Anscheinend bin ich jahrelang an diesem eindrucksvollen Geschäft in Dortmund vorbeigelaufen. (foto: zoom)
Seit 2006 schon soll es laut Internet das „Maggi Kochstudio“ im Dortmunder Westhellenweg geben, und dabei hatte ich erst heute das Gefühl, die gelbe Reklame zum ersten Mal zu sehen.
Siebeneinhalb Jahre selektive Wahrnehmung kann ich mir nur mit dem Tunnelblick Richtung Conrad Elektronik, ein paar Schritte weiter gelegen, erklären.
Als ich heute das Bild knippste, musste ich glucksend lachen und ein paar Passanten schauten mich verwundert an. Ich dachte in eben jenem Moment: „Braucht man wirklich ein „Maggi Kochstudio“? Irre!“
Aus dem Statistik-Bericht über dieses Blog für das Jahr 2013 – finde den Fehler:
„Etwa 8.500.000 Menschen besuchen jedes Jahr das Louvre Museum in Paris. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 210.000 mal besucht. Wenn dieses Blog eine Ausstellung im Louvre wäre, würde es etwa 9 Jahre brauchen um auf die gleiche Anzahl von Besuchern zu kommen.
In 2013 gab es 551 neue Beiträge, damit vergrößerte sich das Archiv dieses Blogs auf 2.940 Beiträge.“
Unsere Gäste haben den Wintermarkt besucht und waren nicht begeistert. (fotos: eva-maria rose)
„Das war kein Weihnachtsmarkt. Ballermann-Musik. Schlechter Punsch und von echtem Kunsthandwerk keine Spur.“ Unsere Gäste* haben ein vernichtendes Urteil über den Winterberger Wintermarkt gefällt.
Als Aprés Ski könne man die Veranstaltung an der Unteren Pforte noch durchgegen lassen, aber Schlachtgesänge aus den Lautsprecherboxen á la „das ganze Jahr trage ich meine Unterhose“** hätten sie wirklich nicht erwartet.
Nun bin ich selbst ein Weihnachtsmarkt-Muffel und würde mir niemals ein Urteil über den Winterberger „märchenhafte(n) Winterwald mit stimmungsvoller Musik und liebevoll geschmückten Hütten“ (Westfalenpost) anmaßen, aber unsere Gäste sind Wintermarktprofis, die von Flensburg bis München jeden Weihnachtsmarkt am Bukett des Glühweins erkennen, und so nehme ich ihre Meinung schon sehr ernst.
Auch in den heimischen und weltweiten (Facebook) Medien wird die Veranstaltung durchaus kontrovers diskutiert.
Bitte nicht auf den Hund kommen lassen. Winterberg braucht einen stimmungsvollen Wintermarkt.
Die einen wollen keine Nestbeschmutzung und werfen den Kritikern vor, nur alles schlecht zu reden, die anderen empfinden neun von 14 Buden „Suff und Fraß“ als Jammer.
Was können die Verantwortlichen tun?
Die Kritik als Meckerei ignorieren oder sie ernst nehmen?
Ich empfehle Letzteres, damit unsere Gästen im nächsten Winter ein „Zauberhaftes Winterwunderland“ entdecken können.
* es handelt sich um unsere eigenen Gäste; andere Gäste haben gewiss weitere, unterschiedliche Meinungen, an denen wir sehr interessiert sind.
** der Text ist sinngemäß wiedergegeben. Auf Youtube haben wir das Liedgut nicht gefunden.
Zu Neujahr möchte ich das Schreiben nicht übertreiben und mich langsam mit einem der Themen, die mich seit Beginn dieses Blogs bewegen in das Jahr 2014 hineinschrauben.
Als ich im folgenden Tweet des Tages den Begriff „affirmativer Journalismus“ las, hatte ich sofort das Gefühl, ich hätte genau das, was Erbloggtes ausdrückt, immer schon genau so gedacht, vielleicht ein Kurzschluss.
Hier also der Tweet des ersten Tages im neuen Jahr.
Schlage vor, anstelle der Unterscheidung Journalismus/Aktivismus fortan zwischen affirmativem und kritischem Journalismus zu differenzieren.
Benehmt euch heute Abend anständig (foto***: zoom)
Leider hat es seit gestern Abend einen sogenannten Brute-Force-Angriff auf die Server unseres Providers gegeben. Zitat aus einem Schreiben von „1und1“:
Aufgrund einer Attacke auf WordPress Installationen bei allen Providern mussten wir Gegenmaßnahmen ergreifen, um die Sicherheit der Webseiten unserer Kunden zu gewährleisten. Diese Maßnahme ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht von temporärer Natur, da die Angriffe seit dem 30.12.2013 in gleicher Menge auftreten.Die Gemeinsamkeit dieser Angriffe ist, dass die WordPress Installationen auf den Localhost 127.0.0.1 geroutet werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis, dass die Sicherheit unserer Kunden Vorrang hat und wir Ihnen in der Zeit keinen Zugang zu Ihrem WordPress Login stellen können. Unsere Techniker arbeiten bereits an einer Lösung für Sie. Bitte haben Sie etwas Geduld.
Daher fällt ein Jahresrückblick samt guten Vorsätzen leider glücklicherweise aus.
Kommen Sie / kommt gut rüber. CU in 2014, in alter Frische und mit angemessenem Ernst.
Allen LeserInnen, KommentatorInnen, AutorInnen, KritikerInnen, anständig gebliebenen PolitikerInnen, befreundeten BogerInnen und sonstigen MenschInnen wünsche ich eine Guten Rutsch!
Brilon/Köln. (pm) Der Heimatverein Altenbrilon 1950 e.V. bietet eine Kurzreise vom 24. – 25. Januar 2014 nach Köln–Deutz zur traditionellen Kostümsitzung der Funke rut-wieß im Kristallsaal an, wozu noch 2 Restkarten nebst Fahrt mit der Deutschen Bahn und Übernachtung im IBIS Hotel Köln Deutz/Messe verfügbar sind.
Die Karten werden zusammen mit der Übernachtung und Zugtransfer in einem Reisepacket ab 110,00 EUR / Person angeboten.
Daher bittet der Heimatverein Altenbrilon 1950 e.V. kurzentschlossene Interessenten sich beim Ortsheimatpfleger Ralf Wiegelmann unter 02961-9199942 anzumelden.
Screenshot des Schneeberichts vom Sahnehang auf der Website der Stadt Winterberg vom 26.12.2013.Der Sahnehang am 25.12.2013 (foto: jh)
Update: Diese Piste heißt tatsächlich ‚Sahnehang‘. Wenn die Sonne scheint und Schnee liegt, wird diese Abfahrt am Kahlen Asten ihrem Namen durchaus gerecht.
Momentan ist Winterberg jedoch schneefrei. Der Sahnehang wurde vor einigen Wochen beschneit, von dem Kunstschnee ließ das milde Wetter jedoch kaum etwas übrig. Die ‚Talabfahrt‘ ist allenfalls für Mountain-Biker ‚frei‘, für Skiläufer hieße es: abschnallen und zu Fuß gehen.
Blick vom Kahlen Asten (25.12.2013, jh) Des einen Leid ist des anderen Freud: Dank der milden Temperaturen sind die Wanderwege von den Bergen bis in die Täler passierbar. Warum also nicht mal ein wenig bei herbstlichen Temperaturen durch das winterliche Sauerland wandern? Spart den Skipass und erlaubt das ein oder andere Foto am Wegesrand.
Laufend zurück geschaut: auf dem Weg zum Bergsee (fotos: zoom)
Zu Weihnachten stellt sich oft eine gewisser Überfluss ein. Viele Geschenke, viele Süßigkeiten und viel Stress. Auf Twitter häufen sich die Tweets zum Feiertag, Weihnachtsbilder verstopfen mein Tablet und eine nackte Feme tanzt auf dem Altar des Kölner Doms. Die sozialen Netzwerke vibrieren und Edward Snowden mahnt auf Channel 4.
Recht haben sie alle. Die Geschenke waren gut, die Süßigkeiten schmecken und der Stress hat sich gelohnt.
Ich liebe es auf dem Sofa liegend meine Bücher zu lesen, und zwar nicht nur drei Seiten vor dem Einschlafen, sondern fette zweihundert auf einen Streich.
Hoch über Silbach und Siedlinghausen wird das Wild auf die Wiese gelockt.
Das ist schließlich die Essenz der Feiertage: lesen, Musik hören und die chemische Energie der Marzipankugeln auf den Waldwegen in Bewegungs- und Wärmeenergie umwandeln.
Um Weihnachten herum gehen die Medien in den Mitleidsmodus. Der ärmste Bettler, der elendigste Kranke, der wohnungsloseste Obdachlose und der ertrunkenste Flüchtling vor Lampedusa.
Danach wird wieder mit Krokodilstränen abgeschoben, nach der unanzweifelbaren Recht-und Ordnungsmaschinerie. Die Sachbearbeiter verkörpern den fleischgewordenen Verwaltungsakt, die Politiker das zynische Gesetz: „Sorry – wir sind nur kleine Rädchen im Getriebe der vernünftigen Unvernunft.“
Es ist viel passiert im letzten Jahr, das mich am Verstand der Menschen hat zweifeln lassen, gerade am Verstand derjenigen Menschen, die gerupft und ausgenommen werden.
Aber da muss man sich als politischer Blogger auch mal auf’s Sofa legen und murmeln:
„I can explain it to you but I can’t understand it for you.“***
Wir werden auch nach diesen Feiertagen als Quaterköppe weitermachen. Die geldgeilen Zwockel haben hoffentlich mehr zu bieten als persönliche Diffamierungen und Rufmord, nämlich Argumente.
Kategorischer Imperativ über dem Bergsee
Wir hoffen auf den Fortschritt und auf die Menschen, die nicht im Gleichschritt der Meinungsmache marschieren. Denken nicht verboten.
*** Das Zitat ist einem kleinen Buch entnommen, welches mir nette Weihnachtsgäste geschenkt habe. Besprechung folgt …
Leider waren Herrchen oder Frauchen nicht zu sehen, und so blieb es dann bei diesem Bild und einer kleinen Suche im Internet.
899 Euro muss man oder frau für das 50 cc Zweirad bezahlen, lese ich auf der Website des Händlers.
Mein neues Fahrrad wird wahrscheinlich mehr kosten.
Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern sowie den Autorinnen und Autoren dieses Blogs je nach religiöser Einstellung: Frohe Weihnachten, entspannte Festtage, geruhsame Feiertage. Macht bzw. machen Sie was draus.
***Das Aqua Olsberg hat heute ab 16 Uhr und am 1. Feiertag geschlossen. Am 2. Weihnachtsfeiertag geht’s normal weiter.