Umleitung: Papst, Rüttgers, Sommer im freien Fall, Manager in der Zwickmühle, Demo für Menden und mehr …

Erst Daimler dann der Papst: Amis machen Ernst … spiegel

Rüttgers: Der Mann ohne Eigenschaften … zion

Barbara Sommer: Brett vorm Kopf. Die Chefideologin konservativer Schulentwicklung … wirinnrw

Manager in der Zwickmühle: helft ihnen beim Nachdenken … nachdenkseiten

Endorsement: Fortschritte nur mit Rot-Grün … ruhrbarone

Mendener Zeitung: Samstag Demo … medienmoral

Duisburg: Vorreiter für Rot-Rot-Grün? … postvonhorn

Facebook und Co: erhebliche Mängel … pottblog

FDP: Mit den „Klons“ kommen die Tränen … ruhrtalcruising

Regionalplan: Zwei Bahntrassen sollen entfallen … sbl

Grüne: Bund will städtische Haushalte weiter belasten … grünesundern

Für Eingeweihte: Klingelingeling … wiemeringhauser

Umleitung: Web 2.0 Hype vorbei, Problem Leser samt Kultur-Slum Ruhrgebiet, der Vatikan mauschelt und mehr

Web 2.0: Der Hype ist vorbei. Nachgedanken zum Politcamp … kooptech

Der zur Zeit ewige Vatikan: mauschelt Priester frei … fr

Vertriebene: Wie viele Nullen hat der BDV? … konkret

Medien im Ruhrgebiet: Problemleser … Problem Leser … ruhrbarone

Kultur-Slum Ruhrgebiet: Früher baute man Kohle ab, heute die Kultur … fr

Rüttgers‘ Konzept: Erfolg ungewiss … postvonhorn

Notfalldienstordnung: beschlossen. Bezirksstellenleiter mit Macht … sbl

Internetauftritt der Jüdischen Allgemeinen komplett renoviert. Lesetipp: Walsers Wahn

Jüdische Allgemeine

Der Internet-Auftritt der Jüdischen Allgemeinen war noch bis Mitte März ein dicker,  kaum manövrierbarer Klumpen aus PDF-Seiten, die sich auch mit DSL nur sehr langsam aufbauten. Auf einzelne Artikel konnte nicht verlinkt werden. Seit kurzem ist die Website komplett renoviert.

Vor 5 Tagen hatte Johannes Boie der Neueröffnung einen längeren Artikel in der Süddeutschen Zeitung gewidmet und auch auf eine der wenigen Schwächen der neuen Website aufmerksam gemacht. Die Blogs von Sabine Brandes, Hannes Stein und Christian Böhme können nicht kommentiert werden.

Boie weiter:

Die Wahl des Internets als Medium bietet der Redaktion die Chance, ihre Leserschaft zu verjüngen. Zielgruppe sind im Netz auch jene Menschen, die sich zwar fürs jüdische Deutschland interessieren, aber nicht so sehr, dass sie dafür bezahlen würden. Chefredakteur Böhme hält wenig davon, im Netz Geld mit Inhalten verdienen zu wollen, und so ist der Besuch der Seite gratis. … alles lesen

Mich persönlich hat der Artikel „Walsers Wahn“ von Marius Meller sofort gefesselt, was damit zusammenhängt, dass ich die Auseinandersetzung um Martin Walsers antisemitischen Angriff auf Marcel Reich-Ranicki interessiert verfolgt hatte.

Leseprobe:

Diese alte Männerfeindschaft enthält viel Unappetitliches – aber auch etwas zutiefst Typisches für den Literaturbetrieb. Vor allem aber für die intellektuelle Entwicklung in der Bundesrepublik. Es geht um die Rolle von Künstler und Kritiker, ihr Verhältnis zueinander. Es geht um verletztes Nationalgefühl, um Erinnerung und Antisemitismus. Das alles ist in den gerade erschienenen Tagebüchern des Schriftstellers Martin Walser nachzulesen.

Genau 26 lange Jahre schwärte es in seinem Autorenherz nach einer »vernichtenden« Rezension des FAZ-Literaturchefs Marcel Reich-Ranicki von 1976. Im Jahre 2002 veröffentlichte Martin Walser eine Satire auf den Kunstbetrieb, in der er Reich-Ranicki als dezidiert jüdischen, machtgierigen, Fäden ziehenden, Christus schmähenden, sexistischen Intellektuellen zeigt, gegen den sich Mordfantasien eines gekränkten Künstlers zusammenballen – Tod eines Kritikers. … alles lesen

Als Ergänzung zu diesem Beitrag wird darüber hinaus ein Interview von Philipp Engel mit Hellmuth Karasek veröffentlicht:

„Reich-Ranicki versetzte Walsers Selbstbewusstsein einen Todesstoß. Fünf Minuten mit Hellmuth Karasek über Martin Walsers Narzissmus und antisemitische Reflexe …“ lesen

Für die Facebook-Freunde präsentiert sich die „Jüdische Allgemeine“ ebendort klick.

Umleitung: u.a preachers who don’t believe what they preach, der Freitag im Strudel und die Hagener Grünen gegen Elena …

Medien: Was ist bloß beim Freitag los? …  carta

Datenmonster: Grüne gegen Elena … doppelwacholder

Missbrauch oder nicht? Schülerin wird von Realschule verwiesen … rn

Priester: preachers who don’t believe what they preach … pharyngula

Kirche: Die Rache des Verdrängten … nd

Europas Kinder: Griechen, Medien und Euro … ruhrbarone

Wahlschwindel: Wo bleibt die Liste der Grausamkeiten … wirinnrw

Kommunalverwaltungen: Enge Bindungen oder Filz? … sbl

Der Papst spielt über die Bande. Hirtenbrief geht an … Irland

St.-Johannes-Evangelist-Pfarrkirche  Ich kenne einige ehrliche Katholiken, die auf den Hirtenbrief den Papstes gewartet haben, weil sie sich klare Worte zum systematischen Missbrauch in den Institutionen der katholischen Kirche erhofften.  Heute liegt das Schreiben in einer inoffiziellen deutschen Übersetzung vor.

Es ist ein Brief des Papstes an die Katholiken in Irland. Papst Benedikt spielt über die Bande:

„1.         Liebe Schwestern und Brüder, mit großer Sorge schreibe ich euch als Hirt der weltweiten Kirche. Wie Euch haben auch mich die Informationen über den Missbrauch an Kindern und Schutzbefohlenen durch Mitglieder der Kirche Irlands, besonders durch Priester und Ordensleute, sehr beunruhigt. Ich kann die Bestürzung und das Gefühl des Vertrauensbruchs nur teilen, das so viele von euch beim Erfahren dieser sündhaften und kriminellen Taten und der Art der Autoritäten der Kirche, damit umzugehen, erfahren haben … “ Alles lesen

Faz.net zu Pädophilie: Dämonisiert und verharmlost

Dies ist schon der zweite lesenswerte Artikel aus der FAZ zum Thema „Missbrauch“, den ich hier zum Lesen empfehle. Ich reiße einfach mal ein Zitat aus der Mitte heraus, welches sich mit einer Fragestellung beschäftigt, über die letzter Zeit einige eher nachdenkliche Menschen in meinem Bekanntenkreis diskutiert haben:

Warum kommen aber sexuelle Übergriffe in bestimmten Institutionen so häufig vor? „Jedenfalls nicht, weil etwa das katholische Internat oder der Zölibat die Pädophilie hervorbrächte, sondern weil es sich hier um verlockende, abgeschirmte Räume für Personen mit solchen Neigungen handelt, die wie ein Magnet wirken können“, sagt Dreßing. Das belegen nicht nur die Fälle aus den betroffenen Internaten oder die literarischen Zeugnisse aus Kadettenanstalten. Man weiß aus neueren britischen Untersuchungen, dass die Unterbringung von Kindern in Heimen ihr Risiko, misshandelt oder missbraucht zu werden, um das Sechsfache erhöht. … alles lesen

Umleitung: u.a. The Great Catholic Cover-Up. The pope’s entire career has the stench of evil about it.

umleitungMissbrauch: Auge um Auge? … hpd

Texas: schreibt Geschichte um … jungewelt

Der Papst: The Great Catholic Cover-Up. The pope’s entire career has the stench of evil about it. … slate

Offene Ganztagsgrundschule: kein Erfolgsmodell … ruhrbarone

Wo ist: Steinmeier? … sprengsatz

Neue FDP: die Grünen … postvonhorn

Zweitwohnungssteuer: Gibt es Mittel gegen den Einwohnerschwund? … sbl

Umleitung: Afghanistan, Bischof Ackermann, Notfallpraxen …

Afghanistan: Die deutsche Hilfe wird nicht gebraucht … taz

Bischof Ackermann: spricht von Vertuschung … tagesschau

SPD: sucht den Weg aus der Falle … wirinnrw

Dierkes-Lesung: Ausschreitungen … ruhrbarone

Notfallpraxen: auch MDL Rudolph hängt sich rein … SPDmeschede

Lesetipp: FAZ berichtet ausführlich über den sexuellen Missbrauch in der Mescheder Abtei

Ich möchte alle Leser der lokalen Heimatblätter und damit auch des Artikels von Heinz Krischer in der WR Meschede auf einen weiteren ausführlichen Artikel in der FAZ hinweisen.

Detailliert rollt Timo Frasch den Missbrauchsfall in der Mescheder Benediktiner-Abtei in einem Beitrag mit dem Titel „Der lange Schatten des zweiten Jahrtausends“ auf.

Bitte Zeit nehmen und wirklich alles lesen. Es lohnt sich, denn  Frasch beschreibt im Gegensatz zur Lokalpresse, die sich eher mit der Täterseite beschäftigt, ausführlich die Geschichte des Opfers.

17. März 2010 Auf der Homepage der Benediktinerabtei Königsmünster im sauerländischen Meschede war am Montagabend zu lesen: „Bereits nach Inkrafttreten der ,Leitlinien zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Geistliche im Bereich der Deutschen Ordensobernkonferenz ist von Seiten der Abtei der Superior unserer Cella St. Benedikt als Ansprechpartner für etwaige Fälle benannt worden.“ Das klang nach Vorsorge, nach Entschlossenheit – und nach Entwarnung. „Etwaige Fälle“ durfte man so verstehen: Bisher sind der Abtei keine bekannt

Das aber stimmt nicht, wie am Dienstag das Kloster selbst, nach einem Gespräch des Abts mit dieser Zeitung einige Stunden zuvor, in einer Pressemitteilung bekanntgab. … weiter in der FAZ

Wortlaut und Kommentar: Die Pressemitteilung der Abtei Königsmünster zum sexuellen Missbrauch

Update 17. März

Ein aktueller Bericht in der FAZ bewertet unter anderem das Verhalten der Klosterleitung:

„In einer Pressemitteilung des Klosters, die am Dienstag, einige Stunden nach einem Gespräch dieser Zeitung mit dem Abt, veröffentlicht wurde, ist von „sexuellem Missbrauch bis Ende der 90er Jahre“ die Rede. Zunächst hatte es der Abt des Klosters, Dominicus Meier, gegenüber der Familie des Opfers abgelehnt, sich in der Angelegenheit an die Presse zu wenden.“

Ende Update

Wir dokumentieren im Wortlaut die Pressemitteilung der Abtei Königsmünster. Ich weise im Voraus auf einige Merkwürdigkeiten und unklare Stellen hin:

1. Es wird zwar gesagt, bis wann der sexuelle Missbrauch stattgefunden hat, aber nicht seit wann.

2. Aus welchem Grund wurde im Jahre 2000 sowohl von der Familie des Opfers als auch von Seiten der „Täter-Institution“ von einer Anzeige „abgesehen“? Gab es einen Deal? Eine Absprache? Wenn ja, welche?

3. Ist der Täter mit seiner Selbstanzeige nicht lediglich einer drohenden Aufdeckung seiner Tat zuvorgekommen? In einem zeitgeschichtlichen Moment, in dem die Täter fast im Stundenrhythmus enttarnt werden, erscheint es mir euphemistisch von einer Übernahme der Verantwortung zu sprechen.

4. Ist die Selbstanzeige des Täters eventuell auf äußeren Druck erfolgt?

Pressemitteilung

Abtei Königsmünster zum Thema „Missbrauch“ – 16.03.2010
Selbstanzeige eines Mitbruders

Meschede – Bereits vor einem Monat erstattete ein Mitbruder der Abtei Königsmünster bei der Staatsanwaltschaft Arnsberg (AZ: 292 Js 78/10) Selbstanzeige wegen sexuellen Missbrauchs bis Ende der 90er Jahre. Mit diesem Schritt übernahm der Mitbruder die Verantwortung für sein Tun.

Nach erstmaligem Bekanntwerden der Vorwürfe im Jahr 2000 wurde der Mitbruder mit
sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Die Familie des Betroffenen und die
Verantwortlichen der Abtei haben damals von einer Strafanzeige abgesehen. Zwischen 2000 und 2005 lebte der Mitbruder in einer Abtei im deutschsprachigen Ausland. Den Verantwortlichen dieser Abtei waren die Hintergründe bekannt. Während dieser Zeit unterzog sich der Mitbruder einer mehrjährigen Therapie.

Mit Rücksicht auf das jetzt laufende Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft hat die Abtei zunächst von einer Information der Öffentlichkeit abgesehen. Abt Dominicus hatte im Vorfeld der Selbstanzeige die Diözesanleitung in Paderborn und die Leitung der Kongregation von St. Ottilien, zu deren Verbund die Abtei Königsmünster gehört,
informiert.

Im Interesse an einer lückenlosen Aufklärung der Sachlage bitten die Mönche der Abtei darum, dass sich etwaige Opfer missbräuchlicher Handlungen melden, damit ihnen gegebenenfalls therapeutische Hilfe zuteil werden kann.

Als Ansprechpartner außerhalb der Abtei stehen zur Verfügung

1) Herr Leitender Staatsanwalt a.D. Heinz-Bruno Lütticke, 59872 Meschede,
Mallinckrodtstr. 19, Tel. 0291 / 3440

2) Frau Dr. Uta Heidenreich, Rechtsanwaltskanzlei Dolle & Partner, Grafenstr. 77, 59821
Arnsberg, Tel. 02931 / 52470.

Von Seiten der Abtei ist der Superior der Cella St. Benedikt in Hannover, Pater Dr. Dieter Haite OSB, (Telefon: 0511/9628810) Ansprechpartner. Bereits 2003 war P. Dieter nach Inkrafttreten der „Leitlinien zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Geistliche im Bereich im Bereich der Deutschen Ordensobernkonferenz“ als Ansprechpartner für etwaige Fälle benannt worden. Auch er wird Hinweise vertraulich entgegennehmen.

Über den weiteren Verlauf und die Ergebnisse der Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft wird die Abtei Königsmünster die Öffentlichkeit informieren.

P. Nikolaus Nonn OSB
Pressebüro Abtei Königsmünster
Telefon: 0291/2995‐263
Telefax: 0291/2995‐100
E‐Mail: nikolaus@koenigsmuenster.de