13.01.1938 · †13.03.2015

Daevid Allen (eigentlich Christopher David Allen) war ein australischer Rockmusiker, der als bedeutender Vertreter des Canterbury Sound gilt und als Gründer der Bands Soft Machine und Gong, aber auch durch sein Solowerk Bedeutung erlangte.
Quelle: Wikipedia

https://www.youtube.com/watch?v=ABywG-LUVKw

Freigeist-Musiker Daevid Allen – Die Gong-Show
Der Spiegel, 26.12.2014

Daevid Allen, der sich zeitweise auch Divided Alien oder Bert Camembert nannte, zählt zwar zu den aufregenderen Paradiesvögeln der Musikgeschichte, ist aber nur Spezialisten bekannt. Der Australier gründete die beiden enorm einflussreichen psychedelischen Rockbands Soft Machine und Gong.

Im Januar (2015) wird der Songwriter, Sänger und Gitarrist auch schon 77 – was ihn bislang nicht gebremst hat. Gerade erschien „I See You“, das neue Album seiner Band Gong. Eine Platte, die mit ihrem frickeligen Artrock belegt, dass der dafür verantwortliche Künstler ein Freigeist geblieben ist.
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» Daevid Allen obituary – The Guardian, 13.03.2015

06.01.2018: Adriano Celentano wird 80

Adriano Celentano – *06.01.1938 – ist ein italienischer Sänger, Komponist, Schauspieler, Musik-, Film- und Fernsehproduzent sowie Fernsehmoderator.

Seit Ende der 1950er-Jahre verhalf ihm seine erfolgreiche Schauspiel- und Musikerkarriere zu großer Popularität in seinem Heimatland, Lieder wie Azzurro (1968) waren auch international erfolgreich. Celentano gilt als besonders vielseitiger Entertainer, dessen Verdienst es ist, den amerikanischen Rock ’n’ Roll in Italien eingeführt zu haben.
Quelle: Wikipedia

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=NLS_VNiXHNs

Der Tagesspiegel, 05.01.2018:

Der zerknautschte Bacchus
(…)
Adriano Celentano ist 22 Jahre alt, als er in Federico Fellinis Jahrhundertfilm „La dolce vita“ auftritt. Der in Mailand geborene Rebell, ein gelernter Uhrmacher mit Wurzeln in Apulien, hat es mit den Rocky Boys bereits zu lokalem Ruhm gebracht. Sein Gassenhauer „l tuo bacio è come un rock“ war ein erster Hit.

In „La dolce vita“ verkörpert er den Übermut und die Schlagfertigkeit eines Straßenjungen. Marcello Mastroianni schwebt mit Sonnenbrille und im eleganten Anzug durch den Film, Lex Barker ist betrunken, doch seine Pomadentolle sitzt wie angeklebt, nur Celentano hat sich nicht gekämmt. Er ist die zerknautschte Reinkarnation von Bacchus, dem antiken Gott aller Feiersüchtigen. Mit ihm geht die Party erst richtig los.
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NZZ, 05.01.2018:

Adriano Celentano wird 80 – eine Würdigung
(…)
«Seine Grösse zeigt sich darin, dass er es verstand, den Rock’n’Roll in etwas absolut Italienisches zu transformieren», sagt etwa Marco Mangiarotti. Italiens bekanntester und schärfster Musikkritiker spricht mit grösstem Respekt von Celentano: «Er ist ein echter Künstler, der bei allem, was er macht, so unglaublich glaubwürdig ist – und darum ist er auch so populär.»
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» Adriano Celentano – Entertainer und Volksheld | DLF-Kultur, 05.01.2018

https://www.youtube.com/watch?v=ZS-TtRENIV0