Gehört: Dozentenkonzert im „Haus der Musik“ Brilon

Samuel Minnich spielt "Stella by Starlight" (foto: zoom)
Samuel Minnich spielt "Stella by Starlight" (foto: zoom)

Tage der Kontraste im Hochsauerland. Am Freitag die Generalversammlung des SGV Siedlinghausen bewältigt, am Samstag eine „gewonnene Partie“ Schach durch einen groben Patzer verloren, anschließend bis spät, sehr spät in der Grube in Siedlinghausen recherchiert und heute beim Dozenten-Konzert der Musikschule Hochsauerland in Brilon die Seele baumeln gelassen.

Über Letzteres ein kurzer Bericht:

Als wir erst einmal das „Haus der Musik“ in Brilon gefunden hatten, waren wir erstaunt über die geringe Größe des Konzert-Raumes.  „Maximal 80 Zuhörer“, sagte uns Georg Scheuerlein, Leiter der Musikschule HSK, das richtige Ambiente für Kammermusik, denn die, so der Name, sei schließlich nicht für große Säle geschrieben worden.

Die MusikerInnen Heike Schwentker (Viola), Andreas Beckmann (Klavier), Samuel Minnich (Horn, Trompete, Mundhamonika), Luisa Kimmel (Klavier) und Monika Wittmann (Gesang) traten um 17 Uhr in der Aula des „Haus der Musik“ in Brilon auf.

Die Organisation der Musikschule orientiere sich, so Georg Scheuerlein, an der Struktur der sogenannten Altkreise Arnsberg, Meschede und Brilon vor der Gebietsreform: Arnsberg = West, Meschede=Mitte und Brilon=Ost.

Das Programm:

Robert Schumann, Märchenbilder für Viola und Klavier;

Henry Purcell, „I attempt from loves sichness to fly“, Horn und Klavier;

Harold Arlen, Over the Rainbow, Gesang und Klavier;

Max Reger, Suite D-Dur op. 131 Nr. 2 für Viola Solo;

Anton Profes, Kauf‘ Dir einen bunten Luftballon, Gesang und Klavier;

Victor Young, „Stella by Starlight““, Trompete und Klavier;

Little Walter, „Easy“ (Blues), Mundharmonika und Klavier.

Mein Urteil:

Es hat sich gelohnt. Wir saßen im Abstand von  höchstens einer Körperlänge von den Musikern entfernt, jede Fingerbewegung, jede mimische Regung konnten wir verfolgen. Die Dozentinnen und Dozenten verstanden ihr Musikwerk und die Stücke waren von Schumann bis zum Blues wohlausgesucht.

Little Walter hatte ich zwar bis heute noch nicht durch einen Interpreten (Samuel Minnich) im Anzug mit Krawatte aufgeführt gesehen und gehört. Doch beim Kammermusik-Nachmittag der Musikschule Hochsauerlandkreis klangen die Melodien des Blues-Harpisten überzeugend.

Verschneite Wege: Folge den Spuren des Wildes

Auf dem Weg vom Blasius zum Bergsee. Spuren im Schnee (foto: zoom)
Auf dem Weg vom Blasius zum Bergsee. Spuren im Schnee (foto: zoom)

Der Winter geht bald zu Ende.  Im Hochsauerland liegt der Schnee noch knöchel- bis wadentief auf den Wanderwegen. Wer die Anstrengung unternimmt, auf diesen Wegen zu wandern oder zu laufen (neudeutsch: joggen), sollte eine Kraft sparende Regel beachten:

Folge den Spuren des Wildes!

Auf dem Bild ist die kompromisslose Geradeaus-Spur eines Menschen zu sehen. Links und rechts die ausladenden, weiten Bewegungen des Wildes.

Meine Erfahrung nach 13 Jahren Laufen im Schnee auf den Hochsauerländer Wegen:

Das Viehzeug erwischt immer(!) die Route mit der niedrigsten Schneedecke. Links und rechts davon ist tiefer. Wer stur geradeaus geht, quält sich mehr als Hase und Reh.

Ich weiß nicht, wie die Tiere die Schneehöhe wahrnehmen können, aber sie können es.

Faszinierend.

Der Winter ist bald vorbei. Probiert es aus.

Besser noch: Wer des Rätsels Lösung kennt, verrät sie uns.

Vielen Dank im Voraus 🙂

Umleitung: Vom Nockherberg durch Nordrhein-Westfalen ins Hochsauerland

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Schnee weiß, Himmel blau, Luft kalt und klar: Guten Morgen

Blick nach Norden: Das Negertal Richtung Olsberg (foto: zoom)
Blick nach Norden: Das Negertal Richtung Olsberg (foto: zoom)

Es sieht nach einem perfekten Sonntag im hohen Hochsauerland aus. Lasst die digitalen Maschinen in der Ecke stehen und geht hinaus. Besser kann der Winter kaum noch werden.

Schnee: Guten Morgen liebes Auto !?

Moin! Es hat in Winterberg geschneit (foto: zoom)
Moin! Es hat in Winterberg und Umgebung geschneit (foto: zoom)

Heute ist die größte Schneemenge dieses Winters „auf einmal“ gefallen. Obwohl der Schneepflug unsere Straße um 4:30 Uhr geräumt hatte, ist davon um 9 Uhr nur noch wenig zu sehen.

Gleich wird jemand losfahren, um zu testen, ob die Strecke zwischen Siedlinghausen und Winterberg(Kernstadt) befahrbar ist.

Die Schneekonsistenz: leichter Pulverschnee.

Umleitung: Krieg, Westerwelle, Jagdsteuer, Recht für Reiche und ein Tusch aus Detuschland

Krieg: Hauptsache Hauptschulabschluss … ruhrbarone

Westerwelle: gewinnt und verliert … sprengsatz

CDU: Sponsoren gehen auf Distanz … WirInNRW

Jagdsteuer: würde Kreis und Kommunen entlasten … sbl

Grüne: Ratsmitglied wird gemobbt … grünesundern

Recht für Reiche: Schröder-Komplex – Rechtsbeugung? … wpbrilon

 

Winterberg heute Nachmittag im Regen: trübe Gedanken über die Verfasstheit der Lokalpolitik

Winterberger Verkehr heute um 17 Uhr (foto: zoom)
Winterberger Verkehr heute um 17 Uhr (foto: zoom)

In Winterberg regnete es heute Nachmittag bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Parkplätze sind rar. Jedes zweite Auto hat ein gelbes Nummernschild. Die Niederlande haben Ferien.

Winterberg heute, abfließender Verkehr aus den Skigebieten
Winterberg heute, abfließender Verkehr aus den Skigebieten

„Heute könnte ich 50 Ferienwohnungen besitzen“, sagte mir eine Vermieterin. „Und sie wären alle voll, so viele Anrufe.“

Einen besseren Winter als dieses Jahr kann ich mir für das den feuchten Nordsee- und Atlantikwinden ausgesetzte Hochsauerland kaum vorstellen.

Der Schnee war meist leicht und flockig. Das Schippen ging flott von der Hand. Der Winterdienst funktionierte einwandfrei.

Natürlich ist dies auch der Tatsache geschuldet, dass der Wintertourismus die Haupteinnahmequelle der Stadt ist.

Hoffentlich fließen genügend Steuergelder in das „Stadtsäckel“, um sie dann wieder den Bürgern zu Gute kommen zu lassen.

Wenn der Schnee geschmolzen ist, wird bei aller Euphorie über das Heute die Tristesse der gemeinen Verhältnisse Einzug halten:

  • Bevölkerungsrückgang
  • Arbeitslosigkeit
  • sinkende Einnahmen aus Gewerbesteuern
  • sinkende Grund- und Bodenpreise
  • ein rückwärts gewandtes Bildungssystem auf der Fläche bei sinkenden Schülerzahlen
  • bedrohte mittelständische Unternehmen
  • eine verkrustete politische Landschaft

Die Aufzählung ist bestimmt nicht vollständig und darf in Kommentaren gerne ergänzt werden. Auch Widerspruch ist erwünscht.

Wenn ich heute meine Bahnen in den Schwimmbädern von Olsberg oder Siedlinghausen ziehe, denke ich an die Kommunen im Ruhrgebiet, die ein, zwei, drei oder gar vier Schwimmbäder geschlossen haben. Begründung: Kein Geld.

Vor dreißig Jahren hätte ich mir nicht vorstellen können, dass Straßen in Deutschland so aussehen können wie heute. Deutschland – das war der glatte, perfekte Asphalt.

Heute bremse ich am Bahnübergang am Steinbruch auf Tempo 10 km/h, weil die Löcher in der Fahrbahn kraterartige Ausmaße haben.

Um den Filz in der Politik und die Vetternwirtschaft zu verhindern, sieht unsere Verfassung in den Parlamenten eine Opposition vor.

Ich wünsche mir, dass die sogenannten Oppositionsparteien ihre Rolle ernst nehmen und nicht in den Mühen der Gremienarbeit versacken, sondern in kürzeren Abständen als bisher ihre Klientel, Wähler und Bürger über ihr Tun informieren und sich im Handeln auf das Wesentliche konzentrieren.

Opposition heißt nicht „stänkern“, wie es oft ausgelegt wird, Opposition ist Verfassungs- und Wählerauftrag.  Nur durch Widerspruch kommt man voran, auch im Hochsauerland.

Das war Wüst: Rüttgers hat ihn nicht entlassen, sondern verkauft. Tweets zum Ereignis

Auf Twitter ist die Entlassung von NRW-CDU Generalsekretär das Thema mit höchstens 140 Zeichen. Der Tweet des SPD Bundestagsabgeordneten Ulrich KelbersRüttgers hat Wüst vermutlich gar nicht entlassen, sondern ihn verkauft :-)“ wurde um 18:22 Uhr im Anschluss an ein Statement von Wüst auf EinsLive zitiert.

Weitere Beispiele:

UlrichKelber: So hart hätte ich es nicht ausgedrückt: Bundes-CDU nennt Wüst-Abgang „honorig“ 🙂

khStannies: @pottblog Wittke wird nicht Nachfolger von Wüst .. Ich denke, der Oliver hat ganz andere Pläne. Besser, als Rüttgers „verkaufen“ zu müssen

SPD_Meschede: Rüttgers feuert General Wüst. DerWesten http://url.ie/55he – SpOn http://url.ie/55hi #cdu #nrw


hskzoom: Nach dem Bauernopfer wird Rüttgers sich noch mehr an die Grünen ranwanzen. Schulministerium scheint dann ja schon gesetzt, oder!?


katjadoerner: Stimmt, aber ein „Opfer“ ist Wüst wohl kaum RT @macava: Rüttgers hat ein Bäuerchen gemacht. #wuest #opfer #cdu #nrw

wir_in_nrw_blog: Aktuell: CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst tritt zurück (bleibt aber MdL) und wird zum Bauernopfer für Rüttgers!

DasSauerland: Wird der #Regierungsbezirk #Arnsberg bald einen neuen Regierungspräsidenten bekommen? http://derwesten.de/a2mekr #diegel #wüst #cdu

Umleitung: Logo, Kirche, SPD ohne Sex und Feuerwehr ohne Messe

Logo: das Alte, damit er nicht meckert 😉 … khS

Katholische Kirche: größte Schutzorganisation für Pädosexuelle … DerWesten

Wirtschaftspolitik: Mythen, Vorurteile, Meinungsmache … nachdenkseiten

SPD supercool: Gesprächskreis Netzpolitik … ruhrbarone

SPD ohne Sex: Kraft, Wurst und  Ledersofa ohne Sex … WirInNRW

Wintersportland NRW: Logo ohne Wert? … sbl

Feuerwehr Scharfenberg: keine heilige Messe zur Fahrzeugweihe … wpbrilon