Ja, ich habe mir die Platten gekauft und gehört. Die Sex Pistols. God save the Queen, the fascist regime. Unsäglicher Quatsch als Pose und Provokation. Heute Nacht ist es zu spät, aber gleich nach der Morgendämmerung werde ich die Scheibe mal wieder auflegen. Wie sonst sollten wir um Malcolm McLaren trauern. Die Musik der Sex Pistols hat Ende der 70er den Schlamm der Disco-Welle weggespült. Danke dafür, Malcolm. R.I.P.
Kategorie: Musik
Bevor die Nacht anbricht: Grossstadtgeflüster

Vor zwei Jahren hat „Grossstadtgeflüster“ als Vorgruppe der „Fanta 4“ zehntausend Menschen in Herdringen bei Arnsberg zum Kochen gebracht. Heute stellten sie vor 50 begeisterten(!) Besuchern ihr neues Album in der Grube in Siedlinghausen vor.
500 Zuschauer hätte das Elektro-Pop-Trio verdient gehabt, doch das neue Konzept des Musik und Kulturzentrums in Siedlinghausen setzt sich wie vieles auf dem Lande nur langsam durch.
Schade für diejenigen, die heute Abend nicht dabei waren.
Die anderen 450 kommen am 17. April zu Extrabreit , der alten Teenie-Deutsch-Fun-Punk-NDW-Band aus Hagen: Hurra, hurra, die Schule brennt … 😉
Heute in der Grube in Siedlinghausen: Grossstadtgeflüster
Aus der Programmbeschreibung:
„Grossstadtgeflüster ist eine Band, bestehend aus Sängerin Jen Bender, Schlagzeuger Chriz Falk und Keyboarder Raphael Schalz, die seit 2003 der schizophrenen Vorstellung verfallen ist, man könne glasklaren Pop und sperrige Nervmusik für Freaks in ein- und demselben Song verbraten.
Ihre spektakulären Live-Shows mit ihrem Mix aus Elektronik, Schmutz und BlingBling sind eine Art Familienausflugsziel für Sinnsucher, Querdenker, Nichtfunktionswillige und nächstenliebende Hedonisten geworden …“ zum Veranstalter
Die Grube Siedlinghausen: weg vom Techno-Image hin zu Musik und Kultur.

Die „Grube“ in Siedlinghausen hat einen zweifelhaften Ruf. Die „Grube“, das ist die Werkhalle eines alten Schieferbergwerks. Aus dem flachen Gebäude am Ortsausgang von Siedlinghausen Richtung Rehsiepen wummern in manchen Nächten die Bässe der Techno-Partys vom späten Samstag Abend bis in den Sonntag Mittag hinein.
Zu den GOA und Sub-Tech Nächten tanzen sich Besucher aus dem Siegerland, Ruhrgebiet, Kassel und Köln bei 120 bis 180 bpm in Trance.
Einheimische Siedlinghäuser und Siedlinghäuserinnen kommen nur, wenn einmal im Jahr die lokale Spaßparty-Truppe „Partysanen“ den Laden mietet und es mit „Eintritt-Getränke-Musik-All-inclusive“ so richtig krachen lässt.
Seit dem 1. März ist der 46-jährige Kaufmann Dirk Fieseler in die Geschäftsführung der Grube eingestiegen. Zusammen mit dem bisherigen Betreiber Ulli Pretzsch will er das Profil der Grube sanft und doch radikal verändern.
„Wir wollen weg vom reinen Diskothekenbetrieb, hin zu Musik und Kultur“, sagt er als er uns vor zwei Wochen zu einer Ortsbesichtigung eingeladen hatte.

Sein Vorbild seien der Schlachthof in Soest und der Bahnhof Langendreer in Bochum.
Die Einrichtung der Grube – langer Tresen, Nebenräume, Küche und Bühne – erinnern eher an die Fabrik in Hamburg als an eine Disko auf dem flachen Land.
Das Frühjahrs-Programm stehe fest. Rock, Punk-Pop, Elektro-Punk, neuer Pop und Motiv-Partys und zwischendurch auch die „Brot und Butter“ Techno-Veranstaltungen.
Fieseler zählt auf:
- am 1. April Ärzte Cover: „Die Älke„
- am 8. April punkiger Power-Pop von „Großstadtgeflüster„
- am 17. April Opa-Deutsch-Spaß-Punk von „Extrabreit„
- 24. April Bad Taste Party, Mainstream mit 80er und 90er Jahre Musik
- im Juni komme Pink Pulse: 11 Musiker covern Pink Floyd, „so originalgetreu, echt Klasse“
- im August ein Zirkus mit 4-Mast Zelt
Dazwischen die Oberstufen-Fete des Briloner Gymnasiums „Petrinum“ (26. März) und, so Fieseler, „am 29. Mai der dicke Hammer, die „Partysanen“ laden nach dreijähriger Pause wieder zur Party.“
Die misslungene Generalprobe für das neue Konzept war der Auftritt der „Reservoir Dogs“ am 13. März, die wir hier im Blog angekündigt hatten. Eine handvoll zahlender Zuschauer und der Berichterstatter waren von einer Spitzenband begeistert, die eine volle Halle verdient gehabt hätte.
Das neue Konzept der Grube hatte sich noch nicht herumgesprochen. Die neuen Betreiber werden ein dickes Brett bohren müssen.
Wir wünschen ihnen, das es klappt, denn wir wollen auch mal in Siedlinghausen am Tresen stehen und Dieter Nuhr sehen 😉

Die Preise sind mehr als moderat. Über den Preis von 0,3 l gezapftes Bier für 2 Euro kann man nicht meckern. Die Verzehrkarte von 10, 20 oder 30 Euro wird beim Eintritt erworben und transparent gelocht. „Das Guthaben zahlen wir wieder aus“, so Dirk Fieseler, „das unterscheidet uns von vielen anderen Discos im Umkreis“.
Gehört: Dozentenkonzert im „Haus der Musik“ Brilon

Tage der Kontraste im Hochsauerland. Am Freitag die Generalversammlung des SGV Siedlinghausen bewältigt, am Samstag eine „gewonnene Partie“ Schach durch einen groben Patzer verloren, anschließend bis spät, sehr spät in der Grube in Siedlinghausen recherchiert und heute beim Dozenten-Konzert der Musikschule Hochsauerland in Brilon die Seele baumeln gelassen.
Über Letzteres ein kurzer Bericht:
Als wir erst einmal das „Haus der Musik“ in Brilon gefunden hatten, waren wir erstaunt über die geringe Größe des Konzert-Raumes. „Maximal 80 Zuhörer“, sagte uns Georg Scheuerlein, Leiter der Musikschule HSK, das richtige Ambiente für Kammermusik, denn die, so der Name, sei schließlich nicht für große Säle geschrieben worden.
Die MusikerInnen Heike Schwentker (Viola), Andreas Beckmann (Klavier), Samuel Minnich (Horn, Trompete, Mundhamonika), Luisa Kimmel (Klavier) und Monika Wittmann (Gesang) traten um 17 Uhr in der Aula des „Haus der Musik“ in Brilon auf.
Die Organisation der Musikschule orientiere sich, so Georg Scheuerlein, an der Struktur der sogenannten Altkreise Arnsberg, Meschede und Brilon vor der Gebietsreform: Arnsberg = West, Meschede=Mitte und Brilon=Ost.
Das Programm:
Robert Schumann, Märchenbilder für Viola und Klavier;
Henry Purcell, „I attempt from loves sichness to fly“, Horn und Klavier;
Harold Arlen, Over the Rainbow, Gesang und Klavier;
Max Reger, Suite D-Dur op. 131 Nr. 2 für Viola Solo;
Anton Profes, Kauf‘ Dir einen bunten Luftballon, Gesang und Klavier;
Victor Young, „Stella by Starlight““, Trompete und Klavier;
Little Walter, „Easy“ (Blues), Mundharmonika und Klavier.
Mein Urteil:
Es hat sich gelohnt. Wir saßen im Abstand von höchstens einer Körperlänge von den Musikern entfernt, jede Fingerbewegung, jede mimische Regung konnten wir verfolgen. Die Dozentinnen und Dozenten verstanden ihr Musikwerk und die Stücke waren von Schumann bis zum Blues wohlausgesucht.
Little Walter hatte ich zwar bis heute noch nicht durch einen Interpreten (Samuel Minnich) im Anzug mit Krawatte aufgeführt gesehen und gehört. Doch beim Kammermusik-Nachmittag der Musikschule Hochsauerlandkreis klangen die Melodien des Blues-Harpisten überzeugend.
Heute Abend in der Grube, Siedlinghausen. Live: Reservoir Dogs
Heute Abend, 20 Uhr in der Grube in Siedlinghausen. Live: Die Reservoir Dogs.
A TRIBUTE TO THE MOTION PICTURES OF
QUENTIN TARANTINO & ROBERT RODRIGUEZ
Die Veranstalter meinen:
Mitte der Neunziger Jahre wurden mit “Pulp Fiction†und “From Dusk Till Dawn†zwei der bekanntesten und erfolgreichsten Kultfilme produziert.
Neben trockenen und ausgefeilten Dialogen überzeugen die Filme von Quentin Tarantino und Robert Rodriguez durch ihre genialen Soundtracks. Die Mixtur aus “Surfbeat†und “Seventies-Pop†beeinflussten nicht zuletzt die Musiktrends der letzten Jahre und gehören zu den bestverkauften Soundtracks der letzten Zeit.
Die Reservoir Dogs, eine Gruppe von 5 Musikern, haben sich dieser beiden Filme angenommen und mit „From Pulp Till Dawn“ eine atemberaubende Liveperformance auf die Beine gestellt: eine Kombination von ausgewählten Szenen und den Songs aus “Pulp Fiction†und “From Dusk Till Dawnâ€. Music & Fiction vom Feinsten.
Das Programm bietet über 2 Stunden Unterhaltung, voll gestopft mit witzigen und trockenen Dialogen und zahlreichen der coolsten Rocksongs, die je in einem Film zu hören waren.
Umleitung: ziemlich ungeordnet von Axolotl geklaut bis zum Radweg zum Mitnehmen
Freidenker Emil Rosenow: vor 106 Jahren gestorben … hpd
Sven Regener: Element of Crime on Tour – ein Interview … coffeeandtv
Rot-rot-grün: Perspektiven … carta
Spreng: will Schwarz-Grün … sprengsatz
WAZ und Internet: Im Westen geht die Sonne unter … ruhrbarone
Allendorf: Bebauungsplan überdimensioniert … gruenesundern
Genial: Radweg zum Mitnehmen … standard
Axolotl Roadkill: Alles nur geklaut? … gefuehlskonserve
Umleitung: Heute quer durch alle Parteien dazu Bob Marley, Rehwild und Honigbienen, der persönliche RQ und die Selbstanzeige für Steuersünder
Risiko-Quotient: hier messen … projectionpoint
… aber nur, wenn man: nicht vom Dunning-Kruger Effect betroffen ist.
Linkspartie und SPD: Politik und Nihilismus … freitag
Finanzminister Linssen: eigene Erfahrungen mit geheimen Konten … WirInNRW
Volker Beck: „Gute Chancen, unser Ziel zu erreichen“ … ruhrbarone
Grüne NRW: auf Hamburg Kurs? Schwarz-Grün nicht ausgeschlossen … wdr
FDP: Vom Hoffnungsträger zum Tiefflieger … naBerlinerMorgenpost
Steuersünder: Selbstanzeige zum Download 😉 … geldkompakt
Bob Marley: wäre heute 65 geworden … ruhrtalcruising
Mescheder Kreistag: Rehwild und Honigbienen … sbl
CDU Ortsvorsteher: Klüngelpolitik? … gruenesundern
Hinein gehört: Gustav Mahler, Symphonie No. 9, Jonathan Nott und die Bamberger Symphoniker

Gustav Mahlers Symphonie No. 9 in der Einspielung von Jonathan Nott und den Bamberger Symphonikern sollte eigentlich ein Weihnachtsgeschenk sein, aber dann dauerte es etwas länger bis ich die Scheiben beim Plattenladen abholen konnte. Das Fest war vorbei und ich schenkte mir der Einfachheit halber die vier Sätze auf zwei Scheiben selbst.
Ich habe es nicht bereut. Die Musik ist einfach Klasse und der letzte Satz im Adagio hat mir am Ende fast die Tränen in die Augen getrieben.
Es ist schon ungewöhnlich, dass zwei schnelle Sätze von den langsamen eingekeilt sind, aber es funktioniert.
Da ich lediglich Gebrauchshörer sogenannter „ernster Musik“ bin und über keine ausgewiesenen Analyseinstrumente verfüge, belasse ich es bei dieser Geschmacksäußerung.
Es heißt, auch ein blindes Huhn finde manchmal ein Korn. Ich bin mir nahezu sicher: Der Mahler von Nott ist mein Korn.
Umleitung: Sozialstaat und Love-Parade in Gefahr, SPD. Rüttgers und Hombach und Neues vom Lande …

Sozialstaat: Grundlagen zerfallen … nachdenkseiten
Love-Parade: Große Klappe, wenig dahinter … ruhrbarone
SPD: Wer glaubt wem? … sprengsatz
Rüttgers und Hombach: Zwei Männer, ein Gedanke, ein Buch … WirInNRW
Nachrichtenagentur Feuerwehr: Löschen bergen, helfen, schützen … bieseveih
Kassenpatienten auf dem Lande: bald ohne Arzt? … gruenesundern