Umleitung: Nicht lustig, Herr Böhmermann, sowie Facebook, Kölner SPD, Fremdenfeindlichkeit, Griechenland, Querfront, Geschichte, Hundertwasser und Kokolores.

Jedenfalls hygienischer als eine Klo-Brille (foto: zoom)
Jedenfalls hygienischer als eine Klo-Brille (foto: zoom)

Nicht lustig, Herr Böhmermann: Im Jahr 1992 hat Martin Langer bei den Pogromen von Rostock-Lichtenhagen ein Foto gemacht, das zum Symbol dieses Ereignisses, ja zum Symbol für die nach der Wende wieder aufkommende Fremdenfeindlichkeit in Deutschland wurde … freelens

Hetze und Gewalt: 153 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte … publikative

Friss-oder-stirb! Die neuen Geschäftsbedingungen von Facebook treten in Kraft … mimikama

Überschätzte Hoffnungsträger der Kölner SPD: Börschel, Ott und die Oberbürgermeisterwahl … postvonhorn

Griechenland: Syriza is a Partner for European Social Democracy, not a Rival … misik

Griechenland nach der Wahl: Alter Wein in neuen Schläuchen? … wiesaussieht

Ungewohntes Geräusch für Mutti: In Griechenland gewann eine Koalition aus linken und rechten Populisten die Wahl, weil die Bürger die Nase voll haben von Sparwahn und Neoliberalismus. Karikaturist Heiko Sakurai sieht die Majestätsbeleidigung so … charly&friends

Querfront I: “Wer gestalten will, muss Kompromisse machen” … ruhrbarone

Querfront II: „Lügenpresse“ – ein blödes Wort, vorbelastet und viel zu pauschal. Aber „Kampfpresse“ – das passt … nachdenkseiten

Geschichte als Gegenwart: tatsächlich aber ist Geschichte ein Schlüssel zum Verständnis der Gegenwart, ein Weg zur lebendigen Selbsterkennung … scilogs

„Public History“ – Aufhebung einer deutschsprachigen Debatte? In der Geschichtswissenschaft hat sich eine dominierende und rege Konkurrenz der Konzepte Erinnerungskultur und Geschichtskultur ergeben … PublicHistory

Harburger Traditionsfirmen und ihre Logos: Balatros – ein Walross im Gummigeschäft … harbuch

Kunst als ewiger Kreislauf: Bilder von Friedensreich Hundertwasser in Hagen … revierpassagen

Meschede-Eversberg: Offene Bühne und Cilly Alperscheid in der Kleinkunstbühne Kokolores … neheimsnetz

George Orwell „1984“

George Orwells Roman ‚1984‘ entstand in der Nachkriegszeit unter dem Eindruck der NS-Diktatur und des Stalinismus. Heute ist unsere Überwachung nahezu perfektioniert, die Kontrolle unserer Gedanken und Schritte ist technisch möglich und wurde zur Tatsache. Herrschaftsmechanismen, wie etwa die Manipulation durch Sprache und die Bedeutung der Geschichte als Rechtfertigung der Gegenwart, hat Orwell schon damals erschreckend treffend beschrieben.

“He who controls the present, controls the past. He who controls the past, controls the future.”

Wer genau hinschaut, kann sehen, wie die Realität manipuliert wird, wie Artikel korrigiert, Beiträge gelöscht und somit Gedanken und Kritik vernichtet werden. Er kann sehen, wie Filme, Bilder und ganzen Websites aus dem Netz verschwinden. Wer das alles sieht, erkennt die Aktualität von Orwells ‚1984‘.

Umleitung: Jahresrückblicke, Jahressünden, ein Todestag, eine interessante Geschichtswebsite und der Schnee …

Jahresrückblick: keine schlechte Idee hatten die … ruhrbarone

Jahressünden: „ Vielleicht müste man mal wieder den Mut haben, die Tür zum Beichtzimmer bzw. die Tür zum Herzen zu öffnen?“, meint allen Ernstes die … wp

13. Todestag: Carl Edward Sagan – ein großartiger Humanist und Wissenschaftler … hpd

Lernen aus der Geschichte: Nationalismus und Holocaust in Schule und Jugendarbeit … ladg

Der Schnee- und Kältehype: „Bei extremen Wetterbedingen müssen Eltern selber entscheiden, ob der Schulweg für die Kinder zumutbar ist oder nicht“ … rn

Umleitung: von A wie Antisemitismus bis W wie Wirre 68er

Nach dem „Vatertags-Nonsense“ folgen hier einige ernst gemeinte Verweise:

Schulgutachten(NRW) von Wirtschaftsmanagern: Sage niemand, er habe es nicht gewusst … Partner für Schule PDF 1,8 MB

Wer dreht da an der Meinungsschraube? Mohn/Bertelsmann verkauft die Manipulation des Internets … duckhome

Kapitalismus: reif für die Post-Wachstums-Ökonomie?… weissgarnix/faz

Wirre 68er: Benno Ohnesorgs Todesschütze war IM … die zeit

Blick nach Rechts: „Es ist in Dortmund nicht unwahrscheinlich Opfer neonazistischer Gewalt zu werden“ … ruhrbarone

Antisemitismus in sozialen Netzwerken: Ist sVZwatch die Antwort? … svzwatch

Deutsche Geschichte satt, satt, satt …

Ich habe heute fast das Magazin der Süddeutschen Zeitung übersehen. Aber gerade, kurz vor dem Schlafen gehen, noch ein Käsebrot in der Küche, ein Bier, WDR5, das Magazin durchgeblättert und den Artikel von Georg Diez gelesen.

Den lest bitte bevor 2009 so richtig ins Rollen kommt:

„… 2009 wird das Krisenjahr. 2009 wird das Jubeljahr. 2009 wird das Jahr der Deutschen.

Es wird furchtbar werden. Schrecklich. Lähmend. Peinlich. Es wird Serien geben in Spiegel und Stern, es werden deutsche Helden gesucht werden in ARD und ZDF, es wird bunte Bücher geben und Talkshows mit all den Schorlemmers dieses Landes, es werden zur Volkserziehung Schautafeln aufgestellt werden in öffentlichen Gebäuden, und ein Geschichtsgrundkurs nach dem anderen wird sich belehren lassen, wie es kam, dass aus ein paar Studenten, die sich zum Singen trafen, über den Umweg von Kaiserreich, Weimarer Republik und sechs Millionen toten Juden unsere schöne kleine Wohlstandsdemokratie wurde. Es wird ein einziges rauschendes Selbstbespiegelungsfest unserer Nation sein, die mal wieder vor lauter Historie die Gegenwart vergessen wird oder vergessen will. Aber sagt mal, Geschichte ist doch kein Wärmeofen!

Davor wird es 2009 kein Entrinnen geben. 20 Jahre Mauerfall, 60 Jahre BRD, 70 Jahre Zweiter Weltkrieg, 2000 Jahre Varusschlacht, das ist der absolute Erinnerungsernstfall, da sind Reflexion und Sinnstiftung erste Bürgerpflicht, jedes Datum wird da zum Symbol und Geschichte zum Volkssport …“

Und jetzt ab ins Bett ;-)