Bei den Kommunalwahlen 2009 gab es massive Schwierigkeiten bei der KDVZ. Die Wahlergebnisse konnten nicht zeitnah abgerufen werden.
Hoffentlich wird es diesmal besser. Die Säulendiagramme sind auf jeden Fall schon justiert 😉
das Sauerland und mehr
Bei den Kommunalwahlen 2009 gab es massive Schwierigkeiten bei der KDVZ. Die Wahlergebnisse konnten nicht zeitnah abgerufen werden.
Hoffentlich wird es diesmal besser. Die Säulendiagramme sind auf jeden Fall schon justiert 😉
Es ist nur ein Kreuz. Morgen kann jeder mit zwei Strichen der merkelschen Machtmaschinerie ein Körnchen Sand ins Getriebe schnippsen.
Es liegt an Dir, an mir, an Euch, an Ihnen, die „Meisterin der negativen Theologie der Macht“(Jakob Augstein) zu entzaubern.

Der von mir nicht geschätzte Franz Müntefering hat laut Augstein über seine politische Gegnerin(hoffentlich!, zoom) den von mir dann doch geschätzten folgenden Satz gesagt:
„Ich habe noch keinen Politiker getroffen, der so weit gekommen ist wie sie und der keinen Gesellschaftsentwurf hat.“
Geht wählen!
Die-WAZ-Ecke
Nach den Redaktionen soll nun der Rest der Verlagsgruppe sparen
Der knapp 50-zeilige Artikel über Kündigungen und Sparmaßnahmen der WAZ-Gruppe auf der Medienseite der Süddeutschen Zeitung vom heutigen Samstag ist merkwürdig blass und mit, gemessen an der Zeilenzahl, übermäßig vielen Phrasen aufgeladen:
endgültig der Deckel draufgemacht
zoom: Versteht man ja. Jetzt reicht es.
Kahlschlag war ein Kraftakt
zoom: Dafür sind, ach nein, müssen alle der Geschäftsleitung dankbar sein.
nahmen viel Geld in die Hand
zoom: und nochmals Danke
den Makel zu vermeiden
zoom: welchen Makel?
kostet die Operation(sic!)
zoom: der Patient WAZ
Nach der erfolgreichen(sic!) Operation
zoom: aber der Patient ist doch noch gar nicht aus der Narkose aufgewacht.
steht … im Fokus der Sparmaßnahmen
zoom: „im Fokus“ ist schon fast so schlecht wie „Urgestein“, aber wer dann noch schreibend darin „stehen“ lässt …!? Kalauer: Ich sitze in meinem Focus.
hochrangiger WAZ-Stratege
zoom: „graa“ kennt tolle Leute, aber er verrät uns Nix, fast investigative Verschwiegenheit.
Sparpotential offengelegt
zoom: „offengelegt“ führt elegant zurück zur „Operation“. Konnotation: die eitrige, schwärende Wunde wird offengelegt. Schickler sei Dank.
Der Verlag wird einen Großteil der einst 44 Geschäftsstellen schließen und den Leserservice in einem Agentur-Modell als eine Art „WAZ-Ecke“ etwa im Reisebüro oder Toto-Lotto-Laden anbieten. Im Ergebnis aber, heißt es im Verlag, werde man „noch häufiger und näher am Leser präsent sein“. graa
zoom: Lieber Herr „graa“, haben Sie das als Realsatire stehen lassen und deswegen nicht hinterfragt?
Wenn „Ja“, seien Ihnen alle 40 Zeilen davor verziehen.
Wenn „Nein“, wünsche ich mir: Gehen Sie bitte recherchieren, denn jede einzelne Phrase enthält mindestens eine ungeklärte Frage. Muss nicht gleich Leyendecker sein, höchstens ein bisschen.
Ich mag diese Meldung nicht. Sie ist eine Liebedienerei für die Konzernleitung der WAZ.
Wir haben die Kraft I: Rüttgers lässt SPD überwachen … pottblog
Wir haben die Kraft II: Rüttgers lässt Kraft beobachten … ruhrbarone
Wir haben die Kraft III: Rüttgers in der Bredouille … derwesten
Freud: Vorsprung von Schwarz-Geld schmilzt … coffee&dtv
Macht macht Geld: Nebentätigkeit von Abgeordneten nicht zu durchschauen … lobbycontrol
Macht macht dreist: Steinbrück wickelt Medien um den Finger … nachdenkseiten
PFT: auch in Meschede … sbl
Grenzgänger: Schnade in Siedlinghausen … WpWinterberg
Am 13. November 2008 hatte ich mit einer lapidaren Bemerkung meinen Twitter-Account eröffnet. Ein paar Monate und eine längere Twitter-Pause später hat sich bei mir die Anwendung dieses Internet-Dienstes etabliert.
Viele Neuerungen sind in ihrer Entstehungsphase einfach nur irgendwie „sexy“. Man spielt gerne herum, aber der Gebrauchswert ist noch nicht klar.
Inzwischen meine ich mehr intuitiv als analytisch, dass Twitter „zu etwas zu gebrauchen“ ist.
Zur Zeit begleite ich die Webblog-Einträge von „zoom“ oder weise auf Stellen im Internet hin, die ich auf der Website nicht unterbringe.
Abstand genommen habe ich mit der Zeit von privaten Betrachtungen des eigenen Ichs.
Da in der sich enorm beschleunigenden Welt des Internet mit seinen technischen und kommunikativen Möglichkeiten morgen schon viele Wahrheiten von heute überflüssig sein können, kann ich auch noch nicht sagen, wie ich mit Twitter und anderen sich entwickelnden Möglichkeiten umgehen werde.
Von der Utopie zum Handwerk: Heute habe ich, Neuling der ich bin, gedacht, dass es doch ganz gut wäre Hash-Tags an die Twitter-Einträge zu hängen.
Ein Hash-Tag ist ein Nummernzeichen plus Stichwort zum Eintrag, welches im Eintrag selbst ein- oder angefügt wird.
Beispiel: #btw09 oder #flashmob
Vorteil: Die Suchfunktion von Twitter kann jetzt die eigenen und fremde Beiträge an Hand des Hash-Tags finden und auflisten.
Ich habe es mit #flashmob probiert und siehe da, es sortiert zwingender als die Wortsuche im Beitrag selbst.
Assoziativ zum Thema die Musik, diesmal nicht von Cohen sondern von Cash, dem Johnny:
Schon lange nehme ich die sogenannten Flashmobs am Rande wahr. Heute denke ich: Mensch – eine grandiose Aktionsform mit vielen Möglichkeiten. Der Film über die „Yeeaaah, Yeaahh Aktion“ bei einer Merkel-Rede in Hamburg am 18. September ist zwar von suboptimaler 😉 Qualität, aber läßt doch das Potential von politischen Flashmobs erahnen.

Es begann mit einem Wahlplakat. Der Ankündigung, dass die Bundeskanzlerin in Hamburg auftreten werde, fügte ein Unbekannter mit Lackstift: „Und alle so: Yeaahh“ hinzu. In Internetforen machte das Bild die Runde, Yeah-Lied und Yeah-T-Shirt gibt es mittlerweile auch, und schließlich fanden sich bei Merkels Rede auf dem Hamburger Gänsemarkt hunderte Zuschauer ein, die jede ihrer Aussagen mit Freudengeschrei quittierten.
Brandexperten wissen: Feuer wird mit Feuer bekämpft. Die Flasmobber in Hamburg bekämpfen Inhaltsleere mit Inhaltsleere. Es funktioniert.
Nett finde ich auch den kleinen Fahrrad-Mob im Lübecker Kreisverkehr. Im Internet lassen sich inzwischen viele weitere inspirierende Aktionen betrachten. Vielleicht gibt es ja demnächst den ersten flashmob von Opel-Arbeitern oder Hartz-IV-Empfängern oder …?
Update: Geht es jetzt los? Flashmobs im Einzelhandel möglich.
Es war In einem Bulletin Board System zu Zeiten des seeligen Mosaic Browsers. Viel wurde über Politik diskutiert, aber auch über technische Probleme beim Zugang zum BBS.
Ich erinnere mich an einen netten Forenteilnehmer. Der empfahl von Zeit zu Zeit, wenn es um diese technischen Probleme ging, eine bestimmte Zugangssoftware.
Würde nur 10$ kosten. Ich habe mir die Software damals gekauft. Die konnte dann auch nichts anderes als die Standardzugangssoftware. Als die ersten technischen Problem mit der 10$ Ware auftraten verschwand der nette umtriebige Mensch auf Nimmerwiederschreiben aus dem Forum.
Im Nachhinein weiß ich, dass der nette Kerl lediglich die Cyberspace-Verkörperung wahlweise des netten Versicherungsvertreters von nebenan, der Avon-Beraterin oder der Freundin mit der Tupperparty war.
Die Manipulation im Internet geht inzwischen weit über diese alten billigen Verkaufsmethoden hinaus.
Das Internet, meint Rudolf Stumberger in telepolis, sei ein Ort der professionellen Manupulation:
… wer glaubt, er könne sich im Netz unbedarft an den Quellen von Wahrheit und Weisheit laben, der irrt. Wer hier seinen Wissensdurst stillt, sollte sich klar sein, dass dies ein höchst riskantes Vorhaben ist. Längst sind viele Inhalte des Internets kontaminiert, doch es ist wie bei der Radioaktivität: Man schmeckt und riecht nichts. Immer mehr stammen die Botschaften der Öffentlichen Meinung und des Internets von Interessensgruppen und werden die Bürger durch professionelle PR-Agenturen manipuliert … alles lesen
„Bei der WAZ-Mediengruppe droht ein weiterer massiver Personalabbau. Nach Informationen des Gewerkschaftblogs medienmoral-nrw.de stehen im Bereich des Finanz- und Rechnungswesens 70 Arbeitsplätze auf der Kippe. Gerüchte liefen schon länger über die Flure der WAZ KG in der Essener Friedrichstraße. Sie wurden am Freitag vorletzter Woche erhärtet durch eine Mitteilung des Leiters des Finanz- und Rechnungswesens der WAZ-Mediengruppe, Stephan Künzer. Danach sollen 70 Arbeitsplätze der Debitoren und Kreditorenbuchhaltung von Essen nach Erfurt zur Zeitungsgruppe Thüringen (ZGT) verlagert werden …“ weiterlesen
Ich gebe hier meine sehr subjektive Bewertung der „neuen Westfalenpost“ zum Besten: Als ich heute morgen die WP aufschlug war ich schlichtweg enttäuscht. Ein gewohntes Durcheinander mit für mich uninteressanten, altbekannten Themen.
All das zählt noch nicht, denn ich bin eventuell eine Minderheit, aber: Diese Themen kann der Sauerlandkurier genau so gut oder schlecht. Ich persönlich möchte kein Feiergesülze, sondern kompetente Lokalpolitik. Davon gab es:
Null, Niente, Nix, Nada
Auf Seite 2 des zweiten Buches ging das Elend weiter:
Ich vermisse all die Themen, die beispielsweise im Sammelband „Lokaljournalismus“ des Projektteams Lokaljournalisten so schön beschrieben sind. Das Buch ist 11 Jahre alt und immer noch gut, lesenswert und eine Fundgrube für Themen.
Darüber hinaus hat dort immerhin ein Redaktionsleiter der WP die Seiten 199 bis 204 zum Thema „Verwaltung“ geschrieben.
Mein Tipp: Mal wieder vorkramen und vor dem Einschlafen lesen 😉
Vielleicht war dieser Relaunch auch nur unglücklich auf den Montag platziert. Montags hatte die WP schon traditionell wenig Inhalt, weil dem Montag ein Sonntag vorangeht.
Mein Fazit: Relaunch missglückt. Jetzt müssen dicke Bretter gebohrt werden, um zu retten, was zu retten ist.
Hoffnung für die Chefs: Der Autor dieses Artikels möge durchgeknallt und mit seiner Meinung mutterseelenallein im weiten Hochsauerland sein. Der Rest der lesefähigen Bevölkerung reiße die Zeitungsexemplare aus den Kiosken und abonniere das Heimatblatt ab spätestens morgen in Massen.
Nichts für ungut. War nur so ein Impuls.

Heute hat der Schulleiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums der Öffentlichkeit eine sogenannte Kommunikationsinsel übergeben. Die Feierlichkeit fand in Anwesenheit der Sponsoren und örtlichen Politiker statt.

Da die Frauen allesamt Hausarbeit bei sich selbst verrichteten oder während der Feierlichkeiten im Rahmen eines Projekttages „Gegen Gewalt“ in der Cafeteria die Verköstigung der SchülerInnen und BesucherInnen übernommen hatten, sind selbstverständlich keine weiblichen Akteure auf dem Bild, welches hier die wichtigen Männer und Frauen zeigt. Da ich mich hier im Blog seinerzeit etwas verwundert über die Berichterstattung der Medien gezeigt hatte und der konfrontativen Polemik anheimgefallen war, überlasse ich das Wort diesmal der Schule selbst:
Funkeln und Glitzern lenkt das Auge des Besuchers, der sich dem Geschwister – Scholl – Gymnasium nähert, auf steinerne Ringe. Farbenfrohe Mosaike auf geschwungenen Flächen kleiden Betonmauern ein. Die Rückenlinien schwingen sich auf und ab wie Wellen, die auflaufen und verebben. Wo ist der Anfang, wo das Ende? Rundlöcher durchbrechen die Mauern, lassen Licht durch, geben den Blick frei und lassen die Mauern tanzen. Zwei Türme mit verspieltem Fähnchen und glitzernden Kugeln lenken den Schritt in den Zugang. Der Weg, gesäumt von Bänken, führt in das Innere von zwei Schnecken. Weich wie auf Moos nimmt der Boden die Füße auf … tutti competti in voller Länge hier