Momentan sind zahlreiche Fruchtkörper des Fliegenpilzes an der Flanke des Olsbergs zu finden. Stehen lassen, nicht essen!
Die weißen Punkte auf dem Hut sind die Reste einer Hülle, die den jungen Pilz umgeben.
Der Fliegenpilz ist von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zum Pilz des Jahres 2022 ernannt worden. Auf der Website der Gesellschaft wird er als Giftpilz, Kultpilz und Glückspilz beschrieben:
Der Bildtitel mag im Auge der Betrachter*in liegen. (foto: zoom)
Auch in der Blogpause knipse ich das ein oder andere Foto, wie hier auf dem Weg zum Jüdischen Museum in Frankfurt.
Die Stadtansicht auf dem Bild oben habe ich von einer Verkehrsinsel aus aufgenommen, gleichsam in der Rotpause zwischen zwei Grünphasen der Fußgänger-Ampel.
Fällt euch noch ein anderer Titel ein? Meute in der Schlucht klingt doch arg reißerisch.
Mehr zu Frankfurt und dem Jüdischen Museum vielleicht nach der Blogpause.
In diesem Oktober war einfach zuviel los, oder ich war zu müde, oder von allem nur noch genervt, angewidert, gelangweilt, überreizt, mit Eindrücken zugeschüttet. Krieg, Klimakrise, Corona-Pandemie – nur noch weg. Ich drehe mit dem Fahrrad meine Spießerrunden im Hochsauerland. Kleine Alltagsfluchten. Wenigstens das.
Einige Artikel liegen „auf Halde“. Hier zwei Lesungen, dort eine Diskussion, Windräder, Wintersport. Textfetzen im Entwurfsordner. Die Luft ist raus.
Wenn ich mit dem Blog Geld verdienen würde, hätte ich jetzt ein Problem, aber Hey! alles nur ein Hobby, und so wird es auch bleiben.
Das passende Graffito zur Comirnaty Omicron BA.4-5-Impfung (foto: zoom)
Nicht ganz so wild wie auf dem Wandbild ging es bei der heutigen Impfung gegen Omicron BA.4-5 zu. Es warteten viele nette Menschen am Impfbus in Kirchditmold.
Meine Erfahrung: Menschen, die sich impfen lassen wollen, kommunizieren aufgeräumter und entspannter als Impfgegner. Woran das wohl liegt?
Bis zur Mittagszeit, so der Mitarbeiter des Impfzentrums Kassel, hätten sich fast 50 Bürger*innen impfen lassen. Er sei seit Beginn der Impfkampagnen mit dabei, mal an festen Orten, dann wieder am Impfbus und immer noch motiviert.
Der Impfbus wartet. (foto: zoom)
Während die einen vor dem Bus ihre Datenbögen ausfüllten, um sich danach geduldig in die kurze Warteschlange einzureihen, ließen die anderen auf den Bänken die Impfung nachklingen. Gespräche über die Documenta, die beste Pizzeria in Nordshausen und woher man denn so käme.
Die wievielte ist es? Bei vielen die fünfte. Ach, und die Nebenwirkungen. Von nichts, über ein bisschen Kopfschmerzen, Schüttelfrost, bis völlig platt ist alles dabei. Mal gucken, wie es diesmal wird.
Die Ärztin: schonen Sie sich drei Tage.
Wird gemacht.
Heute schlafe ich mit dem Impfpass unter dem Kopfkissen.
An der Straße des Friedens in Röbel/Müritz (foto: zoom)
Reise-Steno: Neubrandenburg, Waren/Müritz, Röbel/Müritz, Rheinsberg. Nur ein paar Bilder, und dann ist es schon wieder Zeit, den Computer herunterzufahren.
Die Windmühle in Röbel hatten wir heute gar nicht auf dem Plan, doch dann wurde die Besichtigung unverhofft zum kleinen Highlight des Tages.
Die restaurierte Windmühle in Röbel – heute ein kleines, aber feines Museum (foto: zoom)
Ein engagierter Mitarbeiter des örtlichen Natur- und Heimatvereins hat uns über die Geschichte der Mühle erzählt.
Die Windmühle auf dem ehemaligen Burgberg wurde als Galerieholländermühle zwischen 1802 und 1825 erbaut und 2006 aufwändig restauriert. Sie hatte seit 1479 mehrere Bockwindmühlen als Vorgänger und war zuletzt zwischen 1929 und 1990 als Jugendherberge genutzt worden. Danach stand sie lange leer. Die Stadtvertretung ließ sie 2005/2006 umfassend sanieren. Ein Verkauf zur Nutzung im Gastronomie- bzw. Beherbergungsbereich konnte nicht realisiert werden.
Der Bund für Natur und Heimat „Müritz-Elde“ e.V. setzte sich für eine öffentliche Nutzung ein und pachtete die Mühle 2008. Seitdem wird sie von Mai bis Oktober für Ausstellungen genutzt, in denen Hobbykünstler aus Röbel und Umgebung ihre Fotografien oder Malereien zeigen.
Aktuell interessant die Ausstellung „Vor 100 Jahren“: Im Erdgeschoss ist Mecklenburg in schwarzweiß zu sehen. Die ausdrucksstarken Photographien Karl Eschenburgs entstanden mit seiner 9 x 12-cm-Plattenkamera. Gestochen scharfe Bilder in einer unglaublichen Auflösung.
Auch ein Blick aus den zahlreichen Fenstern lohnte sich.
Blick auf Röbel durch eines der vielen Mühlenfenster (foto: zoom)
Röbel werde ich auf jeden Fall, nicht nur wegen der Mühle, auf dem Reisewiedervorlagezettel vermerken.
Leider hatten wir nicht viel Zeit – eine der Todsünden des Reisens – , denn wir waren auf dem Weg nach Rheinsberg, ja genau dem Rheinsberg von dem Kurt Tucholsky in seinem Bilderbuch für Verliebte erzählt.
Kurz vor Sonnenuntergang haben wir unser Tagesziel erreicht: Schloss Rheinsberg.
Die Seele baumeln lassen. Schloss Rheinsberg im Abendlicht (foto: zoom)
Die anderen 90 % des Tages, zumindest einen Teil davon, muss ich später erzählen. Reisen macht müde. Gute Nacht!
Zum Tag der deutschen Einheit habe ich mir ein Lübzer Pils ohne Umdrehungen in der alten DDR gegönnt. Ok, es sind die neuen Bundesländer. Aber aus welchem Grund sollte man den Osten Deutschlands nach mehr als drei Jahrzehnten immer noch „neu“ nennen?
Höhepunkt des heutigen Tages war im wahrsten Sinne des Wortes die Aussichtsplattform des Hauses der Kultur und Bildung (HKB). Aus einer Höhe von mehr als 50 Metern kann man seinen Blick über Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern schweifen lassen.
Das HKB von unten betrachtet. (foto: zoom)
Ein Aufzug bringt die Besucher*innen zur gut gesicherten Terrasse auf der 15. Etage des „Kulturfingers“.
Blickrichtung Tollensesee (foto: zoom)
Ähnlich wie gestern bin ich auch heute voller Eindrücke, die ich allerdings mangels Zeit nicht weiter schildern kann. Vielleicht noch ein Bild vom Spaziergang entlang der alten Stadtmauer um die Kernstadt …
Alte Stadtmauer mit Wieckhäusern (foto: zoom)
… und das Bild einer Siedlung außerhalb der Stadtmauern.
Hier stand früher eine Plattenbausiedlung. (foto: zoom)
Heute gesehen, aber ich habe den Fliegenpilz nicht mitgenommen. (foto: zoom)
Zur Zeit findet man mit Glück und Wissen den ein oder anderen Herbstbewohner des Waldbodens, wobei der Fliegenpilz nur der Fruchtkörper des eigentlich unterirdisch lebenden Organismus ist.
Aber das habe ich schon vor einigen Jahren hier im Blog erklärt; daher schalte ich jetzt den PC aus und lese ein interessantes Buch: Carlo Masala, Weltunordnung, 3. Auflage 2022. Die Auflage ist wichtig, weil Masala dem Buch ein Update verpasst und den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine mit eingearbeitet hat.
Spaziergang entlang der Namenlose zwischen Siedlinghausen und Silbach (foto: zoom)
Nach dem langen Sommer ist es seit drei Tagen nicht nur kalendarisch, sondern auch wettermäßig Herbst geworden. Die Zeit der langen Spaziergänge ist wieder da; mehr Fuß- als Fahrradkilometer.
Auch in meinem Kopfmusikstudio haben die Ohrwürmer ihre Farbe gewechselt. Vorgestern ging mir noch Ashes are burning von Renaissance nicht aus dem Sinn, bis ich schließlich aufgab und das Stück in allen Variationen auf Spotify abspielte. aber inbesondere die eine Live-Version mit dem langen Bass-Solo. Die Stimme von Annie Haslem – einmal gehört, immer da, nie vergessen.
Beim Nachdenken auf den Boden gucken… (foto: zoom)
Gestern nun hatte ich ’s wieder Herbst geworden als Liedzeile im Kopf. Guckt euch die beiden Bilder oben an, dann kennt ihr den Grund.
Tja, da hatte ich einen Sprung in der Synapse. Das Lied von Zupfgeigenhansel, wie ich meinte, gibt es so gar nicht. Es heißt stattdessen ’s wieder März geworden, was sich auf die politische Stimmung nach dem Revolutionsjahr 1848 bezieht.
Aber was soll’s. Ein bisschen die März-Stimmung der gescheiterten bürgerlichen Revolution 1848 habe ich auch Ende September 2022.
Ob es an Italien, Ungarn, Russland und der ganzen rechten Konterrevolution liegt? Keine Ahnung. Wie gesagt, ’s wieder Herbst geworden oder meinetwegen März, auf jeden Fall trübe.
Hier ist die Monatsansicht dargestellt. Oben rechts kann zwischen Liste, Monat und Tag gewechselt werden. (screenshot: zoom)
Ich habe einen Veranstaltungskalender ins Blog eingebaut. Zu finden ist er entweder über das Menü oben oder über die Seitenleiste rechts.
Momentan sind nur wenige Veranstaltungen eingetragen, aber das wird sich hoffentlich bald ändern.
Der Grund für das neue Feature ist nicht mein Spaß an technischen Spielereien, sondern folgendes Problem:
Wenn ich eine Pressemitteilung über eine Veranstaltung (Musik, Theater, Lesung, Demo, usw.) erhalte, veröffentlich ich sie meist kurz nach Erhalt, auch wenn beispielsweise das Konzert erst in zwei bis drei Monaten stattfindet. Die Leute sollen oder wollen ja rechtzeitig Karten vorbestellen oder kaufen.
Die Veranstaltung versinkt dann allmählich in den Tiefen des Blogs. Wer nach ein paar Monaten, Wochen oder gar Tagen schnell nachgucken will, wann ein Ereignis stattfindet, ist verloren. Wer will denn schon ohne Erfolgsgarantie die ganzen Blog-Seiten herunterscrollen?
Mir selbst geht es auf jeden Fall so. Ich finde nichts mehr wieder.
Und deswegen habe ich den Kalender, der keinen Anspruch auf irgendeine Vollständigkeit erhebt, sondern das eklektische Sammelsurium des Blogs widerspiegelt, eingebaut.