Axel Bosse: Akkustik-Set am Dienstag im Irish Pub / Winterberg
Axel Bosse wird während der Plattenladenwoche am Dienstag, den 3. November, ein Konzert im Blackwater Irish Pub, Nuhnestr. 2, spielen – präsentiert von der Schallplatte in Winterberg. Der Hamburger Songwriter, dessen drittes, in seinem Wohnzimmer aufgenommenes Album “Taxi†seit Anfang Februar in den Läden steht, wird sich für ein rund 30-minütiges Akustik-Set die Ehre geben. Die Show beginnt um 20.30 Uhr.
Nach meinen Informationen ist der Eintritt frei.
Weltschuldentag statt Weltspartag?
Auf WDR5 wurde heute ein nachdenkenswerter Beitrag zur wachsenden Staatsverschuldung gesendet, den ich hier im Text und Podcast verlinke:
Am 30. Oktober 1924 wurde der „Weltspartag“ ausgerufen. Bernd Senf möchte ihn lieber „Weltschuldentag“ nennen. Denn der emeritierte Professor für Volkswirtschaft sieht in unserem bestehenden Geldsystem mit Zins und Zinseszins eine der Hauptursachen für die Krise der Weltfinanzwirtschaft. Das Geldvermögen wachse nicht linear, sondern systembedingt exponentiell an – der Zins müsse erwirtschaftet werden und setze die Gesamtheit der verschuldeten Unternehmen unter eine Art Wachstumszwang. Das steigende Geldvermögen korrespondiere also mit der steigenden Verschuldung – ein Teufelskreis, in dem Senf die tiefere Ursache der derzeitigen Probleme des internationalen Finanzsystems sieht. zur WDR5 Website
Zum Nachhören stellt der WDR auch ein Podcast zur Verfügung.
Aktenzeichen Wahnsinn: Leyendecker und Nitschmann zur „Affäre Friedrich“
Zu den nebulösen Vorgängen um Harald Freidrich im NRW-Umweltministerium habe ich mich bislang nicht geäußert, weil ich den Verdacht hatte und habe, dass ein Menge Leute eine Menge Leichen im Keller liegen haben. Ich habe die Diskussionen und Beiträge bei den ruhrbaronen und der Sauerländer Bürgerliste mitverfolgt. Allerdings ist es mir unmöglich Tatsachenbehauptungen, Gerüchte und Vermutungen sauber zu trennen.
Heute ist in der Süddeutschen Zeitung an prominenter Stelle (Seite 3) ein langer Artikel von Hans Leyendecker und Johannes Nitschmann erschienen, den ich alles in allem für gelungen halte.
Auszug:
“ … Der Mann, dem all die Verfolgung galt, war keine graue Maus auf den Mäusepfaden der Ministerialräte gewesen. Ein menschlich schwieriger Typ, ein Workaholic, der sogar am Wochenende nach 23 Uhr noch Leute in Dienstangelegenheiten anrief. Ein Überzeugungstäter in Sachen Umwelt. Er hatte sich mit den Herren einflussreicher Müll-Konzerne angelegt, aber er hielt sich nicht immer ganz genau an Vorschriften und verstand es, sich im Wortsinn Feinde zu machen. In dem zuvor von Grünen regierten Ministerium war er der letzte grüne Abteilungsleiter. Er wurde im Sommer 2006 fristlos entlassen. Die Gründe stellten sich, mehr oder weniger, als Vorwand heraus. Er bekam eine Ehrenerklärung und 75 000 Euro Abfindung. Fast gleichzeitig erstattete ein Staatssekretär von CDU-Umweltminister Eckhard Uhlenberg Strafanzeige gegen Friedrich wegen angeblichen Geheimnisverrats, angeblicher Vorteilsannahme, angeblicher Bestechung, und ein anderer Ministerialbeamter schickte an das LKA E-Mails mit Gerüchten und Klatschgeschichten enttäuschter Mitarbeiter: Angeblich hatte Friedrich in Frankreich auf Kosten eines Unternehmens eine Woche Urlaub gemacht, angeblich hatte ihm ein Gutachterbüro ein Auto für sechs Wochen kostenlos zur Verfügung gestellt. Die beim LKA eingerichtete Sonderkommission „EK Stuhl“ nahm alle Hinweise begierig auf. …“ Alles lesen
Einbruch im Anzeigengeschäft und hohe Mietpreise: Süddeutsche Zeitung baut Stellen ab.
Nun geht es bei meiner Frühstückszeitung den Redakteuren und Verlagsmitarbeitern zum zweiten Mal in diesem Jahr, siehe auch hier im Blog, an den Kragen(Hervorhebungen von mir):
„Der Süddeutsche Verlag (SV) reagiert auf Anzeigenkrise und Umsatzeinbrüche mit betriebsbedingten Kündigungen. Bei einer Betriebsversammlung in München kündigte Geschäftsführer Detlef Haaks am Dienstag neben weiteren Sparmaßnahmen bei den Sachkosten auch den Abbau von 30 Arbeitsplätzen in Verlagsabteilungen an; das entspricht etwa fünf Prozent der betreffenden Belegschaft“ … sz
“ … Es sind nicht die ersten krisenbedingten Streichungen beim traditionsreichen Süddeutschen Verlag: Nachdem das Medienhaus im März 2008 von seinem Minderheitsgesellschafter, der Südwestdeutschen Medien Holding (SWMH), mehrheitlich übernommen worden war, verließen rund 70 Angestellte im Frühjahr gegen eine Abfindung das Unternehmen, etwa ein Drittel davon aus der Redaktion. Insgesamt fielen 90 Stellen weg. Pürzel zufolge rechnet der Verlag in diesem Jahr mit einem Minus von acht bis zehn Millionen Euro … Weitere Ursache für die prekäre wirtschaftliche Lage sollen früheren Berichten von „Berliner Zeitung“ und „Frankfurter Rundschau“ zufolge die hohen Mietkosten des Redaktionsgebäudes sein. Anfang des Jahres hatte die „Süddeutsche Zeitung“ einen Neubau am Stadtrand von München bezogen, der jedoch vor der Übernahme durch die SWMH verkauft worden war. spiegel
Verdammt – die siebziger Jahre waren auch nicht schlecht: Zappa!
Noch einen: Under a tree, she kissed me … Caravan – Golf Girl
Liebe LeserInnen, sorry – diese Musik liebe ich auch: Softmaschine
Deutschland wird nicht am Hindukusch verteidigt, sondern in der Hauptschule …
Bloggen mit heißem Herzen – kalte Füße, wenn der Anwalt droht.
„Guck mal, in deinem Block bin ich beleidigt worden“.
Über rechtliche Fallstricke beim Twittern, Bloggen und der eigenen Homepage berichtet Daniela Siebert im Verbrauchertipp des Deutschlandfunks vom 28. Oktober 2009.
Faustregel: „Wenn diese Person vor mir stehen würde, würde ich es ihr so ins Gesicht sagen können? Das ist eigentlich eine gute Faustregel, die man sich fragen kann.“
Weiter nützliche Hinweise zum Nachlesen hier.
Zum Nachhören dort.
Urteil: Kurz, knapp und unbedingst lesens- bzw. hörenswert.