Meinen letzten Zoo-Besuch habe ich in schlechter Erinnerung. Tiger hinter Gittern, die sich rastlos von links nach rechts schleppen, auf der anderen Seite der Absperrung eine Menschenmenge mit erhobenen Smartphones.
Heute wollte ich wilde Tiere beobachten und bin aus der Haustür hinaus den Berg hinab Richtung Schnickemühle gegangen, wo ich nie ankam.
Behäbiges Sonnenbad: Dunkle Erdhummel mit Pollensäcken (foto: zoom)
Anfangs habe ich keine Tiere entdeckt. Viele Kräuter verblühten schon und irgendwo in der Nachbarschaft bellten die Hunde.
Doch je länger ich auf die welkenden Pflanzen starrte, desto mehr begann die Umgebung zu krabbeln und zu fliegen.
Abtastende Suche. Meine Güte, diese Facettenaugen! Schwebfliege.(foto: zoom)
Mein Besuch im Zoo Siedlinghausen dauerte kaum 40 Minuten – ich kann das an den Bilddaten nachvollziehen – und kostete mich lediglich ein wenig Geduld.
Warum ich nie bei der Schnickemühle ankam? Nun ja, die einhundert Meter Waldweg mit ihren Tieren und Blumen haben mich zu sehr gefesselt.
Und dann war da noch der Vogelgesang. Zilpzalp, Amsel, Kohlmeise, … , die üblichen Verdächtigen, aber das ist ein anderes Thema.
Einsames Warten auf dem Bahnsteig in Siedlinghausen. (foto: zoom)
Am letzten Sonnabend habe ich mir ein 9-Euro-Ticket plus 3-Euro-Fahrradtagesticket online gekauft und bin mit Smartphone und Fahrrad nach Arnsberg gereist.
Passend zum Ticket hatte der Zug aus Winterberg neun Minuten Verspätung, aber das ist für die Deutsche Bahn heutzutage fast überpünktlich.
Die Bahn war moderat belegt, da ich antizyklisch aus Winterberg wegfuhr.
Der Plan war es, einen Freund in Arnberg zu treffen und von dort einen kleinen Ausflug mit dem Rad zu machen. Da wir uns lange nicht gesehen haten, sollte es eine Quatsch-, Tratsch-, und Entdeckerrunde werden.
Die Radtour mit klassizistischen Gartenhäusern, Gedenkstein für ermorderte Polizisten, eine Himmelstour sowie Kaffee und Kuchen an der alten Tankstelle in Wickede haben wir wunderbar abgespult.
Durch den Filter gejagt: das hübschere der beiden Gartenhäuschen. (foto: zoom)
Zu den Bürgergärten mit ihren Gartenhäuschen gibt es bei der Stadt Arnsberg eine recht informative Seite:
Vor Ort befinden sich darüber hinaus zwei Informationstafeln, die den Inhalt der Website widerspiegeln.
Geschichte der Bürgergärten und der Gartenhäuser
Zum Vergrößern auf das Bild klicken. (foto: zoom)
Die klassizistischen Gartenhäuschen
Grundriss und Lage im Bürgergarten (foto: zoom)
Ich war schon häufig in Arnsberg, die Bürgergärten hatte ich aber bislang noch nicht entdeckt. Dabei sind sie nicht weit vom Arnsberger Zentrum entfernt und liegen auch nahe am Ruhrtalradweg.
Auf der weiteren Fahrt kamen wir dann noch am Gedenkstein für die 1979 von einem belgischen 18-jährigen Militärangehörigen ermordeten Polizisten vorbei.
Die Geschichte könnt ihr auf der Tafel lesen.
Zum Vergrößern auf das Bild klicken (foto: zoom)
Soweit der „offizielle“ Teil des Ausflugs. Die Klatsch- und Tratschgeschichten sind mir leider alle wieder entfallen, sonst hätte ich sie hier genüsslich ausgebreitet. 😉
Die Rückfahrt mit dem Zug von Arnsberg wurde etwas chaotisch. Online, auf der Bahn-App, war alles im Lot, aber am Bahnhof selbst wurden Verspätungen durchgesagt.
„Wer weiß, ob die Züge am Ende nicht ganz ausfallen“, habe ich mir gesagt und bin mit Schwung nach Meschede weitergeradelt. Dort traf die letzte Bahn des Tages mit 20 Minuten Verspätung ein und hat mich mit nach Siedlinghausen genommen.
Zur Not hätte ich die letzten Kilometer mit dem Rad herunter- bzw. hinauf trampeln können, aber wenn ich schon das 9-Euro-plus Fahrradtagesticket auf dem Smartphone habe, will ich es auch ausnutzen.
Seither habe ich das Ticket nicht mehr verwendet, obwohl ich gerne nach Kassel gefahren wäre. Doch zwischen Warburg und Bahnhof Wilhelmshöhe ist zur Zeit SEV (Schienenersatzverkehr), und ich weiß nicht, ob ich mich in der ansteigenden Corona-Welle gerne in einen Bus setzen möchte, dessen Auslastung ich nicht einschätzen kann.
Die Bahnfahrt am Sonntag hat mir eine Kachel auf der Corona-Warn-App eingebracht. Waren es die Nasenpimmel oder die blauen OP-Masken?
Wieso haben so wenige Menschen nach über zwei Jahren Pandemie noch nicht gelernt, dass OP-Masken keine FFP2-Masken sind und auch weniger Schutz bieten? Oder ist es eine Frage des Geldbeutels?
Phyteuma nigrum ist eine wissenschaftliche botanische Bezeichnung, wobei Phyteuma der griechische Name für Pflanze und nigrum das lateinische Adjektiv für schwarz ist. Die Teufelskrallenarten gehören zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae).
Die Blüten sind meist schwarzblau. Teufelskralle heißt sie wegen der krallenartig gebogenen Einzelblüten mit Griffeln im eiförmigen Blütenstand.
Sie wächst auf kalkarmen Standorten, vor allem in Mittelgebirgen, fehlt allerdings in den Höhenlagen der Alpen.
Man kann sie zur Zeit auf den Winterberger Bergwiesen oberhalb des Schmantel-Rundwegs blühen sehen.
Soweit ich es der botanischen Literatur entnehmen kann, ist die schwarze Teufelkralle verbreitet und nicht geschützt. Bestäubt wird Phyteuma nigrum durch bienenartige Insekten und Schwebfliegen.
Die noch weiter verbreitete Art der Ährigen Teufelskralle (Phyteuma spicatum) sehe ich zur Zeit besonders um das Kriegerdenkmal in Siedlinghausen blühen. Kein Wunder, denn der Hügel liegt auf meinem Fußweg zum Freibad. Auch auf dem Weg von der Schnickemühle zum Silbacher Sportplatz entlang der Namenlose sind sehr viele Ährige Teufelkrallen in Blüte.
Ährige Teufelkralle unterhalb des Kriegerdenkmals in Siedlinghausen (foto: zoom)
Die Ährige Teufelskralle wird gemeinsam mit Campanula ranunculus (Rapunzel-Glockenblume) und Velerianella (Feldsalat) wegen ihrer Nutzung als Wurzelgemüse Rapunzel (rapunculus lat. = kleine Rübe) bezeichnet.
Man findet sie in krautreichen Wäldern, auf Bergwiesen, auf lockeren nährstoffreichen Lehmböden.
Im Gegensatz zur Schwarzen Teufelskralle kommt sie auch in den deutschen Alpen bis 2100 m vor. Sie ist in fast ganz Europa verbreitet.
Die jungen Blätter kann man roh als Brotbelag oder gekocht als Wildgemüse essen, daher der Name Waldspinat. Die Wurzelrüben sind essbar (s.o. Rapunzel), während die alten Edgar-Wallace Krimis für mich ungenießbar sind. Aber das ist ein anderes Thema.
Ich habe in folgenden Büchern geblättert:
Düll/Kutzelnigg, Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Wälder, Wiebelsheim, 8. Auflage 2016
Schauer/Caspari, Der große BLV Pflanzenführer, München 1996
Aribert Jung, Die Pflanzenwelt im Sauerland und Siegerland, Fredeburg 1978, antiquarisch
Schmeil – Fitschen, FLORA von Deutschland und angrenzender Länder, Wiesbaden 1996, 90. Auflage
Eigentlich habe ich nur kurz vor der Tür auf den Handwerker gewartet. Es kam der Kleine Fuchs, setzte sich auf die Schnittlauchblüten und wartete geduldig, bis ich meine Kamera bereit hatte.
Normalerweise sind Schmetterlinge viel flatterhafter.
Kaum hatte es Klick gemacht, fuhr der Handwerker vor und Aglais urticae blieb einfach sitzen und verharrte, bis ich herausgefunden hatte, woher sein komischer Name kommt.
Die Urticaceae sind nichts anderes als die Brennnesselgewächse. Soviel weiß ich auch ohne Google. Die Raupen des Kleinen Fuchs‘ leben gern gesellig auf eben diesen Brennnesseln.
Ist es so einfach?
Urtica kommt aus dem Lateinischen und heißt Brennnessel. Allerdings werden auch die Begriffe Seenessel (Tier) und Geilheit vorgeschlagen, was um die Ecke gedacht zusammenpassen könnte.
Bei Wikipedia lese ich:
Der Name Aglais urticae leitet sich ab von lat. Aglaie, oder gr. Aglaia […] („Glanz“, „Pracht“), der jüngsten der drei Grazien und lat. urtica, die Nessel und beschreibt die grazile Gestalt sowie die Brennnessel als Futterpflanze. Daher wird er auch häufig „Nesselfalter“ genannt.
Zurück im Sauerland kann ich mich wieder der heimischen Fauna und Flora widmen. Enzian ist auf Dauer auch ermüdend.
Die Große Eintagsfliege spiegelt sich im Fenster und wartet auf eine Lebenspartnerin. Das sieht eitel aus, aber welche Gefühle kann eine Eintagsfliege schon haben? Immerhin war sie Insekt des Jahres 2021.
Im Urlaub hatte ich einen Alptraum, in welchem die Gräser und krautigen Blütenpflanzen, oft abschätzig Unkraut genannt, den Balkon überwucherten.
Glücklicherweise ist es trotz hoher Gräser und der prächtigen Wucherblumen nicht zum Alleräußersten gekommen. Dem Löwenzahn in den Pflasterritzen werde ich an den Kragen gehen, aber die Margeriten bleiben stehen. Die Gräser will ich auch noch bestimmen, obwohl das nicht zu meinen Lieblingstätigkeiten in der Pflanzenwelt gehört. Aber Blüte ist Blüte. Und gemäht wird erst später im Juni.
Es sind nicht die einzigen Margeriten in der wuchernden Wiese. (foto: zoom)
Soweit die ersten atemberaubenden Eindrücke. Es wird sicherlich demnächst wieder spannender.
Die sogenannte „Hindenburglinde“ oberhalb von Ramsau (foto: zoom)
Solange Antidemokraten wie Hindenburg in Deutschland mit Ehrenbürgerschaften, Straßennamen und Bäumen wie der sogenannten Hindenburglinde geehrt werden, stimmt etwas nicht in unserem Land.
In den 1930er Jahren wurde die Deutsche Alpenstraße direkt an der Linde vorbeigeführt. Im Rahmen der Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Ramsau an den damaligen ReichspräsidentenFeldmarschallPaul von Hindenburg am 26. März 1933 erhielt der bis dahin unter dem Namen Große Linde bekannte Baum seinen heutigen Namen; der benachbarte Gasthof Lindenhäusl wurde 1950 zu einem Berggasthof und Hotel erweitert und in Hindenburglinde umbenannt.
Dies ist die Tafel, die die Große Linde beschreibt. Kein Wort über die unrühmliche Rolle Hindenburgs in der deutschen Geschichte. (foto: zoom)
Fort von dem großen Baum. Sehen wir uns die aktuellen Auswirkungen der Klimakatastrophe an. Auf zum Blaueisgletscher.
Blick von der Blaueishütte zum unteren Teil des Gletschers. (foto: zoom)
Im letzten Jahr wurde die Situation beim Bayerischen Rundfunk folgendermaßen beschrieben:
Noch gibt es fünf Gletscher in den bayerischen Alpen: Den Nördlichen und Südlichen Schneeferner auf der Zugspitze, den Höllentalferner im Wettersteingebirge, den Watzmanngletscher und den Blaueisgletscher in den Berchtesgadener Alpen. Doch wo einst die Eiszungen bis hinunter ins Tal reichten, ist nicht mehr viel geblieben. Bayerns Gletscher, von Hause aus eher kleine Gletscher, sind inzwischen auf Reste zusammengeschmolzen. Und an diesen Resten nagt jeder Temperaturrekord vergangener Jahre.
Vom Blaueisgletscher waren 2015 nur noch 15 Prozent des Eisvolumens von 1950 geblieben und die Schmelze geht munter weiter.
In der Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft werden die Ergebnisse einer aktuellen Studie beschrieben:
„Der Klimawandel macht die Alpen grüner – eine Veränderung, die sogar aus dem Weltraum zu sehen ist. Das berichten Forscherinnen und Forscher um Sabine Rumpf von der Universität Basel. Sie haben nachgewiesen, dass in den zurückliegenden vier Jahrzehnten die Schneedecke in den Alpen geschrumpft ist und dort stattdessen mehr Pflanzen wachsen. Das habe weit reichende Folgen für Mensch und Natur.“
Gletschersterben und falsche Heldenverehrung. Ist das noch Urlaub? Klar, ihr fahrt schließlich auch mit dem 9-Euro-Ticket über den Hindenburgdamm nach Sylt.
Die Escape-Route aus dem Elend war zum Abschluss eine Wanderung vom Jenner ins Umland. Noch einmal auf den Watzmann gucken und vorbehaltlos den Rundumblick genießen.
Rast oberhalb des Pfaffenkegels (links unten im Bild). (foto: zoom)
Die nächsten Berge werden wieder etwas kleiner sein. Ich denke da zum Beispiel an die Halde an der Beckstraße in Bottrop. Aber das wird wiederum ein anderes Kapitel.
Er hatte es auf unsere Müsli-Riegel abgesehen. (foto: zoom)
Gestern war grausames Sonnenbrandwetter für Menschen mit empfindlicher Haut. Ich habe mir angewöhnt, bei schönem Wetter lange Hosen und langärmelige Hemden zu tragen. Auf den Kopf kommt eine Schirmmütze.
Heute merke ich, dass der Nacken ein Schwachpunkt ist. Der Kragen muss höher oder die Sonnencremeschicht dicker werden. Inklusives Oder.
Das frühe Aufstehen hat uns eine fast menschenleere Wimbachklamm beschert. Zeit, um ein wenig mit den Kameraeinstellungen zu experimentieren. Keine Raketenwissenschaft, aber immerhin habe ich es ohne Graufilter geschafft, dass das rauschende Wasser ein milchig fließendes Aussehen bekam.
Hinter der Klamm wurde das Wimbachtal zu einem Geröll- bzw. Griesfeld.
Nur Geäst, kein Kadaver (foto: zoom)
Wir haben uns noch bis hinter die Wimbachgriesalm hochgeschlagen und dort ein alkoholfreies Weizenbier gezischt. Als wir am frühen Nachmittag die Bushaltestelle ereichten, waren gut 20 Kilometer „auf dem Zähler“.
Was sonst noch passiert? Nicht viel. Lesen und eine Investigativ-Doku beim MDR gucken:
Vergifteter Boden, verseuchtes Wasser – Wie Chemie-Altlasten Generationen belasten
„Die bittere Erkenntnis der investigativen Recherche: Viele Umweltschäden durch Altlasten werden bis heute vor der Öffentlichkeit geheim gehalten.“
Schwerpunkt der Recherche sind Bitterfeld und der Kölner Raum. Nach der Sendung hat man das unbestimmte Gefühl, dass es noch weitere „vergiftete Orte“ in Deutschland geben könnte. Ein Erbe unserer 140-jährigen Industriegeschichte, wie es ein Experte im Film ausdrückt.
Kann man die Umweltvergiftung im Berchtesgadener Land wandernd vergessen? Kann man, aber man sollte sich im echten Leben, jenseits der touristischen Märchenwelten, öfter in den Arm zwicken und sich daran erinnern.
Ein weiteres fortgesetztes Erbe des Industriezeitalters sind die Klimagase Kohlenstoffdioxid und Methan. Und da muss man in der Perspektive sagen:
Bitterfeld und Köln überleben wir, die Klimakatastrophe unter Umständen nicht.
Gibt es auch gute Nachrichten? Die Wettervorhersage war heute tiptop. Das Unwetter war für 17:48 angekündigt, um 12 Minuten vor Sechs fielen die ersten Regentropfen und der Donner grollte. Ein Hoch auf die Wetter-Wissenschaft.
Wie kann man im Berchtesgadener Land die üblichen Klischee-Bilder vermeiden? Nur sehr schwer und schon gar nicht, wenn man sich durch die Urlaubslandschaft treiben lässt.
Die Nachrichten erreichen uns auch in Bayern, meist über das Radio. Die Sendungen des Bayerischen Rundfunks sind recht informativ, aber ich setze die unangenehmen Dinge auf Wiedervorlage im letzten Winkel der Hirnrinde ab.
Beim Wandern verlaufen sich viele Probleme, zumindest für den Tag oder die Urlaubswoche.
Derweil:
„Virologin mahnt zur Vorbereitung auf neue Corona-Welle“
Die Corona-Infektionen werden im Herbst wieder ansteigen, warnt die Münchner Virologin Protzer im BR24-Interview. Notwendig sei es, rechtzeitig Auffrischimpfungen anzubieten. Das Virus ohne weitere Maßnahmen durchlaufen zu lassen, sieht sie kritisch.
Vielleicht sind die Informationen aus der Sendung auch außerhalb Bayerns interessant. Diejenigen, die die Pandemie noch nicht abgehakt haben, können einfach mal reinhören.
Mit dem Wetter haben wir weiterhin Glück. Die vorherrschenden Farben sind Grün, Blau, Grau und Weiß, und ja ich weiß, dass Weiß eigentlich keine Farbe ist und über das Grau müsste man auch diskutieren.
Die Fischunkelalm spiegelt sich im grünen Wasser des Obersees, bevor es zum Röthbachwasserfall geht.
Auenland, Irland, Berchtesgadener Land. Die Mischung macht’s. (foto: zoom)
Turnschuhe waren übrigens (m)eine schlecht Idee. Die großen flachen Steine auf den Steigen des Seeuferwegs waren glatter als ich angenommen hatte.
Noch eines: wir sind früh genug aufgestanden, um die allererste Fähre am Königssee zu erreichen. Das erspart das Ertrinken – in den Menschenmassen, und die werden im Verlaufe des Tages immer größer, die Schlangen zu den Booten immer länger.
Berge, Wiesen, Wolken, Regen und ein Kreuz im Klausbachtal (foto: zoom)
Am Tag II unseres deutschen Urlaubs, auf dem wir auch Chinesen und US-Amerikaner:innen sowie Italiener:innen identifizieren konnten, hat es geregnet, aber das hat nichts gemacht, es war sogar angenehm kühlend.
Durch das Klausbachtal sind wir über die Hängebrücke bis zur österreichischen Grenze gelaufen, zwischendurch ein Kaffee auf der Ragert Alm, ansonsten ab und zu hinabgebeugt und die Blütenpflanzen des bayerischen Nationalparks angeschaut:
Enzian im Regen (foto: zoom)
Frauenschuh, Langblättriges Waldvöglein, Enzian, Mehlprimel, Ährige Teufelskralle, Esels-Wolfsmilch und noch viel mehr. Das Bücken lohnt sich. Nur gucken, nicht pflücken!
Das Berchtesgadener Land ähnelt immer noch sehr stark dem Bild, welches ich als Kind aus den Büchern meiner Eltern vermittelt bekommen hatte. Später kamen dann noch ein paar Reisen dazu, die die Ur-Bilder nicht erschüttern konnten. Heute finde ich sie allesamt noch intakt.
Warum soll es mir anders ergehen als den amerikanischen, spanischen, italienischen und chinesischen(*) Reisenden in das Herz Deutschlands?