NRW-Trend: CDU und SPD weiter Kopf an Kopf – Grüne und FDP im Minus

Umfragewerte im Vergleich zu Januar 2022 (@ infratest)

Quelle: „WESTPOL (Sonntag, 03.04.2022, 19:30 Uhr)“

Sechs Wochen vor der Landtagswahl legen CDU und SPD in der Wählergunst weiter zu und liegen nahezu gleich auf. Wenn an diesem Sonntag ein neuer Landtag in Nordrhein-Westfalen gewählt würde, käme die CDU auf 31 Prozent (+3 Prozentpunkte im Vergleich zum Januar), die SPD auf 30 Prozent (+2).

(Pressemitteilung WDR)

Das ist das Ergebnis des NRW-Trends, den Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins WESTPOL vom 29. bis 31. März 2022 erhoben hat. Die drei anderen bisher im Landtag vertretenen Parteien verzeichnen dagegen Verluste. Die Grünen wären zwar weiter klar drittstärkste Kraft, kommen aber nur noch auf 15 Prozent (-2). Die FDP als aktuell kleiner Koalitionspartner setzt ihren Abwärtstrend fort und kommt nur noch auf 8 Prozent (-2). Während die AfD mit 7 Prozent (-1) weiter im Landtag vertreten wäre, würde die Linke mit 4 Prozent (+1) die Rückkehr ins Düsseldorfer Parlament verpassen.

Für eine Neuauflage von Schwarz-Gelb würde es bei diesem Ausgang nicht reichen. Rechnerisch möglich wäre neben einer CDU-geführten großen Koalition auch knapp ein schwarz-grünes Bündnis sowie ein Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP. Die SPD wiederum könnte wie im Bund eine Ampelkoalition mit Grünen und FDP bilden.

Kutschaty im Plus, aber klar hinter Wüst – Mehrheit will SPD-geführte Regierung

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NRW-Trend: CDU holt auf und zieht mit SPD gleich – Wüst klar vor Kutschaty

© infratest dimap

Zu Beginn des Wahljahres liefern sich CDU und SPD ein Kopf an Kopf Rennen in der Wählergunst. Wenn an diesem Sonntag ein neuer Landtag in Nordrhein-Westfalen gewählt würde, kämen beide Parteien auf 28 Prozent. Das ist das Ergebnis des NRW-Trends, den Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins WESTPOL vom 24. bis 27. Januar 2022 erhoben hat.

(Pressemitteilung WESTPOL (Sonntag, 30.01.2022, 19:30 Uhr))

Im Vergleich zum letzten NRW-Trend kurz nach der Bundestagswahl kann sich die CDU damit deutlich verbessern (+6 Prozentpunkte) während die SPD an Zustimmung verliert (-3). Deutlich dahinter landen als drittstärkste Kraft die Grünen mit unverändert 17 Prozent. Die FDP als aktuell kleiner Koalitionspartner bleibt mit 10 Prozent zweistellig, büßt aber seit Oktober 3 Prozentpunkte ein. Die AfD kommt leicht verbessert auf 8 Prozent (+1). Die Linke wäre mit unverändert 3 Prozent nicht im Landtag vertreten.

Schwarz-Gelb ohne Mehrheit – gemischtes Urteil zur Arbeit der Landesregierung

Das aktuelle Regierungsbündnis aus CDU und FDP hätte damit keine Mehrheit. Für Schwarz-Grün oder Rot-Grün reicht es knapp ebenfalls nicht. Neben einer Koalition aus CDU und SPD wären auch Dreierbündnisse wie „Jamaika“- (CDU, Grüne, FDP) oder Ampel-Koalition (SPD, Grüne, FDP) möglich.

Das Urteil über die Arbeit der aktuellen Regierungskoalition fällt etwas besser als im Oktober. 45 Prozent der Befragten sind zufrieden (+3), jeder zweite Befragte ist unzufrieden (50 Prozent, -4).

Direktwahlfrage: Ministerpräsident Wüst hängt Herausforderer Kutschaty ab

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Schülercafé des Jugendverbandes Die Falken in Meschede: Umfrage zur Situation von Schülerinnen und Schülern

Meschede. (falken_hsk) Das nächste Schülercafé des Jugendverbandes Die Falken ist am Sonntag, dem 25.3., von 15 bis 19 Uhr im Jugendzentrum Rockcafé in Meschede, Kolpingstraße 18.

Die Gruppenleiter der Falken wollen mit einer Umfrage zur Situation von Schülerinnen und Schülern beginnen.

„Die Zeitungen berichteten vor Kurzem von einer drastisch gestiegenen Zahl von Schulverweigerern im Regierungsbezirk Arnsberg“, so Jugendgruppenleiter Michael Hermes.

„Die kostenlose Schulausbildung bis zur Fachoberschul- oder Hochschulreife für alle Jungen und Mädchen ist eine demokratische Errungenschaft, die sie sich nicht einfach wieder zerstören lassen sollten.

Wir wollen gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern den Ursachen für Schulverweigerung auf den Grund gehen und sie über ihre Möglichkeiten aufklären.“

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW: Repräsentative Schulbefragung weist Defizite bei der Umsetzung der Inklusion nach.

WordleInklusion20151124Essen. (gew_pm) Eine repräsentative Onlineumfrage im Auftrag der GEW zur systematischen Bestandsaufnahme an allen Schulen in NRW zur schulischen Inklusion zeigt, dass die derzeitigen Rahmenbedingungen den Erfolg der schulischen Inklusion gefährden.

„Die Schulen brauchen nach eigenen Angaben vordringlich: mehr Stellenressourcen sonderpädagogischer Förderung, mehr Zeitressourcen für Absprachen und Beratung und mehr und bessere Räumlichkeiten.“ erklärt Dorothea Schäfer, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW. „Nach einem Jahr Erfahrung mit der Umsetzung des 9. Schulrechtsänderungsgesetzes zur Inklusion und zum Teil gelebter Praxis des gemeinsamen Unterrichts aus den Jahren vorher“, so Schäfer weiter, „dürfen diese Forderungen aus den Schulen nicht ungehört verhallen“.

Die GEW NRW hat die Onlineumfrage in Auftrag gegeben, weil sie nach einem Schuljahr nach Inkrafttreten des ersten Schulgesetzes zur Inklusion die Erfahrungen der Schulen in NRW abfragen wollte. Es sollte geklärt werden, was in den Schulen gut läuft, wo Probleme auftauchen und wo nachgesteuert werden muss. Dafür hat sie die Expert*innen in den Schulen selbst zu Wort kommen lassen. Mit einem Fragebogen, der an die allgemeinen Schulen gerichtet war und einem weiteren Fragebogen, gerichtet an die Förderschulen, konnten sich die Schul­leitungen an der Umfrage beteiligen und ihre konkreten Erfahrungen zur Umsetzung der Inklusion einbringen.

„Besonders erfreulich ist die rege Beteiligung der Schulen an der Befragung gewesen. Mein Dank gilt allen an der Umfrage beteiligten Schuleiterinnen und Schulleiter“, betont Schäfer ausdrücklich. Von allen Schulen in NRW beteiligten sich im Durchschnitt 21,5 Prozent der allgemeinen Schulen und 29,2 Prozent der För­der­schulen an der Umfrage. „Damit“, so Schäfer weiter, „sind die Ergebnisse der Umfrage repräsentativ, müssen ernst genommen werden und untermauern die Forderungen der GEW nach Qualitätsstandards für die schulische Inklusion“.

Weitere Ergebnisse:

Neben den drei wichtigsten Bedarfen, die von den Schulleitungen geäußert wurden, vermissen 64 Prozent der Befragten praxisorientierte Fortbildung, halten 80 Prozent eine zentrale Anlaufstelle für Inklusionsfragen vor Ort und 90 Prozent inklusive Schulentwicklungspläne für erforderlich. Die Klassengröße im Gemeinsamen Ler­nen geben 63 Prozent der Befragten mit 21 – 25 Schüler*innen an. Bei 26 Prozent liegt die Klassengröße sogar bei über 25.

Die GEW unterstützt die Aussagen der Schulleitungen zur Nachsteuerung der Inklusion und bekräftigt sie aus­drücklich. Damit schulische Inklusion besser gelingt, benötigen die Schulen: Mehr Lehrkräfte für sonder­päd­agogische Förderung, mehr Zeitressourcen für Absprachen und Beratung, kleinere Klassen, gerade im Gemein­samen Lernen, mehr und passgenaue Fortbildung, Fachzentren für Inklusion vor Ort, inklusive Schulent­wick­lungspläne unter Mitwirkung der Schulen, bessere Unterstützung der inklusiv arbeitenden Schulen durch die Schulträger.

Die Onlineumfrage wurde durch die Firma Mauß Research aus Berlin im Auftrag der GEW durchgeführt und ausgewertet. Weitere Infos hier.

Wo gibt es guten Online-Journalismus in NRW? Eine Umfrage von CORRECT!V und den Ruhrbaronen.

UmfrageSchraven20150906CORRECT!V und die Ruhrbarone wollen wissen, ob die Seiten im Netz über Nordrhein-Westfalen wirklich unabhängig sind oder ob sie schon von Weitem nach Schleichwerbung riechen.

David Schraven (CORRECT!V) hat mich heute angeschrieben und um Mithilfe gebeten. Da ich ich mir ähnliche Fragen wie David und die Ruhrbarone auch schon seit längerem stelle, rennt David bei mir offene Türen ein.

Ich klaue mir jetzt einfach mal den Text von der CORRECT!V-Website, denn was David will, kann David noch am besten sagen. Ach, so – und füllt bitte den Fragebogen aus, egal ob bei CORRECT!V, den Ruhrbaronen oder gleich hier. Es landet alles im gleichen Topf.

Wie sieht die Netzöffentlichkeit in NRW eigentlich aus? Es geht nicht um Schminktipps oder Anleitungen für Minecraft. Wir reden hier von Angeboten, die im weitesten Sinne journalistisch sind; die sich mit lokalen und regionalen Ereignissen befassen oder mit spannenden Themen. Wir suchen Blogs oder Facebook-Seiten, die sich in NRW mit einer Stadt oder einem Anliegen auseinandersetzen.

Wir wissen, dass es in NRW noch ein paar journalistische Online-Angebote wie die „Ruhrbarone“ oder „Xtranews“ gibt – gerade im lokalen Raum. Aber wir wissen nicht, wie lebendig sie wirklich sind, und ob sie wirklich recherchieren. Wir wissen nicht, ob die Angebote Pressemitteilungen bringen – vielleicht sogar unkommentiert oder irreführend als eigenen redaktionellen Beitrag gekennzeichnet – oder ob sie echte, eigene Geschichten veröffentlichen? Wir wissen nicht, wer von den Online-Medien der Verlockung nachgibt, für Geld Schleichwerbung zu platzieren, die wie ein echter redaktioneller Artikel aussieht.

In den vergangenen Jahren haben wir gelernt, dass sich neue Online-Angebote immer seltender auf eine bestimmte Gegend oder Gemeinde beschränken, dafür aber auf ein besonderes Thema, das den Leuten am Herzen liegt. Statt kontinuierlich über das Geschehen etwa in Gütersloh zu berichten, kümmern sich die Leute in ihren Blogs um Operetten. Statt ein Stadtteil-Blog zu betreiben, gründen die Neugierigen heute eine Facebook-Seite wie „We love Dorsten“.

Wir würden gerne wissen, was in NRW abgeht, um Angebote für diese Plattformen zu entwickeln.

Deswegen bitte ich Euch um Hilfe.

Wir haben zusammen mit den „Ruhrbaronen“ einen Fragebogen entwickelt, der ein paar Basisdaten erfasst.

Bitte füllt den Fragebogen aus und leitet ihn weiter. Die Ergebnisse der Umfrage veröffentlichen wir zusammen mit den „Ruhrbaronen“.

Ihr braucht dafür zwei Minuten. Zwei Minuten, die uns helfen können, zu erfassen, wie unabhängig der Online-Journalismus in NRW wirklich ist.

DANKE!!!

Sexismus? Im Sauerland kein Problem.

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Ausriss aus dem Sauerlandkurier vom 10.02.2013, S. 3. (Zum Vergrößern anklicken)

Das Anzeigenblatt Sauerlandkurier hat Leserinnen und Lesern die Frage gestellt: „Ist Sexismus am Arbeitsplatz tatsächlich allgegenwärtig?“

Wer seine Meinung kundtun wollte, konnte zwischen drei nicht ganz wertfreien Äußerungen wählen. Nun gut, solche Umfragen gibt es im SK regelmäßig, sie interessieren mich normalerweise nicht. Doch in diesem Fall sah ich mir das graphisch hübsch aufgemachten Ergebnis genauer an.

67% stimmten mit der These ‚die Debatte is (sic!) doch total überzogen. Nicht jeder lockere Spruch gegenüber einer Kollegin ist gleich Sexismus‘ überein. 25% der ‚Leserschaft‘ war zwar der Meinung, es gebe Sexismus, dieser sei jedoch im Wesentlichen durch die Medien verursacht.

Im Text erläutert Lars L., dass 256 Stimmen ausgewertet worden seien. Wie viele Männer und wie viele Frauen sich geäußert haben, das schreibt der Autor nicht. Es werden jedoch nicht viele Frauen gewesen sein, denn im Text kommen ausschließlich Männer zu Wort:

– Gerd O. findet die Diskussion ‚lächerlich‘, er habe sogar beobachtet, dass Frauen, deren Reize ignoriert würden, in Depression verfielen.

– Heinrich M. schreibt etwas über Schuldgefühle, keine Ahnung was er da sagen will.

– Roland K. meint, die Medien seien Schuld, denn sie würden Frauen nackt abbilden.

– Peter M. findet es fies, dass der Stern überhaupt eine attraktive Journalistin zu Brüderle schickte, denn dessen Umgang mit Journalistinnen sei doch bekannt.

– Walter H. hingegen spricht von unechter Empörung.

Alles klar. Die Männer des Sauerlandes haben befunden, dass Sexismus eigentlich kein Thema ist. Ein Glück. Dann kann Frau ja schnell wieder an den Herd eilen und den Sonntagsbraten zubereiten.

Bitte nicht schon wieder: die große WP-Umfrage … nervt.

Eein beliebtes Spiel: Leser-Umfragen (foto: zoom)
Ein beliebtes Spiel: Leser-Umfragen (foto: zoom)

Wieder ist uns die „große WP-Umfrage“ ins Haus geflattert. Wir werden uns natürlich wie stets nicht beteiligen.

Warum auch? In diesem Fall wollen wir kein Sony-3D-Heimkino gewinnen und auch keinen Tchibo-Gutschein für lau.

Aus welchem Grund fragt uns Chefredakteur Stefan Kläsener Fragen, die uns eigentlich seine Lokal- und Heimatzeitung beantworten soll?

Frage Numero Zwo lautet beispielsweise:

Glauben Sie, dass öffentliche Interessen in Winterberg auf der Strecke bleiben, weil zu viele Steuergelder in die Rettungspakete fließen?

Wie bescheuert ist DAS denn? SIE sind doch der Journalist! Was fragen Sie uns nach unserem Glauben?

Mein Vorschlag: GehenSie doch bitte recherchieren, um zu überprüfen, ob es derartige, von Ihnen unterstellte Zusammenhänge, überhaupt gibt. Und dann schreiben Sie bitte einen tollen Artikel, in welchen die Ergebnisse Ihrer Recherche einfließen.

Frage Numero Vier kann ich stante pede beantworten. Ihre Frage lautet:

Spüren Sie die Auswirkungen der Euro-Krise in ihrem Alltag in Winterberg?

Herr Kläsener, seit heute spüre ich die allerschlimmste Auswirkung: die große WP-Umfrage zur „Euro Krise“.

Im Ernst. Ihre Abo-Werbung wird mich nicht dazu verleiten, die Süddeutsche gegen Ihre Zeitung am Frühstückstisch einzutauschen.

Wir benötigen von Ihnen kein Heimkino-System, sondern recherchierten Lokaljournalismus.